Finanzen Unfairer Wettbewerb im App Store: Prozess zwischen Apple und Epic Games beginnt

12:27  04 mai  2021
12:27  04 mai  2021 Quelle:   t3n.de

„Fortnite"-Entwickler Epic Games gegen Apple: Gerät das Geschäftsmodell der App-Stores ins Wanken?

  „Fortnite „Fortnite" kann derzeit nicht mehr auf iPhones heruntergeladen werden. Entwickler Epic Games will Apple keine Gebühren zahlen. Nun geht es vor Gericht. © Foto: dpa/Herwin Bahar Das App-Store-Verfahren zwischen Apple und Epic Games beginnt am Montag. Wer mit seinen Diensten auf dem Smartphone vertreten sein will, muss sich den Regeln von Apple und Google beugen. Die App des deutschen Satiremagazins „Titanic“ flog kürzlich wegen vermeintlich anstößiger Titelbilder aus dem Google Play Store und kehrte erst nach öffentlichkeitswirksamen Protesten zurück.

In dem Gerichtsverfahren geht es darum, wie Apps auf dem iPhone verkauft werden können. Die Richterin in Kalifornien muss sich dafür durch komplexe Wettbewerbsfragen durcharbeiten.

Unfairer Wettbewerb im App Store: Prozess zwischen Apple und Epic Games beginnt © Ascannio / shutterstock Unfairer Wettbewerb im App Store: Prozess zwischen Apple und Epic Games beginnt

Am Montag hat in Kalifornien ein Gerichtsverfahren begonnen, das das App-Geschäft auf dem iPhone verändern könnte. Vor Gericht treffen sich Apple und der Fortnite-Entwickler Epic Games. Epic will einen eigenen App-Store auf dem iPhone betreiben und Apple keine Abgabe für Einnahmen aus dem Verkauf digitaler Artikel zahlen. Apple will dagegen, dass Anwendungen weiterhin nur über den App-Store des Konzerns geladen werden können – das sei unter anderem notwendig, um die Nutzer vor Betrug und Software-Fehlern zu schützen.

Apple verhinderte 1 Million riskante oder anfällige Apps von der Eingabe des App Store im Jahr 2020

 Apple verhinderte 1 Million riskante oder anfällige Apps von der Eingabe des App Store im Jahr 2020 APPLAPPT Bleiten fast 1 Million riskante oder anfällige Apps, um im App Store im Jahr 2020 im Rahmen der Bemühungen, um die Benutzer vor dem Manipulation zu schützen. © bereitgestellt von ZDNET Image: Getty Images der Ablehnungen, 48.000 wurden aufgrund der Apps, die versteckte oder undokumentierte Funktionen enthalten, ausgeführt wurden, während mehr als 150.000 Apps abgelehnt wurden, da sie als Spam, Copycats oder irreführende Anwender gefunden wurden Wege, wie sie dazu führen, dass sie einen

Epic warf Apple in seiner Klage unfairen Wettbewerb vor – mit der Begründung, dass Apple ein Monopol auf den App-Vertrieb auf dem iPhone habe. Apple kontert, dass man das iPhone nicht als eigenständigen Markt betrachten könne, sondern das Spielegeschäft auf verschiedenen Plattformen betrachten müsse.

Wessen Argumentation Richterin Yvonne Gonzalez Rogers in dieser Frage folgt, könnte ein entscheidender Faktor für den Ausgang des Verfahrens werden. Zugleich ist davon auszugehen, dass die unterlegene Partei in Berufung geht.

Eine weitere Frage auf dem Weg zur Entscheidung in dem Verfahren ist, ob der App-Store als Teil der iPhone-Nutzung zu betrachten ist, wie Apple argumentiert. Der iPhone-Konzern verweist unter anderem darauf, dass man bei einem zentralisierten App-Store die Möglichkeit habe, alle Anwendungen zu prüfen. Epic entgegnet, die App-Plattform müsse als ein separates Produkt gesehen werden. Schließlich lasse Apple auf seinen Mac-Computern seit jeher auch das Laden von Software aus anderen Quellen als dem hauseigenen App-Store zu. Apple verweist darauf, die Sicherheitsanforderungen beim Smartphone seien höher.

Apple vs Epic Court Clash über App Market, um den

 Apple vs Epic Court Clash über App Market, um den Tech Titan Apfel zu beginnen © Justin Sullivan Apple, deren CEO TILL COOK 2019 zu sehen ist, argumentiert, dass seine Kommission für seinen App Store eine faire Entschädigung für die Bereitstellung einer sicheren Storefront ist, da Kritiker sagen, dass der Markt "monopolistisch" EPIC, Hersteller des Beliebten "monopolistisch" ist.

Wie geschlossen ist das Apple-System?

Der auf rund drei Wochen angesetzte Prozess begann mit dem Eröffnungsplädoyer der Epic-Anwältin Katherine Forrest. Sie bekräftigte den Vorwurf, dass Apple ein geschlossenes System rund um das iPhone aufgebaut habe, um Nutzer vom Wechsel auf Android-Telefone abzuhalten. Apple-Anwältin Karen Dunn konterte, Epic verlange, dass der iPhone-Konzern unsichere und ungeprüfte Apps auf die Plattform lasse.

Der Streit entbrannte im August, nachdem sich Epic nicht mehr an die seit mehr als einem Jahrzehnt geltende Vorgabe halten wollte, dass virtuelle Artikel in seinem populären Spiel Fortnite auf iPhones nur über das System der In-App-Käufe von Apple angeboten werden können. Dabei behält Apple 30 Prozent des Kaufpreises ein.

Epic-Anwältin Forrest verglich Apple deswegen mit einem Autobauer, der jedes Mal 30 Prozent vom Preis beim Auftanken haben wolle. Apple-Anwältin Dunn erwiderte ihrerseits mit einem bildhaften Vergleich: Bei der Frage nach der Markt-Eingrenzung verhalte sich Epic wie ein Weinproduzent, der eine Wettbewerbsklage anstrenge, aber dabei den Weinhandel ausklammere.

Epic-Zeugenansprüchen Apples App-Shop-Gewinn von Apples APP-Spiele von 78 Prozent

 Epic-Zeugenansprüchen Apples App-Shop-Gewinn von Apples APP-Spiele von 78 Prozent Epic-Spiele nutzt seine -Klage gegen Apple , um den iPhone-Hersteller besonders gierig zu beschuldigen. Wie der Rand berichtet Profitieren Sie auf Informationen aus der Unternehmensfinanzierung und Analysisgruppe des Unternehmens als Beweismittel. Apfel unübergehend nicht einverstanden. Das Tech-Unternehmen erzählte den Rand der Margin-Berechnungen "einfach" falsch, und dass es geplant, die Vorwürfe beim Gericht zu bekämpfen.

Dunn verwies unter anderem darauf, dass Fortnite-Spieler digitale Inhalte oder die Spiel-Währung V-Bucks auch auf beliebigen anderen Plattformen kaufen und auf dem iPhone nutzen könnten – ohne dass dabei etwas an Apple abfiele. Zugleich habe Fortnite Epic allein auf dem iPhone mehr als 750 Millionen Dollar eingebracht – obwohl es nicht die wichtigste Plattform für das Spiel sei.

Apple ist auch in Europa unter Druck

Epic-Chef Tim Sweeney erklärte als erster Zeuge, dass es seine Entscheidung als Konzernlenker gewesen sei, den Streit mit Apple loszutreten.

Das Verfahren birgt Parallelen zu den Ermittlungen der EU-Kommission, die Apple vergangene Woche unfairen Wettbewerb im App-Store vorwarf. Apple benachteilige andere Anbieter von Musikstreaming-Apps, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Die Brüsseler Behörde sieht unter anderem ein Problem in der Regel, dass die Verkäufe von Abos in den Apps über Apples Bezahlplattform abgewickelt werden müssen. Dabei behält der Konzern 30 oder 15 Prozent der Einnahmen ein. Spotify findet es unfair, dass für Apple bei seinem Konkurrenz-Musikdienst wegen dieser App-Store-Abgabe beim gleichen Abo-Preis mehr Geld übrig bleibe.

Auch im Brüsseler Fall argumentierte Apple, dass Nutzer die Abos auch ohne die Abgabe auf Spotifys Website erwerben und auf dem iPhone nutzen könnten. Die Kommission betrachtet – genauso wie Epic – das iPhone als eigenständigen Markt für den App-Vertrieb. dpa

Epic Games übernimmt die Portfolio-Plattform Artstation .
Epic Games hat die bei Spieledesignern beliebte Portfolio-Plattform Artstation gekauft. Als erste Amtshandlung haben die neuen Besitzer die Gebühren des dazugehörigen Marktplatzes deutlich reduziert. © Sharaf Maksumov / Shutterstock.com Unreal-Macher kaufen die Portfolio-Plattform Artstation. Epic Games will Artstation nach eigenen Angaben als unabhängige Plattform weiterbetreiben. Artstation soll dementsprechend auch in Zukunft allen 2D- und 3D-Künstlern offenstehen. Das soll auch für alle Künstler gelten, die nicht auf Epics hauseigene Unreal-Engine setzen.

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