Finanzen Moskauer Börse - Neue Sanktionsrunde setzt russischen Rubel und Aktienkurse unter Druck

10:25  17 april  2018
10:25  17 april  2018 Quelle:   handelsblatt.com

Kurssturz - Schwarzer Montag an der Moskauer Börse

  Kurssturz - Schwarzer Montag an der Moskauer Börse Kurssturz - Schwarzer Montag an der Moskauer BörseDie US-Sanktionen, die am vergangenen Freitag gegen Putin-nahe Geschäftsleute und deren Unternehmen verhängt wurden, haben die russischen Märkte fest im Griff. So fiel der russische Leitindex MOEX am Montag um 7,2 Prozent.

Foto: xphere. Der russische Rubel war in den letzten Jahren eine regelrechte Achterbahnwährung. Diese würden den Rubel erheblich unter Druck setzen . Neues auf Facebook. Фото от Moskauer Deutsche Zeitung. Eine Lehre dieses Sommers: Nicht alle Zeitgenossen, denen scharfe Zähne

Monitor an der Moskauer Börse . Ihr Aktienkurs stürzte um fast 20 Prozent ab. Auch die russische Währung geriet massiv unter Druck : Der Rubel verlor rund fünf Prozent gegenüber dem Dollar.

Der Kreml in Moskau: Neue Sanktionen belasten Aktienkurse und den Umtauschkurs des Rubels. Moskau Foto: dpa © dpa Der Kreml in Moskau: Neue Sanktionen belasten Aktienkurse und den Umtauschkurs des Rubels. Moskau Foto: dpa

Noch ist das Ausmaß der neuen Strafmaßnahmen nicht bekannt. Doch die Kurse in Moskau fallen weiter. Erneut im Blickpunkt: die Rusal-Aktie.

Der Wochenstart ist an der Moskauer Börse erneut missglückt: Die Ankündigung neuer Sanktionsdrohungen aus Washington drückt einmal mehr auf Rubel und Aktienkurse.

Demnach sollen die Sanktionen wegen der russischen Unterstützung für Baschar al-Assad erlassen werden, dem der Einsatz von Giftgas gegen Rebellen und Zivilbevölkerung in Duma vorgeworfen wird, worauf die USA am Wochenende bereits mit einem Raketenschlag reagierten. Russland hatte im UN-Sicherheitsrat eine Verurteilung Assads mit dem Argument verhindert, dass der Chemiewaffeneinsatz nicht bewiesen sei.

Deripaska, Vekselberg, Kerimow - Nach US-Sanktionen und Kurssturz – Kreml will zwei Steueroasen für seine Oligarchen schaffen

  Deripaska, Vekselberg, Kerimow - Nach US-Sanktionen und Kurssturz – Kreml will zwei Steueroasen für seine Oligarchen schaffen Deripaska, Vekselberg, Kerimow - Nach US-Sanktionen und Kurssturz – Kreml will zwei Steueroasen für seine Oligarchen schaffenDie Insel „Oktjabrskij“ („Insel Oktober“) inmitten von Kaliningrad hat eine Geschichte als Luxus-Flecken. Im 18. Jahrhundert, als die Stadt noch Königsberg hieß und die Insel Lomse, ließ König Friedrich II hier Maulbeerbäume pflanzen und Seidenraupen züchten – bis der strenge Winter 1771 das Seidengeschäft einfrieren ließ.

Moskauer Börse setzt Kursrutsch fort Russlands Börse fällt weiter - Rubel unter Druck . Aktuell steht der Index auf dem Niveau von August 2017. Als Belastung erwies sich nun, dass der russische Rubel weiter an Wert verlor.

Nachdem neue Sanktionen gegen Russland verkündet wurden, ging es insbesondere am russischen Aktienmarkt deutlich bergab. „Anlagestrategie 2018: Auf den Crash setzen ?“ Deutsche Bank mit neuem IT-Chef: Anleihen wieder gefragt | Börse Stuttgart - Продолжительность: 3:09 Börse

Das Börsenklima in Moskau ist durch den Streit allerdings bereits vergiftet. Noch ist das Ausmaß der neuen Strafmaßnahmen gar nicht bekannt, doch schon der in Russland geborene Schachgroßmeister Savielly Tartakower wusste vor knapp 100 Jahren: „Die Drohung ist stärker als die Ausführung.“ Und so gingen die Kurse am Montag in Moskau bei Börsenstart erst einmal erneut in den Keller.

Gleich zur Eröffnung verlor der Rubel im Vergleich zum Freitagsschlusskurs gegenüber dem Euro um knapp ein Prozent und fiel auf einen Wechselkurs von 1:77,21. Immerhin konnte der Rubel bis zum Mittag das Tauschverhältnis wieder auf eine Marke von knapp unter 1:77 drücken.

Die russische Zentralbank erklärte, sie wolle nicht am Devisenmarkt eingreifen. „Die Lage am Währungsmarkt ist ausgewogen“, sagte die stellvertretende Notenbankchefin Xenia Judajewa am Montag bei einer Finanzkonferenz in Moskau. „Wir werden in die Marktlage nicht eingreifen, wenn es einfach nur Schwankungen im Markt oder eine starke Kursveränderung gibt, sondern wir intervenieren nur bei Gefahren für die Finanzstabilität.“ Diese sei durch die zuletzt hohen Schwankungen nicht beeinträchtigt.

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Ob das nach der jüngsten Sanktionsrunde so bleiben wird, ist fraglich. Die Talfahrt setzte sich am Dienstag fort, ein Ende ist nicht in Sicht. Der Druck auf russische Wertpapiere und Währung stieg Um mehr als elf Prozent brach die Moskauer Börse zu Wochenbeginn ein. Der Kreml ist empört.

Am 1. Januar 1998 wurde aus 1000 alten Rubel 1 neuer Rubel – der russische Staat „strich drei Nullen“. Als die US- Börsen abstürzten, ließen sich internationale Investoren ihre Anteile in Russland, die etwa den halben russischen Börsenmarkt ausmachen, auszahlen. 3 Rubel ( Moskauer Kreml). Drucken /­exportieren.

Auch gegenüber dem Dollar hat der Rubel leicht verloren. Bei einem Tauschverhältnis von 1:62,2 lag der Verlust gegen Moskauer Mittagszeit bei 0,25 Prozent. Immerhin hält der seit Wochen steigende Ölpreis die russische Landeswährung trotz aller politischen Turbulenzen am Leben.

Der Fall des Rubels rief gleich den US-Präsidenten Donald Trump auf den Plan. Er warf Russland und China Währungsmanipulation vor. „Russland und China spielen das Währungs-Abwertungsspiel, während die Vereinigten Staaten die Zinsen erhöhen“, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Das sei nicht hinnehmbar.


In der vergangenen Woche halbierte sich der Marktwert von Rusal

Eine schwächere Währung ist tendenziell gut für die Exporte eines Landes, da es Waren in anderen Regionen billiger macht. Die US-Notenbank hat ihren Leitzins zuletzt im März angehoben und dürfte in diesem Jahr wegen der guten Konjunktur und der niedrigen Arbeitslosigkeit noch mindestens zwei Mal nachlegen. Höhere Zinsen machen eine Währung attraktiver für Anleger, wodurch sie aufwerten kann.

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Die neuen US-Sanktionen gegen Russland zeigen Wirkung: Die Aktien mehrerer russischer Unternehmen verloren am Montag deutlich, auch der Rubel verlor am Nachmittag an der Moskauer Börse drei Prozent an Wert gegenüber dem Dollar. Artikel drucken .

Moskauer BörseNeue Sanktionsrunde setzt russischen Rubel und Aktienkurse unter Druck . Mittlerer OstenAtomdeal mit dem Iran steht auf der Kippe.

„Ohne Öl würde der Rubel jetzt wahrscheinlich in den unaufhaltsamen Tiefsturz gehen, so aber haben die Investoren nicht allzu stark auf den Raketeneinschlag reagiert und warten, wie sich die Ereignisse weiter entwickeln“, kommentierte der Börsenanalyst von Rikom-Trust, Oleg Abeljew, die Entwicklung am Montag.

Die Zentralbank nahm zudem mit der Erklärung, dass eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen sei, Druck vom Rubel. Derzeit liegt das Zinsniveau der Zentralbank bei 7,25 Prozent.

Auf dem Aktienmarkt rückten bereits vor Handelsbeginn die zuletzt schon arg gebeutelten Papiere des Aluminiumproduzenten Rusal in den Blickpunkt. Der russische Konzern wird auch in Hongkong gehandelt. Dort fielen die Aktien infolge der Sanktionsankündigungen noch einmal um 30 Prozent auf 1,41 Hongkong-Dollar.

In der vergangenen Woche hatte sich der Marktwert von Rusal halbiert, nachdem bekannt geworden war, dass nicht nur der als Kreml-nah geltende Rusal-Eigner Oleg Deripaska, sondern auch der Konzern selbst auf der schwarzen Liste des US-Finanzministeriums geführt wird.

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Insgesamt haben Anleger mit einem Investment bei dem Alu-Riesen kein Glück gehabt. Seit seinem IPO im Januar 2010 hat sich die Marktkapitalisierung des Konzerns auf ein Achtel ihres Startwerts verringert und beläuft sich derzeit auf nur noch rund 2,7 Milliarden US-Dollar.

Auch andere Papiere gerieten zu Handelsbeginn in den Abwärtsstrudel. Sowohl der Dollar-basierte RTS, als auch der in Rubel gehandelte Micex verloren gleich nach der Eröffnung des Handels. Der RTS gab um 1,12 Prozent auf 1092 Punkte nach, der Micex um 1,24 Prozent auf 2148 Punkte. Bis zur Mittagszeit konnte der Micex die Verluste auf 0,6 Prozente verringern, der RTS kämpft um die Marke von 1100 Punkten.

Damit ist zumindest das vor dem Handelsstart befürchtete Szenario eines panischen Ausverkaufs vom Tisch. Die meisten Werte sind dennoch weiter in den roten Zahlen: Rosneft, Gazprom und Nornickel verlieren alle im Bereich zwischen 0,5 und einem Prozent. Verlierer des Tages sind derzeit Polymetall und der Lkw-Produzent Kamaz, an dem auch Daimler 15 Prozent der Anteile hält. Beide Konzerne verlieren über vier Prozent.

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