Finanzen Das Versprechen des Herbert Diess: „Der Preis für Mobilität wird unter das heutige Niveau fallen“

21:46  13 juli  2021
21:46  13 juli  2021 Quelle:   wiwo.de

-Ladegeräte-Vergehen auf "Durchlaufen" Justin Herbert

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Für Volkswagen ist die Zukunft elektrisch, autonom – und günstig. Spätestes 2025, so ist zu hören, will VW E-Autos zu niedrigeren Kosten bauen als vergleichbare Verbrenner-Modelle. Kann das gelingen?

  Das Versprechen des Herbert Diess: „Der Preis für Mobilität wird unter das heutige Niveau fallen“ © dpa

Der Ausblick auf die Strategie des VW-Konzerns am Dienstag bot Bekanntes: Für Volkswagen ist die Zukunft elektrisch und autonom. Das gilt allerdings nicht nur nach wie vor, sondern mehr denn je.

Allein bis 2025 steckt Volkswagen die schwer vorstellbare Summe von 73 Milliarden Euro in die Entwicklung dieser Zukunftstechnologien, das ist die Hälfte aller Investitionen des Konzerns. Was die Wolfsburger an dieser Zukunft fasziniert, ist der Markt, der da heranwächst: Von 10 auf 100 Milliarden Dollar wächst nach Überzeugung von Volkswagen das Geschäft mit Mobilitätsdienstleistungen bis 2030 – aber eben nur, wenn der elektrische Antrieb und das autonome Fahren so kommen, wie geplant.

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Kein Megamarkt aber ohne Kunden. Sie müssen elektrisch und autonom unterwegs sein wollen, sonst geht die Rechnung nicht auf. Damit die Kunden mitziehen, muss vor allem eines stimmen: der Preis. Warum müssen Elektroautos so teuer sein, fragen sich viele Kunden. Und in der Politik beklagen viele, Elektromobilität sei bloß ein Thema für eine reiche Avantgarde von Tesla-Fahrern, dabei müsse Mobilität doch vor allem bezahlbar sein. Hier ging Volkswagen bei dem Strategietag über bekannte Positionen hinaus. VW-Chef Herbert Diess versprach: E-Autos und autonomes Fahren werden bezahlbarer sein als die heutige Verbrenner-Mobilität.

Schon heute sind E-Autos in der Gesamtkostenbetrachtung, die etwa Kaufpreis, Wertverlust, Betriebskosten oder Wartung einschließt, oft günstiger als Verbrenner-Modelle, wie der große E-Auto-Check von WirtschaftsWoche und ADAC zeigt. Der Kaufpreis für E-Boliden liegt aber bis zu 50 Prozent über der Verbrenner-Konkurrenz. Hier dürfte bald einiges in Bewegung kommen, geht es nach Diess. „Das Elektroauto wird dank Skaleneffekten und der Fortschritte in der Batterietechnologie mit der Zeit immer günstiger“, sagt er. Und: „Der Preis für Mobilität wird unter das heutige Niveau fallen.“

VW-Chef Diess gegen allgemeines Tempolimit

  VW-Chef Diess gegen allgemeines Tempolimit Der Volkswagen-CEO führte als Gründe Wettbewerbsvorteile und Freiheitsgefühle an. Zudem regele der Technologiewandel das Problem von selbst. Klimaschutz-Bedenken fegte er weg. © VW AG Volkswagen-Chef Herbert Diess betont beim Thema Tempolimit, die Elektromobilität ziehe sowieso langsamere Geschwindigkeiten nach sich. „Deutschland steht wie kein anderes Land für individuelle Freiheit“, sagt der Chef des VW-Konzerns auf die Frage nach einem generellen Tempolimit. Überall auf der Welt werde vom Freiheitsgefühl auf deutschen Autobahnen geschwärmt.

Spätestes 2025, so ist im Konzern zu hören, will VW E-Autos zu niedrigeren Kosten bauen als vergleichbare Verbrenner-Modelle. Das sind neue Töne, beklagen sich doch die Autobauer seit Jahren, dass die Elektroautos so teuer in der Herstellung seien, dass sie – trotz hoher Preise – keine Gewinne abwerfen. Mit seiner Aussage fährt Diess nun all jenen Autobauern in die Parade, die aufgrund geringerer Skaleneffekte und technologischem Rückstand die Kosten nicht derart drücken können wie VW.

Zu den niedrigeren Produktionskosten kommen laut Diess weitere Kostenvorteile im Betrieb: „Die Energieeffizienz von E-Autos ist sehr viel größer“, sagte Diess – sprich: Sie brauchen weniger Energie, was sich in einer Welt mit strengen Klimaschutzvorgaben bei den Kosten auszahlen sollte. Und: „In vielen Regionen der Welt ist elektrische Energie schon heute günstiger als Benzin.“

Neue VW-Konzernstrategie: "Die Zukunft der Automobilität ist großartig"

  Neue VW-Konzernstrategie: Konzernchef Herbert Diess setzt voll auf Elektromobilität und autonomes Fahren und erwartet eine Verdopplung des Marktvolumens © Foto: dpa Der Elektrobus ID.Buzz soll als eines der ersten Konzernfahrzeuge ab 2025 auch autonom fahren können. Die „Dieselthematik“, wie der Abgasbetrug im VW-Konzern in den vergangenen Jahren genannt wurde, ist abgehakt.

Die gleiche Kostenlogik wie beim Elektroantrieb sieht Volkswagen bei der anderen großen Zukunftstechnologie. „Das autonome Fahren wird mit der Zeit erschwinglicher“, sagte Diess. „Dank Software, gefahrener Kilometer und anteilig geringerer Kosten für Silizium in Computerchips wird das autonome Fahren relativ günstig. Autonomes Fahren wird zum Massenmarkt.“ Das allerdings dürfte erst ab 2030 eintreten – davor wird es nur einzelne solcher Modelle im Konzern geben, die eher im Premium-Bereich angesiedelt sind.

Ein Volkswagen-Konzern, der heute niedrigere Kosten bei den E-Autos verkündet, dürfte es morgen schwer haben, nach Kaufprämien für E-Autos zu rufen. Das weiß Herbert Diess natürlich. Offenbar kann er es sich leisten.

Diess‘ Ankündigung niedrigerer Kosten heißt nicht anderes als: Volkswagen braucht die Kaufprämien bald schon nicht mehr, das E-Auto ist auch so wettbewerbsfähig. Würde man, sagen Konzern-Vertreter hinter vorgehaltener Hand, das Steuerprivileg des Diesels abschaffen, das den Staat jährlich rund acht Milliarden Euro koste, würde der Verbrenner an Attraktivität verlieren und das E-Auto weiter gewinnen. Dann wäre es überhaupt kein Problem, wenn die staatliche Prämie für E-Autos entfalle.

Mit E-Autos könnte das Autofahren günstiger werden. Das ist doch mal ein interessantes Ergebnis des Wolfsburger Strategietags. Jetzt muss Volkswagen nur noch liefern.

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Volkswagen erwartet, dass das Geschäft mit Elektroautos schon in Kürze vergleichbar profitabel ist wie das Geschäft mit Fahrzeugen, die mit einem Benzin- oder Dieselmotor angetrieben werden. © Bereitgestellt von Finanzen.net Mario Vedder/Getty Images "Wir gehen davon aus, dass unsere Margen in der E-Mobilität und im Verbrenner-Geschäft bereits in zwei bis drei Jahren auf demselben Niveau liegen werden", sagte Vorstandschef Herbert Diess den Aktionären auf der virtuellen Hauptversammlung laut Redetext.

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