Finanzen Netflix hat ambitionierte Ziele in Indien - doch es liegen Hindernisse auf dem Weg

15:15  07 mai  2021
15:15  07 mai  2021 Quelle:   finanzen.net

wird es eine Mindhunter-Saison 3 geben?

 wird es eine Mindhunter-Saison 3 geben? Ihr Browser unterstützt dieses Video Mindhunter nicht, das ursprünglich im Jahr 2017 mit seiner ersten Saison auf Netflix ausgestrahlt und für seine Sekunde ein paar Jahre später zurückgekehrt ist. Das Drama ging mit den Fans mit vielen Sturm, mit vielen fragten sich, als er zurückkehrte. Regisseur David Fincher hatte Abonnenten, denn die Geschichte war zu Ende, aber jetzt gibt es Gerüchte davon, die möglicherweise zurückgebracht werden. WARNUNG: Dieser Artikel enthält Spoiler von Mindhunter.

Das Bollywood-Land Indien ist mit seinen knapp 1,4 Milliarden Einwohnern und der florierenden Filmlandschaft ein interessanter Zielmarkt für Streamingdienste wie Netflix. Das sich bietende Potenzial ist immens und so sind auch die Langfristziele von Netflix in Indien sehr ehrgeizig. Doch mehrere Probleme drohen nun, das Erreichen dieser Ziele zu verzögern.

• Netflix will in Indien 100 Millionen Abonnenten erreichen

• Corona-Pandemie bremst Produktion von Original-Filmen

• Strengere Regulierungen nach Kritik an unangemessenen Inhalten

Laut einer Studie von PwC, die "Mint" vorliegt, ist Indien der am schnellsten wachsende Streaming-Markt der Welt und soll - mit einer erwarteten jährlichen Wachstumsrate von 28,6 Prozent - bis 2024 sogar zum sechstgrößten weltweit aufsteigen. Rund 2,9 Milliarden US-Dollar an Umsatz sollen dann laut der Prognose von PwC auf diesem Markt generiert werden. Für Streamingdienste wie Netflix ergibt sich somit ein immenses Potenzial, das der US-Konzern bereits seit einigen Jahren für sich zu nutzen versucht. Doch in jüngster Vergangenheit lief dabei nicht alles glatt.

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 Halston Netflix Release Datum, Cast, Trailer, Plot Ihr Browser unterstützt nicht dieses Video Halston wird der Lebensgeschichte des amerikanischen Modedesigners Roy Halston Frowick folgen, der von seinem zweiten Vornamen bekannt ist, der in den 1970er Jahren an Ruhm erschossen wurde . Ryan Murphy, der sich hinter den Likes von Glee, American Horror Story und Netflix versteckt, ist der Mastermind hinter dieser neuen Serie. Hier ist alles, was Sie über Halston wissen müssen.

Ambitioniertes Ziel in weiter Ferne

Netflix ist seit 2016 in Indien verfügbar und tritt dort gegen starke - und meist auch günstigere - Konkurrenten wie Amazon oder Hotstar an, das mittlerweile zu Disney+ gehört. Nichtsdestotrotz sprach CEO Reed Hastings bereits im Jahr 2018 davon, dass das langfristige Ziel das Erreichen von 100 Millionen Abonnenten in Indien sei. Allerdings wisse man, dass Indien kein einfacher Markt sei, ergänzte Netflix-CFO David B. Wells damals im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den Zahlen des dritten Quartals 2018 - und er sollte damit offenbar Recht behalten. Denn wie "QUARTZ" berichtet, kam Netflix im Dezember 2020 gerade einmal auf rund 5 Millionen Abos in Indien. Damit die anvisierte Zielmarke erreicht wird, müsste der US-Streamingdienst seine Kundenzahl also noch einmal verzwanzigfachen. Das dürfte noch einige Zeit in Anspruch nehmen, zumal die Pläne von Netflix nun durch Corona-Pandemie und Politik einige Dämpfer erhielten.

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Netflix leidet unter Produktionsstopp in Indien

Die Corona-Pandemie hat der Filmindustrie und auch den Eigenproduktionen der Streaminganbietern mit vielerorts erzwungenen Produktionsstopps einen Dämpfer verpasst. Doch mittlerweile produziere Netflix wieder in allen großen Märkten - mit der Ausnahme von Brasilien und Indien, sagte Netflix-CEO Hastings im Rahmen der Telefonkonferenz zu den jüngsten Quartalszahlen. Wie lange Netflix noch warten muss, bis mit der Filmproduktion in indischen Städten wie Delhi, Lucknow oder Mumbai - der Heimat des Bollywood - wieder begonnen werden kann, ist laut "QUARTZ" unklar. Immerhin wütet die COVID-19-Pandemie in Indien mit täglich nahezu 400.000 Neuinfektionen momentan so stark wie nie.

Laut dem Online-Medium könnte das Timing für Netflix kaum schlechter sein, denn der Konzern hatte gerade erst begonnen, bei den indischen Eigenproduktionen Momentum aufzubauen. Erst seit 2018 investierte der Konzern mehr in lokale Produktionen aus dem südasiatischen Land und setzte vermehrt auf Inhalte in lokaler Sprache, nachdem zuvor die Mehrheit der Angebote in der Amtssprache Englisch gehalten war. Für 2021 hatte Netflix nun eigentlich mehr als 40 indische Originalproduktionen angekündigt. Diesem Plan steht jetzt allerdings die coronabedingte Produktionspause im Weg.

Marktsättigung: Muss Netflix andere Wege zum Geldverdienen suchen?

  Marktsättigung: Muss Netflix andere Wege zum Geldverdienen suchen? Die letzte Quartalsbilanz des Streaming-Pioniers Netflix brachte ein elementares Problem ins Bewusstsein der Anleger: Neue Nutzer in den Kernmärkten zu gewinnen, wird für Netflix immer schwieriger. Muss das US-Unternehmen nun einen Blick auf die Geschäftspolitik der Konkurrenz wagen? © Bereitgestellt von Finanzen.

Netflix auf Kollisionskurs mit indischer Kultur

Doch auch aus Indiens Politik kommt Gegenwind für Netflix und Co., nachdem mehrere Zuschauer anstößige oder vulgäre Szenen in Eigenproduktionen kritisiert hatten. So geriet laut "QUARTZ" unter anderem die Netflix-Serie "Der Pate von Bombay" - die bis dato erfolgreichste Eigenproduktion in Indien - unter Beschuss, aber auch die Amazon-Serie "Tandav" und weitere Produktionen von Streamingdiensten, wie "Nikkei Asia" berichtet. Als Reaktion darauf verkündete die indische Regierung im Februar neue Vorschriften für Streamingdienste und andere digitale Medien und unterstellte diese dem Ministerium für Information und Rundfunk. Laut "Nikkei Asia" müssen Streaminganbieter nun unter anderem eine Alterseinstufung der Inhalte vornehmen und eine Kindersicherung bei den Angeboten einbauen, die erst ab 13 Jahren geeignet sind. Kritiker werfen der Regierung laut der Newsseite vor, damit die Streaminganbieter unter ihre Kontrolle bringen zu wollen, während andere die Änderungen befürworten. "Sie [die Streaminganbieter] dürfen nicht freie Hand haben zu zeigen, was auch immer sie wollen, ohne die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. [...] Wir können unsere Parameter nicht ändern basierend auf dem, was im Westen gezeigt und gemocht wird", sagte etwa der Schauspieler und Journalist Rajesh Abhay gegenüber "Nikkei Asia".

"Voyagers": Lily-Rose Depp kämpft im All ums Überleben

  Um die Menschheit zu retten, werden 30 künstlich gezeugte Mädchen und Jungen auf eine Reise zu einem neuen Planeten geschickt: Neil Burgers Science-Fiction-Thriller "Voyagers" berührt spannende moralische Fragen, erschöpft sich aber in einem überraschungsarmen Kampf ums Überleben. Die Erde steht vor dem Kollaps, und der Mensch muss nach neuen Lebensräumen Ausschau halten, will er dem Untergang entkommen: Dieses Narrativ bedienen zahlreiche Science-Fiction-Filme der letzten Zeit.

Im indischen Kino, das hauptsächlich von Bollywood-Filmen geprägt ist, gehen die Filmemacher laut dem Nachrichtenmedium im Normalfall keine Risiken ein, sondern halten sich an bewährte und konfliktfreie Muster. Denn Indien gilt als sehr kultursensibles Land mit einer religiösen Bevölkerung, die zu 80 Prozent aus Hindus besteht. Streaminganbieter wie Netflix haben sich jedoch mit ihren Eigenproduktionen getraut, neue und kontroverse Themen anzusprechen - und wurden dafür prompt durch die neuen Regulierungen abgestraft. Sanchit Vir Gogia, Chef-Analyst von Greyhound Research, glaubt jedoch nicht, dass die neuen Vorschriften auf lange Sicht ein großes Hindernis für das Wachstum der Streamingdienste darstellen. "Das ist nur eine Bremsschwelle, und nicht das Ende der Straße", sagte er gegenüber "Nikkei Asia".

Netflix-CEO: Indien ist ein spekulatives Investment

Trotz der aktuellen Hindernisse bietet das filmbegeisterte Land, das jährlich mehr Filme produziert als die USA, für Netflix womöglich die größte Chance auf einem Einzelmarkt seit dem weltweiten Beginn der Eigenproduktionen im Jahr 2015, schreibt "QUARTZ". Netflix-CEO Reed Hastings nannte Indien bei der Vorlage der jüngsten Quartalszahlen ein "sehr spekulatives Investment", an dem man immer noch arbeite. Dabei verwies er auch auf Südkorea und Japan, die vor fünf Jahren ebenfalls als spekulatives Investment gegolten hätten und wo man nun großartige Erfolge vorweisen könne. Ähnlich sieht es offenbar auch Netflix-COO Ted Srandos: "Es [Indien] ist wie alle großartigen Gelegenheiten. Es ist eine lange Reise und es ist eine Herausforderung. Und wir glauben, dass es das wert ist", sagte er laut "The Economic Times". Redaktion finanzen.net

Zombies, Krawall und mittendrin Matthias Schweighöfer .
Matthias Schweighöfer stiehlt in Zack Snyders spektakulärem Netflix-Gemetzel nicht nur den Zombies die Show. Vom Zockereldorado Las Vegas ist in "Army of the Dead" nicht mehr viel übrig: Im neuen Actionkracher von Netflix hat eine Zombie-Epidemie die Metropole in eine apokalyptische Geisterstadt verwandelt. In dieser grausamen Welt macht sich ab 21. Mai eine illustre Gruppe von Söldnern in die Quarantänezone auf, um den größten Raub aller Zeiten durchzuziehen. Der 200 Millionen Dollar-Heist wäre eigentlich kein Problem, wenn Las Vegas nicht aus hygienischen Gründen mit Atombomben eingeebnet werden sollte.

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