Kultur & Showbiz KURZMELDUNGEN - Der Schriftsteller Dogan Akhanli ist gestorben +++ Obama und Springsteen geben ein Buch heraus – und weitere Kulturmeldungen

21:50  31 oktober  2021
21:50  31 oktober  2021 Quelle:   nzz.de

-Oberste Gerichtshof ermöglicht das Erstellen von Barack Obama, trotz der Kontroverse

-Oberste Gerichtshof ermöglicht das Erstellen von Barack Obama, trotz der Kontroverse Das des US--Obersten Gerichtshofs , der dem ehemaligen Präsidenten Barack Obama -Präsidentschaftszentrum am Montag, trotz anhaltender Kontroverse über seine Lage in Chicago's Jackson Park, dem Go-Ahead-Präsidentschaftszentrum. © Scott Olson / Getty Images Ehemaliger US-Präsident Barack Obama und ehemalige First Lady Michelle Obama teilnehmen am 28.

Der Schriftsteller Dogan Akhanli ist gestorben

(dpa) Der Schriftsteller Dogan Akhanli ist tot. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit am Sonntag in Berlin, wie der Sprecher des deutschen PEN-Zentrums bestätigte. Akhanli hatte lange in Köln gelebt und in jüngster Zeit in Berlin gewohnt. Er soll in Köln begraben werden.

«Als Präsident trauere ich um das Mitglied des deutschen PEN, als Leser um einen grossartigen Schriftsteller, als Weggefährte um einen Streiter für Menschenrechte, Frieden und Aufarbeitung der Verbrechen an den Armeniern», schrieb der amtierende deutsche PEN-Präsident, der Journalist und Schriftsteller Deniz Yücel.

Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung

  Corona in Rhein-Berg: Weitere drei Todesfälle – Technik-Probleme bei Datenübertragung Lesen Sie hier alle Entwicklungen zum Coronavirus im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sieben Personen, die an Covid-19 erkrankt seien, würden aktuell noch in den vier Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt. Auf Intensivstationen liege unterdessen keiner der Betroffenen.27 weitere bestätigte Corona-Fälle im Kreisgebiet meldet der Krisenstab für Freitag und Samstag. Die Fallzahlen von Sonntag und Montag hat der Stab für Dienstag angekündigt.

Akhanli wurde 1957 in der Türkei geboren und lebte seit 1992 als Autor in Köln. Zuvor war er in der Türkei mehrfach verhaftet worden und hatte ab 1985 zweieinhalb Jahre im Militärgefängnis von Istanbul gesessen. 2017 wurde er bei einem Urlaub in Spanien festgenommen, weil der türkische Staat ihn mit internationalem Haftbefehl hatte suchen lassen. Akhanli konnte aber nach zwei Monaten nach Deutschland zurückreisen.

Lesen Sie hier mehr über den Autor und sein Leben.

Obama und Springsteen über die gesellschaftliche Spaltung in den USA und Europa

(dpa) Der frühere amerikanische Präsident Barack Obama (60) und der Musiker Bruce Springsteen (72) machen sich Sorgen um die Spaltung in den USA und Europa. Darüber sprachen die beiden, die seit mehreren Monaten einen gemeinsamen Podcast machen, in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview mit den ARD-«Tagesthemen». «Leider ist es in den USA inzwischen so weit gekommen, dass wir unglaublich bizarren Verschwörungstheorien und Lügen ausgeliefert sind. Diese gesellschaftliche Spaltung des Landes ist unheimlich erschreckend», sagte Springsteen. «Das gibt es ja nicht nur in den USA, sondern in ganz Europa», fügte Obama hinzu.

Springsteen und Obama erinnern sich, wie ihre Zusammenarbeit begann: "Ich dachte, er hätte die falsche Nummer"

 Springsteen und Obama erinnern sich, wie ihre Zusammenarbeit begann: Ehemaliger Präsident Barack Obama und Rock Icon Bruce Springsteen Sitzen für ihr erstes gemeinsames Interview in AA Wide-Ranging-Gespräch auf CBS berührt alles vom Rennen bis zum Einfluss ihrer Väter.

«Es zeigte sich am Brexit oder auch bei den jüngsten Wahlen in Deutschland. Die weisse Bevölkerung, und hier speziell die weisse Arbeiterklasse, hat das Gefühl, Boden zu verlieren», sagte der frühere amerikanische Präsident. «Einige ihrer Sorgen und Nöte sind berechtigt. Es hat mit der Globalisierung zu tun, mit dem Schrumpfen der verarbeitenden Industrie und der schwindenden Kraft von Gewerkschaften in den USA. Aber was ich in meiner Politik immer zu vermitteln versuche und Bruce genauso in seiner Musik, ist zu verstehen, dass wir eben alle diese Wut und diesen Groll in uns tragen.»

Obama war zwischen 2009 und 2017 Präsident der USA und gründete danach gemeinsam mit seiner Ehefrau Michelle eine Produktionsgesellschaft. Springsteen feiert als Musiker seit Jahrzehnten Welterfolge. Im Februar starteten die langjährigen Freunde den Podcast «Renegades: Born in the USA» beim Audio-Anbieter Spotify, in dem sie über Politik ebenso wie Privates reden. Ein gleichnamiges Buch soll am Dienstag veröffentlicht werden.

Obama zeigt, dass Michelle ihm gesagt hat, dass er mehr Zeit mit Bruce verbringen sollte ... 'Muskeln und Mängel.'

 Obama zeigt, dass Michelle ihm gesagt hat, dass er mehr Zeit mit Bruce verbringen sollte ... 'Muskeln und Mängel.' Obama sagte während eines CBS Interview am Montag, als er den Sänger-Songwriter Bruce Springsteen kennen lerne, sagte seine Frau zu ihm: "Sie müssen mehr Zeit mit Bruce verbringen." 'Ich sagte: "Nun, warum ist das das?" Wie man sich verwirrt du bist. «» Obama sagte, er antwortete: 'Du hast recht. Zweifellos.' Michelle und Barack Obama trafen sich 1989, als wir in einer Anwaltskanzlei in Chicago arbeiteten und drei Jahre später verheiratet waren. Michelle eröffnete sich mit dem 44.

Autorin Tsitsi Dangarembga mit Friedenspreis geehrt

(dpa) Tsitsi Dangarembga, Autorin und Filmemacherin aus Simbabwe, hat den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Die 62-Jährige habe es geschafft,«uns eine Gesellschaft so nahe zu bringen, dass sie uns zwar nicht restlos verständlich wird, wir sie aber auf uns beziehen können, auf uns und unsere eigenen Unzulänglichkeiten», sagte die Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Karin Schmidt-Friderichs, am Sonntag in Frankfurt. Dangarembga sei «eine weithin hörbare Stimme Afrikas in der Gegenwartsliteratur.»

Die Laudatio in der Paulskirche hielt die kenianische Germanistin und Soziologin Auma Obama. «Du bist nicht gewöhnlich, ein gewöhnliches Leben war keine Option für Dich», sagte sie über ihre Freundin. Und: «Du bist eine der erfolgreichsten und wichtigsten Stimmen auf dem afrikanischen Kontinent und hoffentlich bald mit dem Preis weltweit.»

Dangarembga veröffentlichte 1988 ihren gefeierten Debüt-Roman «Nervous Conditions» als ersten Teil einer autobiografisch geprägten Trilogie. Die drei Bücher beschreiben am Beispiel einer heranwachsenden Frau den Kampf um das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und weibliche Selbstbestimmung in Simbabwe.

Bruce Springsteen spricht Barack Obama, springt Elvis Presleys Zaun auf 'Colbert'

 Bruce Springsteen spricht Barack Obama, springt Elvis Presleys Zaun auf 'Colbert' Bruce Springsteen Einige Rocker mühlt im Laufe der Zeit. Bruce Springsteen wird mit dem Alter mehr Boss. Der legendäre Bandführer, jetzt 72, zeigt keine Anzeichen von Verlangsamungen. In Betracht ziehen, da die Welt verriegelt ist, hat Springsteen seinen eigenen purpurroten Patch kultiviert. Der neue Jersey-Bred-Künstler mit dem ehemaligen Potus Barack Obama in der acht-teiligen Podcast-Serie Renegades: geboren in der U.s.a., das seitdem ein Buch, , das heute herausgebracht hat, (26. Oktober).

Von 1989 bis 1996 studierte Dangarembga in Berlin Filmregie und kehrte später mit ihrem deutschen Mann nach Simbabwe zurück. In ihren Filmen thematisiert sie Probleme, die durch das Aufeinandertreffen von Tradition und Moderne entstehen. Der Friedenspreis ist mit 25 000 Euro dotiert

Komponist der «Weissen Rose»: Udo Zimmermann ist tot

(dpa)/wdh. · Der Komponist, Dirigent und Opernintendant Udo Zimmermann ist tot. Er starb in der Nacht zum Freitag (22. 10.) im Alter von 78 Jahren in Dresden, wie seine Witwe der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Der Künstler litt seit Jahren an einer seltenen neurodegenerativen Erkrankung. Sie hatte seine Tätigkeit als Komponist immer mehr eingeschränkt. Zuletzt konnte der Künstler, der in seiner aktiven Zeit als Intendant stets für eine auskömmliche Ausstattung der Kultur gestritten hatte, Musik nur noch hörend geniessen.

Zimmermann wurde am 6. Oktober 1943 in Dresden geboren. Seine frühe musikalischen Prägung erfuhr er als Kruzianer im berühmten Dresdner Kreuzchor, der damals von Rudolf Mauersberger geleitet wurde. Er studierte in seiner Heimatstadt Komposition und Gesang, war später Assistent bei dem legendären Regisseur Walter Felsenstein in Ost-Berlin. 1970 wurde er Dramaturg an der Dresdner Staatsoper, 1974 gründete er das «Studio Neue Musik», aus dem 1986 das Zentrum für zeitgenössische Musik hervorging. Von 1979 an unterrichtete er selbst als Professor für Komposition an der Dresdner Musikhochschule.

Obama Waage Zurück Big Big Bigingst Birth Baash inmitten von Covid Sorgen

 Obama Waage Zurück Big Big Bigingst Birth Baash inmitten von Covid Sorgen Ehemaliger Präsident Barack Obama hat an diesem Wochenende an diesem Wochenende auf dem Vineyard der -60. Geburtstagsfeier auf dem Martha zurückgestellt, weil Sorgen um die hochübertragbare -Delta-Variante von Covid-19, laut Eine Sprecherin.

1983 wurde Zimmermann zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste der DDR berufen. Von 1985 bis 1989 war er Vorstandsmitglied des Verbandes der Komponisten und Musikwissenschafter der DDR. Sein Engagement in zahlreichen Gremien und Verbänden setzte er auch nach der Wende fort. Zwischen 1990 und 2001 war Udo Zimmermann währen elf Jahren Intendant der Oper Leipzig, die unter ihm zu einem Ort wichtiger Uraufführungen wurde, darunter Werke von Karlheinz Stockhausen und Dieter Schnebel. Bis 2003 leitete er anschliessend in der Nachfolge von Götz Friedrich als kämpferischer, aber etwas glückloser Generalintendant die Geschicke der Deutschen Oper Berlin. Sein Berliner Engagement endete im Unfrieden und vorzeitig.

Von 1997 bis 2011 verantwortete Zimmermann ausserdem die Reihe «musica viva» beim Bayerischen Rundfunk, wo er fast 200 Werke in Auftrag gab und zur Uraufführung brachte. Von 2004 bis 2008 entwickelte er als Gründungsintendant des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau – unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Choreografen William Forsythe – das historische Festspielhaus Hellerau zu einem wichtigen Standort für die zeitgenössischen Künste.

Zimmermann dirigierte namhafte Orchester wie die Berliner Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden und auch das Tonhalle-Orchester Zürich. Sein kompositorisches Schaffen umfasst sechs Opern, Vokalsinfonik und Werke für Kammerensemble. Zuletzt entstanden zwei Solokonzerte, ein Cellokonzert für Jan Vogler und ein Violinkonzert für Elena Denisova.

Bruce Springsteen 'Schließen' zum Verkauf seiner Musik nach Sony in £ 256m-Deal

 Bruce Springsteen 'Schließen' zum Verkauf seiner Musik nach Sony in £ 256m-Deal Es wird von der Sorte berichtet, dass Springsteen seine Sehenswürdigkeiten in Höhe von 350 Millionen US-Dollar (£ 256,5 Mio. £) für die Veröffentlichung und aufgenommenen Meister eingestellt hat. Der Deal würde Jahrzehnte von Alben einschließlich des Briefes an Sie und und die Risinf überspannen und stellt den allgemeinen Trend des Kaufs von Musikrechten dar, der mit dem Aufstieg von Musikströmungsplattformen wie Spotify- und Apple-Musik gestiegen ist.

Sein Bühnenwerk «Weisse Rose» über die letzten Tage der Widerstandskämpfer Hans und Sophie Scholl, das in zwei unabhängigen Versionen vorliegt, wurde vor allem in der Zweitfassung, 1986 uraufgeführt an der Staatsoper in Hamburg, zu einem der meistgespielten Musiktheaterstücke des ausgehenden 20. Jahrhunderts.

Vertragsverlängerung für den Intendanten der Genfer Oper

(pd)/wdh. · Der Genfer Stadtrat und der Stiftungsrat des Grand Théâtre de Genève haben den Vertrag des amtierenden Generalintendanten Aviel Cahn um fünf Jahre verlängert. Der gebürtige Zürcher steht seit der Saison 2019/20 an der Spitze des Genfer Opernhauses, Cahns erster Vertrag läuft noch bis 2024. Der Anschlussvertrag von fünf Jahren bestätigt ihn nun im Amt bis zum Jahr 2029. Diese auffällig frühe Vertragsverlängerung ist aus Zürcher Perspektive von Interesse, da Cahn auch als ein möglicher Nachfolger für Andreas Homoki am Opernhaus Zürich gehandelt wird.

Bereits in der ersten Genfer Spielzeit unter Cahns Leitung wurde dem Grand Théâtre vom Fachmagazin «Opernwelt» die renommierte Auszeichnung als «Opernhaus des Jahres» verliehen. Zu seiner Vertragsverlängerung sagte Cahn, er freue sich, die «vielversprechende Arbeit mit den Mitarbeitern und den künstlerischen Kräften des Hauses fortsetzen zu können, obwohl sie in den letzten beiden Spielzeiten und aktuell durch den Kontext von Corona sehr starken Einschränkungen unterworfen war.» Mit Antritt des neuen Ballettchefs Sidi Larbi Cherkaoui ab Sommer 2022 wolle er zudem seine Vision eines interdisziplinären Dialogs zwischen den Künsten weiterentwickeln. «Auf der institutionellen Ebene beabsichtige ich, unsere Politik der Öffnung gegenüber diversen Publikumsschichten weiterzuverfolgen, um die Ausstrahlung des Hauses sowohl lokal als auch international weiter auszubauen.»

Obama im UN-Klimat-Gipfel in Glasgow Montag

 Obama im UN-Klimat-Gipfel in Glasgow Montag Ehemaliger Präsident Barack Obama wird Bemerkungen am Montag auf der -UN-Klimakonferenz in Glasgow in einer Rückkehr auf die Weltbühne in der Weltbühne liefern, die sich um die Klimakrise umgibt. © Scott Olson / Getty Images Chicago, Illinois - 29. Oktober: Ehemaliger US-Präsident Barack Obama spricht mit den Gästen des Obama-Stiftungsgipfels auf dem Campus des Illinois-Instituts für Technologie am 29. Oktober 2019 in Chicago, Illinois.

Dirigent Bernard Haitink gestorben

Der niederländische Dirigent Bernard Haitink ist am Donnerstag in seinem Haus in London im Alter von 92 Jahren gestorben. Das melden zahlreiche internationale Medien unter Berufung auf Haitinks Management. Haitink war 27 Jahre lang Chefdirigent des Amsterdamer Concertgebouw Orchesters und einer der weltweit renommiertesten Dirigenten. Lesen Sie hier unseren ausführlichen Nachruf.

Nach seinem Abschied aus Amsterdam 1988 leitete er 14 Jahre lang das Royal Opera House Covent Garden in London. Er war musikalischer Leiter des Opernfestivals in Glyndebourne, Chefdirigent des London Philharmonic Orchestra, der Staatskapelle Dresden und des Chicago Symphony Orchestra. 2019 hatte Haitink seine Karriere offiziell beendet. Haitink leitete zahlreichen Konzerte mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern. Mit diesem Orchester gab er auch im September 2019 sein letztes Konzert am Lucerne Festival.

Ein Nachfolger für Pina Bausch

(pd)/wdh. · Pina Bauschs weltberühmtes Tanztheater in Wuppertal bekommt nach einer jahrelangen Übergangsphase und mehreren Krisen seit Bauschs Tod 2009 einen neuen künstlerischen Leiter: Der Aufsichtsrat hat heute (21. 10.) den Tänzer und Choreografen Boris Charmatz einstimmig als neuen Intendanten vorgeschlagen. Er soll die Leitung der Kompanie im September 2022 mit Beginn der neuen Spielzeit antreten.

Boris Charmatz zählt zu den wichtigen Erneuerern der Tanzkunst. Seine Arbeiten sind auf den grossen Bühnen und Festivals vertreten, er war Associated Artist beim Festival in Avignon, Gast der Pariser Oper und hat eng mit Ausnahmekünstlern wie Anne Teresa De Keersmaeker, Meg Stuart und Tino Sehgal zusammengearbeitet. Neben seinen Bühnenarbeiten hat er Stücke und Performances im öffentlichen Raum vieler Städte sowohl in Frankreich wie auch in Europa präsentiert, zuletzt in Manchester, Berlin und Brüssel. Zudem hat Charmatz seine Arbeiten auch in bedeutenden Museen gezeigt, so im MoMA in New York, in der Tate Modern in London und an der Triennale von Mailand.

Zu den Schwerpunkten der Arbeit von Charmatz gehört ausserdem die Bewahrung der choreografischen Geste. Unter seiner Leitung wurde das Centre Chorégraphique de Rennes et de Bretagne zwischen 2009 und 2018 zum lebendigen «musée de la danse». Deshalb bringe Boris Charmatz, so die Sicht der Verantwortlichen, exzellente Voraussetzungen mit, um die Pflege des Repertoires (mit den Stücken von Pina Bausch im Zentrum) mit der Erarbeitung neuer Kreationen zu verbinden.

Überdies will Boris Charmatz das Ensemble zu einer Tanzkompanie entwickeln, die sich als ein binationales deutsch-französisches Projekt versteht, in dem sich besonders das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen und die Region Hauts-de-France verbinden. Diese beiden Regionen sind kulturell und politisch gezeichnet durch die industrielle Revolution, von dem einschneidenden Ende des Kohleabbaus und der Textilindustrie, ebenso durch die damit verbundenen Migrationsbewegungen. Das Ensemble erhalte einen zweiten Arbeitsstandort in Frankreich, bleibe aber in Wuppertal beheimatet, hiess es. Dort soll das geplante Pina-Bausch-Zentrum, dessen Eröffnung für 2027 vorgesehen ist, als zukünftige Basis der weltweiten Aktivitäten dienen.

«Mir ist es wichtig, dass die Kompanie nun wieder von einem Choreografen geleitet wird», sagte Salomon Bausch, der Gründer und Vorstandsvorsitzende der Pina Bausch Foundation. «Ich bin sehr neugierig auf die künstlerischen Impulse für das Ensemble und für Pinas Stücke. Mit Blick auf die Zukunft und das Pina-Bausch-Zentrum werden wir gemeinsam Grundlagen für die langfristige Qualität und Verbreitung des Werks meiner Mutter schaffen.»

Schweizer Grafiker Ernst Hiestand gestorben

Robert Lzicar

Kaum jemand in der Schweiz verkörpert die Verbreitung der modernen Prinzipien der konstruktiven Gebrauchsgrafik, die sich in den 1950er und 1960er Jahren in der Schweiz formierte und als «Swiss Style» zur internationalen Referenz wurde, stärker als das Atelier Ernst + Ursula Hiestand. Nun starb der Modernisierer und über die Grenzen der Schweiz hinaus gewürdigte und mit Preisen ausgezeichnete Grafiker Ernst Hiestand am 16. Oktober 2021 in Zürich.

Gegründet wurde das Atelier E+U Hiestand 1960 von Ernst Hiestand gemeinsam mit seiner damaligen Ehefrau Ursula Hiestand in Zürich. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: Die Agentur gestaltete bald unzählige Zeitschriften, Verpackungen und Werbeinserate im In- und Ausland. Über die Jahre lösten sich die Arbeiten von der reduzierten Formensprache und verkörpern zunehmend das moderne Lebensgefühl einer stil- und modebewussten Gesellschaft.

Auch mit der Gestaltung von Zigarettenmarken für die British American Tobacco (BAT) oder von Tankstellen für die Migrol Genossenschafts AG zeigte das Atelier keine Berührungsängste; Aufträge, die spätestens seit der Veröffentlichung des Manifests «First Things First» im Jahr 1964, das die unkritische Förderung des Konsums durch Grafikdesign kritisierte, unter Grafikdesignerinnen und -designern kontrovers diskutiert wurden. Ungeachtet dessen führte das Atelier E+U Hiestand sein Streben, der modernen Gesellschaft eine visuelle Form zu verleihen, weiter. So gestalteten sie auch Verpackungen für Tiefkühlprodukte und Fertiggerichte, welche in jener Zeit Frauen ermöglichten, sich neben dem Haushalt beruflich zu verwirklichen, wie Ursula Hiestand rückblickend erklärte.

Die neuen Schweizer Banknoten der Hiestands wurden 1972, noch vor ihrer Ausgabe im Jahr 1976, auf der Documenta 5 in Kassel ausgestellt. Erstmals vergab die Schweizerische Nationalbank die gesamte Planung, Organisation und Realisation an ein Grafikdesignstudio, was den nationalen Ruf des Ateliers E+U Hiestand bestätigte und über die Grenzen der Schweiz hinaus verbreitete. 1980 lösten Ernst und Ursula Hiestand das gemeinsame Atelier auf. Ernst Hiestand gründete 1981 sein Studio für Design-Beratung und Visuelle Gestaltung in Zürich, das er ab 1986 unter dem Namen Ernst Hiestand + Partner AG in Zollikerberg bis 2011 führte. In seinem Spätwerk wurden unter anderem die Inschriften an der Expo 02 am Murtensee gewürdigt. Diese sind leider in den weiteren Nutzungen der unterdessen über die ganze Schweiz verteilten sieben vom französischen Architekten Jean Nouvel entworfenen Kapellen nicht mehr erhalten.

Starsopranistin Edita Gruberová gestorben

(dpa) Die slowakische Sopranistin Edita Gruberová ist am Montag (18. 10.) im Alter von 74 Jahren in Zürich gestorben, wie ihre Familie über die Münchner Agentur Hilbert Artists Management mitteilen liess. «Königin der Koloratur» oder «Meisterin des Belcanto» – Gruberová hatte viele Beinamen. Sie war bayerische und österreichische Kammersängerin und stand mehr als 50 Jahre auf den grossen Opernbühnen in aller Welt. Lesen Sie hier unseren ausführlichen Nachruf.

Geboren wurde Gruberová 1946 in Bratislava. Dass sie auf der Bühne umjubelt werden würde, war ihr nicht in die Wiege gelegt. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Der Vater trank, zur Mutter entwickelte sie ein enges Verhältnis. Ihre Flucht aus der oft harten Realität war das Singen – zu Hause, mit der Mutter, im Schulchor und im Rundfunkkinderchor. Von 1961 bis 1968 studierte die ehrgeizige junge Sängerin am Konservatorium in Bratislava und floh 1969 mit ihrer Mutter nach Wien.

Danach ging es steil nach oben: 1970 sang sie erstmals an der Wiener Staatsoper in Mozarts «Zauberflöte» die Partie der Königin der Nacht. Ihr internationaler Durchbruch war 1976 die Rolle der Zerbinetta in «Ariadne auf Naxos» von Richard Strauss. Auch in Zürich, München, New York, Paris und Mailand sowie in vielen anderen Städten trat sie auf.

Elton John an der Spitze britischer Charts

(dpa) Die britische Pop-Legende Elton John hat erstmals seit 16 Jahren wieder einen Nummer-eins-Hit in den britischen Charts gelandet. Der Song «Cold Heart (Pnau Remix)», den Elton John in Kooperation mit der Künstlerin Dua Lipa produziert hatte, löste am Freitag Ed Sheerans «Shivers» von Platz eins ab. Sheeran hatte seine Fans dazu aufgerufen, dabei mitzuhelfen.

Zuletzt war Elton John im Jahr 2005 durch seine Beteiligung an der postumen Single «Ghetto Gospel» des verstorbenen Rappers 2Pac an die Spitze der britischen Charts gestürmt. Seinen ersten Nummer-eins-Hit in Grossbritannien schaffte er mit dem Duett «Don't Go Breaking My Heart» mit der Sängerin Kiki Dee im Jahr 1976. Insgesamt führte er die britischen Single-Charts acht Mal an, unter anderem mit Songs wie «Candle In The Wind», «Sacrifice» und «Don't Let The Sun Go Down On Me». Für Dua Lipa ist es der dritte Nummer-eins-Hit in Grossbritannien.

Adele kündigt neues Album «30» für 19. November an

Das Warten hat ein Ende, Adele bringt ein ;neues Album heraus. Danny Moloshok / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Deutschland Das Warten hat ein Ende, Adele bringt ein ;neues Album heraus. Danny Moloshok / Reuters

(dpa)

Die britische Sängerin Adele (33) hat ihr seit Jahren erwartetes neues Album «30» für Mitte November angekündigt. «30 – 19. November», twitterte der Superstar unlängst. Die erste Single «Easy On Me» ist bereits erschienen.

Bei Youtube wurde das Musikvideo zum Lied bis zum Freitagmittag schon mehr als 19 Millionen Mal angeklickt. Regie führte der kanadische Filmemacher Xavier Dolan, der auch den Clip zu Adeles Mega-Hit «Hello» gedreht hatte. «Ich habe auf diesem Weg viele bittere Wahrheiten über mich selbst herausgefunden. Ich habe viele Schichten abgeworfen, mich aber auch in neue gewickelt», hiess es in einer Mitteilung. «Und so bin ich bereit, endlich dieses Album herauszubringen.»

Der Titel «30» war erwartet worden, seitdem die Zahl vor kurzem weltweit im typischen Adele-Design an wichtige Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm projiziert worden war. Die Britin hat auch ihre ersten drei Alben stets nach dem Lebensjahr benannt, in dem sie die Arbeit daran begonnen hat: «19», «21» und «25». Adele hat bisher weit mehr als 100 Millionen Platten verkauft. Für den Titelsong des James-Bond-Films «Skyfall» erhielt sie den Oscar, ausserdem wurde die Britin mehrmals mit dem Grammy ausgezeichnet.

«Als ich 30 war, fiel mein Leben auseinander, ohne Vorwarnung», sagte Adele kürzlich der Zeitschrift «Vogue». Damals trennte sie sich kurz nach der Hochzeit von ihrem Ehemann Simon Konecki, der der Vater ihres Sohnes Angelo (9) ist. Es sei die «turbulenteste Zeit meines Lebens» gewesen, schrieb sie nun.

Grafton Architects’ Lernlandschaft der Zukunft gewinnt den Stirling Prize

Sabine von Fischer · Für die Lernlandschaft des «Town House» der Kingston-Universität in London erhielten die irischen Grafton Architects, Yvonne Farrell und Shelley McNamara, den zum fünfundzwanzigsten Mal verliehenen Stirling Prize des Royal Institute of British Architects (RIBA) für das beste Gebäude im Vereinigten Königreich. Der Preis ist nach James Stirling benannt, einem der bedeutenden britischen Architekten, der im deutschsprachigen Raum vor allem für den postmodernen Entwurf der Staatsgalerie Stuttgart bekannt ist.

Die fünfköpfige Jury tagte unter dem Vorsitz von Lord Norman Foster und lobte das Universitätsgebäude als eine Verkörperung des Lernens in der Zukunft: Vorgelagerte Kollonaden greifen in die Umgebung aus und laden die Menschen ein, das Haus zu betreten. Im Innern bieten verschiedene Treppen- und Stufenlandschaften in hohen, offenen Räumen Platz für geplanten und spontanen Austausch wie auch Arbeitsplätze. Der Name «Town House» kommuniziert die Idee eines frei zugänglichen, zur Stadt gehörigen demokratischen Raums.

Die beiden Dubliner Architekten wurden bereits mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet. 2018 kuratierten sie die Architekturbiennale von Venedig, 2020 erhielten sie den höchsten Preis in der Architektur, den oft mit dem Nobelpreis gleichgestellten Pritzkerpreis.

Verleger Matthyas Jenny gestorben

Michael Braun · Der unorthodoxe Büchermensch, Dichter und Independent-Verleger Matthyas Jenny hat seine Existenz immer rückhaltlos in den Dienst der Poesie gestellt. Zu seinen wirkungsmächtigsten Erfindungen gehörte das heute als Steinzeit-Medium geltende Poesietelefon, das er 1976 aus den USA in die Schweiz importierte. Auf einem heute noch auf der Plattform Youtube abrufbaren Video aus dem Jahr 1978 sieht man den jungen Jenny, wie er seinen Anrufbeantworter mit Gedichten bespricht: «und wir bewegen uns in der bangen Erwartung des Abschieds».

Als junger Verleger gründete er den Verlag «Nachtmaschine», in dem später erfolgreiche Autoren wie Jörg Fauser und Rolf Lappert ihre ersten Bücher veröffentlichten. Die Atmosphäre dieser Jahre beschrieb seine Tochter Zoë Jenny in ihrem legendären Bestseller «Das Blütenstaubzimmer» (1997), in dem Jenny als besessener Nachtarbeiter auftaucht.

1997 initiierte Jenny das erste Literaturhaus der Schweiz in Basel. Dass er die Leitung nicht übernehmen konnte, hängt mit einer heftigen journalistischen Denunziation zusammen. 2003 erfand er im Alleingang die erste Buchmesse für die deutschsprachige Schweiz. Nach dem Krebstod seiner Frau 2007 startete er sein ungewöhnlichstes Projekt: Er erfand das «Kleine Literaturhaus» als subventionsfreie Zone. In den Kellerräumen seiner Buchhandlung im Basler Bachletten Quartier stellte er Stühle für etwa 30 Besucher auf. Dort stand er als wortkarger Hausherr und erfreute sich an den literarischen Debatten seiner Freunde.

Am vergangenen Sonntag ist Matthyas Jenny im Alter von 76 Jahren in Basel gestorben.

Der Schauspieler Jean-Paul Belmondo ist gestorben

Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo, aufgenommen bei den Dreharbeiten zum Film «L'aîné des Ferchaux» (Die Millionen eines Gehetzten) von Georges Simenon 1963. Belmondo ist am Montag gestorben. Spectacles Lumbroso / Imago © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Deutschland Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo, aufgenommen bei den Dreharbeiten zum Film «L'aîné des Ferchaux» (Die Millionen eines Gehetzten) von Georges Simenon 1963. Belmondo ist am Montag gestorben. Spectacles Lumbroso / Imago

pop./(dpa) Der französische Schauspieler Jean-Paul Belmondo («Ausser Atem») ist tot. Wie französische Medien berichten, verstarb Belmondo am Montag. Er wurde 88 Jahre alt. Belmondos Anwalt Michel Godest bestätigte die Berichte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. Als Ganove und Draufgänger wurde Belmondo zur Kultfigur des französischen Kinos. Er spielte in mehr als 80 Filmen mit.

Belmondo, von seinen französischen Fans «Bébel» genannt, wurde vor allem als Antiheld bekannt. In den 1960er Jahren galt er als Aushängeschild des «Nouvelle Vague»-Kinos und als Symbol für Rebellion und Anarchismus. Er war Teil einer neuen Generation von Filmstars, die keine schönen Helden mehr waren.

Den Durchbruch zum Kinostar schaffte er als 26-Jähriger in Jean-Luc Godards Film «Ausser Atem». Später drehten sie gemeinsam die Dreiecksgeschichte «Eine Frau ist eine Frau». Zu den grössten Kassenhits mit Belmondo zählt auch «Abenteuer in Rio» von Philippe de Broca über einen jungen Soldaten auf der Suche nach seiner entführten Freundin.

Geboren wurde Belmondo am 9. April 1933 im schicken Pariser Vorort Neuilly-sur-Seine. Sein Vater Paul, dessen Familie aus Sizilien stammte, war ein bekannter Pariser Bildhauer, seine Mutter eine Tänzerin. Als Kind galt Jean-Paul als besonders undiszipliniert. Er wechselte mehrmals die Schule und entdeckte als Gymnasiast den Boxsport. Er bestritt mehrere Kämpfe, bevor er sich dazu entschloss, Schauspieler zu werden. (Unseren ausführlichen Nachruf finden Sie hier.)

Charlie Watts, der Drummer der Rolling Stones, ist tot

bbu. Charlie Watts, der legendäre Schlagzeuger der Rolling Stones seit deren Anfängen, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das meldete die BBC unter Berufung auf seinen Pressesprecher. Watts hatte sich Anfang August einer Operation unterziehen und deshalb seine Teilnahme an der geplanten neuen USA-Tournee der Band absagen müssen. Welche gesundheitlichen Probleme er genau hatte, wurde nicht bekannt. Watts war im Jahre 2004 bereits wegen Kehlkopfkrebs behandelt worden.

«Mit grosser Traurigkeit geben wir den Tod unseres geliebten Charlie Watts bekannt. Er ist heute in einem Londoner Krankenhaus im Kreise seiner Familie friedlich verstorben», erklärte sein Sprecher in London. «Charlie war ein geschätzter Ehemann, Vater und Grossvater und als Mitglied der Rolling Stones auch einer der grössten Schlagzeuger seiner Generation».

Watts war seit Januar 1963 Schlagzeuger der legendären Rockband. Im kommenden Jahr hätte er zum 60-Jahr-Jubiläum der Rolling Stones auf der Bühne stehen sollen. Nach Mick Jagger und Keith Richards war Watts das dienstälteste Mitglied der Stones. Doch im Gegensatz zu ihnen mied er das Rampenlicht. Er war wichtig für den Zusammenhalt der Band – nicht nur, wenn er den Rhythmus auf der Bühne vorgab, sondern vor allem, wenn sich Jagger und Richards über Jahre hinweg immer wieder verkrachten. (Lesen Sie hier unseren Nachruf.)

Charlie Watts (1941-2021) in einer Aufnahme im Jahr 2016. Rodrigo Garrido / Reuters © Bereitgestellt von Neue Zürcher Zeitung Deutschland Charlie Watts (1941-2021) in einer Aufnahme im Jahr 2016. Rodrigo Garrido / Reuters

Jean-Luc Nancy stirbt 81-jährig

cmd. Wie die Zeitung «Le Monde» unter Berufung auf seinen Verleger meldet, ist der Philosoph Jean-Luc Nancy am 23. August im Alter von 81 Jahren gestorben. Nancy zählte zu den bekannten französischen Denkern der Gegenwart. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2004 hatte er Philosophie in Strassburg gelehrt, Gastprofessuren hatten ihn in die USA und nach Deutschland geführt.

Nancys Philosophie war beeinflusst von Jacques Derrida, mit dem ihn eine lange Freundschaft verband, und kreiste immer wieder um Fragen der Gemeinschaft. Auch mit Heidegger hat sich der Philosoph intensiv auseinandergesetzt, und mehrfach hat er sich in den letzten Jahren in die Dispute um dessen NS-Vergangenheit eingebracht.

Zu Nancys meistgelesenen Werken gehören die Bücher «Corpus» und «Der Eindringling». Darin beschreibt und analysiert der Philosoph die Herztransplantation, die er 1992 am eigenen Leib erlebt hat. Der Eingriff war mit Komplikationen verbunden. Nancy war zwar nach der Operation sehr aktiv, er publizierte viel und erlangte internationale Bekanntheit. Seine Gesundheit blieb aber dauerhaft fragil.

Gerade im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat Nancy stark in an den öffentlichen intellektuellen Debatten teilgenommen: Er hat die Wichtigkeit der Berührung betont und unter anderem Giorgio Agamben widersprochen, der den Regierungen vorwarf, die Krise zur Perpetuierung des Ausnahmezustandes zu nutzen. Agamben hatte seinem Freund Nancy in den 1990er Jahren von der Herztransplantation abgeraten. Hätte er auf ihn gehört, schrieb der Philosoph im letzten Jahr, hätte er wahrscheinlich nicht mehr lange gelebt. Nun ist Jean-Luc Nancy am Montagabend gestorben.

Unseren Nachruf auf Jean-Luc Nancy finden Sie hier.

Obama im UN-Klimat-Gipfel in Glasgow Montag .
Ehemaliger Präsident Barack Obama wird Bemerkungen am Montag auf der -UN-Klimakonferenz in Glasgow in einer Rückkehr auf die Weltbühne in der Weltbühne liefern, die sich um die Klimakrise umgibt. © Scott Olson / Getty Images Chicago, Illinois - 29. Oktober: Ehemaliger US-Präsident Barack Obama spricht mit den Gästen des Obama-Stiftungsgipfels auf dem Campus des Illinois-Instituts für Technologie am 29. Oktober 2019 in Chicago, Illinois.

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