Panorama: Tote in Passauer Pension: Wie im Mittelalter - PressFrom - Deutschland

PanoramaTote in Passauer Pension: Wie im Mittelalter

22:40  14 mai  2019
22:40  14 mai  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Drei Tote in Passauer Pension

Drei Tote in Passauer Pension Bedienstete finden die Leichen von zwei Frauen und einem Mann in einer Passauer Pension. Die Hintergründe ihres Todes sind bislang noch völlig unklar. Angestellte einer Pension haben am Samstagmittag in einem Gästezimmer einer Pension im niederbayerischen Passau drei Leichen gefunden. Laut Angaben der Polizei handelt es sich bei den Toten um zwei Frauen im Alter von 33 und 31 Jahren sowie einen 54-jährigen Mann. Zudem stelltenn die Ermittler zwei Armbrüste in dem Zimmer sicher.

Im Fall der drei mit Armbrüsten getöteten Menschen in einer Passauer Pension und dem Fund von weiteren zwei Frauenleichen im niedersächsischen Wittingen liegen erste Ermittlungsergebnisse vor Vieles deutet darauf hin, dass die Toten der Mittelalter - und so genannten Gothik-Szene angehörten.

Thematisch im Mittelalter angesiedelt, verband die Gruppe ein zentrales Symbol: der Tod. Die Toten standen in Kontakt mit einem kleinen Mittelalter -Laden „Milites Conductius“ (lateinisch Wie die Bild-Zeitung erfahren haben will, waren die drei Toten in der Passauer Pension allesamt Mitglieder

Tote in Passauer Pension: Wie im Mittelalter © Foto: Lino Mirgeler/ dpa Zwei Testamente fanden die Ermittler in der Passauer Pension.

Im Fall der mit Armbrüsten getöteten Menschen gehen die Behörden von gemeinschaftlichem Suizid aus. Ob sich das Geschehen aufklären lässt, ist völlig offen.

Im Fall der drei mit Armbrüsten getöteten Menschen in einer Passauer Pension und dem Fund von weiteren zwei Frauenleichen im niedersächsischen Wittingen liegen erste Ermittlungsergebnisse vor, die auf ein ebenso grausiges wie befremdliches Geschehen hinweisen. So haben sich der 53-jährige Mann sowie die 33 und 30 Jahre alten Frauen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Passau im Einvernehmen untereinander selbst getötet. Das ergibt der vorläufige Obduktionsbericht.

Leichen in Passauer Pension: Drei Tote mit Pfeilen in den Körpern entdeckt

Leichen in Passauer Pension: Drei Tote mit Pfeilen in den Körpern entdeckt Furchtbare Entdeckung in einer Pension in Niederbayern: In einem Zimmer liegen drei Tote. Die Polizei findet auch zwei Armbrüste. Bei drei Toten in einer Pension in Passau sind Pfeile in den Körpern gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leichen an, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte. Mitarbeiter der Pension hatten am Samstag die Toten in einem Zimmer entdeckt. Die Polizei stellte dort zwei Armbrüste sicher. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen gebe es nicht. Bei den Toten handele sich um zwei Frauen im Alter von 31 und 33 Jahren und einen 54-jährigen Mann.

Mitarbeiter der Pension im Passauer Ortsteil Unteröd hatten die Toten am Samstag in einem Zimmer entdeckt. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Menschen an der Tat gibt es nach Angaben der Polizei nicht. Was sich in dem Gästezimmer zuvor abgespielt hat, ist noch unbekannt.

Mitarbeiter der Pension hatten am Samstag die Toten in einem Zimmer entdeckt. Die Polizei stellte dort zwei Armbrüste sicher. Kurz vor zwölf Uhr am Samstagmittag hatte die Polizeieinsatzzentrale in Straubing über Notruf mitgeteilt bekommen, dass in einer Pension in Passau drei Leichen lägen.

Eine Beteiligung weiterer Personen wird bislang ausgeschlossen. „Auch deutet nichts auf einen Kampf oder eine Auseinandersetzung hin. Es gibt keine anderen Verletzungen, Kratzer oder Ähnliches“, sagt ein Sprecher der Polizei Niederbayern. Der Mann und die ältere der Frauen lagen Hand in Hand auf dem Bett, die 30-Jährige auf dem Boden, als sie vom Zimmerpersonal der Pension „Zur Triftsperre“ entdeckt wurden.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass die jüngere Frau die beiden anderen gezielt mit Armbrustpfeilen ins Herz geschossen und getötet hat. Erst danach hat sie weitere Pfeile auf die Toten gerichtet, etwa auf den Kopf. Zum Schluss schoss sie sich demnach selbst in den Hals, das Rückenmark wurde durchtrennt, sie war sofort tot. Die Staatsanwaltschaft spricht von „Tötung auf Verlangen oder erweitertem Suizid.“

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Außerdem soll der 53-jährige gefundene Mann einen Mittelalter -Laden in seiner Heimat betrieben haben. Drei Leichen in Passauer Pension gefunden. Am Samstag hatten Mitarbeiter einer Passauer Pension in einem Zimmer drei Gäste im Alter von 53, 33 und 30 Jahren tot aufgefunden

In dieser Pension im Passauer Ortsteil Unteröd im Ilztal wurden in einem Zimmer am 11. Bei den drei Toten in einer Pension in Passau sind Pfeile in den Körpern gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Obduktion der Leichen an, wie die Polizei am Sonntag weiter mitteilte.

Personen waren Mitglieder eines Rittervereins

Vieles deutet darauf hin, dass die Toten der Mittelalter- und so genannten Gothik-Szene angehörten. Derzeit äußern sich die Ermittler aber über diese Angaben in verschiedenen Medien nicht. Der Mann und die 33-Jährige waren ein Paar aus Rheinland-Pfalz. Ein bestätigtes Detail des bizarren Geschehens: Sie hatten zwei Testamente neben sich auf dem Bett liegen, eines von jedem. Wie die Personen insgesamt zueinander standen, ist noch offen. Laut Berichten waren sie Mitglieder in einem Ritterverein.

In dieser Szene wird das Mittelalter etwa auf Treffen und Festen nachgespielt. Die Leute kleiden sich entsprechend oder in Schwarz. Es gibt nachgestellte Märkte mit Mittelalter-Produkten sowie Turniere etwa im Schwertkämpfen oder Bogenschießen. Die Armbrüste passen zu diesen Gruppierungen. Sie gelten als „freie Waffen“ und können ab dem Alter von 18 Jahren ohne Waffenschein gekauft werden. Im Zimmer der Toten wurden insgesamt drei Armbrüste gefunden, eine davon war bei dem Geschehen eingepackt und nicht in Verwendung gewesen.

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Bei den Toten handelt es sich um zwei Frauen und einen Mann. Die Polizei stellte in dem Raum zwei Armbrüste sicher. Das Zimmermädchen, das in der Pension am Rande von Passau beschäftigt ist, war mit ihrem Rundgang fast fertig - da machte sie im letzten Zimmer die schreckliche Entdeckung

Drei Tote in Passau, zwei Leichen in Niedersachsen: Der Armbrust-Fall wirft viele Fragen auf und rückt ein nicht alltägliches Sportgerät in den Fokus. Die toten Frauen seien in der Wohnung eines der Passauer Opfer entdeckt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau am Montag.

Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk (BR) bestätigte der Passauer Oberstaatsanwalt Walter Feiler, dass das Trio am Freitagabend aus Österreich angereist kam und dort eine der drei Armbrüste gekauft hatte. Sie hatten bei der Pension vorab ein Dreibett-Zimmer ohne Frühstück reserviert. Warum sie sich gerade diesen abgelegenen Gasthof in Alleinlage und vier Kilometer von Passau entfernt für ihr Vorhaben ausgesucht haben, ist unbekannt. Bezüge zur Stadt Passau sind gegenwärtig nicht ersichtlich. Die „Bild“-Zeitung will in Erfahrung gebracht haben, dass der 53-jährige Torsten W. in Hachenberg in Rheinland-Pfalz einen kleinen Mittelalter-Laden betrieben habe.

Ob sich das Geschehen in Passau aufklären lässt, ist noch offen

Für die Ermittler ist ziemlich klar, dass die beiden am Montag entdeckten toten Frauen in Niedersachsen mit der Passauer Bluttat zusammenhängen. Denn sie wurden in der Wohnung der in Passau mutmaßlich durch Suizid umgekommenen 30-Jährigen gefunden. Die Polizei wollte deren Lebensgefährtin die Nachricht aus Passau überbringen und fand diese selbst tot in der offenbar gemeinsamen Wohnung.

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In einer Pension am Rande von Passau findet die Polizei am Samstag drei Leichen, in den Körpern der Toten stecken Pfeile. Der Fall gibt den Ermittlern

Es handelt sich dabei laut Berichten um eine 35 Jahre alte Grundschullehrerin. Die andere tote Frau im niedersächsische Wittingen soll 19 Jahre alt sein, sonst ist nichts über sie bekannt. Polizei und Staatsanwaltschaft schweigen derzeit dazu, wie die beiden ums Leben gekommen beziehungsweise getötet worden sind. Jedenfalls nicht mit Armbrüsten. Staatsanwalt Feiler sagte, dort sei „eher nicht die gleiche Tötungsmethode“ angewandt worden.

Ein erweiterter Suizid mit einer Armbrust wird nur äußerst selten vollzogen. 2013 tötete ein Mann aus Florida seine Frau und seinen jüngeren Sohn mit einer Armbrust. Seinen älteren Sohn verletzte er damit, bevor er sich selbst mit einem Messer das Leben nahm.

Offen ist gegenwärtig, ob sich das Passauer Geschehen aufklären lässt und ob die Öffentlichkeit davon erfährt. Denn laut Feiler wird ein solcher Fall schnell geschlossen, wenn alle Beteiligten tot sind und nach keinem Täter mehr gesucht werden muss. Anders verhält es sich mit den zwei toten Frauen von Wittingen. Bei ihnen muss aufgeklärt werden, wie sie ums Leben gekommen sind beziehungsweise wer sie getötet hat. „Wir haben fünf Tote, alles andere ist dubios“ – so wird der Staatsanwalt zitiert.

Die Münchner Boulevardpresse war sich aber schon am Dienstag sehr sicher, dass die Todesfälle mit der Gothik-Szene in Verbindung zu bringen ist. So titelte die Abendzeitung: „Morde wie im Mittelalter“. Mitarbeit: sek

Hier gibt es Hilfe

Haben Sie dunkle Gedanken? Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch eine Vielzahl von Hilfsangeboten, bei denen Sie sich melden können.

Die Telefonseelsorge ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonnummern sind 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222.

Weiterhin gibt es von der Telefonseelsorge das Angebot eines Hilfe-Chats. Außerdem gibt es die Möglichkeit einer E-Mail-Beratung. Die Anmeldung erfolgt – ebenfalls anonym und kostenlos – auf der Webseite. Informationen finden Sie unter: www.telefonseelsorge.de

Fünf Tote: Das sind die Fakten im mysteriösen Armbrust-Fall.
In Passau und in Wittingen starben insgesamt fünf Personen.

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