Finanzen EZB-Präsidentin Lagarde deutet Änderungen an

11:23  12 juli  2021
11:23  12 juli  2021 Quelle:   msn.com

EZB-Rat vor Weichenstellungen - Lagarde: «Wichtiges Treffen»

  EZB-Rat vor Weichenstellungen - Lagarde: «Wichtiges Treffen» Europas Währungshüter machen Tempo: Nach der Festlegung einer neuen Strategie soll nun der geldpolitische Ausblick überarbeitet werden. EZB-Präsidentin Lagarde verspricht zudem eine klarere Sprache.Doch nachdem Europas Währungshüter vor zwei Wochen ihre überarbeitete geldpolitische Strategie inklusive eines flexibleren Inflationsziels festgezurrt haben, hat das Treffen des EZB-Rates heute deutlich an Bedeutung gewonnen.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, hat für die nächste Zinssitzung in etwa eineinhalb Wochen einige Änderungen angedeutet.

Christine Lagarde zeigt sich moderat optimistisch. © Aris Oikonomou/Pool AFP/AP/dpa Christine Lagarde zeigt sich moderat optimistisch.

Für die Sitzung am 22. Juli seien interessante Abwandlungen und Veränderungen zu erwarten, sagte sie dem Fernsehsender Bloomberg TV am Rande des G20-Gipfels am Sonntag. «Es wird ein wichtiges Treffen.»

In der vergangenen Woche hatte die Notenbank ihre geldpolitische Strategie angepasst. Neben einem neuen Inflationsziel wurde beschlossen, Klimaaspekte stärker in der Geldpolitik zu berücksichtigen und die Kosten des selbstgenutzten Wohneigentums perspektivisch in die Inflationsrate einfließen zu lassen. Zudem will die EZB ihre Kommunikation vereinfachen. Letzteres könnte sich in der Erklärung zum Zinsentscheid niederschlagen.

EZB tastet Leitzinsen nicht an - Anpassungen der Forward Guidance

  EZB tastet Leitzinsen nicht an - Anpassungen der Forward Guidance Die Europäische Zentralbank hat nach ihrer jüngsten Sitzung über die aktuelle Geldpolitik informiert. © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat seine Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen und auch das Gesamtvolumen des Pandemiekaufprogramms PEPP bestätigt. Wie das Gremium nach zweitägigen Beratungen mitteilte, wird aber die Forward Guidance für die Leitzinsen geändert, was auch Auswirkungen für die mögliche Dauer der Anleihekäufe unter dem APP-Programm hat.

Das Corona-Krisenprogramm Pepp, mit dem die EZB vor allem Staatsanleihen der Euroländer erwirbt, soll laut Lagarde wie geplant bis «mindestens» März 2022 fortgeführt werden. Danach könnte es in ein neues Format überführt werden, sagte die Französin, ohne dies näher zu erläutern. Einige Notenbanker haben bereits vorgeschlagen, Teile oder Aspekte des 1,85 Billionen Euro umfassenden Programms nach dessen Auslaufen in die allgemeinen Wertpapierkäufe (APP) der Notenbank zu überführen.

Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage zeigte sich Lagarde moderat optimistisch. Bedenken löse bei ihr die rasche Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus aus. «Wir müssen sehr flexibel sein und dürfen nicht die Erwartung wecken, dass der Ausstieg in den nächsten Wochen oder Monaten erfolgt», sagte sie mit Blick auf die nicht erst seit der Pandemie extrem lockere Geldpolitik der EZB.

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Die EZB hat diese Woche die Weichen für Pilotprojekte zur Schaffung eines digitalen Euro gestellt. Während die einen das als zentrales Element einer digital souveränen EU sehen, befürchten andere, dass lediglich ein Paypal-Klon rauskommen könnte. © peterschreiber.media / Shutterstock Der digitale Euro kommt – frühestens in fünf Jahren. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat jetzt den Weg freigemacht für die Schaffung einer digitalen Zentralbankwährung, dem digitalen Euro.

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