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SportTrotz Buhrufen: Lewis Hamilton verzeiht Fans in Kanada

18:16  11 juni  2019
18:16  11 juni  2019 Quelle:   motorsport-total.com

Sebastian Vettel kritisiert die Formel 1: Es geht um mehr als nur dieses Rennen

Sebastian Vettel kritisiert die Formel 1: Es geht um mehr als nur dieses Rennen Nach seiner Zeitstrafe beim Großen Preis von Kanada fühlt sich Sebastian Vettel um den Sieg betrogen. Ferrari will sich wehren, Vettel beklagt gar den Zustand der Formel 1. © getty Sebastian Vettel kritisierte die Entwicklung der Formel 1. Zuvor hatten sich der 31-Jährige und Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes über 47 Runden ein spannendes Duell auf der Strecke geliefert. Vettel raste an der Spitze seinem ersten Saisonsieg entgegen, den heraneilenden Hamilton immer im Rückspiegel.

Buhrufe gegen Hamilton . Auch die Fans waren unglücklich mit den Geschehnissen und pfiffen Hamilton aus, dem Vettel daraufhin zur Seite sprang: "Die Leute sollten Lewis nicht ausbuhen. Er hat gesehen, was passiert ist. Es war keine Absicht dabei, ich habe nur versucht, auf der Strecke zu

Lewis Hamilton siegt in Kanada , obwohl er als Zweiter die Ziellinie überquerte. Möglich gemacht hat das sein geringer Rückstand von rund 1,3 Sekunden auf Sebastian Vettel zu Rennende. Durch die Fünf-Sekunden-Strafe des Deutschen gewann der Brite schließlich um 3,7 Sekunden.

Trotz Buhrufen: Lewis Hamilton verzeiht Fans in Kanada © LAT Lewis Hamilton war auf dem Podium nicht der beliebteste Pilot

Lewis Hamilton musste auf dem Podium von Kanada die Entscheidung der Rennleitung ausbaden. Diese hatte nach einem Ausritt Sebastian Vettels den Deutschen mit einer Zeitstrafe belegt und Hamilton so den Sieg gegeben, obwohl er nur als Zweiter über die Ziellinie gekommen war. Ausgebuht wurde jedoch der WM-Führende, als er auf dem Podium stand und Interviews gab.

Das missfiel auch Vettel selbst, der schützend einsprang: "Die Leute sollten Lewis nicht ausbuhen. Wenn überhaupt, dann sollten sie die seltsamen Entscheidungen ausbuhen", sagt er. Für Hamilton selbst ist es jedoch kein Wunder, dass er die Anfeindungen abbekam: "In Kanada gibt es viele Ferrari-Fans, aber ich schätze sie trotzdem", so der Brite.

Mercedes dominiert erstes Kanada-Training - Vettel mit Dreher

Mercedes dominiert erstes Kanada-Training - Vettel mit Dreher Der Kampf gegen die Übermacht von Mercedes wird für Sebastian Vettel auch beim Großen Preis von Kanada (Sonntag, 20.10 Uhr im LIVETICKER) zu einem schwierigen Unterfangen. Im ersten freien Training am Freitag in Montreal dominierten WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton und Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas das Geschehen mit rund einer Sekunde Vorsprung auf die Konkurrenz. © getty Lewis Hamilton will seine Führung in der Weltmeisterschaft ausbauen. Weltmeister Hamilton stellte in 1:12,767 Minuten die Bestzeit auf, einzig Bottas (1:12,914) im zweiten Silberpfeil war in Reichweite des Briten.

Buhrufe gegen Hamilton . Auch die Fans waren unglücklich mit den Geschehnissen und pfiffen Hamilton Lewis hat viel Druck ausgeübt, ich hatte nicht viel Luft. Ich habe das Heck eingangs der Kurve verloren, musste korrigieren und ausweichen. Die Ergebnisse vom Kanada -GP in Montreal.

Lewis wird Richtung Betonmauer gedrückt und geht in die Eisen, um eine Kollision zu verhindern. Runde 67: Local-Boy Stroll schlüpft unter dem Applaus der Fans am McLaren von Carlos Sainz vorbei und klettert Hamilton klebt im Heck von Vettel und schippert seinem fünften Saisonsieg entgegen.

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Dass er auf dem Podest ausgebuht wurde, obwohl er selbst keinen Fehler gemacht hatte, fühlte sich für ihn "etwas seltsam" an. Doch er kann damit umgehen: "Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich ausgebuht wurde. Ich bin schon daran gewöhnt - und ich verzeihe ihnen."

Hamilton: Immer akzeptiert gefühlt

Eigentlich fühlt sich der Mercedes-Pilot in Kanada wohl, und das nicht nur, weil er einst seinen ersten Grand-Prix-Sieg hier gefeiert hat und am Sonntag Michael Schumachers Rekord von sieben Siegen egalisierte. Auch die Fans waren für ihn immer großartig: "Ich habe mich hier immer akzeptiert und unterstützt gefühlt", betont er.

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Das hat am vergangenen Sonntag jedoch einen Knick bekommen. "Ich verstehe natürlich, dass die Leute nicht glücklich waren, ich war auch nicht glücklich über die Entscheidungen - aber das hatte nichts mit Lewis zu tun" sagt Vettel. "Es ist nicht schön, wenn die Leute einen ausbuhen, deswegen bin ich eingeschritten", meint er über die Szene auf dem Podest.

"Wenn überhaupt, dann ist er ein großartiges Rennen gefahren und hat mich enorm unter Druck gesetzt", führt der Deutsche weiter aus. Und das habe ihm - abseits der Entscheidungen - sehr viel Spaß bereitet. "Wir haben großen Respekt voreinander. Das hat nichts mit ihm zu tun", so der Deutsche.

Sieg "ernüchternd"

In das gleiche Horn stößt auch Hamilton. Es komme nicht oft vor, dass man einen viermaligen Weltmeister in so einen Fehler hetzen kann, sagt er. Doch als dieser von Vettel kam, sah er seine Chance gekommen. Doch als Vettel wieder auf die Strecke kam, ging ihm der Platz aus. "Es sah so aus, als würden wir crashen, von daher musste ich bremsen, um einen Unfall zu vermeiden. Glücklicherweise haben wir das geschafft."

Dafür wurde Vettel am Ende auch bestraft, auch wenn viele Rennsport-Kollegen damit nicht einverstanden waren. Sie fordern weiterhin eine großzügigere Linie und würden die Fahrer machen lassen, solange es nicht zum Zusammenstoß kommt. Darauf angesprochen, sagt Hamilton aber nur: "Das kann ich nicht beantworten. Ich weiß nicht, ob alles erlaubt sein sollte."

Für Kanada nützt das alles nichts mehr, weder Vettel, noch der Formel 1 oder den Fans. Und auch Hamilton verlässt die Strecke mit einem "leeren Gefühl", wie er meint. "Der Sieg fühlt sich ernüchternd an."

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