Panorama50 Jahre Mondlandung: Die Herausforderungen von heute warten auf der Erde

09:20  21 juli  2019
09:20  21 juli  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

50 Jahre nach dem Start von Apollo 11 verfinstert sich Dienstagnacht der Mond

50 Jahre nach dem Start von Apollo 11 verfinstert sich Dienstagnacht der Mond Genau 50 Jahre nach dem Start der historischen Mondlandemission Apollo 11 können Himmelsgucker bei wolkenfreiem Himmel heute am späten Abend eine partielle Mondfinsternis beobachten. Die Mondfinsternis findet unmittelbar vor dem 50. Jahrestag der ersten Mondlandung statt: Am 16. Juli 1969 startete die Apollo-11-Mission, am 20. Juli landete ihre Mondfähre auf dem Erdtrabanten, und am frühen Morgen des 21. Juli betrat Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Mehr auf MSN require(["binding"], function (binding) { binding("wcVideoPlayer", "#video_player_ca95a2b5-ee46-4215-99c9-75bfb2555243").

Mondlandung vor 50 Jahren : Die Herausforderungen von heute warten auf der Erde . Die Apollo-11-Mission war das eindrücklichste Beispiel, was Wenig später folgte ihm Edwin Aldrin. Und ein paar Tage später waren die beiden und Michael Collins, der in der Umlaufbahn gewartet hatte, wieder auf

Auf dem Mond kann der Mensch besonders hoch springen, sonderlich schnell laufen allerdings nicht. Unser Mond ist der größte im Verhältnis zu seinem Planeten - und die Erde besitzt als einziger Planet genau einen Mond.

50 Jahre Mondlandung: Die Herausforderungen von heute warten auf der Erde © Foto: dpa/Neil Armstrong/NASA US-Astronaut Edwin „Buzz“ Aldrin auf der Mondoberfläche

Kommentar von Richard Friebe

Die Apollo-11-Mission war das eindrücklichste Beispiel, was Menschen leisten können. Heute sähe ein solcher Meilenstein anders aus. Ein Kommentar.

Am 21. Juli 1969 um 2.56 Uhr Weltzeit betrat Neil Armstrong den Mond. Wenig später folgte ihm Edwin Aldrin. Und ein paar Tage später waren die beiden und Michael Collins, der in der Umlaufbahn gewartet hatte, wieder auf der Erde. Es war die spektakulärste, teuerste, aufwendigste und komplexeste nicht primär militärische Leistung, die Menschen in Ingenieurskunst, Wissenschaft, Logistik und Politik je auf die Beine gestellt hatten.

«Der Adler ist gelandet» - Und die ganze Welt sah zu

«Der Adler ist gelandet» - Und die ganze Welt sah zu Es war ein Meilenstein in der Raumfahrtgeschichte, die Mondlandung hat aber auch Mediengeschichte geschrieben. © Foto: Roland Witschel Die Mondlandung war auch ein großes Gemeinschaftserlebnis. Als Apollo-11-Kommandant Neil Armstrong in den Morgenstunden des 21. Juli 1969 vorsichtig den Fuß auf den Erdtrabanten setzte und seine berühmten Worte von dem kleinen Schritt für einen Menschen und dem Riesenschritt für die Menschheit zu hören waren, hatte er ein enormes Publikum.

50 Jahre ist es nun schon her, dass der Mond erstmals von Menschen betreten wurde. Wir werfen einen Blick zurück auf eine Juli-Nacht, die die Die Stärke, Dauer und ungefähre Richtung wurden an Bodenstationen auf der Erde gesendet. Da die Energieversorgung durch Solarzellen erfolgte, war ein

50 Jahre Mondlandung . Warum ist der Mond so bedeutungsvoll? Die ersten Schritte von Neil Armstrong aus der Apollo 11 auf den Mond waren im Juli 1969 eine weltweite Sensation. Dabei könnte man fast vergessen, welche enorme Bedeutung der Mond für das Leben auf der Erde hat.

Es bietet sich an, all das zum 50. Jahrestag zu glorifizieren. Man kann aber auch einen objektiven Blick versuchen. Der schmälert nicht die Leistung der Astronauten und der 400.000 Menschen, die für das Apollo-Programm gearbeitet haben. Er relativiert nicht die gebrachten Opfer – etwa die drei Apollo-1-Astronauten, die ihr Leben ließen.

Und man darf auch nicht die Anstrengungen der „anderen Seite“ vergessen: Michael Collins sagte kürzlich, er und seine Kollegen hätten es nie zum Mond geschafft, „wären da nicht unsere Konkurrenten gewesen“. Auch ein realistischer Blick zurück lässt uns staunen: über Technik, Wissenschaft und den nachhaltigen politischen Willen.

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Wir sind erst im vergangenen Jahrhundert in den Weltraum geflogen, aber die Sehnsucht der Menschheit, auf den Erdtrabanten zu gelangen, ist bei Weitem Lange Zeit dachte man, dass die Erde in ätherischen oder Kristallkugeln verkapselt sei, in denen die Himmelskörper eingebettet waren.

50 Jahre ist die erste Mondlandung her, seither hat sich viel Mondstaub in Armstrongs Spuren abgesetzt. Seit Jahrmilliarden umkreist der Mond die Erde , Nacht für Nacht ist sein vertrautes Gesicht am Himmel zu sehen.

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Obwohl: Das Staunen ist so sicher heute nicht mehr. Wir leben in einem technisierten, vor allem durch wissenschaftliche Leistungen bequemen, dank demokratischer Regeln freien Teil der Welt. Wir sind aber absurderweise zunehmend technik- und wissenschaftskritisch und demokratiemüde. Viele haben das Staunen längst verlernt.

Ein realistischer Blick zurück zeigt auch, dass bis kurz vor dem glorreichen Ende eine Mehrheit der Amerikaner das Programm sehr kritisch sah. Ebenso lässt sich nicht leugnen, dass der Grund, zum Mond fliegen zu wollen, nicht vor allem Wissenschaft oder Entdeckergeist war, sondern politische Symbolik im Kampf der Systeme. Zudem wurden Ressourcen verbraucht – und in den Raketen in Unmengen wahrhaft verbrannt –, die auch auf der Erde das ein oder andere gute Werk zu tun hätten helfen können. Und der wissenschaftliche Wert der Missionen war zwar bedeutend, aber durchaus begrenzt.

Ex-Astronaut Walter würde für einen Mondflug alles geben

Ex-Astronaut Walter würde für einen Mondflug alles geben Der Ex-Astronaut Ulrich Walter hat sich während der ersten Mondlandung schlafen gelegt - gezwungenermaßen. Die Landung der Mondfähre habe er als 15-Jähriger noch im Fernsehen gesehen, aber «um Mitternacht befand meine Mutter, dass das Warten jetzt ein Ende hat - zumindest für mich», sagte Walter der «Passauer Neuen Presse» (Samstag). Als Neil Armstrong um vier Uhr morgens den Mond betrat, habe er das verschlafen. Das interessiert andere MSN-Leser: 50 Jahre Mondlandung: Von einem Jahrtausendschritt, stahlharten Nerven und Blähungen "Der Adler ist gelandet": Und die ganze Welt sah zu Buzz Aldrin: Das Leben eines Astronauten in Bildern «Ich würde alles dafür geben,

50 Jahre Mondlandung . Vor 50 Jahren setzte Neil Armstrong Fuß auf unseren Trabanten. Ein Highlight der bemannten Raumfahrt Die Mondlandung am 20. Juli 1969 ging als großes Abenteuer in die Geschichte ein. Doch das Apollo-Programm war nicht frei von Fehlschlägen und Enttäuschungen.

Details werden aber erst in den nächsten zwei Jahren bekannt. Von der Leyen vergleicht das Projekt mit der Wir haben uns mit Dr. Walther Pelzer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt über die Herausforderungen und Gefahren 50 Jahre Mondlandung : Waren wir wirklich auf dem Mond?

Komplexe Herausforderungen

War es das wert? Die Frage lässt sich gar nicht objektiv beantworten. Die interessantere aber ist: Was hat uns das Ganze gezeigt, außer Fernsehbildern aus 400.000 Kilometern Entfernung? Was kann man daraus lernen, außer ein paar Erkenntnissen über die Entstehung von Erde, Mond und Sonnensystem?

Eine Antwort könnte lauten: Apollo war das eindrücklichste Beispiel bisher, dass Menschen in freien Ländern mit den ihnen zur Verfügung stehenden technischen, materiellen und ideellen Mitteln in der Lage sind, in sehr kurzer Zeit die größte, schwierigste, komplexeste Herausforderung zu meistern, die sie sich nur stellen können.

Wie die gegenwärtigen komplexen Herausforderungen heißen, weiß jeder: Klimakrise, Ökosystem- und Artensterben, Migration, Erhaltung des Friedens, Ernährung der Milliarden.

Der „Moonshot“ der Gegenwart wäre es, sich diesen Problemen mit Ressourcen, Hingabe, Optimismus, Nachdruck und durchaus einer gewissen Opfer- und Verzichtbereitschaft zu widmen, „in friedlicher Absicht für die gesamte Menschheit“ – so wie es auf der Plakette steht, die Armstrong und Aldrin heute vor 50 Jahren auf dem Mond hinterließen. Realistisch ist das nicht, sicher. Aber an einem Tag wie heute wird man ja ein wenig träumen dürfen.

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Cape Canaveral: US-Vizepräsident Pence würdigt Mondlandung vor 50 Jahren Die USA blicken auf einen der größten Erfolge ihrer Geschichte zurück. Mike Pence leitet die Feierlichkeiten, während US-Präsident Trump golfen geht. © Foto: dpa/John Raoux/AP Mike Pence, US-Vizepräsident, in Cape Canaveral Fünfzig Jahre nach der ersten Landung des Menschen auf dem Mond am 20. Juli 1969 (US-Zeit) haben die US-Amerikaner vielerorts dem historischen Ereignis gedacht. Am Samstag würdigte Vizepräsident Mike Pence im Kennedy Space Center in Florida den Erfolg der Apollo-11-Mission. „Der Mond war eine Entscheidung, eine amerikanische Entscheidung“, sagte er.

Definition, Rechtschreibung, Synonyme und Grammatik von ' Herausforderung ' auf Duden online nachschlagen. er hat sich auf die Herausforderung gut vorbereitet.

Vor 50 Jahren , am 21. Juli 1969, betraten die Menschen zum ersten Mal den Mond. In der Kommandozentrale auf der Erde herrschte höchste Konzentration. Auf der ganzen Welt verfolgten Hunderte Millionen Menschen die Mondlandung im Fernsehen und im Radio.

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