Sport Diese Qualitäten haben Embolo einen Startelf-Platz und ein Lob beschert

17:05  27 september  2021
17:05  27 september  2021 Quelle:   rp-online.de

Bielefeld-Spiel war ein Vorgucker auf Augsburg

  Bielefeld-Spiel war ein Vorgucker auf Augsburg Mönchengladbach. Wie vorigen Sonntag gegen Arminia Bielefeld wird Borussia auch am kommenden Samstag beim FC Augsburg der Favorit und die individuell klar besser besetzte Mannschaft sein. Doch der FCA dürfte ähnliche Mittel wie die Arminia einsetzen, um Gladbach ein Bein zu stellen. © Federico Gambarini Eng dran am Mann: Bielefelds Robin Hack (r.) im Zweikampf mit Gladbachs Hannes Wolf. Eine Spielverlagerung aus der Mitte auf die rechte Seite, eine punktgenaue Flanke und ein schulmäßiger Kopfball: Mit ihrem schön herausgespielten 2:1 sorgten die Gladbacher am vergangenen Sonntag in der 69.

Mönchengladbach. Breel Embolo feierte gegen den BVB sein Startelf-Comeback. Getroffen hat er nicht, trotzdem hat seine Darbietung Trainer Adi Hütter gefallen. Embolo verdrängte Alassane Plea auf die Bank, weil er etwas mitbringt, das dem Franzosen abgeht und das der Trainer schätzt.

 Kann dem Gegner weh tun und geht dahin, wo es weh tut: Breel Embolo. © UWE KRAFT Kann dem Gegner weh tun und geht dahin, wo es weh tut: Breel Embolo.

Es war eigentlich eine typische Breel-Embolo-Aktion: Sich im Getümmel durchtanken, einfach ab durch die Mitte und dann drauf aufs Tor. So passierte es nach 37 Minuten im Spiel der Borussen gegen den BVB, und es war ein langer Schweizer der eben dies tat und so das 1:0 für Gladbach erzielte. Doch hieß er nicht Breel Embolo, sondern Denis Zakaria.

Embolo kann Borussias Version von Haaland sein

  Embolo kann Borussias Version von Haaland sein Mönchengladbach. Der Schweizer Breel Embolo ist Adi Hütters Hoffnungsträger für das BVB-Spiel. Dortmunds Erling Haaland ist in seiner Art nahezu einmalig, doch hat auch der Schweizer Er hat Wucht und Zug zum Tor. Beides fehlten den Gladbachern zu oft in den ersten Spielen. © Martin Meissner Breel Embolo hier mit Dortmunds Mats Hummels.⇥ Foto: AP/Martin Meissner Könnte sich Adi Hütter einen Spieler von Borussia Dortmund klauen, wäre es wohl Erling Haaland, den der Trainer von der westfälischen Borussia zu der seinen, der niederrheinischen, rüberholen würde. Jeder will einen Typ wie Haaland im Team haben.

Auch den Pass, der Zakaria auf die Reise in den BVB-Strafraum schickte, kam von einem anderen als Embolo, vom aufgerückten Abwehrchef Matthias Ginter, der einen seiner 103 Ballkontakte (mehr als jeder andere an diesem Tag), nutzte, um mitverantwortlich zu sein für das entscheidende Tor. Embolo stand nicht weit weg von Zakaria, er hatte sozusagen einen Logenplatz, indes musste er etwas in die Knie gehen neben seinem Landesmann, BVB-Verteidiger Manuel Akanji, um freie Sicht auf den Ball zu haben. Letztlich schloss er sich nach einem kurzen Tänzelschritt der Gladbacher Jubeltraube an.

Bei genauer Sichtung der Szene wird deutlich, dass Mats Hummel, der danach nicht richtig in den Zweikampf mit Zakaria kam, einen Seitenblick zu Embolo tat, der hinter ihm lauerte und erst dann Zakarias Aktion in vollem Umfang gewahr wurde. So war Embolo zumindest als Ablenker involviert in das Tor. Einen Scorerpunkt, die Währung eines Stürmers, sammelte Embolo jedoch nicht ein.

Legenden-Sohn trifft bei Startelf-Debüt

  Legenden-Sohn trifft bei Startelf-Debüt Paolo Maldinis Sohn Daniel triff bei seinem Startelf-Debüt für den AC Mailand. Der 19-Jährige übertrumpf damit sogar seinen berühmten Vater. © Bereitgestellt von sport1.de Legenden-Sohn trifft bei Startelf-Debüt Was für ein Startelf-Debüt für Daniel Maldini, den Sohn des legendären Paulo Maldini! Bei seinem ersten Einsatz in der Serie A für den AC Mailand hat der offensive Mittelfeldspieler gleich getroffen. (Service: Ergebnisse der Serie A)Beim 2:1-Auswärtssieg bei Spezia Calcio erzielte Maldini in der 48. Minute das 1:0 für Milan.

Dennoch gab es Lob von Trainer Adi Hütter, der das helvetische Energiebündel erstmals in die Startelf beordert hatte. „Er hat ein tolles Spiel gemacht, er hat viele Bälle behauptet“, sagte Hütter.  Embolo verkörpert mit seiner Art zu spielen vieles von dem, was der Österreicher sich vorstellt. Denn Embolo ist ein Spieler, der dem Gegner weh tun kann.

13 Minuten gegen Bielefeld, neun in Augsburg und nun 90 gegen den BVB, das ist Embolos bisherige Einsatzbilanz der Saison. Zuletzt hatte esr ein komplettes Spiel im Gladbach-Trikot auf den Tag genau vor fünf Monaten gemacht, am 25. April beim 5:0 gegen Bielefeld. Damals war Embolo mit zwei Toren und einem Assist der Mann des Tages, nun waren es gute 90 Minuten für ihn, auch wenn er ohne zählbaren Erfolg blieb.

Immerhin zwei Torschüsse gab er ab, vor allem aber war er das, was er immer ist: engagiert und gewillt, etwas zu bewegen. Und mit ihm kam auch jene Zone wieder in den Fokus, die beim 0:1 in Augsburg noch eine weitgehend Borussia-freie Zone war: der Strafraum, oder, wie es in der modernen Fußballersprache heißt: die Box. Dort Rabatz zu machen, das war Embolos Auftrag. Allerdings war er auch immer wieder weiter hinten zu finden, neben Jonas Hofmann, immer dann, wenn Lars Stindl ganz vorn im Angriff auftauchte. So war Embolo nicht nur Sturmspitze, sondern auch Teil des Pendel-Mittelfeldes, das Hütter für das BVB-Spiel entworfen hat.

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  Brandt, Hazard und ein Außenseiter: Rose sucht die Super-Acht Das Fehlen von Mahmoud Dahoud stellt BVB-Trainer Marco Rose vor die Frage, wer den Nationalspieler auf der Acht ersetzt. Zwei Optionen liegen auf der Hand, eine weitere wäre eine Überraschung. © imago images/Revierfoto Darf er für Dahoud ran? Julian Brandt lauert. Dahouds Ausfall muss kompensiert werdenOb die Korrelation der Ereignisse glücklich oder unglücklich war, das liegt wohl im Auge des Betrachters.

Embolos Nominierung war auch eine deutliche Botschaft an Alassane Plea, der erstmals nicht in der Startelf stand in dieser Saison. Plea hat wohl den besseren Torinstinkt als der Kollege, doch Hütter will etwas, was dem introvertierten Franzosen abgeht: Emotionen. Und die bringt das Embolo haufenweise mit. Er lebt ein Spiel in allen Facetten und er lässt die Fans an seinem Befinden teilhaben. Das schafft eine Verbindung zwischen dem Team und der Kurve. So war es auch gegen den BVB. Unter anderem damit hat sich Embolo das Lob seines Trainers verdient, auch wenn er beim Tor nur in der Nähe und nicht beteiligt war. Er hat getan, was sich Hütter erhofft hatte: Embolo hat Gladbachs Spiel einen neuen Akzent gegeben.

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