Finanzen Amazon zerstört massenhaft neuwertige Artikel

20:51  11 juni  2018
20:51  11 juni  2018 Quelle:   sueddeutsche.de

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Er vernichtet massenhaft Ware, auch neuwertige . Amazon bestreitet nicht, Artikel zu entsorgen, erklärt aber, über mehrere Programme zu verfügen, um die "Entsorgung von Produkten" weiter zu reduzieren - etwa über Wiederverkäufe oder Spenden.

Der Onlinehändler Amazon vernichtet nach Informationen des ZDF und der "Wirtschaftswoche" massenhaft zurückgegebene und noch neuwertige Amazon zerstöre nicht nur unbrauchbare Produkte, sondern auch funktionstüchtige und teilweise neue Artikel , berichteten das ZDF und die

Viele Pakete bekommt Amazon zurück - und zerstört sie offenbar. © REUTERS Viele Pakete bekommt Amazon zurück - und zerstört sie offenbar.

• Der Versandhändler vernichtet offenbar jeden Tag Waren im Wert von mehreren 10 000 Euro.

• Die Bundesregierung fordert Aufklärung. Amazon rechtfertigt sich mit Programmen zur Reduzierung der "Entsorgung von Produkten".

Für die Kunden sind sie praktisch, für die Online-Händler ein Problem: Retouren. Verbraucher kaufen Kleidungsstücke in mehreren Größen und behalten im besten Fall nur eines. Oder sie bestellen Smartphones bei mehreren Händlern, bis auf ein Gerät gehen alle anderen zurück. Eine Recherche der Wirtschaftswoche und des ZDF-Fernsehmagazins Frontal 21 zeigt, was der US-Onlinehändler Amazon mit den zurückgeschickten Artikeln macht. Er vernichtet massenhaft Ware, auch neuwertige.

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Der Onlinehändler Amazon vernichtet massenhaft Retouren und neuwertige Produkte. Das zeigen Recherchen der WirtschaftsWoche und des ZDF-Magazins Frontal 21. Interne Produktlisten, Fotos und Aussagen von Mitarbeitern belegen, dass in großem Umfang Güter aller Art in den deutschen

Online-Händler rechtfertigt sich. Amazon zerstört massenhaft zurückgegebene Artikel . 11.06.2018, 10:17 Uhr | dpa, hd. Der Onlinehändler Amazon vernichtet nach Informationen des ZDF und der "Wirtschaftswoche" zurückgegebene und noch neuwertige Produkte.

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Wie die beiden Medien unter Berufung auf interne Produktlisten, Fotos und Mitarbeiteraussagen berichten, werden in den deutschen Logistiklagern des Versandhändlers "in großem Umfang" Güter aller Art entsorgt, darunter Kühlschränke, Handys, Matratzen und Möbel.

Amazon zerstöre nicht nur unbrauchbare Produkte, sondern auch funktionstüchtige und teilweise neue Artikel. Eine Mitarbeiterin berichtete demnach, dass sie jeden Tag Waren im Wert von mehreren 10 000 Euro vernichtet habe.

Die Bundesregierung fordert Aufklärung

Amazon bestreitet nicht, Artikel zu entsorgen, erklärt aber, über mehrere Programme zu verfügen, um die "Entsorgung von Produkten" weiter zu reduzieren - etwa über Wiederverkäufe oder Spenden. Amazon arbeite "kontinuierlich an der Verbesserung von Nachfrageprognosen", um die Zahl nicht verkaufter Artikel zu minimieren, teilte der Händler in seiner Stellungnahme mit. Den Medienberichten zufolge bietet Amazon seinen Entsorgungsdienst auch externen Anbietern an, die den Logistikservice "Versand durch Amazon" nutzen.

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Der Onlinehändler Amazon vernichtet massenhaft zurückgegebene und noch neuwertige Produkte. Amazon zerstöre dabei laut Berichten des ZDF und der „Wirtschaftswoche“ vom Freitag nicht nur unbrauchbare Produkte, sondern auch funktionstüchtige und teilweise neue Artikel .

Heftige Kritik kam am Wochenende von der Bundesregierung. Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth forderte Amazon auf, die Vorwürfe aufzuklären. Er sprach von einem "riesengroßen Skandal" und kritisierte die damit verbundene Ressourcenverschwendung. Der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer nannte die Praxis "unverantwortlich". Auch das Ministerium für Justiz und Verbraucherschutz forderte Aufklärung. Verbraucher rechneten "natürlich" nicht damit, dass die Produkte, die sie zurücksenden, entsorgt werden, sagte Staatssekretär Gerd Billen dem Tagesspiegel. "Eine solche Verschwendung wertvoller Ressourcen ist unverantwortlich." Amazon müsse die Vorwürfe aufklären und diese Praxis einstellen, forderte Billen. Die Organisation Greenpeace forderte ein gesetzliches Verschwendungs- und Vernichtungsverbot für neuwertige und gebrauchsfähige Ware.

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Biobomben-Pläne in Köln: Terrorabwehr kritisiert Online-Versandhändler AmazonGeradezu absurd mutet in diesem Kontext der Fall des Dschihadisten Yamen A. an. Der 19-jährige Syrer übermittelte seine Einkaufsliste für die Fertigung des Sprengstoffs TATP an Amazon und wurde prompt beliefert. Das Internet-Portal zeigte dem Einkäufer automatisch gar Alternativen für vergleichbare Produkte zum Bombenbau auf. Im Herbst 2017 wanderte der Radikale in U-Haft, weil er seine Attentatspläne in den sozialen Netzwerken angekündigt hatte.

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