Finanzen Händler kleben an Bildschirmen vor volatiler US-Handelseröffnung

15:33  29 märz  2021
15:33  29 märz  2021 Quelle:   bloomberg.com

Einzelhandel: Händler drängen auf Öffnung mit digitaler Einlasskontrolle über Luca-App

  Einzelhandel: Händler drängen auf Öffnung mit digitaler Einlasskontrolle über Luca-App Tausende Händler wollen sich verpflichten, nur noch Kunden mit der Luca-App ins Geschäft zu lassen. So soll trotz Pandemie gefahrloses Shopping möglich sein. © dpa Der Handel will die Initiative ergreifen und mithilfe der Luca-App unabhängig von steigenden Infektionszahlen öffnen. Angesichts der staatlich verordneten Geschäftsschließungen fordert ein Bündnis von 3000 Händlern einen Kurswechsel in der Corona-Politik.

(Bloomberg) -- Die Eröffnung der Wall Street heute dürfte von Händler weltweit mit so viel Spannung erwartet werden, wie seit Monaten nicht. Am Freitag hatte eine 20-Milliarden-Dollar-Welle an Paketverkäufen bei Investoren für Unruhe gesorgt hatte.

Archegos Capital Management LLC - das Family Office von Bill Hwang - steckte hinter den Block Trades, bei denen chinesische Tech-Aktien und US-Medienwerte auf den Markt geschmissen wurden, so zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einige der Aktien, die in den von Goldman Sachs Group Inc. und Morgan Stanley initiierten Transaktionen verkauft wurden, legten am Ende der Sitzung am Freitag wieder zu. Für ViacomCBS Inc. und Discovery Inc. blieben die höchsten Tagesverluste aller Zeiten.

"Bares für Rares": Banause "Waldi" lästert über Kunstwerk – doch der Preis gibt der Verkäuferin recht

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Morgan Stanley vermittelte rund 13 Milliarden Dollar (11 Milliarden Euro) an Papieren wie Farfetch Ltd., Discovery, Baidu Inc. und GSX Techedu Inc. Über Goldman wurden Aktien von Baidu, Tencent Music Entertainment Group und Vipshop Holdings Ltd. im Wert von 6,6 Milliarden Dollar verkauft. Dem folgte der Verkauf Aktien von ViacomCBS Inc. und IQiyi Inc. in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

ViacomCBS und Discovery könnten sich am Montag erholen, da es sich nicht um eine strukturelle Korrektur handelte, so Sharif Farha, ein in Dubai ansässiger Portfoliomanager des Safehouse Global Consumer Fund.

Unregistered offerings in at least nine stocks push shares lower © Bloomberg Unregistered offerings in at least nine stocks push shares lower

Farha sieht die Markteröffnung Eröffnung am Montag mit viel Spannung erwartet. “Überall auf kennen Händler die Geschichte und werden an ihren Bildschirmen kleben”, sagte er.

5 Tipps für Onlinehändler, wie sie Bewertungsportale fürs Marketing nutzen

  5 Tipps für Onlinehändler, wie sie Bewertungsportale fürs Marketing nutzen Wie wichtig Onlinebewertungen sind und warum es für Onlinehändler so wichtig ist, zeitnah darauf zu reagieren, hat jetzt eine Studie des Anbieters Trusted Shops untersucht. © Shutterstock Bewertungsportale optimal fürs Marketing nutzen. Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Gütesiegel-Anbieter Trusted Shops haben – wenig überraschend bei dem Auftraggeber – bei etwa neun von zehn Kunden die Onlinebewertungen und Rezensionen einen Einfluss auf die Kaufentscheidung.

Einige Banken wird die Episode Geld kosten. In Japan verzeichneten Papiere der Nomura Holdings Inc. ihren höchsten je verzeichneten Tagesrückgang, nachdem das Haus einen womöglich “signifikanten” Verlust vermeldet hatte, der Kreisen zufolge mit Archegos zusammenhängt.

Auch Credit Suisse fielen am Montag um bis zu 15%, nachdem die Bank vermeldet hatte, ein nicht genannter Hedge Fond aus den USA sei letzte Woche seiner Nachschußpflicht nicht nachgekommen, weshalb Positionen abgewickelt würden. Daraus könnte ein erheblicher Verlust für die Credit Suisse im ersten Quartal entstehen, so die Bank.

Die Deutsche Bank sprach ebenfalls von Verlusten, die explizit im Zusammenhang mit Archegos Capital entstanden seien, jedoch geringer seien als bei anderen Banken. Die Aktien der größten deutschen Bank gaben bis zu 6,4% ab und sanken auf den niedrigsten Wert sein über einem Monat.

"Bares für Rares": Trödelshow absurd: Verkäufer kauft Objekt nur, um zu "Bares für Rares" zu kommen

  Um bei "Bares für Rares" mitzumachen war er auf Einkaufstour: Klaus Schell kommt mit einem Teller in die Show, den er nur aus einem Grund gekauft hat. © ZDF "Bares für Rares"-Händler Wolfgang Pauritsch erkennt die angebliche Ähnlichkeit zu Susanne Steiger nicht. Die meisten Verkäufer kommen zu "Bares für Rares", um unliebsame Erbstücke los zu werden. Doch Klaus Schell aus Troisdorf hat extra für die ZDF-Trödelshow eingekauft: "Den habe ich in einer Internetauktion gesehen", sagt der 58-Jährige über einen Porzellanteller, auf dem eine Frau dargestellt ist.

Riesige Rallyes

Nach den großen Kursgewinnen am Aktienmarkt könnte es in den nächsten Tagen zu weiteren Paketverkäufen kommen. Die traditionell höhere Volatilität zum Quartalsende könnte darüber hinaus zu stärkeren Ausschlägen vor allem bei solchen Aktien beitragen, die bereits gut gelaufen sind. ViacomCBS und Discovery waren in diesem Jahr eindrucksvoll gestiegen.

“Was die meisten übersehen ist, dass sich die Kurse dieser beiden Unternehmen seit Oktober letzten Jahres fast vervierfacht haben.” Michael Hewson, Chief Market Analyst bei CMC Markets in Großbritannien in einer Notiz am Sonntag mit Bezug auf ViacomCBS und Discovery.

ViacomCBS, Discovery had tripled over the past six months before the selloff © Bloomberg ViacomCBS, Discovery had tripled over the past six months before the selloff

Der Ausverkauf der beiden Medienunternehmen begann bereits Anfang letzter Woche, als ViacomCBS neue Aktien im Wert von 2,7 Milliarden Dollar verkaufte und damit einen massiven Kursanstieg der letzten Monate versilberte. Die Aktie hat seitdem über die Hälfte an Wert verloren.

ViacomCBS schloss am Freitag 27% niedriger bei $48,23, verglichen mit dem Hoch von $100,34 am 22. März. Discovery fiel um 27% auf $41,90, verglichen mit $77,27 am 19. März. Andere Medienaktien fielen ebenfalls, mit AMC Networks Inc. 6,4% im Minus und Fox Corp mit -6,2%.

US-Aktien verzeichneten am Freitag ihren größten Tagesgewinn seit drei Wochen und der S&P 500 schloss 1,7% höher. Die Hausse lief da genau ein Jahr seit den Tiefststände der Pandemie.

Überschrift des Artikels im Original:

Traders Are ‘Glued to Their Screens’ and Set for Volatile Open

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