Finanzen "Chef, ich will 1.000 Euro mehr": In dieser Firma bestimmen die Mitarbeiter ihr Gehalt selbst

17:13  16 mai  2018
17:13  16 mai  2018 Quelle:   businessinsider.de

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Die meisten Angestellten träumen davon, ihr Gehalt selbst bestimmen zu dürfen. Für die Mitarbeiter der Agentur Elbdudler ist es eine Er selbst verdient als Geschäftsführer derzeit 6. 000 Euro im Monat: „Aber ich hätte gerne mehr .

„ Chef , ich will 1 . 000 Euro mehr “: In dieser Firma bestimmen die Mitarbeiter ihr Gehalt selbst . Mehr: Arbeit Karriere Gesundheit Psyche. Strategy Wirtschaft Gehalt Firma WANL.

a group of people standing in front of a building: elbdudler_geschaeftsfuehrung_2 © Elbdudler elbdudler_geschaeftsfuehrung_2

Die meisten Angestellten träumen davon, ihr Gehalt selbst bestimmen zu dürfen. Für die Mitarbeiter der Agentur Elbdudler ist es eine Selbstverständlichkeit. Bereits im Frühjahr 2014 hat der damals 30-jährige Geschäftsführer Julian Vester entschieden, dass seine Mitarbeiter für ihr Wunschgehalt arbeiten dürfen. Das klappt gut allerdings mit Einschränkungen.

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Bei der Agentur Elbdudler läuft vieles etwas anders. Die Mitarbeiter kommen, wann sie wollen und bleiben, solange sie es für nötig halten. Wer mit seiner Arbeit fertig ist, geht eben nach Hause. Davor wird aber gekuschelt. Denn einige Mitarbeiter der Agentur umarmen sich zur Begrüßung und wenn sie sich verabschieden. Das sorgt für gute Stimmung.

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" Chef , ich will 1 . 000 Euro mehr ": In dieser Firma bestimmen die Mitarbeiter ihr Gehalt selbstDie meisten Angestellten träumen davon, ihr Gehalt selbst bestimmen zu dürfen. Für die Mitarbeiter der Agentur Elbdudler ist es eine Selbstverständlichkeit.

Auch mit ungewöhnlichen Gehaltsmodellen hatte das Unternehmen bereits Erfahrung. Denn vor der Einführung des Wunschgehalts verdienten die Mitarbeiter der Einfachheit halber alle das Gleiche: Nämlich 2.500 Euro brutto. Das funktionierte allerdings nur bedingt. „Irgendwann kamen Mitarbeiter auf uns zu und meinten, dass sie inzwischen mehr Kompetenzen haben, verschiedene Erfahrungen gesammelt hätten und auf dem freien Markt mehr bekommen würden. Sie wollten Gehaltserhöhungen. Außerdem brauchten wir neue Fachkräfte, die auch mehr Gehalt forderten. Da war klar, dass unser bisheriges System nicht mehr funktionierte.“

Maximale Transparenz

Von klassischen Gehaltsverhandlungen, die nur zwischen Chef und Mitarbeit stattfinden, hat Julian Vester schnell Abstand genommen: „Es gab Mitarbeiter, deren Leistung ich gar nicht kannte, weil sie in Projekten gearbeitet haben, in die ich gar nicht involviert war“, erklärt Vester. Die Idee zu dem Wunschgehalt und einem transparenten Gehaltssystem wurde von den Mitarbeitern weitgehend positiv aufgenommen: „Mich hat das einfach nicht losgelassen, deshalb habe ich die Mitarbeiter gefragt, ob sie das so machen wollen. Hätte ich nicht gefragt, wären die auf die Barrikaden gegangen“, meint Vester.

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Denn Mitbestimmung und Offenheit wird bei Elbdudler laut Vester großgeschrieben: „Wir machen das nicht, weil es fancy ist oder um Leute anzuwerben. Wir haben einen sehr traditionellen und sogar sehr konservativen Wert im Unternehmen. Das ist Respekt. Wenn man respektvoll miteinander umgeht, müssen alle Zahlen offengelegt werden. Wenn ich das nicht tue, kann es nur zwei Gründe geben: Entweder weil ich mir selbst die Taschen mit Geld vollstopfen will oder weil ich meine Mitarbeiter für Idioten halte.“ Der Geschäftsführer setzt deshalb auf maximale Transparenz: „Bei uns sind alle Zahlen für alle offen einsehbar. Vom Geschäftsbericht bis zu den Kosten für Klopapier.“

Gehaltserhöhungen sind ein Teamentscheid

Im Sommer 2013 durften die Mitarbeiter erstmals ihr Wunschgehalt fordern. Wer mehr Geld wollte, musste sein Anliegen allerdings gut begründen. Denn die Kollegen entscheiden, ob der Gehaltswunsch legitim ist. „Den größten Gehaltssprung, den jemand wollte, waren 1.000 Euro. Der wurde aber von den Kollegen abgelehnt“, erzählt Vester.

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Nach den ersten Gehaltserhöhungen musste die Agentur rund zehn Prozent mehr Gehalt bezahlen. Das konnte sich die Firma zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht leisten. Gemeinsam einigte sich das Team, im laufenden Jahr rund 18 Prozent mehr Umsatz zu machen, um die Wunschgehälter realisieren zu können.

Einmal im Monat wird über Geld geredet

a group of people in a room: MG_4121 © Elbdudler MG_4121

Inzwischen wird im Hause Elbdudler einmal im Monat über Geld geredet. Dann kann jeder fordern, was er will und wann er will, solange es die Kollegen durchwinken. Highlife bis zur Firmenpleite wird bei Elbdudler trotzdem nicht gefeiert. Freie Gehaltswahl bedeutet nicht zwangsläufig, dass jeder bekommt, was er will. Denn ein Phantasiegehalt lässt sich vor den Kollegen kaum rechtfertigen. „Wir haben einen Mitarbeiter, bei dem sich das Gespräch jetzt bereits vier Monate hinzieht. Das liegt an nur einem Kollegen, der sein Veto einlegt und eben meint: ‚Dein aktuelles Gehalt ist genau richtig‘. Er liefert auch gute Argumente, warum er gegen die Gehaltserhöhung ist. Dann muss man eben reden“, erzählt Vester.

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Gestritten wird über die Wunschlöhne aber nicht: „Es gibt natürlich viele Diskussionen. Das ist auch der Sinn der Sache, dass man eben darüber redet. Nur so können wir alle Ungerechtigkeiten oder gefühlte Ungerechtigkeiten beseitigen.“ Insgesamt sind die Kollegen momentan noch zu gutmütig findet Vester: „Die denken: ‚Wenn ich das jetzt absegne, machen die anderen das bei mir auch.‘“

Das ideale Gehalt finden

Bevor ein Mitarbeiter sein Wunschgehalt auf den Tisch packt, muss er sich gründlich Gedanken machen. „Er sollte sich immer vier Fragen stellen: Was sollte ich für meine Leistung bekommen? Welches Gehalt würde ich auf dem freien Markt verdienen? Was verdienen meine Kollegen? Und was kann das Unternehmen sich leisten?“, erklärt Vester. Aktuell arbeitet die Agentur an einem Gehaltsrechner, der den Mitarbeitern helfen soll, ihren optimalen Lohn zu bestimmen. „Theoretisch ist es jeden Monat möglich, ein neues Wunschgehalt zu fordern. Die Erfahrung hat aber gezeigt, dass die Mitarbeiter im Durchschnitt alle 18 Monate kommen.“ Auch die geforderten Gehaltserhöhungen, die sich im Schnitt um die 300 Euro bewegen, sind moderat.

Die Einstiegsgehälter sind mit 2.500 Euro brutto im Monat überdurchschnittlich hoch. „Je höher es geht, desto schlechter werden die Gehälter eigentlich“, erklärt Vester. Er selbst verdient als Geschäftsführer derzeit 6.000 Euro im Monat: „Aber ich hätte gerne mehr. Darüber werden wir dann reden müssen.“

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