SportEM-Quali | 8:0 - DFB-Schützenfest gegen Estland

00:10  12 juni  2019
00:10  12 juni  2019 Quelle:   90min.com

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EM-Quali | 8:0 - DFB-Schützenfest gegen Estland © INA FASSBENDER/GettyImages

Mit einem Schützenfest verabschiedet sich die deutsche Nationalmannschaft in die Sommerpause. Beim klaren 7:0-Erfolg gegen heillos überforderten Esten erzielten Marco Reus und Serge Gnabry einen Doppelpack. Hätte Estlands Keeper Lepmets nicht so stark pariert, die Partie hätte auch zweistellig ausgehen können.

In der Opel-Arena von Mainz entwickelte sich vor gut 26.000 Zuschauern von Beginn an das erwartete Spiel: Die DFB-Elf kontrollierte die Partie, Estland verteidigte mit Mann und Maus, kurz vor dem eigenen Strafraum.

Marco Reus hatte schon in der zehnten Minute mit dem 1:0 den Dosenöffner für die deutsche Mannschaft parat. Ilkay Gündogan öffnete das Feld mit einem starken Pass auf Thilo Kehrer, der den Ball perfekt mit dem ersten Kontakt flach in den Rücken der Abwehr in die Mitte brachte und damit Marco Reus mustergültig bediente. Der BVB-Star hatte dann keine Probleme, den Ball aus kurzer Distanz unterzubringen.

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Knapp zwei Minuten später hätte Leon Goretzka beinahe auf 2:0 gestellt, scheiterte aber am herausstürmenden estischen Schlussmann Lepmets. In der 17. Minute war es dann aber soweit: Wieder initiierte Gündogan den Angriff mit einem herrlichen Lupfer auf Sane, der den Ball auf der Grundlinie gut kontrollierte und nach innen zu Serge Gnabry passte. Der Bayern-Angreifer musste den Ball nur noch über die Linie drücken.

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Nach knapp 20 Minuten kündigte sich ein Schützenfest an. Dieses Mal war es Joshua Kimmich, der den Ball mit links vom Strafraumeck auf Leon Goretzka zirkelte, der den Ball per Kopf stark ins lange Eck legte - 3:0 für die Sorg-Truppe.

Nach 25 Minuten gab es dann auch noch Elfmeter für Deutschland. Wieder die Kombination Kimmich-Goretzka, die für Torgefahr sorgte. Kimmich chipte den Ball in den 16er, Goretzka wurde regelwidrig gehalten. Eine Minute später verwandelte Gündogan den Strafstoß souverän.

In der 30. Minute hätte Marco Reus fast auf 5:0 gestellt. Seinen Fernschuss lenkte Lepmets aber gerade so noch an die Latte. Aber klar - lange ließ sich Marco Reus nicht bitten. In der 37. Minute holte er sich dann seinen Doppelpack, per direktem Freistoß aus rund 25 Meter. Zum letzten Mal gelang das im Übrigen Torsten Frings im Jahr 2007 für den DFB.

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Nico Schulz blieb in der Halbzeit in der Kabine. Für den Neu-Dortmunder kam Leipzigs Marcel Halstenberg in die Partie. Der bereitete auch prompt das 6:0 vor. Im zweiten Durchgang mussten die Fans in Mainz dabei ungewöhnlich lange warten - in der 62. Minute schob Gnabry die flache Hereingabe von Halstenberg in die estischen Maschen. Auch für den Bayern-Shootingstar der zweite Treffer des Abends.

​25 Minuten vor Schluss durfte dann auch Timo Werner nochmal ran. Der RB-Stürmer kam für Doppelpacker Marco Reus in die Partie. Wenig später war es aber Leroy Sané vergönnt für das 7:0 zu sorgen - dachten alle zunächst. Der Linienrichter entschied aber fälschlicherweise auf Abseits. Glück für die Esten.

Zuvor kam bereits Julian Draxler für Gündogan in die Partie. ​Geburtstagskind Kai Havertz musste damit weiter auf seinen vierten Länderspieleinsatz warten. Nicht für jeden nachvollziehbar...

Am klaren Ergebnis änderte das natürlich nichts. Werner durfte sich dann auch noch in die Torschützenliste eintragen. Nachdem der estische Keeper Lepmets zuvor mehrfach stark parierte, hatte er gegen den Lupfer von Werner keine Chance. Draxler hatte ihn in der 79. Minute mustergültig auf die Reise geschickt.

Wenig später netzte wieder Sane ein - und wieder zählte der Treffer nicht. Dieses Mal war die Entscheidung aber korrekt, Gnabry hatte dem Keeper die Sicht genommen. Beim dritten Mal durfte Sane dann aber doch noch jubeln. Obwohl Sane zuvor leicht im Abseits stand, zählte sein Schlenzer ins lange Eck. 8:0 - 88. Minute.

Mit dem Schützenfest von Mainz hält sich die deutsche Mannschaft weiter schadlos und darf mit der maximalen Punkteausbeute in den Sommerurlaub. Achja, erwähnenswert auch, dass sich Manuel Neuer den Rekord von Sepp Maier geschnappt hat. Der DFB-Kapitän blieb zum 33-mal ohne Gegentreffer.

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