Panorama: 600 Hektar Waldbrand bei Jüterbog: Feuerwehr warnt vor Rauch im Westen Berlins - - PressFrom - Deutschland

Panorama600 Hektar Waldbrand bei Jüterbog: Feuerwehr warnt vor Rauch im Westen Berlins

23:05  04 juni  2019
23:05  04 juni  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

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Im brandenburgischen Jüterbog beschäftigt ein Waldbrand die Feuerwehr . Experten befürchten, dass sich das größte Feuer in der Geschichte des Landes entwickelt.

600 Hektar Waldbrand bei Jüterbog Feuerwehr warnt vor Rauch im Westen Berlins . Zumindest mit der Geruchsbelästigung in den südwestlichen Teilen Berlins war es am Mittwoch vorbei. Die Berliner Feuerwehr hatte am Dienstag empfohlen, Fenster und Türen zu schließen.

Im brandenburgischen Jüterbog beschäftigt ein Waldbrand die Feuerwehr. Experten befürchten, dass sich das größte Feuer in der Geschichte des Landes entwickelt.

600 Hektar Waldbrand bei Jüterbog: Feuerwehr warnt vor Rauch im Westen Berlins © Foto: Julian Stähle/dpa Rauch steigt in Folge eines Waldbrandes bei Jüterbog auf.

Es ist noch keine zehn Monate her, als vielen Berlinern klar wurde, wie nah ihnen Brandenburg eigentlich ist. Damals zogen riesige Rauchschwaden über die Hauptstadt. Sie stammten von einem Großfeuer mit mehreren Brandherden bei Jüterbog und Treuenbrietzen im Landkreis Teltow-Fläming. Tage lang bekämpften hunderte Feuerwehrleute die Flammen.

So gefährlich ist es dieses Jahr noch nicht, aber am Dienstagnachmittag wuchs die Sorge, dass sich das Szenario wiederholen könnte. Mehr noch: Die meisten Experten gingen zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass es dieses Mal sogar noch schlimmer werden könnte.

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„Auf jeden Fall haben wir schon wieder jede Menge Anrufe aus dem Südwesten, vor allem aus Zehlendorf und Wannsee“ sagte ein Berliner Feuerwehrsprecher dem Tagesspiegel. „Dort stinkt es offenbar schon wieder sehr nach Rauch.“ Ähnliches berichten Einwohner von Potsdam. Die Berliner Feuerwehr warnte am Nachmittag via Twitter vor Geruchsbelästigungen in den westlichen Berliner Stadtteilen durch Rauch, der aus Brandenburg herüberzog. Fenster und Türen sollten gegebenenfalls geschlossen werden.

„Da brennt es wie im August 2018 auf einem alten Truppenübungsplatz“, sagt ein Feuerwehrsprecher aus Brandenburg: „Da sind die Löscharbeiten sehr schwierig, weil das Gebiet munitionsbelastet ist.“

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Rauch steigt am 4. Juni 2019 während eines Waldbrandes in der Nähe von Jüterbog auf. Den Brand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog konnte die Feuerwehr über Derzeit brennen dort noch 500 Hektar Fläche. 20 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Stadt die Die Feuerwehr warnt Berliner und Potsdamer vor Rauch . Die Gefahr aber ist noch lange nicht gebannt.

In Brandenburg brennen rund 600 Hektar Wald bei Jüterbog . Die Feuerwehr darf nicht alle Brandherde löschen. Der Waldbrand in Jüterbog hat sich auf einer Fläche von rund 600 Hektar ausgebreitet. "Die Lage ist nicht unter Kontrolle", sagte Kathrin Burghardt von der Stadt Jüterbog am

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Ähnliches gilt für einen Brand bei Lieberose im Landkreis Oder-Spree, wo am Dienstag rund 1000 Hektar Wald in Flammen aufgingen. „Wir hatten so großes Glück, dass der Brand so früh entdeckt wurde“, sagt der Leiter der Landeswaldoberförsterei, Claus Seliger: „Es gibt hier ein altes Sprichwort: Einen Brand löscht man in der ersten Stunde, das hat sich dieses Mal bewahrheitet. Wir hatten das Feuer schon am Dienstagnachmittag unter Kontrolle und verstärken jetzt noch einmal die Waldbrandstreifen.“

Brände am Dienstagnachmittag unter Kontrolle

Die Feuerwehrleute im Süden Brandenburgs hatten dennoch wie bereits an den Vortagen die meisten Feuer im Land zu löschen. So 100 Quadratmeter in Cottbus, 30 Quadratmeter am Feldrand bei Herzberg im Landkreis Elbe-Elster. Dort brannte wie an den Vortagen auch wieder ein Bahndamm, diesmal allerdings an der Strecke von Cottbus nach Leipzig zwischen Falkenberg und Rehfelde (Elster).

Notre-Dame immer noch einsturzgefährdet

Notre-Dame immer noch einsturzgefährdet Die Pariser Kathedrale Notre-Dame, die bei einem verheerenden Feuer im April schwer beschädigt wurde, ist längst noch nicht gerettet. Der Chef-Architekt warnt, dass das Gewölbe der Kirche jederzeit zusammenfallen könnte. "Heute kann man nicht absolut garantieren, dass das Baudenkmal stehenbleibt", führte Philippe Villeneuve, Chef-Architekt für historische Bauwerke in Frankreich, aus. In einem Interview der Zeitung "Le Figaro" erläuterte er, bislang habe man Glück gehabt, weil das Gebäude stabil sei. "Aber das Gewölbe könnte nächste Woche genauso gut einstürzen", warnte er.

Im Westen ist es meist trocken mit Temperaturen zwischen 19 und 24 Grad, im Osten klettern die Werte noch einmal auf 24 bis 30 Grad. In Brandenburg brannten zwei Waldflächen – bei Jüterbog südwestlich von Berlin sowie östlich der Hauptstadt bei Hennickendorf.

Der Waldbrand in Jüterbog hat sich auf 600 Hektar ausgebreitet. „Die Lage ist nicht unter Kontrolle“, sagte Kathrin Burghardt von der Stadt Jüterbog . Auch in den westlichen Stadtteilen Berlins könne es zu Belästigungen durch Rauch und Brandgeruch kommen, twitterte die Berliner Feuerwehr am

Und in Massen bei Finsterwalde fielen 180 Quadratmeter Ödland den Flammen zum Opfer. Alle diese Brände waren aber am Dienstagnachmittag unter Kontrolle. Allerdings hatten die Feuerwehrleute in der Lausitz auch mehrere Fehleinsätze zu verzeichnen, was einerseits auf erhöhte Wachsamkeit der Bevölkerung, andererseits aber auch auf Trittbrettfahrer zurückzuführen ist, die sich eine Spaß daraus machen, die Feuerwehr anrücken zu lassen. Das Lachen dürfte ihnen allerdings spätestens vergehen, wenn sie die Rechnung für den mutwillig ausgelösten Alarm präsentiert bekommen.

In Berlin könnte das auch einige Menschen betreffen. In Kladow, in der Pommernallee und auch im Golfklub Wannsee erwiesen sich die am Dienstag gemeldeten Feuer beim Eintreffen der Polizei als Fehlmeldung. In einem Fall gehen die Kameraden sogar von einer sogenannten böswilligen Alarmierung aus.

Berlin blieb am Dienstag weitestgehend verschont

Nachdem am Montagabend das auf einer Fläche von fast 40.000 Quadratmetern ausgebrochene Feuer im Grunewald unter Kontrolle gebracht worden war, blieb Berlin jedenfalls bis zum Dienstagnachmittag von Waldbränden verschont. Eher ruhig war es, abgesehen von einem Waldbrand an der Tankstelle Wolfslake auch im Bereich der Leitstelle Potsdam.

Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter: „Größter Waldbrand in Brandenburg seit den 70er Jahren“

Brandenburgs Waldbrandschutzbeauftragter: „Größter Waldbrand in Brandenburg seit den 70er Jahren“ Noch immer brennen 600 Hektar bei Jüterbog. Auch wenn die Feuerwehr das Feuer mittlerweile eingedämmt hat, ist bereits ein trauriger Rekord erreicht. © Foto: Julian Stähle/dpa Ein Hubschrauber im Einsatz bei Jüterbog im Kreis Teltow-Fläming. 600 Hektar in Flammen - so einen großen Waldbrand wie derzeit im Kreis Teltow-Fläming gab es lange nicht in Brandenburg: "Größere gab es nur in den 70er Jahren und davor", sagt Raimund Engel, Waldbrandschutzbeauftragter des Landes, mit Blick auf die Statistik. Bereits im vorigen Jahr wurde ein Rekord gebrochen: Bei Treuenbrietzen brannten im August 343 Hektar.

Liveblog - Waldbrand bei Jüterbog : Lage bleibt weiter Ernst. Der Regen hat die Lage bei Jüterbog in Teltow-Fläming entspannt. Der Westen der Republik kann nach mehreren Nächten mit Blitz und Donner am Donnerstag durchatmen. In der östlichen Landeshälfte dürfte es dagegen ordentlich

In Brandenburg breitet sich ein Waldbrand rasend schnell aus. 600 Menschen betroffen. Ein Sprecher der brandenburgischen Polizeidirektion West sagte, auch in Frohnsdorf müssten die Menschen aus ihren Häusern. Die Feuerwehr war mit 600 Einsatzkräften vor Ort, auch 60

In Luckenwalde tagte hingegen permanent der Koordinierungs- beziehungsweise Krisenstab. Am späten Dienstagnachmittag hatte sich das Feuer auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Jüterbog dramatisch ausgebreitet. Auf und um den Keilberg in Jüterbog tobten die Flammen da bereits auf einer Fläche zwischen 500 und 600 Hektar.

„Das könnte flächenmäßig gesehen der größte Brand in der Geschichte des Landes werden“, befürchtet der Referatsleiter Land- und Forstwirtschaft im brandenburgischen Landwirtschaftsministerium, Carsten Leßner: „Es brennt auf sowie rund um den Keilberg und das einzig Gute ist, dass bisher im Gegensatz zum vergangenen Jahr keine Ortschaften gefährdet sind.“

Das Gebiet, wo schon zu Kaisers Zeiten das Schießen geübt wurde und immer noch viel Munition vermutet wird, kann die Feuerwehr nicht betreten, nur kontrolliert abbrennen lassen. Sie hofft auf Regen und dass der Wind nicht stärker wird. Der Gestank wird also wohl noch eine Weile bleiben.

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Ärzte: 60 Tote bei Gewalt gegen Demonstranten im Sudan seit Montag.
Beim gewaltsamen Vorgehen der Armee gegen die Protestbewegung sind im Sudan nach Angaben von Ärzten seit Montag mindestens 60 Menschen getötet worden. Das teilte das Zentralkomitee sudanesischer Ärzte, das der Protestbewegung nahesteht, am Mittwoch mit. Bislang war von rund 40 Toten die Rede gewesen. Die Armee hatte am Montag in der Hauptstadt Khartum gewaltsam Blockaden von tausenden Demonstranten geräumt, die seit rund zwei Monaten eine zivile Regierung für das nordostafrikanische Land fordern. Der herrschende Militärrat kündigte am Dienstag Vereinbarungen mit der Protestbewegung auf und kündigte binnen neun Monaten Wahlen an.

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