Finanzen: "No-Deal-Brexit so schlimm wie Finanzkrise" - PressFrom - Deutschland

Finanzen "No-Deal-Brexit so schlimm wie Finanzkrise"

11:02  14 september  2018
11:02  14 september  2018 Quelle:   dw.com

Premierministerin May ist beim Brexit zu keinen Kompromissen mit der EU bereit - EU-Austritt

  Premierministerin May ist beim Brexit zu keinen Kompromissen mit der EU bereit - EU-Austritt Premierministerin May ist beim Brexit zu keinen Kompromissen mit der EU bereit - EU-AustrittDie britische Premierministerin Theresa May will bei ihrem Brexit-Vorhaben keine weiteren Zugeständnisse an die Europäer machen. Sie werde bei ihrem Plan keine Vereinbarungen akzeptieren, die nicht im nationalen Interesse seien, schrieb May im „Sunday Telegraph“.

Die Auswirkungen eines " No - Deal - Brexit " könnten so katastrophal wie die Finanzkrise 2008 sein. Und die "Times" zitiert Carney mit der Aussage, die britischen Häuserpreise könnten in diesem Fall um bis zu 35 Prozent einbrechen. Die britische Notenbank (BOE) lehnt eine Stellungnahme zu beiden

Die Auswirkungen eines " No - Deal - Brexit " könnten so katastrophal wie die Finanzkrise 2008 sein. Und die "Times" zitiert Carney mit der Aussage " No - Deal - Brexit so schlimm wie Finanzkrise ". Die Zeit wird knapp, die Geduld schwindet und es fehlt an Hoffnung: Der Brexit ist ein einziger Mangel.

Mark Carney, Chef der Bank of England © picture-alliance/AP Photo/D. Martinez Mark Carney, Chef der Bank of England

Die Zeit wird knapp, die Geduld schwindet und es fehlt an Hoffnung: Der Brexit ist ein einziger Mangel. In der Wirtschaft greifen bereits die Notfallpläne. Und auch dem britischen Notenbankchef schwant nichts Gutes.

Nicht zum ersten Mal warnt Zentralbankchef Mark Carney vor einem ungeordneten Brexit. Immer wieder ermahnt er die Politik, den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union möglichst reibungslos zu gestalten. Andernfalls komme auf Großbritanniens Wirtschaft ein Schock zu, warnte Carney zuletzt Anfang des Monats vor dem Parlamentsausschuss. Dies würde auch die Verbraucher treffen, die sich dann auf jahrelange Einkommensverluste einstellen müssten.

May warnt parteiinterne Brexit-Hardliner vor EU-Austritt ohne Abkommen

  May warnt parteiinterne Brexit-Hardliner vor EU-Austritt ohne Abkommen May warnt parteiinterne Brexit-Hardliner vor EU-Austritt ohne AbkommenEs gebe keine vertretbare andere Möglichkeit als das von ihr geplante Abkommen, sagte sie am Montag im BBC-Fernsehen. "Ich denke, dass die Alternative dazu wäre, keinen Deal zu haben." May steht unter Druck, weil die Verhandlungen mit der EU über den für Ende März 2019 geplanten Austritt stocken. Zudem steht sie wegen ihrer Brexit-Strategie in der eigenen konservativen Partei schon länger im Kreuzfeuer. Sie will eine Freihandelszone mit der EU schaffen und einen Teil der gemeinsamen Regeln beibehalten.

Die Redaktion empfiehlt. " No - Deal - Brexit so schlimm wie Finanzkrise ". Die Zeit wird knapp, die Geduld schwindet und es fehlt an Hoffnung: Der Brexit ist ein einziger Mangel.

DW Nachrichten. London präsentiert Notfallplan für No - Deal Brexit . Brexit-Minister Dominic Raab hat "technische Anleitungen" für den Fall eines ungeordneten Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU vorgestellt. Der 44-Jährige zeigte sich aber zuversichtlich, dass es zu einem Abkommen zwischen

Nun legte Carney noch einmal nach: Bei einem Treffen mit Ministern der britischen Regierung habe er vor schwerwiegenden Folgen eines EU-Austritts ohne ein Abkommen gewarnt, berichtet "The Guardian". Die Auswirkungen eines "No-Deal-Brexit" könnten so katastrophal wie die Finanzkrise 2008 sein. Und die "Times" zitiert Carney mit der Aussage, die britischen Häuserpreise könnten in diesem Fall um bis zu 35 Prozent einbrechen. Die britische Notenbank (BOE) lehnt eine Stellungnahme zu beiden Berichten ab.

Häuser im Norden Londons: Bislang ging es mit den Preisen stets bergauf © picture-alliance/empics Häuser im Norden Londons: Bislang ging es mit den Preisen stets bergauf

Der Kanadier Carney steht seit Juli 2013 an der Spitze der Bank of England. Zunächst wollte er nur fünf seiner acht Amtsjahre absolvieren, entschied sich dann jedoch, noch ein Jahr bis Mitte 2019 dranzuhängen, um "einen geordneten und erfolgreichen" EU-Austritt zu unterstützen.

Bei hartem Brexit: IWF-Chefin warnt vor „ernsthaften Störungen“ der britischen Wirtschaft

  Bei hartem Brexit: IWF-Chefin warnt vor „ernsthaften Störungen“ der britischen Wirtschaft Bei hartem Brexit: IWF-Chefin warnt vor „ernsthaften Störungen“ der britischen WirtschaftAls Christine Lagarde das letzte Mal in London war, hatte sie einen ungeordneten Brexit noch als unvorstellbar bezeichnet. Nun ist der Stichtag nur noch sechs Monate entfernt, und das Schreckensszenario ist in greifbare Nähe gerückt. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) nutzte ihren Besuch im britischen Finanzministerium daher für deutliche Worte.

" No - Deal - Brexit so schlimm wie Finanzkrise ". Die Zeit wird knapp, die Geduld schwindet und es fehlt an Hoffnung: Der Brexit ist ein einziger Mangel. In der Wirtschaft greifen bereits die Notfallpläne.

" No - Deal - Brexit so schlimm wie Finanzkrise ". Die Zeit wird knapp, die Geduld schwindet und es fehlt an Hoffnung: Der Brexit ist ein einziger Mangel. In der Wirtschaft greifen bereits die Notfallpläne.

Die Rating-Agentur Moody's hält das jedoch für immer weniger wahrscheinlich. In einem neuen Bericht der Agentur wird ein eher chaotisches Bild gezeichnet. Ein ungeregelter Brexit hätte "substanzielle negative Folgen" für die britische Wirtschaft und die Wirtschaft in einigen EU-Ländern, heißt es darin. Am schlimmsten betroffen wären Autobauer, Fluggesellschaften und die Chemiebranche.

Zunächst würde es zu einem erneuten heftigen Wertverfall des britischen Pfund kommen, schreiben die Moody's-Experten. Verbraucherpreise würden in die Höhe schießen, Reallöhne sinken und die Arbeitslosigkeit steigen. Die Kauflust der Verbraucher würde abflachen, heißt es: "Es gibt eine echte Gefahr, dass Großbritannien sehr schnell in eine Rezession fällt."

Ob die Briten alle Aspekte ihres EU-Austritts bedacht haben? © picture-alliance/dpa/D. Naupold Ob die Briten alle Aspekte ihres EU-Austritts bedacht haben?

Folgerichtig beschleunigt die britische Regierung ihre Vorbereitungen für einen Brexit ohne Abkommen. Darauf einigte sich das Kabinett in einer dreieinhalbstündigen Sondersitzung bei Premierministerin Theresa May. Zugleich veröffentlichte die Regierung Hinweise für den Fall eines No-Deal-Szenarios.

Brexit-Minister sieht in Verhandlungen nun Europäer am Zug

  Brexit-Minister sieht in Verhandlungen nun Europäer am Zug Brexit-Minister sieht in Verhandlungen nun Europäer am Zug"Wir haben Kompromisse gemacht und Flexibilität gezeigt. Das müssen wir jetzt auch von der europäischen Seite sehen", wird Raab von der Zeitung "Die Welt" zitiert. Der Ball liege nun eher im Feld der Europäer als der Briten. Zu dem von Premierministerin Theresa May vorgelegten Plan zu den künftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU gebe es keine Alternative. Ein zweites Brexit-Referendum schloss Raab dem Nachrichtenportal Spiegel Online zufolge aus.

In der Finanzkrise waren es 6,25 Prozent. Gründe für die starken Einbußen bei einem derartigen Chaos-Brexit wären der Vertrauensverlust der Finanzmärkte in britische Institutionen sowie gravierende Lieferverzögerungen wegen " No - Deal - Brexit so schlimm wie Finanzkrise " 13.09.2018.

" No - Deal - Brexit so schlimm wie Finanzkrise ". Der Brexit-Deal wird nicht mehr verhandelt - das haben Bundesaußenminister Heiko Maas und der Bundestag vor dem EU-Gipfel in Brüssel deutlich gemacht.

Reisen in Europa könnten für britische Staatsbürger demnach beschwerlicher werden. Reisepässe würden benötigt, die mindestens noch ein halbes Jahr gültig sind. Ohne internationale Führerscheine dürften Briten auf dem Kontinent kein Fahrzeug steuern. Und wer mit dem Handy telefoniert, muss wieder mit erheblichen Roaminggebühren rechnen. Jenseits des Kanals - und an der Grenze zu Irland.

rb/kle (dpa, rtr)

Mehr auf MSN

Brexit: Wie May versucht die Wirtschaft von Großbritannien zu überzeugen .
Brexit: Wie May versucht die Wirtschaft von Großbritannien zu überzeugenGroßbritanniens Premierministerin Theresa May wirbt ihm Ausland um Unterstützung für ihren Brexit-Kurs – und geht dabei ein hohes Risiko ein. In New York versicherte die Britin auf einer Konferenz Geschäftsleuten, dass Großbritannien nach dem Brexit „die niedrigsten Steuersätze von allen G20-Ländern“ haben werde.

—   Teilen Sie Neuigkeiten in der SOC. Netzwerke

Aktuelle videos:

Das ist interessant!