Kultur & Showbiz Nach dem Echo-Eklat: Peter Maffay fordert harte Konsequenzen

23:10  16 april  2018
23:10  16 april  2018 Quelle:   spot-on-news.de

Union fordert Konsequenzen wegen von Storchs Münster-Tweet

  Union fordert Konsequenzen wegen von Storchs Münster-Tweet Union fordert Konsequenzen wegen von Storchs Münster-TweetBundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verlangte, ohne von Storch beim Namen zu nennen, die Gesellschaft dürfe nicht akzeptieren, «dass manche dieses entsetzliche Ereignis für ihre perfiden Zwecke missbraucht haben». Der stellvertretende AfD-Chef Kay Gottschalk nahm seine Parteikollegin in Schutz.

Er fordert jetzt Konsequenzen . Peter Maffay fordert Konsequenzen .Foto: Friso Gentsch/dpa. Nach der umstrittenen Echo -Verleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang hat der Sänger Peter Maffay einen Rücktritt der Verantwortlichen gefordert .

Die Echo -Verleihung schlägt weiterhin hohe Wellen. Nachdem erste Künstler wegen des Eklats um Kollegah und Farid Bang ihre Preise bereits zurückgegeben hatten, schaltet sich jetzt Peter Maffay ein. Der Sänger fordert drastische Maßnahmen.

Peter Maffay findet klare Wort zum Echo 2018 © imago/Horst Galuschka Peter Maffay findet klare Wort zum Echo 2018

Der Antisemitismus-Skandal beim Echo ist noch nicht ausgestanden. Peter Maffay ist nach wie vor sauer und fordert nun knallharte Konsequenzen.

Er galt als der wichtigste Musikpreis Deutschlands, doch seit dem Antisemitismus-Skandal um die Preisträger Farid Bang (31) und Kollegah (33) ist der Echo in scharfe Kritik geraten. Allen voran Peter Maffay (68, "Über sieben Brücken musst du gehn") äußert seinen Unmut über die jüngsten Entwicklungen. Auf Facebook spricht er davon, dass der Echo dieses Jahr "eine Ohrfeige für das demokratische Verständnis in unserem Land" gewesen sei.

Echo-Verleihung : Campino schimpft über Kollegah und Farid Bang

  Echo-Verleihung : Campino schimpft über Kollegah und Farid Bang Echo-Verleihung : Campino schimpft über Kollegah und Farid BangDie Rapper Kollegah und Farid Bang haben in den vergangenen Jahren des öfteren bewiesen, dass sie nicht die hellsten Steine beim Juwelier sind. Die Echo-Verleihung am Donnerstag zeigte, dass die beiden sich treu bleiben. Sie waren mit ihrem gemeinsamen Album "Jung, brutal, gut aussehend 3" nominiert und durften bei der ohnehin kaum zu ertragenden Gala in Berlin ein Lied aufführen.

Peter Maffay fordert knallharte Konsequenzen . Er fordert weitreichende Konsequenzen , die wie folgt aussehen sollten: "Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren."

"Die Konsequenz aus den Vorfällen sollte sein: Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren", schrieb er . Facebook-Eintrag Peter Maffay . Internetseite Echo .

Für Maffay sei es nun unmöglich zur Tagesordnung überzugehen. "Es muss eine Aufarbeitung geben", fordert er. "Rassismus und Gewaltverherrlichung haben in unserem Staat, gerade vor dem Hintergrund unserer Geschichte nichts verloren, genauso wenig und erst recht nicht in der Kunst. Diejenigen, die das missachten verdienen Null Toleranz. Die 'Künstler' nicht und auch die nicht, die mit ihnen und damit ihren Inhalten ordentlich Geld verdienen." Doch damit nicht genug!

"Der Echo ist zu einem Vermarktungsmodell verkommen"

Weiter kritisiert Maffay: "Verantwortungslosigkeit, Geschmacklosigkeit und Gier müssen entlarvt werden. Die Protagonisten dieser Haltung haben Namen und waren an diesem 12.04.2018 zum großen Teil anwesend. Aber sie haben geschwiegen und sich weggeduckt". Für den Musiker ist der Echo "zu einem Vermarktungsmodell des Senders VOX verkommen". Es gehe nur noch "um Geld und Marktanteile und um Selbstdarstellung". Von den Verantwortlichen zeigt sich Maffay enttäuscht. Der Ethikrat sei auf Tauchstation gegangen und der Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie, Florian Drücke, habe lediglich hastig erklärt, "man werde die Statuten, die den Echo regeln, neu verfassen und überarbeiten".

Die Tops und Flops der ECHO-Verleihung 2018

  Die Tops und Flops der ECHO-Verleihung 2018 Die Tops und Flops der ECHO-Verleihung 2018Sie kamen alle: Rita Ora (27), Kylie Minogue (49), Sarah Lombardi (25), Helene Fischer (33) und und und... Die Augen waren gestern Abend nicht nur auf die ECHO-Gewinner 2018, sondern auch auf die Looks der Stars gerichtet.

Der Skandal um die diesjährige Echo-Preisverleihung hat eine erste personelle Konsequenz . Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrats, erklärte am Dienstag seinen Rückzug aus dem Echo -Beirat. Echo - Eklat : Peter Maffay fordert Rücktritte.

Der Echo wird eingestampft. Der Bundesverband Musikindustrie teilt mit, er sei so stark In der Folge kritisierten viele andere Künstler und Politiker die Auszeichnung von Kollegah, darunter Helene Fischer und Peter Maffay . Nach Echo - Eklat : Helene Fischer kritisiert Ehrung für Kollegah (20.04.2018).

Maffay fordert knallharte Konsequenzen

Doch das reiche laut Maffay nicht. Er fordert weitreichende Konsequenzen, die wie folgt aussehen sollten: "Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren." Der Sänger kritisierte bereits vor der Echo-Verleihung die Verantwortlichen scharf dafür, dass ausgerechnet am 12. April, dem Holocaust-Gedenktag in Israel, die Echo-Verleihung von der Nominierung der beiden Skandal-Rapper überschattet wird.

Farid Bang und Kollegah gewannen den Echo in der Kategorie "Hip-Hop/Urban National", obwohl einzelne Textstellen der Rapper als antisemitisch gewertet werden. So heißt es in einer Textzeile des Albums "Jung, Brutal, Gutaussehend 3" etwa: "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen". Der Ethikrat beschäftigte sich zwar damit, gab am Ende aber grünes Licht.

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Nach dem Echo - Eklat um antisemitische Texte der Rapper Farid Bang und Kollegah zieht der Organisator Konsequenzen : Der Musikpreis wird abgeschafft. „Ein Text der hasst, wird nicht unangreifbar, weil er gesungen wird“.

Plattenfirma BMG zieht aus Echo - Eklat Konsequenzen . Die Plattenfirma BMG setzt nach dem Echo - Eklat die Zusammenarbeit mit den Rappern Kollegah und Farid Bang aus.

Notos Quartett gibt Echo zurück: "Symbol der Schande"

Maffay ist nicht der einzige Musiker, der den Echo und seine Verantwortlichen in die Pflicht nimmt. Auch das Notos Quartett, das 2017 mit dem Echo Klassik als Nachwuchskünstler des Jahres ausgezeichnet wurde, hat reagiert und seinen Preis zurückgegeben. Auf Facebook begründet die Gruppe diesen Schritt wie folgt: "Bis vor kurzem war der ECHO in unseren Augen der renommierteste und größte Musikpreis Deutschlands. [...] Die Tatsache, dass nun eben dieser Preis offenen Rassismus toleriert, ihm gar eine Plattform bietet und ihn auszeichnet, ist für uns nicht tragbar."

Man habe sich deshalb dazu entschieden, sich vom Echo zu distanzieren und den Preis zurückzugeben. "Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch die ECHO-Trophäe, die bis zuletzt noch in unserem Probenstudio in Berlin stand, ist für uns nun nichts mehr als ein Symbol der Schande", heißt es am Ende des Statements. Während der Echo-Preisverleihung selbst, übte lediglich Toten-Hosen-Frontmann Campino (55) in seiner Dankesrede Kritik an Farid Bang, Kollegah sowie den Echo-Verantwortlichen.

Helene Fischer: Hartes Urteil .
Helene Fischer: Hartes Urteil

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