Finanzen Goldpreis: Terminspekulanten trennen sich im großen Stil von Futures

09:55  01 märz  2021
09:55  01 märz  2021 Quelle:   finanzen.net

Goldpreis: Bitcoin derzeit gefragter als Gold

  Goldpreis: Bitcoin derzeit gefragter als Gold Die Kryptowährung Bitcoin ist derzeit deutlich gefragter als Gold. Diesen Schluss lässt nicht nur die diesjährige Bitcoin-Outperformance gegenüber Gold in Höhe von fast 70 Prozentpunkten zu. © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images von Jörg BernhardAuch die Kapitalzuflüsse in Papiergold bzw. Papier-Bitcoins sprechen eine eindeutige Sprache. Laut World Gold Council haben sich zum Beispiel die Zuflüsse in physisch besicherte Gold-ETFs im Januar auf 13,8 Tonnen verlangsamt, nachdem im vergangenen Jahr noch über 877 Tonnen registriert wurden.

Trotz wachsender Inflationssorgen befindet sich der Goldpreis seit einigen Wochen auf Talfahrt, auch aufgrund des wachsenden Verkaufsdrucks an den Terminmärkten.

TANNEN MAURY/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net TANNEN MAURY/AFP/Getty Images

von Jörg Bernhard

So hat sich zum Beispiel seit dem Jahreswechsel die Anzahl offener Kontrakte (Open Interest) von 556.400 auf 481.100 Futures (-13,5 Prozent) kräftig reduziert. Selbiges trifft auch auf den Optimismus der spekulativen Marktakteure zu. Bei Großspekulanten (Non-Commercials) ist in der Woche zum 23. Februar zum siebten Mal in Folge ein Rückgang registriert worden. Konkret hat sich deren Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) innerhalb einer Woche von 235.000 auf 215.700 Kontrakte (-8,2 Prozent) reduziert. Auch Kleinspekulanten (Non-Reportables) sind erheblich skeptischer geworden und haben im Berichtszeitraum ihre Netto-Long-Position von 40.100 auf 36.000 Futures (-10,2 Prozent) zurückgefahren. Doch der Goldpreis leidet in diesem Jahr auch unter den Verkäufen im ETF-Marktsegment. Allein beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares ging es in der vergangenen Handelswoche mit dessen gehaltener Goldmenge von 1.127,64 auf 1.093,53 Tonnen (-3,0 Tonnen) bergab.

Goldpreis: Kurseinbruch nach Zinsanstieg

  Goldpreis: Kurseinbruch nach Zinsanstieg Der kräftige Renditeanstieg zehnjähriger US-Staatsanleihen auf in der Spitze 1,33 Prozent hat beim Goldpreis einen markanten Kurseinbruch unter die Marke von 1.800 Dollar verursacht. © Bereitgestellt von Finanzen.net ASIF HASSAN/AFP/Getty Images von Jörg BernhardDies stellte die höchste Rendite seit fast einem Jahr dar. Weil Goldbesitzern der Verzicht auf zins- und dividendenloses Gold dadurch schwerer fällt, sorgten die gestiegenen Opportunitätskosten zu massiven Abflüssen beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares. Mit dem gestrigen Rückgang von 1.142,22 auf 1.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 23,30 auf 1.752,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Billionen-Dollar-Rettungspaket stimuliert

Rohöl kostet mittlerweile deutlich mehr als vor Ausbruch der Corona-Krise, obwohl die Ölnachfrage weiterhin durch die Auswirkungen der Pandemie stark belastet wird. Der jüngste Satz nach oben war auf die US-Kältewelle zurückzuführen, die sowohl Förder- als auch Raffineriekapazitäten lahmgelegt hat. Mit Spannung wird an den Ölmärkten nun die für Donnerstag anberaumte Video-Konferenz der OPEC+-Staaten erwartet. Befürchtet wird nach der rasanten Ölpreisrally ein Hochfahren des Angebots. Zum Wochenstart herrschte an den Ölmärkten aufgrund des verabschiedeten US-Rettungspakets im Volumen von 1,9 Billionen Dollar ausgesprochen gute Laune.

Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuert sich der nächstfällige WTI-Future um 0,93 auf 62,42 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,16 auf 65,58 Dollar anzog.

Redaktion finanzen.net

Goldpreis: Von Neunmonatstief erholt .
Zinsanstieg plus Dollarstärke haben den Goldpreis am gestrigen Montag auf den tiefsten Stand seit Anfang Juni zurückfallen lassen. © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images von Jörg BernhardGrund: US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit haben in der Spitze eine Rendite von mehr als 1,61 Prozent p.a. ermöglicht. Nur zur Erinnerung: Ende Dezember lag dieser Wert bei lediglich 0,919 Prozent p.a. Bereinigt um die Inflation sieht der Ertrag für Sparer aber weiterhin eher spärlich aus.

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