Sport Motorwechsel vor Austin: Startplatzstrafe für Sebastian Vettel

02:55  22 oktober  2021
02:55  22 oktober  2021 Quelle:   motorsport-total.com

15 Jahre später: Vettels «To-Do-Liste» im Wandel

  15 Jahre später: Vettels «To-Do-Liste» im Wandel Istanbul markiert für Sebastian Vettel einen Startpunkt. Vor 15 Jahren gab er sein Trainingsdebüt in der Formel 1. Nach vier WM-Titeln hat sich die Agenda des Hessen verändert.Inmitten von Stars wie Michael Schumacher und Fernando Alonso zeigte der damals 19-Jährige auf dem türkischen Asphalt aber keine Zurückhaltung: Vettel legte bei seinem Debüt gleich die Tagesbestzeit hin. «Es war toll», schwärmte er damals. Dass Vettel auch noch zur Kasse gebeten wurde, weil er zu schnell durch die Boxengasse rauschte, ist eine amüsante Fußnote in dieser glorreichen Formel-1-Vita. «Das wird teuer», bemerkte er damals schmunzelnd.

Sebastian Vettel im Aston Martin AMR21 in der Boxengasse in Istanbul © Motorsport Images Sebastian Vettel im Aston Martin AMR21 in der Boxengasse in Istanbul

Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel geht mit einem Handicap ins Rennwochenende beim Grand Prix der USA in Austin 2021: Am Aston Martin AMR21 wird ein außerplanmäßiger Motorwechsel durchgeführt. Das hat Vettel in der Pressekonferenz vor Beginn der Freien Trainings (alle Einheiten im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) erklärt.

Vettel sagte: "Ich denke, uns steht ein schwieriges Wochenende bevor. Denn wir tauschen den Motor aus und kriegen deshalb eine Strafe. Also schauen wir mal, was wir dann von unserem Startplatz aus noch ausrichten können." (Hier die aktuelle Motorenübersicht abrufen!)

Sebastian Vettel: Was er vom Ausgang der Bundestagswahl hält

  Sebastian Vettel: Was er vom Ausgang der Bundestagswahl hält Formel-1-Pilot Sebastian Vettel hofft nach der Wahl auf eine Zeitenwende in Sachen Umweltpolitik und verrät, was er über ein generelles Tempolimit denktZwar sagt Vettel: "Ich denke, Angela Merkel könnte ganz Deutschland, ganz Europa, der ganzen Welt fehlen. Aus meiner Sicht war sie eine gute Anführerin, die auch durch sehr schwierige Zeiten gehen musste. Aber ich glaube auch, dass wir bereit sind für eine Veränderung." Und das gerade mit Blick auf Umweltthemen.

Bislang ist unklar, welche Komponenten Vettel wechseln wird. Handelt es sich beispielsweise nur um den Verbrennungsmotor, resultiert daraus eine Strafversetzung um zehn Positionen in der Startaufstellung. Kommen weitere Antriebselemente hinzu, muss der viermalige Formel-1-Weltmeister vermutlich von ganz hinten losfahren.

Warum ein hinterer Startplatz wahrscheinlich ist

Zuletzt hatte zum Beispiel Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton einen neuen Motor verbauen lassen und war in der Türkei um zehn Positionen nach hinten versetzt worden. Zuvor war dessen WM-Rivale Max Verstappen von Red Bull in Russland nach einem Antriebswechsel vom Ende des Feldes ins Rennen gegangen.

Sollte Vettel im Qualifying seine bisherige Saisonbestleistung einstellen und auf P5 fahren, er könnte höchstens von Platz 15 aus in den Grand Prix gehen. Ein hinterer Startplatz ist also wahrscheinlich für den Deutschen.

Sebastian Vettel im Interview: Was er der Formel 1 vorwirft

  Sebastian Vettel im Interview: Was er der Formel 1 vorwirft Sebastian Vettel äußert sich im Interview zu seinen vielbeachteten Positionen und erklärt, was er sich von der Formel 1 wünschtDoch Vettel ist das Thema wichtig. Die zahlreichen Naturkatastrophen, etwa die Flut in Deutschland vor wenigen Wochen, stimmen ihn nachdenklich. Zum Interviewtermin, bei dem auch 'Motorsport-Total.com' dabei war und der virtuell abgehalten wurde, erschien Vettel mit etwas Verspätung, weil er sich zuvor noch mit einer Schulklasse aus der betroffenen Region ausgetauscht hatte.

"Ich freue mich trotzdem auf das Wochenende", meint Vettel. Er glaube, der Circuit of The Americas könnte Aston Martin liegen. "Ich denke, wir können hier stark auftreten. Wie stark, das muss sich zeigen."

Ein schlechter Startplatz müsse nicht das Ende aller Hoffnungen auf WM-Punkte bedeuten: "In Austin kann man überholen. Es ist also ein guter Ort, um den Motor zu wechseln. Hoffentlich haben wir dann einen unterhaltsamen Sonntagnachmittag und können mitmischen", sagt Vettel.

Vettel: Bodenwellen dürften für Formel 1 nicht so schlimm werden

Über die zuletzt beim Gastspiel der Motorrad-WM MotoGP in die Kritik geratenen Bodenwellen von Austin wollte sich Vettel indes nicht im Detail äußern. Er meinte nur: "Schauen wir mal, wie es ist, wenn wir auf der Strecke sind. Für uns ist es aber nicht so schlimm wie für die MotoGP. Und ich bin generell ein Fan von Bodenwellen."

"Vor ein paar Jahren war es ziemlich schlimm. Dann hat man die Bodenwellen abgefräst. Vielleicht muss man sich das für die Zukunft anschauen. Ich weiß es nicht."

Tatsächlich haben die Veranstalter in Austin einzelne Streckenbereiche vor dem Formel-1-Grand-Prix abgefräst, um so die Auswirkungen der Bodenwellen zu reduzieren. Weitere Asphaltarbeiten sind für die Motorsport-Saison 2022 angekündigt worden.

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