Sport DTM-Qualifying Norisring 2: Lawson holt erneut Pole vor Kelvin van der Linde

14:05  10 oktober  2021
14:05  10 oktober  2021 Quelle:   motorsport-total.com

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Liam Lawson sichert sich trotz eines Mauerkusses die Poleposition © Motorsport Images Liam Lawson sichert sich trotz eines Mauerkusses die Poleposition

Letztes DTM-Qualifying der Saison auf dem Norisring bei niedrigen Temperaturen von nur sechs Grad: Und DTM-Leader Liam Lawson behält im Titelkampf die Nerven und holt die Poleposition vor seinem Titelrivalen Kelvin van der Linde.

Der AF-Corse-Ferrari-Pilot fährt in 48.622 die schnellste Rundenzeit und setzt sich um nur 0,041 Sekunden gegen den Abt-Audi-Piloten durch, der seinen Boliden wie Lawson am Ende bei einem Mauerkuss leicht beschädigte.

Lawson baut mit der Pole seine Führung in der Meisterschaft vor dem entscheidenden Rennen auf 19 Punkte aus. Dritter ist Lawsons AF-Corse-Teamkollege Nick Cassidy, während dahinter fünf Mercedes-Boliden folgen.

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HRT-Mercedes-Pilot Maximilian Götz kommt dennoch nicht über Platz acht hinaus. Der Drittplatzierte in der Meisterschaft, der das Samstagsrennen für sich entschied, hat 0,291 Sekunden Rückstand. In der Meisterschaft beträgt sein Rückstand nun bereits 22 Punkte.

Lawson und van der Linde mit Mauerkuss

Die Schlussphase des Qualifyings sorgt für ein weiteres, dramatisches Element im DTM-Titelkampf: Sowohl Lawson, als auch van der Linde küssten auf schnellen Runden mit dem rechten Hinterrad die unnachgiebigen Mauern des Norisrings. Für Lawson könnte das noch zum Problem werden.

"Das war schon kein Kuss mehr, ich bin ziemlich hart angeschlagen. Die Bremsen haben am Ende ein wenig nachgelassen. Die Jungs haben mir gesagt, dass es [der Abstand] zu P2 ziemlich knapp ist, deshalb habe ich alles gegeben. Ich denke, dass die Jungs das reparieren können", äußert sich der junge Neuseeländer bei 'ran' skeptisch.

Titel winkt! Lawson profitiert von Strafen des Rivalen

  Titel winkt! Lawson profitiert von Strafen des Rivalen Liam Lawson profitiert beim DTM-Rennen in Hockenheim von Zeitstrafen seines Titelrivalen Kelvin van der Linde. Den Sieg holt sich am Sonntag aber ein Österreicher. © Bereitgestellt von sport1.de Titel winkt! Lawson profitiert von Strafen des Rivalen Der Neuseeländer Liam Lawson geht als großer Favorit ins Saisonfinale der DTM am kommenden Wochenende auf dem Norisring. Der Ferrari-Pilot belegte im Sonntagsrennen in Hockenheim den zweiten Platz und profitierte davon, dass sein ärgster Rivale Kelvin van der Linde (Südafrika) nicht über Platz zehn hinauskam.

Optimistischer ist da schon van der Linde. "Ich hatte einen leichten Kontakt in Kurve 3 und bin danach noch zwei Runden mit ähnlichen Zeiten gefahren. Von daher: Ein bisschen polieren und sauber machen und dann sind wir bereit", winkt der Abt-Audi-Pilot ab.

Kracht es wieder in Kurve 1?

Das Qualifying-Ergebnis sorgt zumindest in der ersten Startreihe wieder für die gleiche Ausgangslage, wie im Samstagsrennen: Lawson auf Pole, van der Linde direkt daneben. Und wieder hat der Südafrikaner als Zweiter die Innenbahn.

Van der Linde stellt bereits klar, dass er sofort am Start wieder attackieren wird. "Das Problem an meiner Stelle ist: Wenn ich ihn auf Platz eins fahren lasse, dann fährt er vorne weg. Denn er ist ja klar schneller. Von mir aus muss ich in Kurve 1 was machen. Ich muss einfach ein bisschen überlegen, wie ich das ein bisschen schlauer machen kann als gestern."

Allerdings muss van der Linde auch aufpassen, denn Lawsons Landsmann und AF-Corse-Teamkollege Cassidy hat sich für den dritten Startplatz qualifiziert und könnte dem Gesamtführenden so wertvolle Schützenhilfe im Meisterschaftskampf leisten.

Hockenheim-Strafen gegen Kelvin van der Linde: Die Erklärung des Rennleiters

  Hockenheim-Strafen gegen Kelvin van der Linde: Die Erklärung des Rennleiters Gleich zwei Zeitstrafen gegen Kelvin van der Linde in Hockenheim - Wenig Verständnis von vielen Seiten - Rennleiter Niels Wittich erklärt, wie es dazu kamDer Südafrikaner, der als Gesamtführender in den Sonntagslauf startete, erhielt gleich zwei Fünf-Sekunden-Zeitstrafen. So wurde van der Linde nur als Zehnter gewertet, anstatt auf Position sechs. Die erste der beiden Strafen, eine Pit-Stop-Penalty, erhielt er für das Kuddelmuddel mit Titelrivale Liam Lawson in der Startrunde. Das wurde von vielen Seiten kritisiert.

Götz hofft auf Drama im DTM-Titelkampf

Dahinter steht eine Mercedes-AMG-Armada, bestehend aus (in dieser Reihenfolge): Lucas Auer, Philip Ellis, Daniel Juncadella, Arjun Maini und Maximilian Götz. Götz, der im Titelkampf die schlechteste Ausgangslage hat und dazu noch nur auf Startplatz acht steht, muss auf großes Drama bei Lawson und van der Linde hoffen.

Und genau darauf spekuliert er auch ganz offen: "So wie ich Kelvin kenne, wird er alles versuchen. Es ist auch seine letzte Chance, an Liam vorbeizukommen. Er steht wieder auf der Innenseite - so wie gestern. Es wird wieder so ein Move werden. Er wird alles riskieren, denn nur da hat er eine Chance, an ihm vorbeizukommen. Ich glaube, das wird brutalst."

Über dem DTM-Finale schwebt die Protest-Farce gegen Lawson. Wenn der Neuseeländer nach dem finalen Rennen am Nachmittag, das um 13:30 Uhr gestartet wird, 16 Punkte Vorsprung hat, dann spielt es keine Rolle mehr, ob er seine 15 Punkte für Platz drei am Samstag verliert.

Dafür darf Lawson im Rennen maximal drei Punkte auf van der Linde und maximal sechs Zähler auf Götz verlieren.

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