Finanzen: Streit der Airlines: „Die Lufthansa wollte Laudamotion vernichten“ – Niki Lauda kritisiert Carsten Spohr - PressFrom - Deutschland

FinanzenStreit der Airlines: „Die Lufthansa wollte Laudamotion vernichten“ – Niki Lauda kritisiert Carsten Spohr

17:50  27 dezember  2018
17:50  27 dezember  2018 Quelle:   handelsblatt.com

Niki Lauda nach Lungentransplantation: Zeit im Krankenhaus härter als sein Feuerunfall

Niki Lauda nach Lungentransplantation: Zeit im Krankenhaus härter als sein Feuerunfall Niki Lauda nach Lungentransplantation: Zeit im Krankenhaus härter als sein Feuerunfall

Streit der Airlines: „Die Lufthansa wollte Laudamotion vernichten“ – Niki Lauda kritisiert Carsten Spohr © Reuters Airline-Gründer Niki Lauda ist weiterhin schlecht auf die Lufthansa zu sprechen.

Die Wut auf die Lufthansa ist bei Airline-Gründer Niki Lauda nicht abgekühlt. In einem Interview erhebt er schwere Vorwürfe gegen den Chef der Lufthansa.

Gesundheitlich und geschäftlich war 2018 ein schweres Jahr für Niki Lauda. Seine Angriffslustigkeit hat der ehemalige Rennfahrer allerdings nicht verloren. In einem Interview mit der österreichischen Zeitung „Kurier“ attackiert Lauda die Lufthansa.

Monatelang hatte er nach der Air-Berlin-Pleite mit der deutschen Fluggesellschaft über eine Kooperation verhandelt. Am Ende scheiterte nicht nur der Deal, sondern auch einige Vereinbarungen, die Lauda mit Lufthansa-Chef Spohr getroffen hatte. Seine Wut darüber verheimlicht der Ex-Formel-1-Fahrer nicht.

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„Ich wurde in meinem ganzen Leben noch nie so unfair behandelt wie von Lufthansa-Chef Carsten Spohr und seiner Mannschaft“, sagt Lauda. „Das vergesse ich nie.“ Die deutsche Airline habe ihm damals zugesagt, 21 Flugzeuge aus dem Air-Berlin-Konzern an Laudamotion zu verleasen. Am Ende seien es dann nur noch neun Flugzeuge gewesen. Die Folge: Flugausfälle und enttäuschte Kunden.

Hilfe kam ausgerechnet vom Billigflieger Ryanair, der kurzfristig Flugzeuge bereitstellte. Die parallelen Verhandlungen mit Ryanair-Chef Michael O’Leary seien am Ende die Rettung gewesen, erzählt Lauda im Gespräch mit dem Kurier. „Denn die Lufthansa wollte Laudamotion vernichten.“

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Die deutsche Airline habe wegen einer verzögerten Überweisung von 700.000 Euro sogar die Leasing-Verträge der verbliebenen neun Maschinen gekündigt und eine Klage über 21 Millionen Euro gegen Laudamotion eingereicht, die sie am Ende verlor. Für Lauda „die unfairste Aktion, die mir in meinem ganzen Geschäftsleben passiert ist“.

Trotz seiner Lungentransplantation vor wenigen Monaten will Lauda bei der Airline nicht kürzertreten. Als Chairman of the Board wird er ab Januar weiter die Geschäfte der Fluggesellschaft überwachen.

Die Österreicher wollen mit Hilfe von Ryanair weiter expandieren. 150 Millionen Euro hat der irische Billigflieger investiert, um die Flotte von Laudamotion auf 30 Flugzeuge zu erweitern – und damit die Konkurrenz herauszufordern. „Die Lufthansa wird in den nächsten zwei Jahren richtig Kopfweh bekommen und die anderen Billig-Airlines, die jetzt in Wien sind, ebenfalls“, so Lauda zum Kurier.

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Für Ryanair-Chef O’Leary hat er dagegen nur Lob über. „Er war derart fair, während ich nicht einsatzfähig war, dass ich nur meine Kappe vor ihm ziehen kann“, so Lauda. Er will seine verbliebenen 25 Prozent, die er an Laudamotion hält, perspektivisch ebenfalls an Ryanair verkaufen. Den Iren gehören bereits 75 Prozent der Gesellschaft.

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