Kultur & Showbiz "Tenet": Das ist Christopher Nolans überraschende Lieblingsszene

19:15  02 oktober  2020
19:15  02 oktober  2020 Quelle:   msn.com

"Tenet": Die überflüssigste Szene ist zugleich die schönste

  In „Tenet“ gibt es viele herausstechende Sequenzen, doch FILMSTARTS-Redakteur Björn Becher hat es besonders ein Moment angetan, den man eigentlich auch aus Christopher Nolans krachendem Action-Blockbuster hätte streichen können… © Warner Bros. "Tenet": Die überflüssigste Szene ist zugleich die schönste +++ Meinung +++ Immer wieder wird es laut in „Tenet“, sehr laut. Die Kinos sind angewiesen, viel aus ihren Soundanlagen herauszuholen für einen Blockbuster, der für die große Leinwand gemacht ist und mit Bildern und Klängen überwältigt.

Als er nach seiner Lieblingseinstellung in „Tenet“ gefragt wurde, nannte Christopher Nolan keine der spektakulären (Action-)Szenen, sondern einen überraschend nebensächlichen (in seinen eigenen Worten) Moment...

© Warner Bros. "Tenet": Das ist Christopher Nolans überraschende Lieblingsszene

In „Tenet“ mangelt es nicht an Szenen, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben: Die Pistolenkugeln, die der Protagonist (John David Washington) mit seiner Waffe gewissermaßen auffängt. Die Verfolgungsjagd in Tallinn, bei der sich ein invertiertes Auto überschlägt und auf den Rädern landet. Die doppelte Hochhausexplosion mit einer invertierten und einer nicht invertierten Rakete.

Tenet-Hauptdarsteller kapiert den Film nicht: Ihr seid also nicht allein

  Tenet-Hauptdarsteller kapiert den Film nicht: Ihr seid also nicht allein Wer im Kino Rätsel will, sollte sich Tenet von Christopher Nolan anschauen. Selbst Hauptdarsteller John David Washington kann den Thriller in seiner Gänze nicht erklären. © Warner Bros. Pictures Tenet-Hauptdarsteller kapiert den Film nicht: Ihr seid also nicht allein Tenet kam am 26. August 2020 in die deutschen Kinos. Seitdem wird viel über den Mindfunk von Christopher Nolan gerätselt und so mancher Kinogast ist immer noch nicht dahinter gekommen, wie der Thriller eigentlich funktioniert.Das ist nicht schlimm: Mit der Verwirrung, die Tenet auslöst, steht niemand allein da.

Doch als er bei dem ReelBlend-Podcast von CinemaBlend zu Gast war, hob Regisseur Christopher Nolan trotzdem eine auch in seinen eigenen Worten „nebensächliche“ Einstellung in „Tenet“ als einen seiner liebsten Momente hervor.

„Eine meiner Lieblingseinstellungen im Film, die eigentlich beinahe nebensächlich ist, ist die Einstellung, in der wir vom Bug des Bootes herunterschauen und man die Wellen rückwärts laufen sieht.“

Die entsprechende Einstellung (übrigens auch eine der Szenen, die unserer 5-Sterne-Kritik hervorgehoben wird) könnt ihr euch direkt zu Beginn des zweiten deutschen Trailers zu „Tenet“ noch einmal anschauen:

Dass dieser „nebensächliche“ Moment in „Tenet“ aber gar nicht mal so leicht zu drehen war, führte Nolan in dem Podcast anschließend aus: „Dafür waren wir auf so einem Eisbrecher und wir haben überlegt, dass wir die Kamera irgendwie da raus bekommen und an außen am Rumpf befestigen sollten.“

Tenet 2: Hauptdarsteller ist schon jetzt Feuer und Flamme für die Fortsetzung

  Tenet 2: Hauptdarsteller ist schon jetzt Feuer und Flamme für die Fortsetzung In Tenet lässt Christopher Nolan durchaus Türen offen für weitere Geschichten. Hauptdarsteller John David Washington ist schon jetzt total begeistert von Sequel-Gedanken. © Warner Bros. Tenet 2: Hauptdarsteller ist schon jetzt Feuer und Flamme für die Fortsetzung Seit dem Kinostart von Tenet wird der neue Blockbuster von Christopher Nolan immer noch stark diskutiert. Selbst der Hauptdarsteller hat den Film noch nicht komplett verstanden. Neben den komplizierten physikalischen Gesetzen der Handlung hat der Regisseur gegen Ende seines Blockbusters außerdem Raum für weitere Geschichten gelassen.

Chef-Kameramann Hoyte van Hoytema und Key Grip Ryan Monro (der am Set für die Beleuchtung und die Kameratechnik und -zubehör hauptverantwortlich ist) hätten daraufhin ein kleines Bullauge im Bug des Schiffes gefunden und eine Art Schiene gebaut, mit der man die Kamera rausrollen konnte. Anschließend habe man die Kamera dann mit Hilfe eines Stabs nach unten geneigt.

„Es war eine sehr komplizierte Einstellung zu drehen, aber solche Sachen hätten wir uns damals mit diesen [IMAX-]Kameras noch nicht getraut, als wir bei ‚The Dark Knight‘ damit anfingen“, so Nolan.

Die IMAX-Kameras, mit denen Nolan aufgrund der großformatigen, hochauflösenden Bilder am liebsten dreht, sind nicht nur unhandlich und laut, sondern auch sehr teuer. Doch: „Mit mehr Zeit und Erfahrung benutzt man sie schlussendlich genauso, wie man es bei [jeder anderen Kamera] auch machen würde und das ist wirklich befreiend.“

„Tenet“ läuft seit dem 26. August 2020 in den deutschen Kinos.

"Tenet": Die Inversions-Szenen waren sogar noch schwieriger zu drehen, als gedacht

Im Podcast: "Tenet" erklärt

"Tenet": Hat "The Big Bang Theory" den neuen Film von Christopher Nolan inspiriert? .
Egal, ob man „Tenet“ nun gut fand oder nicht, eines würde wohl kaum jemand bestreiten: Das Konzept des Science-Fiction-Thrillers von Christopher Nolan ist ziemlich einzigartig. Oder etwa doch nicht? Hat Nolan bei „The Big Bang Theory“ abgeschrieben? © Warner Bros. / CBS "Tenet": Hat "The Big Bang Theory" den neuen Film von Christopher Nolan inspiriert? Die Prämisse von „Tenet“ lässt sich wohl ohne Zweifel als „innovativ“ und „nie dagewesen“ bezeichnen: Umgedrehte Entropie. Ein Krieg zwischen Zukunft und Gegenwart. Zeit, die nicht nur vorwärts, sondern auch rückwärts ablaufen kann.

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