Panorama: Über 200 Feuerwehreinsätze: Chaos nach Gewittern in Berlin und Brandenburg - PressFrom - Deutschland

PanoramaÜber 200 Feuerwehreinsätze: Chaos nach Gewittern in Berlin und Brandenburg

22:55  12 juni  2019
22:55  12 juni  2019 Quelle:   berliner-kurier.de

Bis zu 35 Grad am Montag: Wetterdienst warnt vor Hitze in Berlin und Brandenburg

Bis zu 35 Grad am Montag: Wetterdienst warnt vor Hitze in Berlin und Brandenburg Der DWD hat für Montag eine „amtliche Hitzewarnung“ für die Region herausgegeben. Im Nordwesten werden am Nachmittag starke Gewitter erwartet. Diesen Montag wird es heiß in der Region – so heiß, dass der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Hitzewarnung herausgegeben hat. Betroffen sind Berlin, Brandenburg sowie Teile von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Berlin-Tegel und Potsdam erwartet der DWD am Montagabend einen Höchstwert von 35 Grad Celsius. Die Warnung gilt in Berlin und Brandenburg ab Montag um 11 Uhr bis Dienstag um 19 Uhr, ausgenommen sind laut DWD-Karte die Uckermark und die Prignitz.

Über 200 Feuerwehreinsätze: Chaos nach Gewittern in Berlin und Brandenburg © Berliner Feuerwehr

Schwere Unwetter zogen am Mittwochabend über Berlin und Brandenburg hinweg. Die Berliner Feuerwehr rief rasch und bereits das zweite Mal innerhalb von 48 Stunden den Ausnahmezustand „Wetter“ aus. Das heißt, die Einsätze werden priorisiert und nicht mehr chronologisch abgearbeitet: Einsätze mit Lebensgefahr gehen vor. Innerhalb von nur eineinhalb Stunden rückten die Berliner Feuerwehrleute zu mehr als 200 Einsätzen aus.

Berlin und Brandenburg: Verkehrschaos nach Sturmschäden

Mit Windböen und starkem Regen fegten am Abend erneut heftige Gewitter über die Stadt. Im Stadtteil Friedenau fiel ein Baum auf ein Cabrio. Die beiden Insassen hatten Glück im Unglück und wurden nur leicht verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Auch am Wannsee, wo mehrere Boote aufgrund der Sturmböen gekentert waren, gab es glücklicherweise keine Meldungen über Schwerverletzte oder vermisste Personen.

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Wegen des Unwetters kam es zu zahlreichen Einschränkungen auf den Straßen und im öffentlichen Nahverkehr in Berlin und Brandenburg. Im gesamten Stadtgebiet fielen zahlreiche Ampeln aus. Wegen umgestürzter Bäume wurden der Lichtenrader Damm zwischen Dielingsgrund und Reichnerweg sowie der Tempelhofer Damm zwischen Bayernring und Paradestraße gesperrt.

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Die Autobahn A117 wurde ebenfalls durch einen umgestürzten Baum zwischen Dreieck Treptow und Raststätte Waldeck West teilweise blockiert, wie die Verkehrsinformationszentrale Berlin via Twitter mitteilte. Vorsicht war zudem auf der A10 zwischen Oberkrämer und Brieselang geboten, der Sturm hatte eine Dixi-Toilette auf die Fahrbahn befördert.

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Auch bei der S-Bahn sorgte das Unwetter für starke Einschränkungen - wegen Blitzeinschlägen und umgestürzte Bäumen kam es zu Sperrungen und Zugausfällen. Vor allem auf dem S-Bahn-Ring gab es erhebliche Einschränkungen. Der Zugverkehr wurde vorläufig eingestellt. Die Linie S1 wurde zwischen Wilhelmsruh und Wittenau unterbrochen. Die S3 fuhr nicht zwischen Ostbahnhof und Karlshorst, wie die S-Bahn bei Twitter mitteilte.

An den Flughäfen Schönefeld und Tegel kam es zu Einschränkungen bei der Abfertigung kommen. Zahlreiche Flüge wurden gestrichen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Flugverkehr für 45 Minuten ausgesetzt.

Orkanböen, Starkregen und Hagelschauer erwartet

Das Unwetter zog von Südwesten über Brandenburg Richtung Berlin. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis 120 Stundenkilometer sowie heftigen Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 30 und 40 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit. Auch Hagel mit Korngrößen um 3 Zentimeter wurden prognostiziert.

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Wetterdienst: Fenster und Türen schließen

Der Wetterdienst riet, alle Fenster und Türen zu schließen, Gegenstände im Freien zu sichern und den Aufenthalt im Freien zu meiden. Wenn man doch draußen sei, solle man Abstand zu Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten.

Bereits in der Nacht zu Mittwoch haben Unwetter in Berlin und Brandenburg für zahlreiche Schäden gesorgt. Die Berliner Feuerwehr rief den „Ausnahmezustand Wetter“ bis um 3 Uhr in der Nacht aus.

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