FinanzenBranche im Wandel: Wie der Supermarkt in Zukunft funktionieren könnte

15:15  06 dezember  2018
15:15  06 dezember  2018 Quelle:   stern.de

Supermarktketten wie Aldi oder Lidl wollen eine Lösung für das wachsende Versorgungsproblem in Städten gefunden haben

Supermarktketten wie Aldi oder Lidl wollen eine Lösung für das wachsende Versorgungsproblem in Städten gefunden haben Supermarktketten wie Aldi oder Lidl wollen eine Lösung für das wachsende Versorgungsproblem in Städten gefunden haben

Die Untertitel könnt ihr mit dem Button „CC“ ein- und ausschalten. Den Beitragstext könnt ihr im Manuskript mit Vokabelglossar nachlesen. Die Wissenschaft erforscht zurzeit, wie ein Supermarkt in der Zukunft aussehen kann . Dort bekommen Kunden die Informationen zu den Produkten über ihr

Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels . Die alte, bekannte Unternehmenswelt wird zunehmend von neuen, unbekannten Kräften in Frage gestellt und aus dem Gleichgewicht gebracht. Der Wandel hat zur Folge, dass sich die Unternehmen neu sortieren werden: So können selbst alte

Branche im Wandel: Wie der Supermarkt in Zukunft funktionieren könnte © Getty Images/ PeopleImages Supermarkt der Zukunft - so könnten wir künftig einkaufen.

Das Internet verändert das Geschäft der Supermärkte. Experten erwarten, dass künftig viel mehr Lebensmittel im Netz gekauft werden. Der Supermarkt der Zukunft muss also mehr bieten, als bloß etwas zu essen.

Nein, die Zukunft ist nicht jetzt - auch wenn dieser Werbeslogan schon Buchtitel und Reklamekampagnen von Konzernen schmückte. Zumindest gilt das für Supermärkte, denn der seit Jahren herbeigequatschte Durchbruch des Online-Lebensmittelkaufs lässt nach wie vor auf sich warten. Im kommenden Jahr wird Amazon Fresh, ein Lieferdienst für Lebensmittel, zwei Jahre alt. Er sollte den Markt aufmischen, auch andere Dickschiffe der Branche zum Handeln zwingen. Doch die große Revolte blieb aus. Viele Supermärkte haben ihre Online-Pläne auf Eis gelegt.

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Supermärkte müssen sich neu erfinden. Mit mehr Personal, mehr Erlebnis, mehr Service - doch das kostet. Die Digitalisierung könnte da helfen. Supermarkt der Zukunft : Mehr Service, weniger Kasse - wie wir künftig einkaufen.

Die Zukunft der Arbeit. Wie werden wir künftig arbeiten? Das funktioniert so nicht. Und die EU und auch die Bundesregierung haben erkannt, dass hier Regelungsbedarf ist. Denn sie müssen sich dann zu einer Organisationsform wandeln , die die Interessen von Selbstständigen wahrnehmen.

Aber wenn der Handel im Netz nicht das große Ding für Supermärkte ist - wie können sich die Händler dann weiterentwickeln? Denn genau das wird die Frage sein. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman hat sich die Trends und Herausforderungen der Supermärkte genauer angesehen, die "Lebensmittelzeitung" hat diese gebündelt.

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So glauben die Experten, dass qualifiziertes Personal wichtiger für die Händler werden wird. Nicht-ausgebildete Helfer, die die Regale auffüllen, werden natürlich weiterhin gebraucht, doch wenn Supermärkte Kunden in die Geschäfte locken wollen, müssen sie mehr bieten. Und das geht nur mit dem richtigen Personal, das Probierstationen anbietet oder über das immer breitere Angebot aufklären kann.

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In Zukunft kommen auch kleiner Unternehmen nicht an einem Supply Chain Manager vorbei. Auch wenn es einen Aufschrei in der Psychologen- Branche gab, der Kunde ist nun mal König Auch wenn viele Prozesse die Berufe in Zukunft automatisieren, müssen immer noch Mitarbeiter geführt werden.

Der Supermarkt der Zukunft berät, warnt und zählt. Dann allerdings kann das heimische Datenzentrum – in Zusammenarbeit mit einem intelligenten Kühlschrank – auch gleich automatisch Milch und Wurst nachbestellen, wenn sie zur Neige gehen.

Supermärkte werden zum Erlebnis-Tempel

Ein weiterer wichtiger Punkt wird das Erlebnis sein. Ein paar Aufsteller mit Weihnachtsgebäck sind damit nicht gemeint. Die Supermärkte müssen zum einen das Einkaufen zum Event machen. Verkostung von neuen Produkten, eine Café-Ecke oder Unterhaltsames für Kinder bringen neue Kunden. Doch die Unternehmensberater erwarten mehr. Sie glauben, dass Supermärkte sich noch mehr auf Events konzentrieren müssen. Meal-Kits mit allen notwendigen Zutaten für ein Rezept der Woche, Kochkurse mit den Produkten aus dem Markt, Anwendungen im Bereich Beauty und Gesundheit oder sogar Ernährungsberatung binden die Kunden an ihren Markt.

Der Supermarkt würde so zu einem neuen sozialen Raum werden, in dem man sich trifft, Besorgungen erledigt, aber eben auch plaudert und gemeinsam Events erlebt. Das bedeutet für Supermärkte vor allem deutlich höhere Personalkosten. Um diese wiederum aufzufangen, müssen Routinearbeiten effizienter gestaltet werden.

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Pro Branche wurden dabei jeweils Online-Käufer und stationäre Käufer befragt. Zurück in die Zukunft : Das persönliche Einkaufserlebnis ist entscheidend. Der Handel war in den vergangenen Vorbei sind deshalb die Zeiten, in denen Händler nur über einen einzelnen Kanal verkaufen können .

Die Digitalisierung des Einkaufens

Hier allerdings kommt die Technik ins Spiel. Neuere und größere Supermärkte setzen schon heute auf dynamische, digitale Preisschilder. Sie wissen sehr genau, welche Produkte knapp werden, welche Regale aufgefüllt werden müssen. Durch neue Prozesse, Automatisierung und Robotik haben die Mitarbeiter dann mehr Zeit für Kunden und den Service. Und der könnte künftig auch digital werden: Kochrezepte, basierend auf früheren Einkäufen, werden aufs Smartphone übertragen. Dabei ist es unwichtig, ob der Kunde online oder im Laden eingekauft hat.

Doch die Digitalisierung könnte auch die Märkte selbst verändern. Denn bei der Wahl von frischen Steaks, besonderem Gemüse, Aufschnitt oder Käse will der Kunde die Ware sehen, vielleicht sogar an kleinen Ständen probieren. Doch die Produkte der alltäglichen Notwendigkeit, also Klopapier, Küchenrolle, Dosentomaten oder Waschmittel, werden auch mit viel Smartphone-Schischi nicht aufregend. Ein Einkaufserlebnis ist das nicht. Warum also die Fläche mit solchen Produkten vollstellen, wenn ein einfacher Barcode künftig ausreicht, um die Artikel direkt nach Hause liefern zu lassen? Der Kunde hätte dann die Zeit, die sinnlichen Produkte in dem Markt zu entdecken. Und der Händler könnte dafür mehr Fläche bereitstellen.

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Die Drohne könnte in der Zukunft auch der New Yorker Feuerwehr helfen. Wo das Rettungsgerät untergebracht werden soll, kann man auf den Bis jetzt haben wir allerdings noch nicht einmal vollständig verstanden, wie der Mensch denkt. Wir wissen nicht, wie ein Wurm funktioniert , obwohl

Der letzte Schritt zur Kasse steckt schon in der Transformation. In Deutschland kennen dies vor allem Kunden von Ikea: Das Scannen der Artikel ohne Verkäufer. Diese Selbstbedienungskassen sind zwar noch Zukunftsmusik in vielen Supermärkten. Doch auch hier ist Amazon in der Vorreiterrolle. In den USA betreibt der Konzern bereits sieben "Go"-Läden, die volldigitalisiert den Kunden analysieren und durchleuchten. Kameras verfolgen jeden Schritt, Sensoren registrieren, welche Artikel in den Warenkorb wandern. Der Korb wird dann während des Einkaufs schon eingescannt und direkt online bezahlt. Eine klassische Kasse gibt es nicht mehr. Bislang sind diese Läden höchstens 200 Quadratmeter klein, also weit entfernt von einem großen Supermarkt hierzulande. Noch, denn Amazon denke darüber nach, diese Art des Einkaufens auch in großen Filialen zu ermöglichen, berichtete erst kürzlich das "Wall Street Journal". Eine Kasse? Braucht man dann nicht mehr. Ob sich dieser Trend durchsetzen wird, muss sich aber erst zeigen.

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