Finanzen Impfungen, Ausbildung, Bahn-Entschädigungen: Das ändert sich für Verbraucher im Juni

19:05  29 mai  2021
19:05  29 mai  2021 Quelle:   stern.de

Thierry Henry, CSC Fabregas und Jurgen Klinsmann Join BBC Euro Team

 Thierry Henry, CSC Fabregas und Jurgen Klinsmann Join BBC Euro Team © zur Verfügung gestellt von Daily Mail Mailonline logo Der BBC hat ihr Rundfunk-Team für die kommende -Europameisterschaft mit Thierry Henry, Cesc Fabregas , bestätigt. Jurgen Klinsmann Beitritt Gary Lineker, Gabby Logan und Co.

Die Impfpriorisierung fällt weg, Kinderimpfungen starten und womöglich auch der digitale Impfpass. Zudem gibt es auch abseits von Corona im Juni einige Änderungen. Der Überblick für Verbraucher.

Sinkende Inzidenzen dürften im Juni für Lockerungen der Corona-Maßnahmen sorgen © Getty Images/Kuzmichstudio Sinkende Inzidenzen dürften im Juni für Lockerungen der Corona-Maßnahmen sorgen

Inwieweit fallende Inzidenzen in den kommenden Wochen für Lockerungen der Corona-Maßnahmen sorgen, dürfte regional unterschiedlich ausfallen. Bundesweit greifen dagegen im Juni der Wegfall der Impfpriorisierung und der erwartete Start der Kinderimpfungen. Und auch abseits von Corona gibt es einige Änderungen für Verbraucher, Bahnfahrer und Internetnutzer. Wichtige Änderungen im Überblick:

Die Bahn digitalisiert sich: Entschädigung für Verspätung künftig online einforderbar

  Die Bahn digitalisiert sich: Entschädigung für Verspätung künftig online einforderbar Die Bahn macht ab 1. Juni endlich Online-Anträge möglich. Darauf haben genervte Kunden seit Jahren gewartet. Für den Staatskonzern könnte das teuer werden. © imago images/Sven Simon Diskussionen um verspätete Züge können Bahnkunden bald online austragen. Gute Nachricht von der Deutschen Bahn AG: Ab 1. Juni können Kunden bei verspäteten Zügen die fällige Entschädigung endlich online in wenigen Minuten beantragen. Das spart Zeit. Richard Lutz, Chef des Staatskonzerns, verspricht ein einfaches, schnelles papierloses Verfahren.

Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Setzt sich der aktuelle Trend fort, dürften im Juni viele Kreise stabile Sieben-Tages-Inzidenzen von unter 50 oder sogar 35 erreichen. Das würde regional weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen bedeuten. Die Außengastronomie hat vielerorts wieder geöffnet, auch Sport, Kulturveranstaltungen und andere Freizeitangebote werden zunehmend möglich. Zudem entspannt sich die Lage für Eltern und Kinder: In NRW beispielsweise gehen die Kitas ab 7. Juni wieder in den Normalbetrieb, die meisten Schulen nehmen schon in der kommenden Woche den Präsenzunterricht wieder auf.

Impfpriorisierung fällt weg

Am 7. Juni endet bundesweit die Impfpriorisierung für alle zugelassenen Corona-Impfstoffe. Von diesem Tag an darf sich jeder in einem Impfzentrum, in einer Arztpraxis oder vom Betriebsarzt impfen lassen. Für Astrazeneca und Johnson & Johnson ist die Priorisierung bereits aufgehoben, ab dem genannten Datum gilt das auch für die mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. Allerdings: Da der Impfstoff weiter knapp ist und zudem viele Zweitimpfungen anstehen, könnte es für viele noch wochenlang dauern, bis sie tatsächlich einen Termin bekommen.

Bahn und GDL weiter uneins

  Bahn und GDL weiter uneins Weiterhin keine Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer. Somit werden Warstreiks immer wahrscheinlicher.Die GDL habe am späten Pfingstmontagabend mitgeteilt, dass sie das Angebot der Bahn vom 17. Mai «zur solidarischen Bewältigung der Corona-Krise ablehnt», teilte eine Sprecherin der Bahn mit. Gleichzeitig habe die GDL wiederum ein umfangreiches Forderungspaket übermittelt, das unverändert den wirtschaftlichen Rahmen sprenge.

Kinderimpfungen starten

Auch alle Kinder ab 12 Jahren sollen sich nach dem Willen der Bundesregierung ab dem 7. Juni um einen Impftermin bemühen dürfen. Bislang ist der Biontech-Impfstoff ab 16 Jahren zugelassen, die übrigen erst ab 18 Jahren. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA gab aber am Freitag grünes Licht für Kinderimpfungen mit Biontech in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren. Die formale Zulassung der EU-Kommission wird nun zeitnah erwartet. Sofern diese erfolgt, können die Kinderimpfungen auch ohne allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) in Deutschland starten. Die Stiko hatte angedeutet, die Impfung möglicherweise nur für vorerkrankte Kinder zu empfehlen.

Digitaler Impfpass

Bislang werden die Corona-Impfungen noch im gelben Impfheft aus Papier oder auf einem separaten Zettel bestätigt. Geplant ist ein digitaler Impfnachweis, der sich auf dem Smartphone speichern lässt und so leichter mitgeführt werden kann – auch etwa beim Urlaub im EU-Ausland. Die Technik wird derzeit getestet und soll möglichst ab Ende Juni offiziell eingeführt werden.

Ist Fliegen wirklich günstiger als Bahn fahren? - Eine Studie deckt auf

  Ist Fliegen wirklich günstiger als Bahn fahren? - Eine Studie deckt auf Es ist eine weitverbreitete Annahme, dass es günstiger ist zu fliegen, als Strecken mit der Bahn zurückzulegen. Entspricht das der Realität? © Bereitgestellt von Finanzen.net Markus Gann / Shutterstock.com Darum bieten Flug- und Bahnverkehr unterschiedliche Preise anJeder kennt es: Der Urlaub oder der Besuch bei Verwandten und Freunden steht vor der Tür und die Reisenden haben nun die Qual der Wahl, ob sie mit der Bahn oder dem Flieger verreisen möchten. Flugreisen gelten inzwischen gemeinhin als günstigere Variante, das vermitteln unter anderem großangelegte Werbekampagnen von Billigfliegern.

Außerdem: Um gegen gefälschte Impfpässe vorzugehen, hat der Bundesrat am Freitag ein Gesetz verabschiedet, das für den Fälscher bis zu zwei Jahre Haft und für den Nutzer der Fälschung bis zu einem Jahr Haft vorsieht.

Höhere Ausbildungsprämie

Die Corona-Pandemie setzt dem Ausbildungsmarkt zu. Ab dem 1. Juni erhalten Betriebe stärkere finanzielle Anreize, trotz coronabedingter Probleme Ausbildungsplätze anzubieten. Für jeden Ausbildungsplatz können Betriebe, die weniger als 500 Mitarbeiter haben, dann bis zu 6000 Euro Prämie bekommen – doppelt soviel wie bisher.

Entschädigung bei Bahn-Verspätungen

Wer wegen einer verspäteten Bahnfahrt Anspruch auf Entschädigung hat, kann diese künftig leichter eintreiben. Ab dem 1. Juni können betroffene Bahnfahrer den Antrag auch online auf bahn.de oder über die Bahn-App einreichen und müssen nicht mehr ins Service-Center laufen. Wie bisher gilt: Ab einer Stunde Verspätung gibt es 25 Prozent des Fahrpreises zurück, ab zwei Stunden 50 Prozent.

Google streicht kostenlosen Foto-Speicherplatz

Ab August rast der ICE 4 mit 265 km/h durch Deutschland

  Ab August rast der ICE 4 mit 265 km/h durch Deutschland Berlin. Die Deutsche Bahn rüstet die neueste ICE-Generation technisch auf: Ab Anfang August soll der ICE4 dadurch erstmals Geschwindigkeiten von bis zu 265 Kilometern pro Stunde erreichen können, hieß es aus Bahnkreisen. Bislang lag das Höchsttempo bei 250 Stundenkilometern. © Daniel Bockwoldt Ein ICE 4 (Archivbild). Mit der neuen Spitzengeschwindigkeit soll sich demnach auch die Pünktlichkeit verbessern. Unter anderem auf den Strecken Köln-Rhein/Main, Göttingen-Hannover und München-Berlin sollen die Züge das neue Tempo auch ausfahren können.Der ICE4 ist seit 2017 im Regelbetrieb im Einsatz.

Wer "Google Photos" nutzt, um seine Bilder in der Cloud zu speichern, konnte das bei bestimmten Qualitätsstufen bislang unbegrenzt kostenlos tun. Vom 1. Juni an gilt ein fixes Limit von 15 Gigabyte – wer mehr Fotos speichern will, muss bezahlen. Nur Nutzer von Googles Pixel-Smartphone sind ausgenommen.

Neue Nutzungsbedingungen auf Youtube

Youtube ändert zum 1. Juni seine Nutzungsbedingungen. Diese berechtigen die Plattform fortan, bei jedem Video Werbung zu schalten und nicht nur bei den Kanälen, die sich für das Youtube-Partnerprogramm angemeldet haben. Wer werbefreie Videos hochladen will, hat also schlechtere Karten. Außerdem wird in den neuen Bedingungen explizit festgehalten, dass niemand ohne Einwilligung der Betroffenen Daten zur Gesichtserkennung erheben darf.

Grundsatzurteil zu Ärger am Gartenzaun

Am 11. Juni verkündet der Bundesgerichtshof eine Grundsatzentscheidung zu einem Klassiker unter den Nachbarschaftsstreitigkeiten: Darf ein Grundstücksbesitzer die Zweige eines Baumes abschneiden, die vom Nachbarn zu ihm herüberwachsen? Im konkreten Fall geht es um die Äste einer 40 Jahre alten Schwarzkiefer in Berlin.

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