Sport Cannabis im Sport: Spielen wie im Rausch

00:30  23 september  2021
00:30  23 september  2021 Quelle:   dw.com

WADA zur Überprüfung von Cannabis 'Status als verbotener Stoff in Wach von Sha'carri Richardsons olympisches Ban

 WADA zur Überprüfung von Cannabis 'Status als verbotener Stoff in Wach von Sha'carri Richardsons olympisches Ban NUR MONATEN AUF MONATEN AUF MIT 100 Meter-Meister Sha'carri Richardson verlor ihren Platz an den Tokyo-Olympischen Spielen aufgrund eines positiven Cannabis-Tests, der World Anti-Doping-Agentur plant, den Status des Arzneimittels als verbotene Substanz zu überprüfen. WADA kündigte am Dienstag an, dass eine Beratungsgruppe eine wissenschaftliche Studie durchführen wird, um zu überprüfen, ob Marihuana verboten bleiben sollte. Die Studie findet im Jahr 2022 statt.

Spielen wie im Rausch ? Ist das nicht verbotene Leistungsoptimierung? Befürworter einer Cannabis -Freigabe geben an, dass der Stoff neben der angstlösenden Komponente auch bei Regeneration, Muskelentspannung oder Schmerzminderung eine Rolle spielen kann. Dem steht entgegen, was die Zeitschrift für Sportmedizin zu dem Thema festhält: "Auch wenn die körperlichen Auswirkungen von Cannabis relativ gering sind, kann die Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck zu Problemen führen.

Grundlos Cannabis in den Sport zu integrieren ist grundsätzlich keine gute Idee insbesondere für Leute die nicht sehr oft konsumieren und daher schon nach einem halben Joint total dicht sind. Hier entwickelt sich nämlich auch ein sehr großes Gefahrenpotenzial, denn eine gewisse Verpeiltheit und Unachtsamkeit sollte sich wohl jeder im bekifften Zustand eingestehen. Daher überlegt euch gut, ob die Eigenschaften, die ein Rausch mit sich bringt mit eurer favorisierten Sportart zu vereinbaren sind und ob es überhaupt Vorteile mit sich bringt als nur das banale “ high ist es sicher lustiger”.

Ein Joint vor dem Spiel oder Wettkampf - und ab geht die Post? Ganz so einfach ist die Sache nicht, wenn es um Cannabis im Leistungssport geht. Die WADA überprüft demnächst ihre Liste der verbotenen Substanzen.

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Möglicherweise hätte Sha' Carri Richardson in Tokio gute Chancen gehabt. Die Olympia-Qualifikation über 100 Meter hatte die US-Sprinterin gewonnen, fiel dann aber bei einer Doping-Probe auf: Aufgrund des nachgewiesenen Konsums von Marihuana wurde sie für 30 Tage gesperrt. Die Olympischen Spiele fanden ohne die 21-jährige aus Dallas statt. "Ich weiß, was ich getan habe", sagte sie im US-Fernsehen.

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  Aurora Cannabis verschiebt Bilanzvorlage Anleger müssen länger auf die Zahlenvorlage von Aurora Cannabis warten. © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images • Aurora Cannabis legt Zahlen erst eine Woche später vor • Hoffen auf Verringerung des Verlustes• Anlegererwartungen gedämpftEigentlich hätte Aurora Cannabis am Dienstag, den 21. September, seine Bücher öffnen und über das abgelaufene vierte Quartal sowie das Gesamtgeschäftsjahr berichten sollen. Doch am Montagabend verschob das Unternehmen die Bilanzpräsentation überraschend.

Seit Cannabis im vergangenen Jahr in Kanada freigegeben wurde, können dort alle Volljährigen bis zu 30 Gramm Gras besitzen und rauchen - das Geschäft boomt. Sie forschen an neuen Anbaumethoden, kaufen Gewächshäuser und erhöhen die Produktion. Die gesamte Cannabis -Branche ist in einer Art Rausch . Doch so langsam macht sich nach der Legalisierung auch ein erster kleiner Kater breit. Unser Reporter war in Kanada und hat sich dort auf die Spur der neuen Boomindustrie begeben.

Ich weiß dass es bei jedem anders wirkt etc. aber gibt es einen Mittelwert? Habe teils von 5-10 mg für einen mittelstarken Rausch gelesen aber andere Seiten erwähnen 45-75mg(0.3-0.5g, ~15%) zum Einstieg und weiß nicht wem ich vertrauen sollte. Das ist Sache des Empfindens. Ich selber bin auch der Meinung, dass 5-10mg inhalatives THC genügen um einen Rausch zu erzeugen. Wenn man 50mg gut getrocknetes Lemon Haze durch den Vapo jagt, wird man in den meisten Fällen gut etwas spüren.

Sha'Carri Richardson: schnell, aber berauscht © Dylan Stewart/Newscom/picture alliance Sha'Carri Richardson: schnell, aber berauscht

Dass Leistungssportler offen über den Gebrauch von Drogen sprechen, kommt ungefähr so oft vor wie ein gewonnenes Elfmeterschießen der englischen Fußball-Nationalelf. Unter der Hand ist aber zu hören, dass Cannabis oder Hanfprodukte bei vielen Sportlern durchaus üblich sind. Immer wieder zitiert wird in diesem Zusammenhang der langjährige NBA-Profi Matt Barnes. 2018 sagte Barnes der BBC: "Ich habe Cannabis sechs Stunden vor einem Spiel geraucht. Wir haben am Morgen trainiert, ich bin nach Hause gekommen und habe einen Joint geraucht, habe ein Schläfchen gemacht, geduscht und bin zum Spiel gefahren."

Ein gewisser Geruch

Seit diesen Worten umweht die US-Basketballer ein gewisser Geruch, um es vorsichtig auszudrücken. Spielen wie im Rausch? Ist das nicht verbotene Leistungsoptimierung? Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat nun angekündigt, dass überprüft wird, ob Cannabis weiter auf der Liste der verbotenen Substanzen bleibt. Man folge den Anträgen einer Reihe von "Stakeholdern", sprich Interessengruppen, den Status von Cannabis auf der WADA-Verbotsliste zu überprüfen, teilt WADA-Sprecherin Maggie Durand der DW auf Nachfrage mit.

Aurora Cannabis verschiebt Bilanzvorlage - Aurora Cannabis-Aktie freundlich

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– Ein anonymer Bericht –. Die Aussicht auf einen Verlust des Führerscheins wegen Cannabiskonsum bringt die Szene in Aufruhr. Es gehen viele Gerüchte um, wie man die Cannabis -Tests manipulieren kann. Der vorliegende Bericht geht auf alle „Geheimtipps“ detailliert ein und warnt vor unangenehmen Konsequenzen. Auch wenn viele Tipps zum Urin-Test genannt werden gilt: Durch den Konsum von Cannabis begibt man sich in den Bereich der Illegalität. Der vorliegende Text will weder zu Drogenkonsum anregen, noch staatliche Drogentest manipulieren.

Vielmehr ist es eine Orientierungshilfe für Investoren im wachsenden Börsengeschäft mit Cannabis . Die erste Phase des Hypes mit spektakulären Vervielfachungen der Branchenkurse hat Ende 2017 begonnen, als Kalifornien als achter US-Bundesstaat Hanfanbau und -konsum straffrei gestellt hat. Grund war, dass Michigan als neunter US-Bundesstaat Cannabis für den Freizeitkonsum legalisierte und US-Justizminister und Cannabisgegner Jeff Sessions sein Amt verlor. Gleichzeitig zeigt dieser Artikel, wohin die Reise international geht. Österreich dagegen hängt noch immer im verlorenen „War

Nach der Sitzung des Exekutivkomitees der Organisation in Istanbul hieß es aber, für das Jahr 2022 bleibe alles unverändert - also auch bei den anstehenden Olympischen Winterspielen in Peking. Das hat, so hört man, vor allem mit dem zeitintensiven Prozedere zu tun.

Für Hanfprodukte wie etwa CBD-Öle wird kein Rezept benötigt © Andre Malerba/ZUMA Wire/dpa/picture alliance Für Hanfprodukte wie etwa CBD-Öle wird kein Rezept benötigt

Cannabis ist eigentlich das lateinische Wort für Hanf. Und schon bei der Begriffs- und Stoffbestimmung wird es für den Laien etwas kompliziert. DennHanfprodukte sind ja frei erhältlich und erfreuen sich - etwa als CBD-Öle - zunehmender Beliebtheit. Das Internationale Olympische Komitee hat seit 1999 die Anwendung von Cannabis für alle Sportarten als Dopingsubstanz für den Wettkampf verboten - daran hat sich die WADA bislang gehalten.

"Gefährdet sich und andere"

Laut dem Doping-Lexikon des Instituts für Biochemie in Köln führt die Anwendung von Cannabis "eigentlich nicht zu einer Verbesserung sportlicher Höchstleistungen". Das Problem liegt aber in einem anderen Punkt, wie der Sportwissenschaftler Mario Thevis vom Zentrum für Präventive Dopingforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln erläutert. "In erster Linie sieht man in der Wirksamkeit der Cannabinoide eine Einschränkung der eigenen Risikoeinschätzung, also der Situation an sich", sagt der Professor im Gespräch mit der DW. "Wenn ein Formel-1-Fahrer die Geschwindigkeit nur minimal falsch einschätzt, gefährdet er sich und andere. Gleiches könnte für den Skifahrer gelten, der mit enorm hohen Geschwindigkeiten Risiken nicht erkennt, was ihm zum Verhängnis werden kann."

Legalize it: Amazon setzt sich für die Legalisierung von Marihuana ein

  Legalize it: Amazon setzt sich für die Legalisierung von Marihuana ein Amazon macht in den USA künftig Lobbyarbeit für die Legalisierung von Cannabis. Die Haltung der USA zu Cannabis sei nicht mehr zeitgemäß. © OpenRangeStock/Shutterstock Marihuana-Köpfe. Im Juni dieses Jahres hatte Amazon angekündigt, Mitarbeitende innerhalb des eigenen Drogenscreening-Programms nicht mehr auf Marihuana zu testen. Menschen, deren Arbeitsverhältnis bereits aufgrund von nachgewiesenem Marihuana-Konsum gekündigt worden war oder die eine Stelle deshalb nicht bekommen hatten, erhielten ein erneutes Jobangebot. Jetzt geht der Konzern einen Schritt weiter.

6. Wie fühlt sich ein Cannabis - High an? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Verschiedene Hanfsorten haben unterschiedliche Wirkungsweisen. Sogar von Person zu Person kann die Wirkung anders sein. 8. Haschisch führt zu stärkerem Rausch . Als Gras bezeichnet man die getrocknete Blüte der Cannabispflanze. Haschisch ist dagegen das reine Harz der Pflanze. Dieses Harz hat meist einen höheren THC-Anteil und soll dadurch auch zu einem stärkeren Rausch führen.

Isländer greifen eher zu Cannabis , Spanier zu Kokain, Amerikaner zu Opioiden und Methampethamine sind auf dem Vormarsch – das geht aus dem Drogen-Bericht 2015 des UNODC hervor. Und auch in Deutschland ist Cannabis nicht unbekannt. Laut dem Drogen-Bericht des United Nations Office on Drugs and Crime (kurz UNODC) konsumieren weltweit etwa eine Viertelmilliarde Menschen Drogen verschiedenster Art. Im Jahr 2013 seien davon etwa 190.000 Menschen durch Rauschgifte ums Leben gekommen. Betrachtet man die absoluten Zahlen, so stieg die Anzahl der Drogenkonsumenten

Verweist auf das Problem der Risikobereitschaft: der Kölner Sportwissenschaftler Mario Thevis © Camera4/imago images Verweist auf das Problem der Risikobereitschaft: der Kölner Sportwissenschaftler Mario Thevis

Befürworter einer Cannabis-Freigabe geben an, dass der Stoff neben der angstlösenden Komponente auch bei Regeneration, Muskelentspannung oder Schmerzminderung eine Rolle spielen kann. Dem steht entgegen, was die Zeitschrift für Sportmedizin zu dem Thema festhält: "Auch wenn die körperlichen Auswirkungen von Cannabis relativ gering sind, kann die Erhöhung von Herzschlag und Blutdruck zu Problemen führen. Es sind Fälle bekannt, in denen Cannabis Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte und vermutlich auch Schlaganfälle verursacht oder begünstigt hat."

Nein zu Doping - aber ja zu Cannabis? Die WADA will es überprüfen © picture-alliance/dpa/J.C.Bott Nein zu Doping - aber ja zu Cannabis? Die WADA will es überprüfen

Um Athleten zu überführen, die sich einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen, habe man die Grenze zum Dopingvergehen auf 150 ng/ml Urin erhöht, heißt es dort weiter. "Athleten, die ohne Dopingvorsatz hin und wieder einen Joint rauchen, werden so geschützt."

Klarer Kopf

Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) in Bonn verweist bei dem Thema auf die WADA, die "unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse" in dieser Frage entscheiden werde. Man kann also davon ausgehen, dass die Forscher und Funktionäre in den WADA-Gremien einen klaren Kopf bewahren.

Autor: Marko Langer

BAD ETF will mit Glücksspiel, Alkohol und Drogen die Performance maximieren .
In den USA macht sich ein neuer Indexfonds bereit für seinen Marktstart. Das Besondere am BAD ETF: Er setzt auf Unternehmen, die ihr Geld mit in der Gesellschaft eher verpönten Produkten oder Angeboten verdienen. © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images • BAD ETF reicht Zulassungsantrag bei der SEC ein• ETF will in Unternehmen investieren, die ihr Geld mit Glücksspiel, Alkohol und Drogen verdienen• "Sündenaktien" mit besonderem Marktpotenzial?Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat Ende September einen Antrag zur Zulassung eines neuen ETFs erhalten.

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