Finanzen Erste Heraufstufung seit 2017: Erste Ratingagentur honoriert Sewings Sanierungskurs: Moody’s gibt Deutsche Bank bessere Bonitätsnote

00:55  05 august  2021
00:55  05 august  2021 Quelle:   handelsblatt.com

Florida AG testet positiv für COVID-19 Tage nach dem Entsantis in Texas

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Die Bonitätswächter honorieren Fortschritte beim Konzernumbau und den Ergebnissen. Die Bank erhofft sich von höheren Ratings bessere Geschäftsmöglichkeiten.

Das Institut profitierte zuletzt insbesondere vom florierenden Investmentbanking. © dpa Das Institut profitierte zuletzt insbesondere vom florierenden Investmentbanking.

Die Ratingagentur Moody’s stuft die Kreditwürdigkeit der Deutschen Bank höher ein als bisher: Die Bonitätswächter verbesserten die Ratings der Bank um eine Stufe von bislang „A3“ auf „A2“, wie Moody’s am Mittwochabend mitteilte. Zugleich machte die Ratingagentur der Deutschen Bank Hoffnung auf künftige Hochstufungen, denn der Ausblick für das Rating blieb positiv. 

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Moody’s ist damit die erste Ratingagentur, die den Sanierungskurs von Vorstandschef Christian Sewing messbar honoriert. Denn die Heraufstufung ist die erste positive Rating-Veränderung für die Bank seit langer Zeit: Zuletzt hatte SAMPERSANDP das Rating der Bank im März 2017 um eine Stufe verbessert, nur um die Note ein knappes Jahr später wieder abzusenken. Die letzte Ratingverbesserung durch Moody’s liegt noch länger zurück: zuletzt geschah das im Jahr 2007.

Für die Bank ist das Rating mehr als nur eine gute Nachricht für das eigene Image: Die Bonitätsnoten großer Ratingagenturen wie Moody’s, Standard AMPERSAND Poor’s (SAMPERSANDP) oder Fitch beeinflussen die Kosten, zu denen sich Unternehmen am Kapitalmarkt Geld beschaffen können. Außerdem machen viele große Unternehmen und institutionelle Investoren das Ausmaß der Zusammenarbeit mit einer Bank häufig von deren Bonitätsnote abhängig.

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Vor allem das für die Deutsche Bank so wichtige Kapitalmarktgeschäft profitiert von besseren Ratings. Lange Zeit hatten die im Vergleich zu Wettbewerbern schlechteren Bonitätsnoten die Aussichten des Instituts im Investmentbanking gebremst.

Entsprechend erfreut zeigten sich Vorstandschef Sewing und Finanzvorstand James von Moltke in einer internen Mitteilung des Instituts. „Die Hochstufung sowohl der langfristigen als auch der kurzfristigen Ratings hilft uns, die Geschäftsaktivitäten unserer Kunden zu wettbewerbsfähigeren Konditionen zu refinanzieren“, sagte Finanzchef von Moltke in dem Memo, das dem Handelsblatt vorliegt. Die Ratingentscheidung sei ein „Meilenstein auf dem Weg, den wir mit unserer Transformation eingeschlagen haben“.

Positiver Ausblick bei Fitch und SAMPERSANDP

Vorstandschef Sewing bezeichnete die Heraufstufung als „Anerkennung für die herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiter, die die Deutsche Bank in einem sehr schwierigen Umfeld neu ausrichten“. Die Sechsmonatszahlen des Instituts hätten die Fortschritte gezeigt, die die Bank dabei gemacht habe, nachhaltig profitabel zu sein.

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Moody’s ist die erste der drei großen Ratingagenturen, die die Bonitätsnote der Deutschen Bank anhebt. Die Ratingagenturen SAMPERSANDP benotet die Kreditwürdigkeit der Bank um zwei Stufen schlechter, bei Fitch ist die Note sogar um drei Stufen schlechter als bei Moody’s. Sowohl SAMPERSANDP als auch Fitch haben der Deutschen Bank mittlerweile aber immerhin einen besseren Ausblick für ihr Rating gegeben. Das bedeutet, dass auch sie die Bonitätsnote früher oder später anheben könnte.

Moody’s begründete die Entscheidung unter anderem damit, dass die Bank „substanzielle Fortschritte“ dabei gemacht habe, „die Kosten zu senken, die Ertragsbasis zu verfestigen und das unterliegende Gewinnpotenzial zu steigern“. „Die Deutsche Bank wird ihre Renditen aller Voraussicht nach substanziell und nachhaltig verbessern“, schreibt die Ratingagentur in ihrer Analyse.

Profitabilität „bescheiden“, Aussichten besser

Die Profitabilität des Instituts bezeichnete Moodys allerdings als „im Vergleich zu anderen globalen Investmentbanken nach wie vor bescheiden“. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres hatte die Bank eine Nachsteuerrendite von 6,5 Prozent erzielt. Doch Moody’s blickt nach vorne: Die Ertragsschwierigkeiten im Privat- und Firmenkundengeschäft der Bank würden abklingen, da der Margendruck, der aus den ultraniedrigen Zinsen resultiere, allmählich nachlasse. Im Investmentbanking würden die Erträge von wieder gewonnenen Marktanteilen profitieren.

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Damit folgt Moody’s der Argumentation der Deutschen Bank: So hatte das Institut zuletzt immer wieder hervorgehoben, etwa auf der virtuellen Hauptversammlung im Mai, dass der Gegenwind durch das Zinsumfeld im Firmenkundengeschäft bis nächstes Jahr fast vollständig abflauen und sich in der Privatkundensparte bis dahin um die Hälfte abschwächen wird. Beide Geschäftsbereiche belasten Kundeneinlagen zunehmend mit Negativzinsen, indem sie die Freigrenzen mehr und mehr absenkt.

Auch die Qualität des Kreditbuchs beurteilt Moody’s positiv. Es sei gut diversifiziert und die Klumpenrisiken seien moderat. Die Bank habe außerdem wenige unbesicherte Konsumentenkredite ausgegeben. Positiv ausgewirkt habe sich außerdem das Engagement der Bank im Bereich der Nachhaltigkeit. Aus Sicht von Moody’s ist das deshalb wichtig, weil die Ratingagentur mit schärferen Vorschriften in diesem Bereich für Banken rechnet.

Mehr: Der Eba-Stresstest ist ein herber Dämpfer für die Deutsche Bank.

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