Kultur & Showbiz "Barbaren"-Star Jeanne Goursaud: "Privat kann ich kein Blut sehen"

16:50  23 oktober  2020
16:50  23 oktober  2020 Quelle:   spot-on-news.de

Englands Zusammenstoß mit den Barbaren in Gefahr, abberufen zu werden

 Englands Zusammenstoß mit den Barbaren in Gefahr, abberufen zu werden © Bereitgestellt von Daily Mail MailOnline-Logo Englands erstes Spiel seit der Sperrung von Covid droht abgesagt zu werden, nachdem Spieler des gegnerischen Barbaren-Teams gegen Protokolle verstoßen haben. Das Match ohne Cap soll am Sonntag in Twickenham stattfinden, aber die RFU führt jetzt eine verzweifelte Überprüfung durch, um festzustellen, ob es noch weitergehen kann.

Jeanne Goursaud in ihrer Rolle der germanischen Kriegerin Thusnelda © Katalin Vermes/Netflix Jeanne Goursaud in ihrer Rolle der germanischen Kriegerin Thusnelda

Mit "Barbaren" startet am 23. Oktober der erste deutsche und hochgradig blutige Historienepos im Serienformat bei Netflix. Darin wird die wahre Geschichte um Verräter Arminius nicht exklusiv aus Sicht der fortschrittlichen Römer dargeboten, sondern vornehmlich aus der Perspektive der vermeintlich unzivilisierten Germanen. Worauf sich Serienfans beim deutschen "Vikings" einstellen dürfen, was wir uns in diesen unsteten Zeiten gar von den "Barbaren" abschauen könnten und warum sie "Game of Thrones" schon während der ersten Folge ausschalten musste - das alles hat Hauptdarstellerin Jeanne Goursaud, bekannt aus der RTL-Serie "Der Lehrer", im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

-Barbaren werden sich nach einer Quarantäneverletzung "dumm und verlegen" fühlen - Woodward

-Barbaren werden sich nach einer Quarantäneverletzung (Reuters) - Der frühere englische Trainer Clive Woodward sagt, dass die Barbaren-Spieler, die gegen die Quarantäneregeln von COVID-19 verstoßen und das Nicht-Länderspiel am Sonntag gegen England abgesagt haben, abgesagt werden schämen sich für ihre Handlungen.

Hier "15:17 to Paris" von Clint Eastwood ansehen, in dem Jeanne Goursaud ebenfalls mitwirkt

Frau Goursaud, Sie spielen in "Barbaren" die Fürstentochter Thusnelda. Was zeichnet Ihre Figur aus?

Jeanne Goursaud: Thusnelda ist sehr ehrgeizig. Sie weiß, was sie will, verfolgt ihre Träume und kämpft für ihre Träume. Ich fand es sehr schön, als ich das Drehbuch gelesen habe. Denn ich würde auch von mir sagen, dass ich sehr ehrgeizig bin und dass die Schauspielerei immer mein Lebenstraum war. Den habe ich verfolgt - und jetzt sitze ich hier. Der Unterschied ist vielleicht, dass ich dabei niemals wortwörtlich über Leichen gehen würde. (lacht)

Thusnelda führt eine heimliche Beziehung zur Figur Folkwin - das erinnert ein wenig an Romeo und Julia auf Germanisch, finden Sie nicht?

Viel besser als "Barbaren": Diese grandiose neue Netflix-Serie hat mich in ihren Bann gezogen!

  Viel besser als Am vergangenen Wochenende kamen unter anderem die Serien „Barbaren“ und „Das Damengambit“ neu zu Netflix. „Barbaren“ hat das größere Publikum – das aber vielleicht gar nicht weiß, was es beim großartigen „Damengambit“ verpasst!Die Verfilmung der Varusschlacht thront seit dem Starttag auf Platz 1 der Netflix-Charts.

Goursaud: Nicht nur bei Shakespeare, auch generell sehen die Menschen gerne bei Liebesbeziehungen zu, die auf den ersten Blick gar nicht so einfach auszuleben sind. Das heißt man fiebert mit diesen Menschen mit, man möchte wissen, wie sie damit umgehen, wie sie das Problem lösen. Ich glaube, das wird auch hier schön und mitreißend erzählt.

Der Begriff "barbarisch" ist im Sprachgebrauch sehr negativ konnotiert - als das Gegenteil von "zivilisiert".

Goursaud: Es ist immer die Frage, wer die Geschichten wiedergibt. Die Römer haben damals die Möglichkeit gehabt, Geschichten zu erzählen und aufzuschreiben, das hatten die Barbaren nicht. Deswegen wird die Geschichte wohl auch sehr einseitig erzählt und ist sehr einseitig in unseren Geschichtsbüchern aufgeschrieben.

Welche Aspekte Ihrer Rolle oder der "Barbaren" im Allgemeinen könnten wir uns für unsere vermeintlich zivilisierte moderne Gesellschaft abschauen?

Barbaren: Jeanne Goursaud spielt Thusnelda. Gab es die Kriegerin wirklich?

  Barbaren: Jeanne Goursaud spielt Thusnelda. Gab es die Kriegerin wirklich? Die kämpferische Thusnelda gehört zu den wichtigsten Figuren der Netflix-Serien Barbaren. Die Cherusker-Kriegerin hat eine wahre Vorlage und eine spannende Geschichte. © Netflix Barbaren: Jeanne Goursaud spielt Thusnelda. Gab es die Kriegerin wirklich? Als das erste Mal das Wort Thusnelda in der Netflix-Serie Barbaren fiel, konnte ich nur mit den Augen rollen. Hätten sich die Drehbuchautoren nicht einen anderen Namen für die wichtigste weibliche Figur einfallen lassen können? Thusnelda ist immerhin der Ursprung des Begriffs Tussi. Der ist negativ besetzt und ein heutzutage Schimpfwort für Frauen.

Goursaud: Dass wir nicht nur reden, sondern anpacken. Dass wir unserer Überzeugung folgen und dafür dann in der heutigen Zeit auf die Straße gehen, an Demonstrationen teilnehmen und nicht nur zusehen, sondern selbst aktiv werden.

Die Serie ist nicht gerade zimperlich bei der Darstellung von Gewalt. Haben Sie einen starken Magen, wenn es um Leinwand- oder TV-Gewalt geht?

Goursaud: Ich kann eigentlich sowohl privat als auch in Filmen Blut nur sehr schlecht sehen. Ich muss aber sagen, dass ich beim Drehen dabei war und jetzt weiß, dass das nur aus einer Flasche geschossen kommt oder ein Assistent einen abgehackten falschen Kopf von A nach B transportiert. Seitdem bin ich eigentlich ganz okay damit. Wenn ich mir die Serie jetzt ansehe, dann macht das gar nicht mehr so viel mit mir, weil ich hinter den Kulissen selbst mitbekommen habe, dass es ja gar nicht echt ist.

Welche Serie konnten sie deswegen einfach nicht zu Ende schauen?

Goursaud: Ich habe mal mit "Game of Thrones" angefangen. Das war an einem Abend mit einer Freundin, an dem wir uns ganz viel Essen bestellt haben. Wir waren wirklich hungrig und dann fingen wir "Game of Thrones" an. Die erste Folge war so unglaublich brutal, dass wir nach ein paar Minuten ausgemacht haben und gesagt haben: Okay, das geht auf keinen Fall, das ist sehr unappetitlich und ein bisschen too much gerade.

Ihre Figur Bibi aus "Der Lehrer" und Thusnelda aus "Barbaren" tauschen für einen Tag ihre Leben - was passiert?

Goursaud: Bibi war eher eine Tussi und Thusnelda ist eine Kriegerin. Das heißt, dass Bibi bei den Barbaren wohl am allerersten Tag umgebracht und Thusnelda in der Schule alle anderen umbringen würde.

Barbaren zeigen mit dem Finger auf die RFU wegen Verletzung von Covid .
© Bereitgestellt von Daily Mail MailOnline-Logo Die RFU wurde beschuldigt, teilweise an der Verletzung von Covid-Protokollen durch Barbaren beteiligt gewesen zu sein, was dazu führte, dass ihr Spiel gegen England zuletzt abgesagt wurde Monat.

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