SportNiki Lauda (1949-2019): Das war der Moment, der sein Leben für immer veränderte

16:30  21 mai  2019
16:30  21 mai  2019 Quelle:   gq-magazin.de

Der Maestro ist zurück! Federer baut endlich wieder auf Sand

Der Maestro ist zurück! Federer baut endlich wieder auf Sand Dass sich in diesen Tagen in Madrid Außergewöhnliches ereignet, zeigt zunächst der Blick in die Vergangenheit. Vor ziemlich genau drei Jahren spielte Roger Federer beim Masters-Turnier in Rom gegen Dominic Thiem, es ging um den Einzug ins Viertelfinale. Der Schweizer Maestro verlor gegen den jungen Österreicher mit 6:7, 4:6, und als er den Sandplatz im Foro Italico verließ, kehrte er nicht mehr zurück auf die rote Asche. Bis jetzt. Spätestens am

Mai 2019 . Am 1. August 1976 verlor Niki Lauda am Nürburgring die Kontrolle über seinen Rennboliden. Er überlebte schwer verletzt – und wurde mit seiner Schlussendlich war es doch ein Konkurrent, dem Lauda sein Leben verdankte: Arturo Merzario befreite Lauda aus dem brennenden Wrack.

Andreas Nikolaus „ Niki “ Lauda (* 22. Februar 1949 in Wien; † 20. Mai 2019 in Zürich) war ein österreichischer Automobilrennfahrer, Unternehmer und Pilot. Er startete zwischen 1971 und 1985 in der Formel 1 und wurde dreimal Weltmeister.

Niki Lauda (1949-2019): Das war der Moment, der sein Leben für immer veränderte © Getty

Die Formel-1-Welt hielt den Atem an, als Niki Lauda an einem verregneten Renntag am Nürburgring in einer Linkskurve mit seinem Ferrari 312 T ins Schleudern kam. Es war ein katastrophaler Unfall: Lauda, damals 27 Jahre alt, prallte gegen eine Felswand und wurde wieder auf die Fahrbahn geschleudert. Sein Konkurrent Brett Lunger konnte nicht mehr bremsen und rammte Laudas Wagen, der mittlerweile lichterloh in Flammen stand. Die anderen Fahrer versuchten, zu Lauda vorzudringen – das Flammeninferno schien das unmöglich zu machen. Schlussendlich war es doch ein Konkurrent, dem Lauda sein Leben verdankte: Arturo Merzario befreite Lauda aus dem brennenden Wrack. (Niki Lauda im Interview: "Ich habe immer versucht, am Leben zu bleiben.")

Stimmen zum Tod von Niki Lauda: "Der verheerende Verlust einer wahren Legende"

Stimmen zum Tod von Niki Lauda: Die Nachricht vom Tod Niki Laudas bewegt und hat besonders in der Formel 1 große Trauer ausgelöst. Aber auch Politiker melden sich zu Wort. © Foto: dpa Weltmeisterfreude. Auch als Aufsichtsratschef von Mercedes war Lauda sehr erfolgreich. Die Formel 1 trauert um eine ihrer größten Ikonen. Vor dem Klassiker in Monaco hat der Tod des dreimaligen Weltmeisters Niki Lauda Fahrer, Teams und Fans erschüttert. „Für immer in unseren Herzen, für immer unsterblich in unserer Geschichte“, twitterte die Motorsport-Königsklasse am Dienstagmorgen.

Andreas Nikolaus Lauda , den die ganze Welt nur Niki nannte, brauchte auch weiterhin - das Gott sei Dank ist das heute nicht mehr so", sagte Lauda später über das lebensgefährliche Renngeschäft zu dieser Zeit. Und auch hier - ein einschneidendes Erlebnis, dass das Leben von Lauda verändert .

Aufzugeben, kam für Niki Lauda nie infrage. Einer der bedeutendsten Österreicher, der je gelebt hat, fuhr in Formel-1-Wägen in die Ruhmeshalle des Sports. Mai 2019 traf ungezählte Fans und Kollegen mitten ins Herz. Ein Rückblick auf 70 bewegte Geboren wird Lauda am 22. Februar 1949 in Wien.

Der Lauda-Unfall im Video: Ein Amateurfilmer nahm die schreckliche Szene auf

Die Rennstrecke war schon zuvor hochumstritten gewesen. Ein Rennen wollte man noch fahren, dann umbauen, die Strecke sicherer machen. Für Lauda wurde das fast zum Verhängnis: Er überlebte den höllischen Crash schwer verletzt. Er erlitt schwerste Verbrennungen, einen Jochbeinbruch, eine Lungenverätzung. Drei Tage lag der Österreicher im Koma, rang mit den Tod.

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Dass ihn der Unfall aber doch vorsichtiger gemacht hatte, zeigte sich kurz darauf beim Grand Prix von Japan. Wie schon am Nürburgring regnete es auch an diesem Tag stark, Nebel verdeckte die Sicht. Lauda zögerte, bekundete seine Bedenken. Er stieg trotzdem in den Boliden und ging an den Start. Nach der zweiten Runde brach er ab. Glaubt man der Legende, hat er den Mechanikern in der Box erklärt, dass er sich nicht noch einmal umbringen wolle.

Auch die MotoGP erweist Niki Lauda die Ehre: "Einen Freund verloren"

Auch die MotoGP erweist Niki Lauda die Ehre: Auch die Motorrad-WM bekundet Trauer und Respekt für Niki Lauda - "Mit Niki habe ich einen Freund verloren", sagt Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta . "Er war jemand, mit dem ich eine besondere Freundschaft gepflegt habe. Er war auch ein großer Fan unseres Sports." "Es war uns immer eine Ehre, wenn er unser Paddock besucht hat. Mein tiefstes Beileid an seine Familie und seine Kinder. Meine Gedanken und die Gedanken aller von unserem Sport sind bei dir", so Ezpeleta. "Niki wird von allen vermisst werden, die ihn gekannt haben." Lauda verstarb am 20. April im Alter von 70 Jahren.

Als Niki Lauda (70†) Mitte der Siebzigerjahre Weltmeister wurde, war die Formel 1 ein brutaler Sport. Formel-1-Legende Niki Lauda meldet sich nach seiner Lungentransplantation zu Wort. Der Österreicher und Aufsichtsratsvorsitzende des Mercedes-Teams kämpft seit seinem schweren Unfall

Lauda Air - der zweite Karriereweg. Das Wichtige war das Luftfahrt-Business, in das der begeisterte Pilot verstärkt einsteigen wollte. Aber das Fluggeschäft brachte ihm auch den dunkelsten Moment seines Lebens . Der Absturz eines seiner Flugzeuge in Thailand im Mai 1991 mit 223 Toten war ein

Niki Lauda wollte die Karriere zweimal beenden

Er beendete seine Karriere zweimal. Einmal 1979 – damals erklärte er sarkastisch: “Warum soll ich wie ein Trottel mit den anderen im Kreis fahren?”. Er kam 1982 noch einmal zurück, wurde zwei Jahre später wieder Weltmeister. 1985 beendete er seine aktive Rennfahrerkarriere endgültig.

Egal ob als Formel-1-Fahrer, als Fluglinien-Chef oder als Privatperson: Niki Laudas Leben war immer wieder von Rückschlägen und Katastrophen geprägt – und einem eisernen Willen zur Rückkehr, der ihn, gemeinsam mit seinem trockenen, unaufgeregten Humor, zur Legende machte.

Niki Lauda verstarb am 20. Mai 2019 im Alter von 70 Jahren.

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