Finanzen Internet im Flieger: SpaceX will Starlink an Bord bringen

14:55  10 juni  2021
14:55  10 juni  2021 Quelle:   t3n.de

Falcon 9: 100 erfolgreiche Starts in Folge für SpaceX

  Falcon 9: 100 erfolgreiche Starts in Folge für SpaceX Elon Musk schießt mit seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX weiter fleißig Starlink-Satelliten in die Erdumlaufbahn. Jetzt wurde erneut ein Meilenstein erreicht. © SpaceX Die Falcon-9-Rakete von SpaceX. Als am Mittwochnachmittag eine Rakete des Typs Falcon 9 in den strahlend blauen Himmel über Florida abhob, wird Elon Musk sich vielleicht stolz selbst auf die Schulter geklopft haben. Die Rakete, die mit 60 Starlink-Satelliten aufgebrochen ist, war die hundertste ihrer Art, die in Folge erfolgreich in den Orbit geschossen wurde – ein Meilenstein in der amerikanischen Raumfahrt.

SpaceX arbeitet mit Hochdruck daran, seine Starlink-Verbindungen für den internationalen Flugverkehr nutzbar zu machen. Aktuell hapert es an Hardware auf beiden Seiten der Verbindung.

Starlink von SpaceX soll bald auch Flugzeuge mit Internetzugang versorgen.  © potowizard/ shutterstock.com Starlink von SpaceX soll bald auch Flugzeuge mit Internetzugang versorgen.

Bislang verwenden Fluglinien vornehmlich die Dienstleister Intelsat und Viasat, wenn sie Internetverbindungen an Bord ihrer Flugzeuge realisieren wollen. Beide arbeiten mit geostationären Satelliten, deren Latenzwerte für die responsive Nutzung zu schlecht sind.

Bisherige Platzhirsche wollen Präsenz verbessern

Zumindest Viasat will das jetzt ändern und plant ein neues geostationäres Satelliten-Trio, das von einem 300 Einheiten starken Leo-Netzwerk unterstützt werden soll. Leo steht für Low-Earth-Orbit und bezeichnet Kleinsatelliten, die in niedrigen Umlaufbahnen um die Erde kreisen. Starlink von SpaceX arbeitet ausschließlich auf diese Weise.

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 Neue 5G- und Satellitentechnologien bieten mehr Auswahlmöglichkeiten für Home Broadband © Cnet Millionen von Menschen in den USA haben kein Home-Breitband oder eine wirklich schlechte, teure Form davon, wenn es online ist, wenn es online ist, ist fast so wichtig geworden sauberes fließendes Wasser. Was jetzt? Zwei neue Home-Breitbandoptionen schlagen den Markt und bieten Service, in dem es entweder nicht verfügbar ist oder nicht wettbewerbsfähig ist.

Von daher ist es naheliegend, dass sich Elon Musks Weltraumfirma für das Geschäft mit den kommerziellen Fluglinien interessiert. Immerhin hat das Unternehmen bereits eine Flotte von rund 1.800 Leo-Satelliten in der Umlaufbahn und arbeitet kontinuierlich an deren Erweiterung.

SpaceX beantragt Genehmigung für Tests mobiler Einheiten mit verändertem Design

In der vergangenen Woche hat SpaceX bei der US-Regulierungsbehörde FCC die Genehmigung für Tests einer neuen Sende- und Empfangseinheit beantragt. Deren deutlichster Unterschied zur bisherigen Einheit besteht darin, dass die Antenne eckig ausgelegt ist. Diese Form hat sich insbesondere in der Luftfahrt bewährt.

SpaceX will das neue Design in fünf US-Bundesstaaten testen. Schon im März hatte SpaceX einen Antrag auf die Genehmigung mobiler Starlink-Einheiten gestellt. Darunter versteht das Unternehmen Sende- und Empfangseinrichtungen, die beweglich eingesetzt werden, etwa auf Schiffen, in Lkw oder eben in Flugzeugen.

Gutscheine für Starlink: Bund kurbelt Netzausbau mit Musks Satelliteninternet an

  Gutscheine für Starlink: Bund kurbelt Netzausbau mit Musks Satelliteninternet an Die Bundesregierung setzt beim Ausbau von schnellem Internet auf dem Land auch auf Elon Musks Satelliteninternet – und will Starlink-Hardware mit rund 500 Euro bezuschussen. © AleksandrMorrisovich/Shutterstock Starlink-Satelliten bringen schnelles Internet nach Deutschland. Von einer flächendeckend schnellen Internetverbindung ist Deutschland in vielen Gebieten immer noch meilenweit entfernt.

Dass damit auch der Einsatz in Teslas gemeint sein könnte, hatte Elon Musk zügig dementiert. Dafür seien die Einheiten einfach viel zu groß, twitterte er.

Für den kommerziellen Flugverkehr würden sich im Vergleich zu geostationären Lösungen deutlich erweiterte Möglichkeiten ergeben, den Internetzugang etwa auch den Passagieren zugänglich zu machen. Es gibt allerdings einen gravierenden Haken, der die zügige Verfügbarkeit eines Flieger-Starlink in einiger Ferne verharren lässt.

Deshalb ist Starlink bislang für Fluglinien untauglich

Die Starlink-Konstellation ist bislang nicht in der Lage, von Satellit zu Satellit kommunizieren. Das soll künftig unter Verwendung von Lasertechnologie funktionieren. Bislang in den Orbit geschossene Satelliten haben die Technik indes nicht verbaut.

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 SIRIUS XM-8-Satellit betritt den Umlauf der SACEX Rocket-Launch SPACEX-Reversable Falcon 9 Rakete erfolgreich Siriusxms SXM-8-Satelliten in den frühen Tageszeiten des Sonntags hat das Unternehmen erfolgreich angekündigt. © Joe Raedle / Personal / Getty Images SpaceX Falcon 9 Raketenlift-off SXM-8 wurde später eingesetzt und hat eine elliptische Orbit um die Erde begonnen. Der Satelliten von 225 Millionen US-Dollar wird die Flotte für SiriusXM, ein neues Rundfunkunternehmen von New York anbieten, das Satellit-Radio-Programmierung bietet.

So ist Starlink aktuell auf die Verteilung der Datenströme per Erdstation angewiesen. Das wiederum ist bei Flughöhen um elf Kilometer für ein Flugzeug kein Problem. Problematisch wird es aber da, wo die Flieger außerhalb der Reichweite von Erdstationen unterwegs sind – etwa über dem Meer. Der gesamte Fernflugverkehr fällt damit vorerst für SpaceX aus. Das Problem wird dadurch verschärft, dass auch der Aufbau der Erdstationen noch in vollem Gange und bei Weitem nicht flächendeckend ist.

Schon die nächste Generation der Starlink-Satelliten werde die Laser-Konnektivität haben, versprach SpaceX-Manager Jonathan Hofeller anlässlich der Online-Fachkonferenz „Connected Aviation Intelligence“ am Mittwoch. Wann danach konkrete Produkte für Flugzeuge eingeführt werden würden, konnte Hofeller auf Nachfrage nicht sagen. Er hoffe auf „eher früher als später.“

Zu heiß für Starlink: Internet-Antenne stellt Betrieb ein .
Wenn die Außentemperaturen auf über 40 Grad Celsius steigen, steigen die Satellitenschüsseln des SpaceX-Internetzugangs Starlink aus. Manuelle Kühlung kann helfen. © t3n/Starlink Warten auf Starlink. Niemand kann behaupten, nicht gewarnt worden zu sein. Für seine Internet-Sende- und Empfangseinheit mit dem skurrilen Namen Dishy McFlatface hat SpaceX einen Temperaturbereich festgelegt. Zwischen minus 30 und plus 40 Grad Celsius werde die Einheit einwandfrei funktionieren, so das Unternehmen.

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