Sport Europäische Top-Ligen im Vergleich: Wo landet die Bundesliga?

20:55  07 september  2021
20:55  07 september  2021 Quelle:   90min.com

Polter: "...dann will ich nicht wissen, wie das Stadion bebt"

  Polter: Sebastian Polter meldet sich direkt mit einem Tor in der Bundesliga zurück. Seinem neuen Klub VfL Bochum traut er eine Überraschung zu - und hat einen Vorschlag für Herbert Grönemeyer. © Bereitgestellt von sport1.de Polter: "...dann will ich nicht wissen, wie das Stadion bebt" Sebastian Polter ist zurück in der Bundesliga. Sein Wechsel zum VfL Bochum kam für viele überraschend. Doch der 30-Jährige hat diese Entscheidung ganz bewusst getroffen. Nach einem Jahr beim niederländischen Fußballverein Fortuna Sittard will Polter in Deutschland wieder auf sich aufmerksam machen. Das scheint ihm zu gelingen.

In welcher europäischen Topliga sind die meisten Stars vertreten? In unserem Liga-Ranking wollen wir dieser Frage nachgehen. Können Paris Saint-Germain und der FC Bayern quasi im Alleingang gegen die breite Masse spanischer, englischer und italienischer Spitzenteams ankommen?

Welche europäische Spitzenliga hat am meisten Top-Stars? | JAVIER SORIANO/Getty Images © Bereitgestellt von 90min Welche europäische Spitzenliga hat am meisten Top-Stars? | JAVIER SORIANO/Getty Images

1. Tor

Catherine Ivill/Getty Images © Catherine Ivill/Getty Images Catherine Ivill/Getty Images

Kandidaten:

- Premier League: Édouard Mendy

- La Liga: Jan Oblak

- Serie A: Wojciech Szczesny

- Bundesliga: Manuel Neuer

- Ligue 1: Gianluigi Donnarumma

Trotzt RB dem Sabitzer-Wirbel?

  Trotzt RB dem Sabitzer-Wirbel? Bei RB Leipzig ist der mögliche Wechsel von Marcel Sabitzer zum FC Bayern das bestimmende Thema. Der VfL Wolfsburg will nach dem starken Liga-Start nachlegen. © Bereitgestellt von sport1.de Trotzt RB dem Sabitzer-Wirbel? Vor dem Spiel von RB Leipzig beim VfL Wolfsburg bestimmt Marcel Sabitzer die Schlagzeilen.Bundesliga heute LIVE: VfL Wolfsburg - RB Leipzig, ab 17.30 Uhr im SPORT1-LIVETICKERDer Mittelfeldspieler fehlt nach SPORT1-Informationen im Kader, der Österreicher meldete sich mit Adduktorenproblemen ab. Am Samstag nahmen zudem die Spekulationen um seine Zukunft wieder Fahrt auf.

Im Tor macht die Bundesliga mit Manuel Neuer das Rennen. Der 35-Jährige ist der kompletteste und stabilste Torhüter der letzten zehn Jahre und gilt nicht umsonst bei vielen als bester Keeper der Geschichte.

Nicht weit dahinter rangiert Jan Oblak, der bei Atlético seit Jahren auf Weltklasse-Niveau agiert. Gianluigi Donnarumma ist auf dem Weg, in nicht allzu ferner Zukunft ebenfalls Welttorhüter zu werden und gehört spätestens seit der letzten Spielzeit zur Weltklasse.

Mendy war im letzten Jahr ein Garant für den Champions-League-Titel, muss seine Extraklasse jedoch noch ein, zwei Jahre beweisen.

Juve-Keeper Szczesny fällt in diesem erlesenen Feld etwas ab. Die Extra-Klasse von Vorgänger Buffon verkörperte der Pole nie und auch seine EM war nicht sonderlich stark. Einen richtigen Weltklasse-Keeper gibt es in der Serie A nicht.

“Manchmal habe ich eine Grenze überschritten”

  “Manchmal habe ich eine Grenze überschritten” Sein großer Wunsch ging in Erfüllung! Mark van Bommel ist endlich Bundesligatrainer. Im SPORT1-Intervew spricht der Niederländer über seinen Job beim VfL Wolfsburg © Bereitgestellt von sport1.de “Manchmal habe ich eine Grenze überschritten” Als Spieler war Mark van Bommel der “Aggressive Leader” - vor allem zu seiner Zeit beim FC Bayern zwischen 2006 und 2011. Mit dem Rekordmeister wurde der Niederländer zweimal Deutscher Meister und zweimal Pokalsieger.2014 startete van Bommel seine Trainerkarriere. Sein erster Cheftrainer-Job war bei PSV Eindhoven.

Punktevergabe:

1. Bundesliga (5 Punkte)

2. La Liga (4 Punkte)

3. Ligue 1 (3 Punkte)

4. Premier League (2 Punkte)

5. Serie A (1 Punkt)

2. Rechtsverteidigung

Shaun Botterill/Getty Images © Shaun Botterill/Getty Images Shaun Botterill/Getty Images

Kandidaten:- Premier League: Kyle Walker

- La Liga: Dani Carvajal

- Serie A: Davide Calabria

- Bundesliga: Ridle Baku

- Ligue 1: Achraf Hakimi

Fünf gänzlich verschiedene Rechtsverteidiger-Typen zu bewerten, ist durchaus anspruchsvoll. Die Nase vorne hat derzeit Kyle Walker, der mit seiner Athletik und Zweikampfstärke defensiv schlichtweg überragend ist.

Offensiv ist hingegen Achraf Hakimi der wohl beste Rechtsverteidiger der Welt. Da es allerdings auf Defensiv-Positionen primär aufs Verteidigen ankommt, bleibt Walker knapp vorne.

Dani Cavajal ist sowohl defensiv als auch offensiv sehr ordentlich, befindet sich aber nicht mehr ganz auf seinem Top-Niveau.

Hat Sané wirklich dazugelernt?

  Hat Sané wirklich dazugelernt? Leroy Sané überzeugt bei der Länderspielreise der DFB-Elf. Bei den Bayern stehen nun zwei Härtetests an - für den Verein, aber auch für Sané selbst. © Bereitgestellt von sport1.de Hat Sané wirklich dazugelernt? Warum nicht immer so?Das dürfte sich so mancher Fan, der es mit Leroy Sané hält, in der vergangenen Woche gedacht haben.

Die Bundesliga und die Serie A können auf dieser Position nicht glänzen. Rang vier geht an Davide Calabria, der sich in den letzten Monaten deutlich gesteigert hat und wenige Schwächen mitbringt.

In der Bundesliga fällt die Wahl zwischen dem defensivstarken Pavard und den offensivstarken und schnellen Baku schwer. Um keine komplette Bayern-Bundesliga-Elf zu nominieren, geht der Wolfsburger ins Rennen. Der deutsche Nationalspieler hat aber defensiv noch zu große Defizite, um mit der Elite Europas schon mithalten zu können.

Punktevergabe:

1. Premier League (5 Punkte)

2. Ligue 1 (4 Punkte)

3. La Liga (3 Punkte)

4. Serie A (2 Punkte)

5. Bundesliga (1Punkt)

3. Rechte Innenverteidigung

Michael Regan/Getty Images © Michael Regan/Getty Images Michael Regan/Getty Images

Kandidaten:Premier League: Rúben Dias

La Liga: José María Giménez

Serie A: Matthijs de Ligt

Bundesliga: Dayot Upamecano

Ligue 1: Marquinhos

In der Innenverteidigung ist das Rennen besonders knapp. Den stabilsten Eindruck in der letzten Spielzeit hinterließ City-Star Rúben Dias, der schlichtweg keine Schwächen im Spiel hat. Allerdings sind ihm seine Konkurrenten auf den Fersen.

Hat Kobel wirklich das Zeug zum Neuer-Nachfolger?

  Hat Kobel wirklich das Zeug zum Neuer-Nachfolger? Für Stefan Effenberg kommt nur ein möglicher Nachfolger für Manuel Neuer im Bayern-Tor infrage: Gregor Kobel. Aber stimmt das? SPORT1 macht den Daten-Check. © Bereitgestellt von sport1.de Hat Kobel wirklich das Zeug zum Neuer-Nachfolger? Es ist eine gewagte These, die Stefan Effenberg vertritt.„Aus heutiger Sicht kann es eigentlich nur einen Nachfolger für Neuer geben: Dortmunds Gregor Kobel“, sagte SPORT1-Experte Effenberg in seiner Kolumne für t-online.de.

Rang zwei geht an PSG-Kapitän Marquinhos der in wichtigen Spielen immer voll da und auch in der Lage ist, entscheidende Kopfballtore zu machen. José María Giménez ist der Fels in der Brandung bei Atlético Madrid und hatte auch in der letzten Spielzeit entscheidenden Anteil an der Meisterschaft.

Matthijs de Ligt galt vor seinem Juve-Wechsel als talentiertester Verteidiger der Welt. Ein klein wenig fehlt dem Holländer aber noch immer zur Weltklasse.

Das Schlusslicht bildet Bayern-Neuzugang Upamecano. Der Franzose bringt zwar alles mit, um in dieser Liste in zwei Jahren ganz oben aufzutauchen, leistete sich im Gegensatz zu seinen Konkurrenten aber zu häufig Fehler in wichtigen Spielen.

Punktevergabe:1. Premier League (5 Punkte)

2. Ligue 1 (4 Punkte)

3. La Liga (3 Punkte)

4. Serie A (2 Punkte)

5. Bundesliga (1 Punkt)

4. Linke Innenverteidigung

Chris Ricco/Getty Images © Chris Ricco/Getty Images Chris Ricco/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Virgil van Dijk

La Liga: David Alaba

Serie A: Leonardo Bonucci

Bundesliga: Lucas Hernández

Ligue 1: Sergio Ramos

Hier ein Ranking aufzustellen, ist kaum möglich, da beim Kreuzbandriss-Rückkehrer van Dijk und beim zuletzt quasi dauerverletzten Ramos durchaus einige Fragezeichen offen sind.

Demnach erhält Juve-Star Leonardo Boucci die volle Punktzahl. Der Italiener gehört zu den größten Innenverteidigern der letzten zehn Jahre und spielte bei der EM mit seiner Ruhe und Routine schlichtweg phänomenal.

Rose: "Ständig werden Dinge über dich geschrieben"

  Rose: Erling Haaland und Jude Bellingham sorgen regelmäßig auf dem Platz für Furore. Dass die BVB-Stars nun aber abheben, glaubt Marco Rose nicht. © Bereitgestellt von sport1.de Rose: "Ständig werden Dinge über dich geschrieben" Erling Haaland und Jude Bellingham sind aktuell die beiden überragenden Protagonisten bei Borussia Dortmund. Während Haaland schon wieder bei fünf Treffern in der Bundesliga steht, findet auch Bellingham immer mehr Gefallen am Toreschießen.

Rang zwei geht an Ramos, dem wahrscheinlich auffälligsten Abwehrspieler der letzten Jahre, der von den gegnerischen Angreifern gleichermaßen respektiert und gefürchtet wird.

Den dritten Platz belegt David Alaba, der bei den Madrilenen die Nachfolge von Ramos antreten soll und dies mit seinen Führungsqualitäten und seiner Spielintelligenz regeln kann. Knapp dahinter folgt Virgil van Dijk, bei dem man erst mal abwarten muss, wie er ein knappes Jahr Pause wegstecken kann.

Lucas Hernández könnte in dieser Rangliste durchaus höher stehen, wenn man sich an seine Leistungen gegen Paris erinnert. Allerdings war der Franzose auf dieser Position noch nie absoluter Stammspieler, weshalb er an die erfahrenen Abwehrleute vor ihm noch nicht herankommt.

Ranking: 1. Serie A (5 Punkte)

2. Ligue 1 (4 Punkte)

3. La Liga (3 Punkte)

4. Premier League (2 Punkte)

5. Bundesliga (1Punkt)

5. Linksverteidigung

Pool/Getty Images © Pool/Getty Images Pool/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Andy Robertson

La Liga: Jordi Alba

Serie A: Theo Hernández

Bundesliga: Alphonso Davies

Ligue 1: Nuno Mendes

In der linken Abwehrkette setzt sich Bayern-Star Alphonso Davies ganz knapp durch. Der Münchner bringt mit seiner Physis und Schnelligkeit sowohl offensiv als auch defensiv unglaublich viel mit. Vor allem seine defensiven Qualitäten werden häufig unterschätzt, zumal der Kanadier meist gar keine Mühe dabei hat, schnelle und wendige gegnerische Verteidiger zu stoppen.

Auf Rang zwei landet Andrew Robertson, der seit Jahren ganz starke Leistungen liefert und wenige Schwächen besitzt. Lediglich ein paar Wackler im Vorjahr sorgen dafür, dass Davies knapp vorne bleibt.

"Dann ist das schon auch ein Stück Naivität"

  In seiner Kolumne spricht Stefan Effenberg dem VfL Bochum eine Qualität ab - und rühmt den FC Bayern nicht nur wegen dessen Kantersiegs. Von RB Leipzig ist er enttäuscht, von Köln begeistert. © Bereitgestellt von sport1.de "Dann ist das schon auch ein Stück Naivität" Hallo Fußball-Freunde,das 0:7 des VfL Bochum beim FC Bayern war natürlich eine Lehrstunde für den Aufsteiger.Ich mag es mal so sagen: Das musst du besser verteidigen. Wenn du mit acht Spielern in der Bayern-Hälfte bist und dann mit einem langen Ball so ausgehebelt wirst, dann ist das schon auch ein Stück Naivität.

Dahinter platziert sich Jordi Alba, der dieses Ranking dank seiner legendären Flankenläufe jahrelang angeführt hätte. Allerdings hat der Spanier inzwischen nicht mehr ganz die Dynamik früherer Tage.

Einen gewaltigen Sprung nach vorne hat Milan-Star Theo Hernández gemacht, der vor allem offensiv mit viel Tempo für Gefahr sorgt. Mendes ist neben Davies das größte Talent auf der Position, muss sich bei einem absoluten Top-Klub aber zunächst noch behaupten.

Punktevergabe:

1. Bundesliga (5 Punkte)

2. Premier League (4 Punkte)

3. La Liga (3 Punkte)

4. Serie A (2 Punkte)

5. Ligue 1 (1 Punkt)

6. Defensives Mittelfeld

IAN KINGTON/Getty Images © IAN KINGTON/Getty Images IAN KINGTON/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: N’Golo Kanté

La Liga: Casemiro

Serie A: Franck Kessié

Bundesliga: Joshua Kimmich

Ligue 1: Marco Verratti

Bei der UEFA-Wahl "Europas Fußballer des Jahres" haben viele N’Golo Kanté vorne gesehen. Ausgezeichnet wurde dessen Nebenmann Jorginho. Der bessere Spieler bleibt dennoch Kanté, der mit seiner enormen Gabe in der Balleroberung und im Umschaltspiel elementar wichtig ist.

Auf der zweiten Position landet Bayern-Star Joshua Kimmich. Der 26-Jährige ist dank seiner Mentalität, seiner Spielstärke und seinen Leader-Fähigkeiten der vielleicht kompletteste Sechser der Welt. Allerdings absolvierte der Münchner ausgerechnet beim entscheidenden Champions-League-Spiel gegen Paris sein schwächstes Match der letzten Saison.

Dennoch behauptet er sich vor Casemiro, der defensiv überragend ist, aber für den Spielaufbau die Unterstützung seiner Nebenmänner braucht. Auf dem vierten Platz landet Franck Kessié, der das Milan-Spiel anführt und antreibt sowie als Elfmeterschütze glänzt.

Marco Verratti ist grundsätzlich auch ein überragender Spieler, der allerdings in wichtigen Spielen zu häufig wegen Verletzungen fehlt. Wirklich Verlass ist auf den kleinen und häufig rotgefährdeten Italiener nicht immer.

Besser als Musiala und Bellingham? Der große Wirtz-Check

  Besser als Musiala und Bellingham? Der große Wirtz-Check Während die Bundesliga von Bellingham und Jamal Musiala schwärmt, läuft Florian Wirtz unter dem Radar. Zu Unrecht? SPORT1 macht den Daten-Check. © Bereitgestellt von sport1.de Besser als Musiala und Bellingham? Der große Wirtz-Check In einer Liga mit den aufstrebenden Jamal Musiala (FC Bayern München) und Jude Bellingham (Borussia Dortmund) wird Florian Wirtz gerne mal übersehen. Doch wie die Statistiken des Datendienstleisters deltatre zeigen, ist der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen ebenfalls in bestechender Verfassung.

Punktevergabe:

1. Premier League (5 Punkte)

2. Bundesliga (4 Punkte)

3. La Liga (3 Punkte)

4. Serie A (2 Punkte)

5. Ligue 1 (1 Punkt)

7. Zentrales Mittelfeld

Michael Regan/Getty Images © Michael Regan/Getty Images Michael Regan/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Paul Pogba

La Liga: Frenkie de Jong

Serie A: Sergej Milinković-Savić

Bundesliga: Leon Goretzka

Ligue 1: Houssem Aouar

Wenngleich er bei Manchester United häufig kritisiert wird, ist Paul Pogba im Mittelfeld noch immer eine Macht. Der Franzose verfügt über eine gewaltige Physis, eine fast genauso gute Technik und kann zudem Tore erzielen. Bei der EM spielte der Franzose phänomenal, selbst wenn die Grande Nation früh scheiterte.

Barca-Star Frenkie de Jong ist unglaublich spielstark und ballsicher. Mit dem Denker und Lenker im Barca-Mittelfeld steht und fällt das Spiel der Katalanen.

Rang drei belegt Bayern-Star Leon Goretzka, der mit seiner Laufstärke, Zweikampfstärke und Torgefahr überzeugt. Milinković-Savić ist zwar verglichen mit Goretzka der vielleicht noch etwas präsentere und begabtere Spieler, war bislang aber noch nicht in der Lage, mit Lazio Rom um Titel zu spielen.

Der Sprung zum absoluten Top-Klub steht auch bei Aouar noch aus. Der spielstarke Mittelfeldspieler ist wahrscheinlich der begnadetste Ligue-1-Kicker, der nicht bei Paris unter Vertrag steht. Im Ranking reicht es aber nur zu Platz fünf.

Punktevergabe:

1. Premier League (5 Punkte)

2. La Liga (4 Punkte)

3. Bundesliga (3 Punkte)

4. Serie A (2 Punkte)

5. Ligue 1 (1 Punkt)

8. Offensives Mittelfeld

Anadolu Agency/Getty Images © Anadolu Agency/Getty Images Anadolu Agency/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Kevin De Bruyne

La Liga: Antoine Griezmann

Serie A: Paulo Dybala

Bundesliga: Thomas Müller

Ligue 1: Lionel Messi

Lionel Messi hat in der vergangenen Saison eindrucksvoll bewiesen, dass er noch immer ein absolute Ausnahmekönner ist und war neben Lewandowski auch ohne Titelgewinn mit Barca die prägende Figur der Saison. Messi steht noch immer eine Stufe über den anderen Weltklasse-Spielern und belegt in diesem Ranking selbstredend Rang eins.

Rang zwei geht an Kevin De Bruyne, der mit seiner Passstärke, Kreativität und Technik der wohl stärkste Spielgestalter auf der Zehn ist.

Wie immer ist es ein wenig schwierig, Thomas Müller in einem solchen Ranking einzusortieren, weil er das im Kopf hat, was andere in den Füßen haben. Die Werte aus den letzten beiden Jahre lassen aber gar nicht zu, dass man Griezmann oder Dybala vor dem Münchner Freigeist platziert.

Rang vier geht dann aber doch recht klar an Griezmann, der in der letzten Saison wettbewerbsübergreifend 33 Scorer erzielte und phasenweise an seine Top-Zeiten anknüpfen konnte.

Paulo Dybala hat fußballerisch alles drauf, fiel in der vergangenen Saison aber wegen einer Innenbandverletzung lange aus. Doch auch sonst konnte der Argentinier sein Können zu selten zeigen, um vor einem der genannten Spieler zu bleiben.

Punktevergabe:1. Ligue 1 (5 Punkte)

2. Premier League (4 Punkte)

3. Bundesliga (3 Punkte)

4. La Liga (2 Punkte)

5. Serie A (1 Punkt)

9. Rechtsaußen

Michael Regan/Getty Images © Michael Regan/Getty Images Michael Regan/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Mo Salah

La Liga: Gareth Bale

Serie A: Federico Chiesa

Bundesliga: Serge Gnabry

Ligue 1: Ángel Di María

Selbst wenn in der letzten Saison mit Liverpool nicht alles glatt lief, führt auf Rechtsaußen nichts an Salah vorbei. Der Ägypter erzielte wettbewerbsübergreifend starke 31 Tore und ist damit der mit Abstand torgefährlichste Spieler auf dieser Position.

Dahinter kann man die Platzierungen fast würfeln, da alle Spieler wahnsinnig eng beieinander liegen. Man könnte bei jedem Spieler genügend Argumente finden, warum sie nicht auf Rang zwei, sondern weiter hinten rangieren sollten.

Bei Gareth Bale ist dies beispielsweise seine Verletzungsanfälligkeit. Der Waliser absolvierte in der Premier League im Vorjahr lediglich 920 Minuten. Dabei erzielte er jedoch elf Treffer und gab zwei Vorlagen. Zudem führte er sein Land zur EM und absolvierte ein gutes Turnier. Damit hat Bale mehr geleistet, als einige andere hier zur Auswahl stehende Spieler.

Bei Real ist der 32-Jährige inzwischen wieder Stammspieler und Hoffnungsträger.

Knapp hinter Bale platziert sich Serge Gnabry, dem seine schwache EM und schwankende Vorsaison zum Verhängnis werden. Allerdings ist der Bayern-Star vielversprechend in die Saison gestartet und schickt sich an, an die überragende Spielzeit 2019/20 anzuknüpfen.

Federico Chiesa gehört schon länger zur internationalen Klasse und hat bei der EM den Durchbruch endgültig geschafft. Für eine bessere Platzierung fehlen aber noch die ganz großen Leistungen im Vereinsfußball.

Di María hätte man bedenkenlos auch auf Rang zwei stellen können, jedoch ist seine Rolle bei Paris inzwischen nicht mehr so gewichtig. Die anderen vier Spieler dürften auch in Zukunft für mehr Furore sorgen können, selbst wenn der Argentinier spielerisch noch immer viel drauf hat.

Punktevergabe:

1. Premier League (5 Punkte)

2. La Liga (4 Punkte)

3. Bundesliga (3 Punkte)

4. Serie A (2 Punkte)

5. Ligue 1 (1 Punkt)

10. Linksaußen

Pool/Getty Images © Pool/Getty Images Pool/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Jack Grealish

La Liga: Vinícius Júnior

Serie A: Lorenzo Insigne

Bundesliga: Kingsley Coman

Ligue 1: Neymar

Auf der linken Seite fällt die Entscheidung für Neymar nicht schwer, selbst wenn der Brasilianer als Schauspieler wahrscheinlich ähnlich großen Erfolg gehabt hätte. Rein spielerisch ist der Offensiv-Star von Paris aber über jeden Zweifel erhaben.

Deutlich dahinter platziert sich Lorenzo Insigne auf dem zweiten Rang. Mit 26 Scorer-Punkten in der Serie A und einer erfolgreichen EM mit Italien hat sich der technisch überragende und flinke Außenstürmer diesen auch durchaus verdient.

Hier darf man sich nicht von der gewaltigen Ablöse für Grealish verwirren lassen. Der Engländer spielte zwar eine tolle Premier-League-Saison, nahm bei der EM aber keine tragende Rolle ein. Demnach landet er knapp hinter dem Italiener auf Platz drei.

Kingsley Coman fehlt trotz einiger wichtiger Tore noch immer eine Schippe Effektivität. Zudem laboriert er zu häufig an Verletzungen, wodurch er einfach nicht konstant genug abliefern kann.

Vinícius Júnior fehlt in puncto Effektivität noch weitaus mehr, selbst wenn es in dieser Saison mit dem Brasilianer bergauf zu gehen scheint. Vom Potenzial her dürfte er in diesem Ranking nicht auf dem letzten Rang liegen. Allerdings muss er das erst mal auf dem Platz beweisen.

Punktevergabe:

1. Ligue 1 (5 Punkte)

2. Serie A (4 Punkte)

3. Premier League (3 Punkte)

4. Bundesliga (2 Punkte)

5. La Liga (1Punkt)

11. Angriff

Alexander Hassenstein/Getty Images © Alexander Hassenstein/Getty Images Alexander Hassenstein/Getty Images

Kandidaten:

Premier League: Cristiano Ronaldo

La Liga: Karim Benzema

Serie A: Lautaro Martínez

Bundesliga: Robert Lewandowski

Ligue 1: Kylian Mbappé

Wer den überragenden Rekord von Gerd Müller knackt, kann im Moment nur der beste Stürmer der Welt sein. In der vergangenen Saison kamen die anderen Top-Torjäger an eine solche Marke nicht heran.

Rein vom Können her ist Kylian Mbappé vermutlich schon jetzt der gefährlichste Angreifer der Welt. Der Franzose hat unfassbar viel Speed, Technik und ist von der gegnerischen Abwehr kaum zu halten. Es ist unmöglich, ein Spiel auch nur ansatzweise entspannt zu schauen, wenn in der gegnerischen Mannschaft Mbappé mitspielt. Allerdings lässt der Angreifer in den entscheidenden Spielen oft große Chancen aus, weshalb er auch hinter Lewandowski bleibt.

Rang drei geht an Cristiano Ronaldo, der noch immer ein genialer Stürmer ist, aber im Vergleich zu seiner besten Zeit dann doch ein paar Prozente eingebüßt hat. Es reicht nur noch knapp, um vor seinen alten Weggefährten Benzema zu bleiben, der im fortgeschrittenen Alter aufblüht und die absolute Lebensversicherung der Madrilenen ist.

Lautaro Martínez ist ebenfalls ein genialer Spieler, was er in der letzten Liga-Saison mit 17 Toren und zehn Vorlagen beweisen konnte. Gegen die vier Top-Stars vor ihm ist er aber machtlos.

Punktevergabe:

1. Bundesliga (5 Punkte)

2. Ligue 1 (4 Punkte)

3. Premier League (3 Punkte)

4. La Liga (2 Punkte)

5. Serie A (1 Punkt)

Gesamtwertung:

Laurence Griffiths/Getty Images © Laurence Griffiths/Getty Images Laurence Griffiths/Getty Images

1. Premier League: 43 Punkte

2. Ligue 1: 33 Punkte

2. Bundesliga: 33 Punkte

4. La Liga: 32 Punkte

5. Serie A: 24 Punkte

Die Premier League gewinnt das Ranking mit deutlichem Abstand. Hier machte sich die Finanzkraft und die Breite der Liga bemerkbar. Deutlich dahinter landen die Topligen aus Frankreich und Deutschland, bei denen die Stars praktisch ausschließlich bei den Bayern und Paris Saint-Germain spielen.

La Liga hat mit Real, Barcelona und Atlético immerhin drei Teams vertreten, die in etwa gleich viele Stars stellen können. Allerdings zeigt das Ranking auch, dass Paris und Bayern inzwischen stärker besetzt sind als die spanischen Top-Klubs.

Die Serie A landet recht abgeschlagen auf Rang fünf, was insbesondere daran liegt, dass Stars wie Donnarumma, Lukaku, Ronaldo oder Hakimi die Liga verlassen haben.

Besser als Musiala und Bellingham? Der große Wirtz-Check .
Während die Bundesliga von Bellingham und Jamal Musiala schwärmt, läuft Florian Wirtz unter dem Radar. Zu Unrecht? SPORT1 macht den Daten-Check. © Bereitgestellt von sport1.de Besser als Musiala und Bellingham? Der große Wirtz-Check In einer Liga mit den aufstrebenden Jamal Musiala (FC Bayern München) und Jude Bellingham (Borussia Dortmund) wird Florian Wirtz gerne mal übersehen. Doch wie die Statistiken des Datendienstleisters deltatre zeigen, ist der Mittelfeldspieler von Bayer Leverkusen ebenfalls in bestechender Verfassung.

usr: 1
Das ist interessant!