Finanzen EZB hält ihren Kurs

23:15  21 januar  2021
23:15  21 januar  2021 Quelle:   euronews.com

EZB will Fusionen unter Banken erleichtern

  EZB will Fusionen unter Banken erleichtern EZB will Fusionen unter Banken erleichternDie Bankenwächter veröffentlichten am Dienstag die finale Fassung eines Leitfadens, der den Instituten darlegen soll, was von ihnen bei Fusions- oder Übernahmeprojekten erwartet wird. Darin stellen sie unter anderem heraus, dass Banken zeitweise ihre eigenen internen Modelle zur Berechnung von Kapitalanforderungen einsetzen können. Tragfähige Fusionsvorhaben sollen zudem nicht mit höheren Kapitalvorgaben bestraft werden.

EZB -Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte die Bereitschaft der Notenbank, in der Krise nochmals nachzulegen. LESEN SIE MEHR : de.euronews.com/2021/01/21/ ezb Abonnieren Sie! youtube.com/c/euronewsde?sub_c

Die Europäische Zentralbank ( EZB ) hält sich in der Corona-Krise weitere Notfallmaßnahmen offen. Zunächst bleiben sowohl das milliardenschwere Mit ihrer seit Jahren expansiven Geldpolitik will die EZB die Wirtschaft ankurbeln und ihrem Ziel eines stabilen Preisniveaus bei knapp unter 2,0 Prozent

Trotz verschärfter Lockdowns in vielen Eurostaaten legen Europas Währungshüter im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vorerst eine Pause ein. Erst im Dezember hatte die Europäische Zentralbank (EZB) massiv nachgelegt. Bei seiner ersten Sitzung im neuen Jahr bestätigte der EZB-Rat den expansiven geldpolitischen Kurs.

  EZB hält ihren Kurs © Francisco Seco/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

EZB-Präsidentin Christine Lagarde erklärte: "Nach einem starken Rückgang im ersten Halbjahr 2020 hat sich das reale Bruttoinlandsprodukt des Euroraums stark erholt und stieg im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 12,4%. Das Wiederaufleben der Pandemie dürfte zu einem Rückgang der Aktivität im 4. Quartal 2020 geführt haben. Die verschärften Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie in vielen Euroländern belasten zudem die wirtschaftliche Entwicklung zu Anfang des neuen Jahres."

Devisen: Der kalte Währungskrieg: Wie Notenbanken den Wechselkurs künstlich schwächen

  Devisen: Der kalte Währungskrieg: Wie Notenbanken den Wechselkurs künstlich schwächen Devisen: Der kalte Währungskrieg: Wie Notenbanken den Wechselkurs künstlich schwächenNormalerweise sind Politiker und Notenbanker ausgesprochen vorsichtig, wenn es um Wechselkurse geht. Unter den wichtigsten Wirtschaftsnationen gibt es den Konsens: Niemand soll sich Vorteile durch eine künstliche Schwächung seiner Währung verschaffen. Daher gelten häufig schon Kommentare zur Lage am Devisenmarkt als verwerflich.

Im iwd erläutern zwei Ökonomen, was sie vom Kurs der EZB halten . Dass die EZB ihr Inflationsziel von unter, aber nahe 2 Prozent noch nicht erreicht hat, ist nicht so schlimm. Die aktuelle Inflationsrate von 1,3 Prozent lässt einen ausreichend großen Sicherheitsabstand zur Deflation.

EZB hält unverändert Kurs . Der Druck wächst, Europas Währungshüter lassen sich aber nicht unter Druck setzen. Diesen Kurs bekräftigte der EZB -Rat am Donnerstag in Frankfurt. Die Währungshüter lassen sich auch weiterhin die Option offen, das Kaufprogramm bei Bedarf auszuweiten.

Das vor sechs Wochen um 500 Milliarden aufgestockte Notkaufprogramm für Staatsanleihen und Wertpapiere von Unternehmen (Pandemic Emergency Purchase Programme/PEPP) läuft mit einem Volumen von nun 1,85 Billionen Euro unverändert bis mindestens Ende März 2022.

Die Käufe helfen Staaten wie Unternehmen: Diese müssen für ihre Wertpapiere nicht so hohe Zinsen bieten, wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt. Insbesondere für Staaten ist das wichtig, weil sie in der Corona-Krise milliardenschwere Rettungsprogramme aufgelegt haben, die es zu finanzieren gilt.

EZB deckelt Renditen, aber Kurvensteuerung soll es nicht heißen

  EZB deckelt Renditen, aber Kurvensteuerung soll es nicht heißen Die Europäische Zentralbank eifert ihren Pendants im asiatisch-pazifischen Raum nach, indem sie die Refinanzierungskosten der Regierungen steuert - nur eben auf eine sehr europäischen Art und Weise. Die EZB kauft Anleihen mit dem Ziel, die Renditedifferenzen zwischen den stärksten und schwächsten Volkswirtschaften im Euroraum zu begrenzen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Dabei habe die Zentralbank konkrete Vorstellungen davon, welche Spreads angemessen seien, sagte eine der Personen. Ein EZB-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

EZB -Präsident Mario Draghi selbst hat bei seinen jüngsten öffentlichen Auftritten keinen Zweifel an seinem Willen gelassen, wenn nötig mehr zu tun. Nichts zu tun würde für ihn bedeuten, die Preisstabilität zu gefährden, sagte er etwa bei einem Hearing im EU-Parlament.

Der EZB -Chef ist mit einer hohen Inflationsrate und milliardenschweren Risiken seiner Politik konfrontiert. Die Zinsen werden trotzdem vorerst nicht steigen. Warum Draghi trotz milliardenschwerer Risiken Kurs halten muss.

Bei den Zinsen bleibt der Kurs nach der EZB-Sitzung vom Donnerstag ebenfalls unverändert: Den Leitzins im Euroraum halten die Währungshüter auf dem Rekordtief von null Prozent. Geschäftsbanken müssen weiterhin 0,5 Prozent Zinsen zahlen, wenn sie Geld bei der Notenbank parken.

Freibeträge für bestimmte Summen sollen die Institute bei den Kosten dafür entlasten. Nach Berechnungen der Bundesbank verringerte dies den Zinsaufwand der Banken im Euroraum seit Einführung der Freibeträge im Oktober 2019 bis Dezember 2020 um 4,7 Milliarden Euro auf 8,9 Milliarden Euro.

Hauptziel der EZB ist ein ausgewogenes Preisniveau bei einer mittelfristigen Teuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent im gemeinsamen Währungsraum. Dieser Zielwert wird seit Jahren verfehlt. Im Dezember lag die Inflationsrate im Euroraum nach Daten der Statistikbehörde Eurostat wie im November bei minus 0,3 Prozent.

Europas Währungshüter sind daher seit Jahren im Anti-Krisen-Modus. Die seit März 2015 mit Unterbrechung laufenden anderen Kaufprogramme der Notenbank für Anleihen haben mit etwas über drei Billionen Euro Ende Dezember bereits ein gewaltiges Volumen erreicht.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde bekräftigte die Bereitschaft der Notenbank, in der Krise nochmals nachzulegen. Die offiziellen Zahlen für das letzte Jahr sollen am 2. Februar veröffentlicht werden.

Italien will Ex-EZB-Chef Draghi, um die politische Krise zu beenden .
Italiens Präsident wird voraussichtlich Mario Draghi, den ehemaligen Chef der Europäischen Zentralbank, dem die Rettung des Euro zugeschrieben wird, bitten, Italien nach den letzten Gesprächen durch die Coronavirus-Pandemie zu führen unter den streitsüchtigen Politikern gelang es nicht, eine tragfähige neue Koalition zu bilden. © Draghi, 73, ist vielleicht am bekanntesten für seine Intervention als EZB-Chef während des Höhepunkts der europäischen Verschuldung ...

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