Finanzen Was droht bei wiederholtem Schwarzfahren?

21:25  10 juli  2018
21:25  10 juli  2018 Quelle:   msn.com

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Einige Menschen kaufen sich nur selten eine Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel. Schließlich wird in Deutschland sowieso nur selten kontrolliert. Aber was droht Schwarzfahrern, die wiederholt erwischt werden?

Was droht ihm bei wiederholtem Schwarzfahren ? «Der Freund hat sich mit Erschleichen von Leistungen nach Paragraf 265a im Strafgesetzbuch strafbar gemacht», erklärt Christian Janeczek von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Es ist peinlich, wen man den Fahrschein vergessen hat und dann erwischt wird. Es gibt aber auch Leute, die regelmäßig absichtlich kein Ticket lösen. © Foto: Uwe Zucchi Es ist peinlich, wen man den Fahrschein vergessen hat und dann erwischt wird. Es gibt aber auch Leute, die regelmäßig absichtlich kein Ticket lösen.

Manche Frage traut man kaum zu stellen - nicht einmal dem Partner, und auch nicht einem Arzt oder Anwalt. Das Thema ist unangenehm, der Einblick in die persönlichen Lebensumstände könnte peinlich und tief werden, vielleicht drohen sogar rechtliche Konsequenzen.

Doch wie gut, dass einen Freund gerade ganz genau dasselbe Problem beschäftigt. Fragen wir also doch mal für ihn...

Die Frage heute: Mein Freund fährt immer wieder ohne Fahrkarte im Bus mit, neulich lief er sogar einem Kontrolleur davon. Was droht ihm bei wiederholtem Schwarzfahren?

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Ist Schwarzfahren lediglich ein Kavaliersdelikt oder sogar eine Straftat? Für die Sofa-Richter ist der Fall ganz klar. Mehr Sofa-Richter

Bahnreisen. Was droht bei wiederholtem Schwarzfahren ? Schon wieder die Fahrkarte vergessen? Vor lauter Stress zum vierten Mal nicht geschafft, das Ticket zu ziehen? Und genau in diesen Momenten kommt der Kontrolleur – schon wieder.

Die Antwort: «Der Freund hat sich mit Erschleichen von Leistungen nach Paragraf 265a im Strafgesetzbuch strafbar gemacht», erklärt Christian Janeczek von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

«Es gibt sehr viele Strafverfolgungen bezüglich des Erschleichens von solchen Leistungen», berichtet Rechtsanwalt Janeczek. Und das, obwohl die Anbieter öffentlicher Verkehrsmittel durchaus nicht beim ersten oder zweiten Mal Anzeige erstatten. «Häufig speichern sie die Daten, aber zeigen den Schwarzfahrer erst bei wiederholten Verstößen an.» Jedes Mal aber wird eine Zivilstrafe fällig, das Beförderungsentgelt in Höhe von maximal 60 Euro.

Was droht bei Anzeige? Nicht selten wird das Verfahren gegen eine Geldauflage eingestellt, wenn es sich um Ersttäter handelt - also Menschen, die bisher in keiner Weise auffällig wurden, erklärt Janeczek. «Das steigert sich dann bei wiederholtem Verhalten.» Beim zweiten Mal steigt die Höhe der Geldstrafe, dann gibt es eine Freiheitsstrafe auf Bewährung, und letztlich ist ein Gefängnisaufenthalt von mehreren Monaten möglich. «Das kommt gar nicht so selten vor», so der Rechtsanwalt.

Nun könnte man damit argumentieren, dass man es auf die ersten Versuche ankommen lässt - die ja ohnehin nicht angezeigt werden. Doch Janeczek warnt: Zwar sammeln Unternehmen häufig die Schwarzfahrten und zeigen zum Beispiel erst bei der 20. Wiederholung an - wobei dann jedoch gleich alle Schwarzfahrten angezeigt werden. Somit gilt man direkt als Wiederholungstäter und bekommt möglicherweise direkt eine härtere Bestrafung. Das Flüchten bei einer Fahrkartenkontrolle ist an sich nicht strafbar.

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