Sport Corona in Köln: Karl Lauterbach plädiert für Fußballspiele ohne Auswärtsfans

14:45  04 dezember  2021
14:45  04 dezember  2021 Quelle:   ksta.de

Lauterbach hält noch härtere Corona-Einschränkungen für denkbar

  Lauterbach hält noch härtere Corona-Einschränkungen für denkbar Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen eine weitere Verschärfung der Einschränkungen im öffentlichen Leben für möglich. Bund und Länder hatten sich am Donnerstag auf ein einheitliches Konzept zur stufenweisen Verschärfung von Schutzmaßnahmen geeinigt. Zentraler Maßstab ist die Hospitalisierungsquote, die die Zahl der Krankenhauseinweisung von Corona-Patienten innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner angibt. So gilt ab einer Quote von 3 im Freizeitbereich flächendeckend 2G und ab 6 eine 2G-Plus-Regelung.

Die Corona-Zahlen in Köln steigen weiter. Am Samstag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Köln bei 459,0. Die Eröffnung der Karnevalssession am 11.11. und das volle Rheinenergiestadion zum Derby standen deswegen schon vielfach in der Kritik. Karl Lauterbach spricht im Interview mit dem Express darüber, wieso Karneval und Fußball aus seiner Sicht Teil eines „Fiaskos“ sind.

Karl Lauterbach © dpa Karl Lauterbach

Es seien die falsche Signale gesetzt worden: „Fußball in vollen Stadien, Weihnachtsmärkte werden betrieben. Dazu werden in den Innenstädten die geltenden Regeln kaum kontrolliert“, sagt Lauterbach gegenüber dem Express. Zusammen sorge das für hohe Fallzahlen. Er fordert weitere Maßnahmen der Stadt Köln.

Bei Fußballspielen müsse seiner Meinung nach in Köln die Grenze bei 5000 Fans sein. Dabei gehe es Lauterbach weniger um die Menschen im Stadion, sondern um die Anreise. Deshalb fordert er: „Sperrt die Auswärtsfans aus!“ Denn auf denen langen An- und Rückreisen in der Bahn und im Auto bestehe die Gefahr der Infektion. (hen)

„Vorgehen wie Mediziner“: Lauterbach hält erste Minister-Rede – Überblick zu Maßnahmen .
Der neue Gesundheitsminister hat die Änderungen im Infektionsschutzgesetz erklärt.Neben Ärzten sollen auch Apotheken, Zahnärzte und Tierärzte mit impfen können. Ergänzt und verlängert werden sollen Möglichkeiten für die Länder zu regional härteren Beschränkungen.

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