Finanzen Pandemie-Profiteure: Oxfam beklagt Ungleichheit

02:25  22 juni  2021
02:25  22 juni  2021 Quelle:   dw.com

Oxfam - Industrienationen droht Billionenschaden durch Klimakrise

  Oxfam - Industrienationen droht Billionenschaden durch Klimakrise OXFAM-KLIMAWANDEL-G7:Oxfam - Industrienationen droht Billionenschaden durch KlimakriseOhne ehrgeizige Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakatastrophe werde die jährliche Wirtschaftsleistung dieser Staatengruppe im Jahr 2050 um durchschnittlich 8,5 Prozent gedrückt, geht aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Der Verlust beliefe sich insgesamt auf 4,8 Billionen Dollar. Er fiele doppelt so hoch aus wie die Folgen der Corona-Pandemie, die das Bruttoinlandsprodukt der G7-Länder Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und USA um durchschnittlich 4,2 Prozent einbrechen ließen.

Pandemie - Profiteure : Oxfam beklagt Ungleichheit . Laut einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam haben die Profite deutscher Supermarktketten während der Corona-Pandemie zugelegt. Dagegen habe sich die Situation der zuliefernden Bauern weltweit verschlechtert.

Pandemie - Profiteure : Oxfam benennt Unfairness. Laut einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam haben die Profite deutscher Supermarktketten während der Corona-Pandemie zugelegt. Dagegen habe sich die Situation der zuliefernden Bauern weltweit verschlechtert.

Laut einem Bericht der Entwicklungsorganisation Oxfam haben die Profite deutscher Supermarktketten während der Corona-Pandemie zugelegt. Dagegen habe sich die Situation der zuliefernden Bauern weltweit verschlechtert.

Teepflückerin auf einer Plantage im indischen Assam © Imago/Indiapicture Teepflückerin auf einer Plantage im indischen Assam

Im Corona-Jahr 2020 seien die Supermärkte zu "Krisengewinnern" geworden, heißt es in der neuen Oxfam-Studie "Pandemie-Profiteure und Virus-Verlierer*innen".

Laut Oxfam-Recherchen konnten deutsche Discounter wie Aldi und Lidl ihre Umsätze um neun Prozent steigern, klassische Supermärkte wie Rewe und Edeka sogar um 17 Prozent.

Frauen, die hinter in Indiens COVID-19-Impfe-Laufwerk zurückfallen In Indien haben COVID-19-Impfstoffe erhalten, als Frauen, Regierungsdaten, die am Dienstag gezeigt haben, und markierte die Geschlechterdisparität im Immunisierungsantrieb des Landes, das

 Frauen, die hinter in Indiens COVID-19-Impfe-Laufwerk zurückfallen In Indien haben COVID-19-Impfstoffe erhalten, als Frauen, Regierungsdaten, die am Dienstag gezeigt haben, und markierte die Geschlechterdisparität im Immunisierungsantrieb des Landes, das India ist teilweise oder vollständig um 101 Millionen Männer geimpft, fast 17% mehr als Frauen. Männer berücksichtigen je nach Daten 54% der Gesamtzahl der inokulierten Personen. Viele fundierte verwaltete Regionen, die Hauptstadt Delhi und große Staaten wie Uttar Pradesh haben einige der schlimmsten Ungleichheiten gesehen. Nur Kerala im Süden und Chhattisgarh in Zentralindien geimpft mehr Frauen als Männer.

In den Zeiten der Coronavirus- Pandemie haben es sich die Oxfam -Aktivisten nicht nehmen lassen, die tiefer werdende Kluft zwischen extrem reichen und extrem armen Menschen als "Virus der Ungleichheit " anzuprangern. Und wie jedes Jahr rechnen die Oxfam -Autoren vor, wie der Das Neue in diesem Jahr ist, dass die Verschärfung der wirtschaftlichen Ungleichheit in fast allen Ländern gleichzeitig eintritt - und zwar in den Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern. Für die Reichsten sei allerdings die Corona-Krise schon wieder abgehakt, rechnen die Oxfam -Studienautoren vor: Das

Pandemie - Profiteure . 30. Januar 2021, 10:25 Uhr. : Pandemie - Profiteure . Bei Dilbert strebt jemand nach der Weltherrschaft. Und bei den Peanuts erwacht eine Puppe zum Leben.

In der Pandemie zählen Supermärkte zu den Krisengewinnern © picture-alliance/W. Steinberg In der Pandemie zählen Supermärkte zu den Krisengewinnern

Nach stärker haben laut Bericht die Vermögen einiger Supermarkt-Eigentümer zugenommen. So sei das Vermögen der beiden Haupteigentümer von Aldi Süd, Beate Heister und Karl Albrecht Junior, um fast 30 Prozent auf knapp 25 Milliarden gewachsen. Bei Dieter Schwarz, dem die Ketten Kaufland und Lidl gehören, habe der Anstieg sogar mehr als 30 Prozent betragen, sein Vermögen wird auf rund 30 Milliarden Euro geschätzt.

"Während die Supermarktketten Kasse machten, kämpfen die Arbeiter*innen, die unser Essen herstellen, um ihre Existenz", sagt Tim Zahn, Oxfam Experte für Wirtschaft und Menschenrechte.

Oxfam-Berechnungen für Kaffee aus Brasilien, Tee aus Indien und Wein aus Südafrika zeigen, dass Bauern und Landarbeiter immer weniger vom Preis bekommen, den Konsumenten in deutschen Supermärkten bezahlen.

USA wollen 500 Millionen Impfdosen spenden

  USA wollen 500 Millionen Impfdosen spenden Paukenschlag in St. Ives: Die Vereinigten Staaten werden eine halbe Milliarde COVID-19-Impfdosen für einkommensschwache Länder erwerben. Das kündigte US-Präsident Joe Biden bei seinem Besuch in England an. © Toby Melville/Reuters U.S. Präsident Joe Biden ist zum G7-Treffen in Cornwall angereist "Eine halbe Milliarde Impfstoffe werden ab August ausgeliefert werden, so schnell wie sie vom Band laufen", sagte Joe Biden mit Blick auf die Corona-Pandemie bei einer Pressekonferenz vor dem G7-Gipfel in Großbritannien. "Die Vereinigten Staaten stellen diese halbe Milliarde Dosen zur Verfügung, ohne weitere Bedingungen.

Die Pandemie - Profiteure . Mit dem Hometrainer auf den Gipfel. Geschlossene Fitnessstudios und Kontaktbeschränkungen spielen John Foley in die Karten. 2013 hatte er noch auf Kickstarter für seine vernetzten Fitnessgeräte geworben, heute schmeißen die Anleger Die Pandemie - Profiteure . Die Zutaten zum Erfolg. Beim Kochboxen-Anbieter HelloFresh brummt es: Gewinn mehr als verdreifacht, Umsatz mehr als verdoppelt - so die Quartalsbilanz Anfang November. Mitgründer und Anteilseigner Dominik Richter profitiert von geschlossenen Restaurants und dem Trend zum selber Kochen.

Profiteure der Angst - Das Geschäft mit der Schweinegrippe | NDR/Arte (2009). Ist die Weiterführung der Maßnahmen noch rechtsmäßig? Ist eine zweite Welle zu befürchten? Wir nehmen Bezug auf die Erklärung des Finanzministeriums: Pandemie ist dann zu Ende, wenn ein Impfstoff verfügbar ist - ist diese Aussage überhaupt zu verantworten?

Nur rund ein Prozent

Den Oxfam-Berechnungen zufolge erhielten Arbeiterinnen auf Traubenplantagen in Südafrika und auf Teeplantagen im indischen Bundesstaat Assam nur rund ein Prozent des Verkaufspreises. Das entspricht im Beispiel der Teepfückerinnen in Assam einem Tageslohn von umgerechnet 1,91 Euro.

Arbeiter auf Kaffeeplantagen erhalten den geringsten Anteil an der Wertschöpfung © Mauro Pimentel/AFP/Getty Images Arbeiter auf Kaffeeplantagen erhalten den geringsten Anteil an der Wertschöpfung

Auf den Kaffeeplantagen im brasilianischen Minas Gerais liegen die Löhne laut Oxfam um 40 Prozent unter einem existenzsichernden Niveau.

"Dabei wäre Geld genug da", so Tim Zahn. "Allein die Pandemiegewinne der Eigentümer von Aldi Süd hätten ausgereicht, um rund vier Millionen Beschäftigten im brasilianischen Kaffee-Sektor existenzsichernde Löhne zu zahlen."

"Moderne Sklaverei"

Den Oxfam-Recherchen zufolge gab es auf Kaffeeplantagen in Brasilien besonders drastische Fälle von Ausbeutung. Arbeiterinnen und Arbeiter berichteten von Unterkünften ohne fließendes Wasser, extremer körperlicher Arbeit und fehlendem Schutz gegen Pestizide oder das Coronavirus. Obwohl einige Plantagenbesitzer wegen "moderner Sklaverei" auf einer Liste der brasilianischen Regierung stünden, habe Oxfam Belege für ihre Verbindungen zu deutschen Supermarktketten.

Die Entwicklungsorganisation fordert zum einen eine bessere Behandlung und Bezahlung der Arbeiter. Außerdem müssten die Supermarktketten "ihr Geschäftsmodell verändern, so dass die Beschäftigten in den globalen Lieferketten von ihrer Arbeit leben können und ihre Rechte geachtet werden".

Das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Lieferkettengesetz sei ein erster Schritt, doch nur eine Minimallösung. Die Bundesregierung müsse hier nachbessern und sich zudem für eine weitreichendere Regelung in der EU einsetzen.

bea/ul (Oxfam)

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+++ Corona-Update +++: Delta-Variante: RKI erwartet Wiederanstieg der InzidenzenSamstag, 26.

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