Sport«Stadion wird brennen»: Union und VfB vor hitzigem Rückspiel

16:55  26 mai  2019
16:55  26 mai  2019 Quelle:   msn.com

KSC schießt sich zurück in die Zweite Liga

KSC schießt sich zurück in die Zweite Liga Der Karlsruher SC ist zurück in der 2. Bundesliga. Zwei Jahre nach dem Abstieg machten die Badener am vorletzten Spieltag mit einem 4:1 (2:0)-Auswärtssieg bei Preußen Münster die Rückkehr in die Zweite Liga perfekt. Die Highlights der 3. Liga am Montag ab 23.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 Marvin Pourié (33.), Damian Roßbach (45.+2), Anton Fink (55.) und Martin Röser (57.) erzielten in Münster die Treffer für die Mannschaft von Alois Schwartz. Martin Kobylanski (66.) traf für die Preußen, die die Partie nach einer Gelb-Roten Karte gegen Sandrino Braun (84.) in Unterzahl beendeten.

«Stadion wird brennen»: Union und VfB vor hitzigem Rückspiel © Foto: Sebastian Gollnow Der 1. FC Union Berlin will erstmals in die Bundesliga aufsteigen.

Abstiegsangst gegen Aufstiegseuphorie. Der VfB Stuttgart setzt für das Relegations-Finale auf Zweck-Optimismus, der 1. FC Union beschwört die Kraft seiner völlig elektrisierten Kult-Fans.

Die Rolle des Außenseiters beanspruchen die Berliner im Psychoduell trotz der guten Ausgangslage durch das 2:2 im Hinspiel aber genüsslich weiter für sich. «Ich bleibe bei der Meinung: Favorit bleibt Stuttgart», sagte Trainer Urs Fischer vor der Partie am Montag (20.30 Uhr/Eurosport Player) in der restlos ausverkauften Alten Försterei. «Das Stadion wird brennen», verspricht Innenverteidiger Marvin Friedrich einen emotionalen Höhepunkt.

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Für den ersehnten erstmaligen Sprung in die Fußball-Bundesliga reicht den Eisernen schon ein torloses Unentschieden oder ein 1:1, die Stuttgarter müssen hingegen von Beginn an auf Sieg spielen. «Das wird kein dünneres Brett bei der Einstellung und der Euphorie, die da herrscht», sagte VfB-Interimstrainer Nico Willig am Sonntag. «Dieses Spiel ist ein besonderes Spiel, es ist ein Hexenkessel. Die Rahmenbedingungen sind Wahnsinn, die Situation drumherum ist etwas ganz, ganz Besonderes, was Einmaliges.»

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Die Vorzeichen sprechen eher für den dritten Sturz der Schwaben in die Zweitklassigkeit nach 1975 und 2016. Union hat als heimstärkstes Team der 2. Liga diese Saison erst ein Spiel vor eigener Kulisse verloren, ließ 14-mal kein Gegentor zu. Stuttgart holte gerade einmal sechs Auswärtspunkte, konnte nur einmal auf fremdem Platz gewinnen. «Das hat uns alles nicht zu interessieren», sagte Torwart Ron-Robert Zieler über die Statistik. «Wir sind definitiv in der Lage dazu, dort zu gewinnen. Wir sind der Bundesligist.»

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Stuttgart muss um den Klassenerhalt bangen Dem ambitionierten VfB Stuttgart droht nach 1975 und 2016 der dritte Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Die krisengeplagten Schwaben kamen im Relegations-Hinspiel gegen den Zweitligadritten Union Berlin nicht über ein mageres 2:2 (1:1) hinaus. Der VfB steht nun im Rückspiel am Montag (20.30 Uhr/Eurosport-Player) im Stadion an der Alten Försterei gegen den heimstarken Kultklub noch mehr unter Druck. Stuttgart gelang in einer umkämpften Partie vor 58.619 Zuschauern durch Kapitän Christian Gentner in der 42. Minute das umjubelte 1:0. Die Freude währte jedoch nur 87 Sekunden, denn Suleiman Abdullahi glich mit der ersten Aktion nach dem Anstoß aus.

Den Beweis dafür blieben die Stuttgarter im ersten Duell allerdings schuldig. Und während Mario Gomez anschließend über die beginnende Untergangsstimmung motzte, fiebern die Union-Anhänger auf einen möglicherweise historischen Abend hin. Als aktueller Zweitliga-Dino wäre der ehemalige DDR-Oberligist erstmals nach 30 Jahren wieder erstklassig. Dabei gilt es auch die Vereinsbilanz in Alles-oder-Nichts-Spielen zu verbessern. In zehn Aufstiegsrunden oder Entscheidungsspielen um den Klassenverbleib gelang bislang nur zweimal ein positiver Abschluss.

«Die Vorfreude ist da, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es zu viel wird», sagte Fischer in seiner gewohnt stoischen Art. «Jetzt geht es um die Wurst. Entweder gehst du hoch, oder du bleibst wo du bist.» In der Erinnerung an das Public Viewing beim Hinspiel geriet aber selbst der Schweizer ins Schwärmen. «Das musst du dir mal vorstellen, das ist Wahnsinn. 15 000 Zuschauer, die ein Spiel verfolgen im Stadion und wir spielen 700 Kilometer entfernt - das ist unglaublich.»

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Nach Berlin-Köpenick werden gut 2000 VfB-Fans mitreisen. Dann hoffen die Stuttgarter Profis zumindest für 90 oder 120 Minuten auf die Unterstützung ihrer teils vergrätzten Anhänger. «Montagabend ist immer noch genug Zeit zu jammern und zu weinen, wenn es schief gehen sollte», sagte Kapitän Christian Gentner der «Bild»-Zeitung. «Bis dahin sollten wir Optimismus verbreiten und es auch wirklich so sehen.»

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