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PanoramaMord ohne Leiche: Mann zu lebenslanger Haft verurteilt

23:16  23 mai  2019
23:16  23 mai  2019 Quelle:   msn.com

Leiche aus ausgebranntem Wohnhaus in Neunkirchen geborgen

Leiche aus ausgebranntem Wohnhaus in Neunkirchen geborgen Nach dem Brand eines Wohnhauses im saarländischen Neunkirchen ist in der Nacht zum Dienstag die dort entdeckte Leiche geborgen worden. Es handle sich um eine Frau, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur AFP. Die Identität der Toten war zunächst unklar, sie sollte am Dienstag obduziert werden. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich weiterhin schwierig, weil das Gebäude nicht betreten werden konnte, wie die Sprecherin sagte. Das Opfer sei über eine Arbeitsbühne geborgen worden.

Mord ohne Leiche: Mann zu lebenslanger Haft verurteilt © Foto: Sven Braun/Archivbild Das Treppenhaus des Landgerichts Berlin.

Er hatte nach dem Verschwinden seines Mitbewohners aus Berlin-Wilmersdorf eine Vermisstenanzeige bei der Polizei erstattet. Rund eineinhalb Jahre später ist der angeblich besorgte Mann verurteilt worden. Wegen Mordes verhängte das Landgericht eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Der 47-Jährige habe den Online-Devisenhändler aus Habgier und zur Verdeckung von Diebstählen «auf eine uns nicht bekannte Weise getötet», begründeten die Richter am Donnerstag. Die Leiche habe der Angeklagte an einen bis heute unbekannten Ort gebracht.

Mann greift Kontrolleur an

Mann greift Kontrolleur an Krefeld . Bei einer Fahrkartenkontrolle reagierte ein 32-Jähriger aggressiv und flüchtete aus der Bahn. Als ihn der Kontrolleur einholte, versuchte der Mann sich mit Schlägen und Tritten loszureißen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren. © Friso Gentsch (Symbolbild) Gegen 18.30 Uhr stieg ein 22-jähriger Kontrolleur in die Straßenbahn der Linie 43. Er bat einen 32-jährigen Mann, sein Ticket zu zeigen. Das teilt die Polizei mit. Der Fahrgast reagierte aggressiv, schubste den 22-Jährigen und ergriff die Flucht. Der junge Kontrolleur holte ihn am Hansa-Centrum ein und hielt ihn fest.

Der 47-Jährige habe zunächst eine Urlaubsreise des Opfer genutzt, um sich «finanziell Luft zu verschaffen», hieß es weiter im Urteil. Er habe zwei hochwertige Armbanduhren aus dem Zimmer seines Bekannten gestohlen und verpfändet. Nach Rückkehr des 42-Jährigen wenige Tage später sei es im Oktober 2017 zum tödlichen Angriff gekommen - «um des Geldes willen, um Verpfändungen zu verdecken, um abzuräumen», so der Vorsitzende Richter nach fast achtmonatigem Indizienprozess.

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Nach dem Verbrechen habe der Angeklagte, ein ehemaliger Gastwirt, Geld von Konten des Geschädigten auf andere Konten transferiert und für eigene Zwecke verwendet. Laut Anklage soll der Mann mit deutscher und türkischer Staatsangehörigkeit rund 42 000 Euro erlangt haben. Etwa drei Wochen nach dem Verschwinden des Devisenhändlers hatte er den Angaben zufolge eine Vermisstenanzeige erstattet.

«Wann und wie er die Leiche aus der Wohnung weggeschafft hat, haben wir nicht feststellen können», sagte der Richter weiter. An der Täterschaft des Angeklagten bestehe indes «in der Gesamtschau der Indizien kein Zweifel». Er habe wenige Tage nach dem Verbrechen einen Bekannten gefragt, ob er ihm helfen könne, die Leiche verschwinden zu lassen. Bei Ermittlungen in der Wohnung des Opfers habe ein Leichenspürhund im Badezimmer angeschlagen. Der Angeklagte habe nach dem Verschwinden des Geschäftsmannes auch einen Ring ins Pfandhaus gebracht, den das Opfer stets getragen habe.

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Der Angeklagte lebte laut Ermittlungen als Untermieter mit in der Wohnung des Verschwundenen. Die Kosten in Höhe von rund 400 Euro habe das Jobcenter getragen. Der Devisenhändler soll ein fragwürdiges Investment-Modell betrieben haben.

Die Verteidiger sagten, sie hätten keine Anhaltspunkte, «dass der Mann tot ist». Es sei nicht auszuschließen, dass er untergetaucht sei. Ihr Mandant und der Verschwundene seien gute Freunde gewesen. Die Verteidigung forderte Freispruch. Die Richter folgten mit ihrem Urteil dem Antrag des Staatsanwalts.

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