Finanzen Experte - Handelskrieg zwischen USA und China trifft Deutschland hart

12:30  06 juli  2018
12:30  06 juli  2018 Quelle:   reuters.com

US-Präsident - Warum sich Donald Trump im Handelskrieg mit Europa verzockt

  US-Präsident - Warum sich Donald Trump im Handelskrieg mit Europa verzockt  

Welthandel Handelskrieg zwischen USA und China bedroht deutsche Firmen. Im Hafen von Tanjin wird ein SUV von BMW aus den USA an Land gebracht. Die schweren Autos werden in China voraussichtlich noch teurer, als sie ohnehin schon sind.

China aber wird von Trumps Entscheidungen hart getroffen . Für Importe von chinesischem Stahl in die USA gelten künftig 25 Prozent, für Aluminium 10 Prozent. Am Ende raubt der Handelskrieg mit China die Ersparnisse der amerikanischen Mittelklasse.

Handelskrieg zwischen USA und China trifft Deutschland hart © picture alliance/chromorange Handelskrieg zwischen USA und China trifft Deutschland hart

Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln), Michael Hüther, fürchtet schwere Auswirkungen des amerikanisch-chinesischen Handelskrieges auf die deutsche Wirtschaft. "Wenn zwei der wichtigsten Handelspartner Deutschlands in einen Handelskrieg einsteigen, wird dies mit Sicherheit nicht spurlos an unserer Wirtschaft vorbeigehen", sagte Hüther im Interview mit den Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). "Deutschlands wirtschaftlicher Erfolg der letzten Jahre hängt in hohem Maße vom Exportgeschäft ab", fügte Hüther hinzu.

"Deutschland hat – anders als die USA – stark vom wirtschaftlichen Aufstieg Chinas profitieren können. Vor diesem Hintergrund wird insbesondere der Einfluss von US-Handelssanktionen auf Chinas Wachstum auch Rückwirkungen auf das deutsche Exportgeschäft in China haben", so der Ökonom weiter. "Insbesondere das deutsche Wachstum hängt an der wirtschaftlichen Entwicklung der Schwellenländer." 

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China und die EU wollen den Freihandel hochhalten - GipfeltreffenUS-Präsident Donald Trump provoziert die Europäer, er provoziert die Chinesen. Als Folge rücken beide enger zusammen, die gewohnte Weltordnung kommt ins Rutschen. Und jetzt droht sogar ein Handelskrieg. Aber am liebsten würde China so tun, als gäbe es gar keinen Handelsstreit mit den USA. Auf der Pressekonferenz mit EU-Ratspräsident Donald Tusk und dem Präsidenten der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, wählte Ministerpräsident Li Keqiang daher lieber den Ausdruck „Handelsunstimmigkeiten“ (maoyi moca), um das Verhältnis zwischen Washington und Peking zu beschreiben.

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