Finanzen Vodafone startet Live-Betrieb für nächste Entwicklungsstufe bei 5G

11:20  12 april  2021
11:20  12 april  2021 Quelle:   t3n.de

Telefónica sieht sich beim Aufbau seines 5G-Netzes auf Kurs

  Telefónica sieht sich beim Aufbau seines 5G-Netzes auf Kurs Mit 5G sind große Erwartungen verbunden: Privatleute sollen ihre Smartphones und Tablets unterwegs besser nutzen können und die Industrie soll wettbewerbsfähig bleiben. Telefónica war beim 5G-Ausbau ein Spätstarter, kommt nun aber voran. © Telefónica Deutschland Mobilfunkmast der Telefónica Deutschland. Beim Ausbau seines Mobilfunknetzes in dem neuen Funkstandard 5G macht Telefónica Deutschland Fortschritte. Es seien inzwischen 1.000 Antennen in mehr als 30 deutschen Städten aktiviert, teilte das Unternehmen mit seiner Marke O2 am Montag in München mit. Jeder Standort hat üblicherweise drei Antennen.

5G-Mobilfunk in Deutschland setzt im Kernnetz bislang noch auf dem Vorgängerstandard LTE auf. Vodafone schaltet nun im großen Stil die nächste Entwicklungsstufe frei, die vor allem kurze Daten-Laufzeiten verspricht. Die Wettbewerber testen den neuen Standard noch.

Vodafone schaltet nun im großen Stil die nächste 5G-Entwicklungsstufe frei. © viewimage/ Shutterstock Vodafone schaltet nun im großen Stil die nächste 5G-Entwicklungsstufe frei.

Vodafone hat in Deutschland wichtige Teile seines 5G-Mobilfunknetzes auf die nächste Entwicklungsstufe umgestellt, die ohne die Vorgängertechnik LTE auskommt. „Als erster Netzbetreiber legen wir bei 5G die LTE-Stützräder beiseite und starten mit einem 5G-Kernnetz“, sagte der Deutschland-Chef von Vodafone, Hannes Ametsreiter, am Montag.

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 Fran Dresscher's Lieblings-Episoden des Nanny © thewrap Live Nation Die Besitzer von Masonic Cleveland, ein Live-Veranstaltungsraum in Cleveland, Ohio, verklagen eine Live-Nation für 90 Millionen US-Dollar, nachdem ihre Geschäftsbeziehung Süd- und Live-Nation gegangen ist am Veranstaltungsort. -Tempelive, das 2018 mit Live Nation und Ticketmaster einverstanden ist, um zu buchen, zu fördern, zu fördern und Ticketing für alle Ereignisse in Masonic Cleveland bereitzustellen.

Die neue Version „5G Standalone“, die ohne einen LTE-Anker auskommt, zeichnet sich vor allem durch äußerst kurze Datenlaufzeiten aus. Diese geringe Latenz ist zum einen für kommerzielle Anwender interessant, die damit beispielsweise aus der Ferne technische Geräte ohne jeden Zeitverzug steuern können. Damit könnten etwa Bagger aus der Ferne quasi in Echtzeit gesteuert werden.

Private Nutzer profitieren etwa bei Online-Computerspielen von den kurzen Datenlaufzeiten, weil sie ohne Zeitverzug reagieren können. Bei längeren Laufzeiten sind die Gamer im Nachteil, weil sie beispielsweise in einem Ballerspiel vom Gegner längst abgeschossen wurden, bevor ihre Reaktion in dem Spiel technisch umgesetzt wird. Mit einer geringen Latenz werden auch Anwendungen der Augmented Reality erleichtert, bei der virtuelle Inhalte in eine reale Umgebung in Echtzeit eingeblendet werden.

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Vodafone ist nicht der einzige Provider, der sich mit dem Thema auseinandersetzt: Die Deutsche Telekom testet „5G Standalone“ bereits seit Februar in Garching bei München, hat bislang aber noch keinen größeren Live-Betrieb in der Fläche angekündigt. Wettbewerber Telefónica (O2) hat den Start des „reinen“ 5G-Betrieb für dieses Jahr in Aussicht gestellt.

Ausbau an 170 Standorten

Der Ausbau von „5G Standalone“ bei Vodafone betrifft alle Mobilfunk-Stationen in Deutschland im 3,5 Gigahertz-Bereich. Das sind rund 1.000 Antennen im in 170 Städten und Gemeinden. Die bislang verfügbaren 5G-Netze setzen nur eine abgespeckte Version des ultraschnellen Übertragungsstandards um.

„5G Standalone“ ermöglicht aber auch ganz neue Einsatzmöglichkeiten. Dazu gehört die Funktion des „Network Slicings“. Dabei kann ein physisches Netz in mehrere virtuelle Netze mit unterschiedlichen Anforderungen, garantierten Bandbreiten und Latenzen unterteilt werden. So könnte beispielsweise einem TV-Team in einem voll besetzten Bundesliga-Stadion ein eigenes virtuelles Mobilfunknetz zugewiesen werden, mit dem ein kabelloser Kamera-Einsatz möglich wäre. Damit wäre der Sender nicht mehr auf feste Standorte mit Kabelanschluss angewiesen, sondern könnte viel flexibler agieren, weil für die drahtlose Datenübertragung der Videosignale aus den mobilen Kameras ein garantierte Bandbreite zur Verfügung steht. Entsprechende Feldversuche laufen zwischen Vodafone und dem TV-Sender Sky.

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Während bei „5G Standalone“ die Datenlaufzeiten gemessen in Millisekunden signifikant besser ausfallen, spielt die neue Ausbaustufe bei der Bandbreite (gemessen in Megabit pro Sekunde) dagegen bislang keine Rolle. In bestimmten Szenarien fällt die Bandbreite im „reinen“ 5G-Netz sogar geringer aus als im „5G Non-Standalone“-Netz. Noch höhere Übertragungsraten sind dann für weitere 5G-Ausbaustufen vorgesehen. Kunden mit 5G-Tarifen können bei Vodafone selbst entscheiden, ob sie im bestehenden 5G-Netz mit LTE surfen wollen oder in dem neuen Netz.

Vodafone geht in Vorleistung

Mit dem Ausbau des 5G-Netzes bei allen 3,5-GHz-Stationen geht Vodafone in Vorleistung, denn zu Beginn werden nur wenige Anwender davon profitieren können. Bislang unterstützen nur wenige Smartphones wie das Oppo Find X3 Pro den neuen Standard. Dazu muss allerdings die Software des Gerätes aktualisiert werden. Allerdings werden auch Modelle von Samsung, Huawei und anderen Herstellern erwartet, die „5G Standalone“ nutzen können. Experten gehen davon aus, dass auch das neue iPhone von Apple, das traditionell im Herbst auf den Markt kommt, für den neuen Standard vorbereitet sein wird.

Mit der neuen Technik rücken auch die verteilten Rechenzentren in den Blickpunkt. Um die Datenlaufzeiten möglichst gering zu halten, bauen die Provider diese Kapazitäten nicht zentral aus, sondern die Daten werden immer näher beim Kunden verarbeitet. Dieses Konzept wird auch als „Edge Computing“ bezeichnet, weil sich die Rechner „am Rande des Netzes“ befinden.

Bei Vodafone sind die sehr geringen Latenzzeiten direkt zu Beginn in Frankfurt/Main und Umgebung spürbar, weil hier das erste 5G-Kernnetz beheimatet ist. Bis 2023 will das Unternehmen insgesamt zehn 5G-Rechenzentren in Betrieb nehmen. Noch in diesem Jahr werde das zweite 5G-Rechenzentren in Berlin ans Netz gehen, sagte Vodafone-Technikchef Gerhard Mack. Kurze Zeit später werde ein drittes 5G-Rechenzentrum in München live gehen. „Die weiteren 5G-Rechenzentren folgen bis 2023. Dann ist in ganz Deutschland der Datenaustausch nahezu in Echtzeit möglich.“ dpa

Glasfaser-Kosten sollen umgelegt werden: Bald sollen Mieter den Internet-Ausbau finanzieren .
Die Politik treibt die Digitalisierung voran, die Mieter sollen den Umbau mitfinanzieren. An anderer Stelle gibt es Erleichterungen für Verbraucher. © Sina Schuldt/dpa Bereit für ultraschnelles Netz: Fünf Euro im Monat, so die Idee der Politik, sollen die Mieter dazu beitragen. Wer als Mieter zu Hause auf eine schnelle Datenübertragung zugreifen möchte, soll auch dafür bezahlen. Und zwar unabhängig von den Kosten, die außerdem noch für einen Provider anfallen.

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