PanoramaWaldbrände in Brandenburg: „Wir haben die Lage im Griff!"

11:10  04 juni  2019
11:10  04 juni  2019 Quelle:   berliner-kurier.de

Starke AfD-Gewinne in Ostdeutschland bei Europawahl

Starke AfD-Gewinne in Ostdeutschland bei Europawahl Die AfD hat bei der Europawahl in Ostdeutschland starke Gewinne verbucht und ist in Sachsen und Brandenburg stärkste Kraft vor der CDU geworden. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern lagen die Rechtspopulisten jeweils auf dem zweiten Platz hinter der CDU. Im Vergleich zur Europawahl 2014 gewann die AfD in allen ostdeutschen Flächenländern deutlich zweistellig. Die Europawahl galt auch als Stimmungstest für die im Herbst anstehenden Landtagswahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen. © Foto: Sebastian Willnow/Archivbild Die AfD gewann deutlich dazu.

„ Wir haben die Lage soweit im Griff “, sagte der Vize-Landrat von Potsdam-Mittelmark, Christian Stein (CDU), am Samstagmittag. In Brandenburg brennen immer noch 300 Hektar Wald. In Brandenburg kämpfen hunderte Feuerwehrleute weiter gegen die Waldbrände .

Fazit: Wir haben die Lage nicht im Griff . Heinrich August Winkler: Der Historiker paraphrasiert einen aktuelle "FAZ"-Artikel aus eigener Feder und bemängelt, die Grenzen unserer Aufnahmekapazität seien "ein paar Tage lang in der Rhetorik zu kurz gekommen". Ihn störe das "Maß an Selbstgerechtigkeit"

Waldbrände in Brandenburg: „Wir haben die Lage im Griff!" © dpa Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr steht am Rand eines Kiefernwaldes.

Die Waldbrände bei Jüterbog und Hennickendorf beschäftigen die Brandenburger Feuerwehr auch am Dienstag. „Wir werden die Lage heute neu einschätzen und dann entscheiden, wo wir das Feuer vielleicht noch einmal angreifen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Morgen. Die Lage sei aber unter Kontrolle.

Bei Jüterbog lodere es auf einer Fläche von 250 Hektar, bei Hennickendorf auf etwa 60 Hektar, hieß es. Zusammen stand damit in Brandenburg etwa die Fläche des Großen Wannsees in Flammen. Ein dritter Brand in der Nähe von Baruth/Mark konnte am Montag gelöscht werden.

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“Wie Wölfe, die acht Wochen nichts zu fressen hatten” “Wie Wölfe, die acht Wochen nichts zu fressen hatten”

Feuerwehr bewacht nachts die Brände

Rund 50 Feuerwehrleute bewachten die Brände jeweils über Nacht. Das Feuer zu löschen ist nach Angaben des Sprechers nicht möglich, da beide Brandorte ehemalige Truppenübungsplätze sind, auf denen alte Munition liegt und durch die Flammen explodieren könnte. „Auf dem Gelände bei Jüterbog wird schon seit Jahrhunderten geschossen, das ist viel zu gefährlich“, sagte der Sprecher. Die Feuerwehrleute könnten daher nur bestimmte Flächen betreten und von dort aus löschen und die Ausbreitung der Flammen verhindern. Deshalb sollen die betroffenen Flächen jetzt kontrolliert abbrennen. „Das ist ein ganz normales Vorgehen. Da muss man einfach ein bisschen Geduld haben“, sagte der Sprecher.

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Besorgte Berliner melden Brände

In der Nacht häuften sich in der Regionalleitstelle die Anrufe besorgter Brandenburger und Berliner, die weitere Brände entdeckt haben wollten. Tatsächlich hätten sie aber nur die beiden bereits bekannten Brände gesehen, da die Flammen in der Dunkelheit über weite Strecken zu sehen gewesen seien, sagte der Sprecher. Selbst aus dem Süden Berlins hätten sich Anrufer gemeldet. Bei entsprechender Windrichtung aus Süd könnten die Brände sogar in der Hauptstadt zu riechen sein. Die Regionalleitstelle bat die Berliner und Brandenburger um Gelassenheit. „Es besteht kein Grund zur Beunruhigung.“

600 Hektar Waldbrand bei Jüterbog: Feuerwehr warnt vor Rauch im Westen Berlins

600 Hektar Waldbrand bei Jüterbog: Feuerwehr warnt vor Rauch im Westen Berlins Im brandenburgischen Jüterbog beschäftigt ein Waldbrand die Feuerwehr. Experten befürchten, dass sich das größte Feuer in der Geschichte des Landes entwickelt. © Foto: Julian Stähle/dpa Rauch steigt in Folge eines Waldbrandes bei Jüterbog auf. Es ist noch keine zehn Monate her, als vielen Berlinern klar wurde, wie nah ihnen Brandenburg eigentlich ist. Damals zogen riesige Rauchschwaden über die Hauptstadt. Sie stammten von einem Großfeuer mit mehreren Brandherden bei Jüterbog und Treuenbrietzen im Landkreis Teltow-Fläming. Tage lang bekämpften hunderte Feuerwehrleute die Flammen.

Auch in Berlin hat es gebrannt

Auch in Berlin hatte es am Montag in mehreren Wäldern gebrannt. Das größte Feuer gab es an der Havelchaussee im Berliner Grunewald, wo etwa vier Hektar gebrannt hatten. In der Nacht zu Dienstag waren alle Waldbrände in Berlin gelöscht, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt hatte angesichts der hohen Waldbrandgefahr auf das geltende Rauch- und Grillverbot im Wald und in dessen Nähe hingewiesen. Ausgetrocknete Waldböden mit Laub und Reisig würden leicht Feuer fangen, hieß es. Wer im Wald rauche, müsse mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro rechnen.

Höchste Temperaturen ganz Deutschlands gemessen

Unweit der Brandstellen in Brandenburg waren am Montag die höchsten Temperaturen ganz Deutschlands gemessen worden. 35,1 Grad hatte die Station im Niedergörsdorfer Ortsteil Langenlipsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) gemessen. Die Waldbrandgefahr dürfte in Berlin und Brandenburg weiterhin hoch blieben. Gewitter in der Nacht zu Dienstag brachten kaum Niederschläge. Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) rechneten am Dienstag mit größtenteils trockenem Wetter in Berlin und Brandenburg und Temperaturen von 30 Grad und mehr. Erst ab Donnerstag sei möglicherweise Entspannung in Sicht. (dpa)

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Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter: „Größter Waldbrand in Brandenburg seit den 70er Jahren“ Noch immer brennen 600 Hektar bei Jüterbog. Auch wenn die Feuerwehr das Feuer mittlerweile eingedämmt hat, ist bereits ein trauriger Rekord erreicht. © Foto: Julian Stähle/dpa Ein Hubschrauber im Einsatz bei Jüterbog im Kreis Teltow-Fläming. 600 Hektar in Flammen - so einen großen Waldbrand wie derzeit im Kreis Teltow-Fläming gab es lange nicht in Brandenburg: "Größere gab es nur in den 70er Jahren und davor", sagt Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes, mit Blick auf die Statistik. Bereits im vorigen Jahr wurde ein Rekord gebrochen: Bei Treuenbrietzen brannten im August 343 Hektar.

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