Sport Verschwiegenheitsklauseln: So wurde Albons Williams-Wechsel möglich

17:40  11 september  2021
17:40  11 september  2021 Quelle:   motorsport-total.com

Michael K Williams 'HeartBreaking Botschaft in 2020 Instagram Post:' Denken an meine eigene Mortalität '

 Michael K Williams 'HeartBreaking Botschaft in 2020 Instagram Post:' Denken an meine eigene Mortalität ' Michael K. Williams teilte 18 Monate vor seinem Tod eine herzzerreißende Instagram-Nachricht. Der Wire-Schauspieler, der auf dem 6. September im Alter von 54 Jahren deaktiviert wurde, spiegelte mit mehreren Verlusten, die er in seinem persönlichen Leben in einem im 20. Februar teilnehmenden Beitrag erobert hatte. Er bemerkte er, dass es ein Weckruf auf dem Zerbrechlichkeit des Lebens und des Erbes, das er zurücklassen wollte.

Formel-1-Fahrer Alex Albon: Ab 2022 fährt er für Williams, aber nicht mehr als Red-Bull-Mann © Motorsport Images Formel-1-Fahrer Alex Albon: Ab 2022 fährt er für Williams, aber nicht mehr als Red-Bull-Mann

Ein Red-Bull-Fahrer mit Mercedes-Motor im Auto? Bei diesem Gedanken schrillen bei Toto Wolff die Alarmglocken. Und dennoch kommt es in der Formel-1-Saison 2022 zu einem genau solchen Szenario: Alex Albon wechselt zu Mercedes-Kundenteam Williams. Doch wie steht eigentlich Mercedes zu dem Deal?

Wolff selbst gibt sich vor dem Italien-Grand-Prix in Monza gelassen: Mercedes habe sich nicht in die Williams-Fahrerwahl eingemischt, aber sichergestellt, dass Albon unter den richtigen Vorzeichen zum britischen Traditionsteam wechsle.

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  Größer als The Wire: Michael K. Williams war eine der wichtigsten Personen in 20 Jahren Seriengeschichte Michael K. Williams ist tot. Nur wenige Schauspieler haben uns in den vergangenen zwei Dekaden dermaßen eindrucksvoll durch die Seriengeschichte begleitet. © HBO Größer als The Wire: Michael K. Williams war eine der wichtigsten Personen in 20 Jahren Seriengeschichte Gestern Abend erreichte uns die traurige Nachricht, dass Michael K. Williams tot in seinem New Yorker Apartment aufgefunden wurde. Der US-amerikanische Schauspieler wurde 54 Jahre alt und hinterlässt ein bemerkenswertes Schaffen.

Im O-Ton klingt das so: "Wir haben immer respektiert, dass [die Kundenteams] selbst die Fahrer aussuchen. Ich war bei Williams. Und ich hätte es nicht gewollt, wenn jemand anders sich in die Fahrerwahl einmischt."

Warum sich Mercedes nicht quergestellt hat

Es hätten im konkreten Fall auch "keine vertraglichen Rechte" bestanden, "die wir hätten ausüben können", sagt Wolff. Er fügt hinzu: "Ich halte es auch einfach nicht für richtig, bei solchen Dingen dazwischenzufunken."

Mercedes habe aber sehr wohl seinen Standpunkt klargemacht. "Uns ist wichtig: Wenn ein Fahrer von einem anderen Antriebshersteller zum Team stößt, dann muss es sehr strenge und klare Verschwiegenheitsklauseln im Vertrag geben."

Diese Klauseln hat Williams offenbar zur Zufriedenheit von Mercedes im Vertragswerk untergebracht. Wolff spricht von einer "guten Abstimmung" mit dem Rennstall aus Grove in England. "Dort versteht man unsere Haltung und was uns so schützenswert ist."

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Horner lobt Verhandlungen mit Williams

Wahrscheinlich sind es genau diese Mercedes-Klauseln, die Red-Bull-Teamchef Christian Horner als "ein paar Hürden" beschreibt, die bei den Verhandlungen mit Williams zu überwinden gewesen waren. Insgesamt aber sei alles "ziemlich unkompliziert" verlaufen, betont er. "Ich freue mich über das gute Ergebnis für Alex, Williams und Red Bull."

Albon aber ist mit dem Wechsel zu Williams kein Red-Bull-Kaderfahrer mehr und für die Dauer seines Williams-Einsatzes nicht an den Energydrink-Konzern gebunden. Es bestehen seitens Red Bull jedoch Optionen für die Zeit danach.

So oder so: Mercedes-Teamchef Wolff kann sich damit arrangieren, sehr gut sogar. "Um ehrlich zu sein: Ich unterstütze Alex voll, auch wenn es mich eigentlich nichts angeht. Er hat einen Platz in der Formel 1 verdient, ist ein toller Kerl", meint er. "Und ich freue mich, dass er im Auto sitzt. Er fährt jetzt für Williams und bleibt dort hoffentlich auch lange Zeit."

Wie lange der Williams-Vertrag von Albon läuft, das ist nicht bekannt. Er wurde vom Team bisher nur für die Saison 2022 bestätigt.

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Vom absoluten Hinterbänklerteam bis auf das Podest in Spa-Francorchamps - Wie Williams sich mit inkrementellen Verbesserungen aus dem Tal der Tränen fuhrDie Entwicklung ist erstaunlich. Denn noch bei den Testfahrten vor Saisonbeginn hatte es nicht danach ausgesehen, als würde Williams aus eigener Kraft eine zweistellige Punktzahl einfahren können, vom Podium einmal ganz zu schweigen.

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