Panorama: „Merzario ging durchs Feuer“: Dieser Mann rettete Niki Lauda 1976 das Leben - PressFrom - Deutschland

Panorama„Merzario ging durchs Feuer“: Dieser Mann rettete Niki Lauda 1976 das Leben

15:05  21 mai  2019
15:05  21 mai  2019 Quelle:   berliner-zeitung.de

Niki Lauda ist tot

Niki Lauda ist tot Der dreimalige Formel-1-Weltmeister ist gestorben. Er wurde 70 Jahre alt. Der dreifache Formel-1-Weltmeister und Flug-Unternehmer Niki Lauda ist tot. Der Österreicher starb am Montag im Alter von 70 Jahren, wie sein Arzt in der Nacht zum Dienstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Ein besonderes Fernseh-Highlight! Erstmals ist Niki Lauda zusammen mit seinen beiden Lebensrettern nach seinem schrecklichen Unfall am Nürburgring ( 1976 ) gemeinsam zu sehen. In der Sendung erzählt Merzario , wie es genau ablief und wie er Lauda nach dem Unfall erlebt hat. Ausserdem: Prof.

Merzario : Der Mann , der am Nürburgring ins Feuer ging . Dass Niki Lauda am 1. August 1976 auf dem Nürburgring beinahe verbrannt wäre, wissen selbst Formel-1-Muffel. Dass Lauda bei Bewusstsein war, hätte ihm das Leben gerettet . Und das schnelle Eingreifen von Kollegen wie Arturo Merzario .

Es ist der Frühling des Jahres 2012. Niki Lauda sitzt in seinem sehr aufgeräumten Büro am Wiener Flughafen. Arturo Merzario, der alte Italiener aus der Formel 1 der Siebzigerjahre, sitzt am Ufer des Comer Sees vor einer Bar. Mit dem einen konnte man sich dort verabreden, mit dem anderen da. Zusammen ging es nicht.

„Merzario ging durchs Feuer“: Dieser Mann rettete Niki Lauda 1976 das Leben © picture alliance/dpa Nach einem Zusammenstoß auf dem Nürburgring 1976 brennt der Ferrari von Niki Lauda

Zwei alte Männer, die über ein Leben reden. Über Niki Laudas Leben. Über ein Leben, das ohne Arturo Merzario schon am 1. August 1976 ausgelöscht worden wäre.

Merzario ging damals durchs Feuer, er zog Lauda aus dem brennenden Ferrari auf dem Nürburgring. Sie mochten sich nicht allzu sehr vor diesem Tag, das wusste man. Sie kamen auch später kaum zusammen, obwohl der eine oder den anderen nicht mehr hätte sein können. Das ist eine ungewöhnliche Geschichte, ihre Geschichte.

Stimmen zum Tod von Niki Lauda: "Der verheerende Verlust einer wahren Legende"

Stimmen zum Tod von Niki Lauda: Die Nachricht vom Tod Niki Laudas bewegt und hat besonders in der Formel 1 große Trauer ausgelöst. Aber auch Politiker melden sich zu Wort. © Foto: dpa Weltmeisterfreude. Auch als Aufsichtsratschef von Mercedes war Lauda sehr erfolgreich. Die Formel 1 trauert um eine ihrer größten Ikonen. Vor dem Klassiker in Monaco hat der Tod des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda Fahrer, Teams und Fans erschüttert. „Für immer in unseren Herzen, für immer unsterblich in unserer Geschichte“, twitterte die Motorsport-Königsklasse am Dienstagmorgen.

Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist tot. Der Österreicher starb am Montag im Alter von 70 Jahren, wie sein Februar hatte sich Lauda noch in einer kurzen Audio-Botschaft beim ORF für die Glückwünsche mit den Worten bedankt: "Ich komme wieder zurück und es geht volle Pulle bergauf."

Arturo Merzario (* 11. März 1943 in Civenna (CO)) ist ein ehemaliger italienischer Automobilrennfahrer. Er fuhr Sportwagenrennen und in der Zeit von 1972 bis 1979 in der Formel 1. 1969 gewann Arturo Merzario die Europa-Bergmeisterschaft für Sportwagen auf einem Abarth 2000S.

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„Wie geht es ihm?“, fragt Lauda. Und meint Merzario. Dann sagt Lauda an diesem Frühlingstag in Wien, dass er Merzario, seinen Retter, einst tatsächlich vergessen hat. Weil er mit dem Überleben beschäftigt war. Nach dem Feuer. Als er in Monza mit blutenden Verbänden am Kopf wieder im Auto saß, hat er Merzario im Fahrerlager nicht einmal angesprochen, nicht gedankt. Nach all dem, was war.

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Niki Lauda: „Formel 1 zu fahren, war ein Einzelkämpfertum“

In Wien, im Frühling 2012, so viele Jahre später, versucht er, es zu erklären. Klug, offen und völlig ungeschützt. Es sind Sätze aus einer anderen Welt. „Formel 1 zu fahren, war ein Einzelkämpfertum damals. Man musste sich mit dem extremen Risiko auseinandersetzen. Wenn ich aber so ein Risiko eingehen will, muss ich jede professionelle Störung, zum Beispiel, mich zu vermenschlichen, ich sage es ganz hart so, mich zu vermenschlichen, genau das musste man verhindern.“

Auch die MotoGP erweist Niki Lauda die Ehre: "Einen Freund verloren"

Auch die MotoGP erweist Niki Lauda die Ehre: Auch die Motorrad-WM bekundet Trauer und Respekt für Niki Lauda - "Mit Niki habe ich einen Freund verloren", sagt Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta . "Er war jemand, mit dem ich eine besondere Freundschaft gepflegt habe. Er war auch ein großer Fan unseres Sports." "Es war uns immer eine Ehre, wenn er unser Paddock besucht hat. Mein tiefstes Beileid an seine Familie und seine Kinder. Meine Gedanken und die Gedanken aller von unserem Sport sind bei dir", so Ezpeleta. "Niki wird von allen vermisst werden, die ihn gekannt haben." Lauda verstarb am 20. April im Alter von 70 Jahren.

Leben am Limit – Niki Lauda . Foto-Serie mit 7 Bildern. Durch Spätfolgen nach dem Horrorunfall von 1976 hatte Lauda sich schon zweimal einer Nierentransplantation unterziehen müssen. Aufgeben war für Niki Lauda nie eine Option. "Sein unermüdlicher Tatendrang, seine Geradlinigkeit und sein

Merzario rettete Lauda das Leben . Lauda war bei Kilometer 10,6 in einer schnellen Linkskurve vor Mehrere Piloten - Arturo Merzario (öffnete im Feuer den Verschluss von Laudas Sicherheitsgurten), Brett Lunger Seit seinem Unfall von 1976 fehlt Niki Lauda die Hälfte von seinem rechten Ohr Zoom.

Arturo Merzario hat in diesem Frühling am Comer See gesagt, dass er das sogar verstanden hat. „Wissen Sie, wir sind keine Freunde, Lauda und ich. Aber wir sind Freunde.“ Irgendwie. Auf diesen Spruch brachte er das Ganze, für ihn passte es zusammen. So konnte er damit leben, ein Lebensretter zu sein, den lange Zeit niemand feierte.

Irgendwann fand Lauda seine Sprache über den August 1976 wieder. Manchmal telefonierte er mit seinem Retter. Und er schrieb in seiner Biografie. „Merzario ging wie ein Gott durchs Feuer“. Auf jeden Fall hat Gott selten einen so schnellen Helfer gehabt, wie diesen Arturo Merzario auf dem Nürburgring.

Niki Lauda: „Merzario ging wie ein Gott durchs Feuer“

Und Lauda? Er nahm das Geschenk des Lebens an, das Merzario ihm schenkte. Auf seine Art. Mit der Sturheit des Davongekommenen. „Ich habe nichts mehr aus der alten Zeit, alles ist weg, auch die Pokale. Ich lebe heute, und ich denke an morgen, immer schon.“ Nur so hat Lauda sein zweites Leben nach dem August 1976 so lange leben können. Und auch das hat Arturo Merzario verstanden, von Anfang an.

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Niki Lauda hatte seit seinem schweren Unfall auf dem Nürburgring 1976 immer wieder gesundheitliche Probleme. Damals war sein Rennwagen in Brand geraten, Lauda saß fast eine Minute lang in den Flammen und atmete giftige Dämpfe ein, bevor er gerettet wurde.

Aufgeben war für Niki Lauda nie eine Option. Trotz schwerer Verbrennungen und einer verätzten Lunge überstand die Lauda leistete Widerstand, der streitlustige Mann mit der roten Mütze ließ sich einfach nicht unterkriegen. Für Lauda war es das schlimmste Ereignis in seinem bewegten Leben .

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