Sport Gladbach-Coach Hütter: Volle Stadien können spalten

14:45  04 dezember  2021
14:45  04 dezember  2021 Quelle:   msn.com

Wie Eberl Gladbach aus der Krise holte

  Wie Eberl Gladbach aus der Krise holte Pünktlich zum wichtigen Derby in Köln zeigt der Richtungspfeil bei Borussia Mönchengladbach nach oben. Drei Gründe sind für SPORT1-Kolumnist Tobias Holtkamp ausschlaggebend dafür. © Bereitgestellt von sport1.de Wie Eberl Gladbach aus der Krise holte Borussia Mönchengladbach scheint die Kurve noch rechtzeitig zu bekommen.Wieder ist es Max Eberl, dem dabei eine wichtige Rolle zukommt. Der Sportdirektor, mittlerweile 13 Jahre im Amt, hat die sich anbahnende Krise nach einem enttäuschenden Saisonstart, nur ein Sieg aus fünf Spielen, mit großer Ruhe moderiert - öffentlich, aber eben auch intern.

Borussia Mönchengladbachs Trainer Adi Hütter hat Verständnis, dass in Zeiten der vierten Corona-Welle volle Fußballstadien nicht bei allen gut ankommen.

Hat Verständnis, dass in Zeiten der vierten Corona-Welle volle Fußballstadien nicht bei allen gut ankommen: Gladbach-Coach Adi Hütter. © Marius Becker/dpa Hat Verständnis, dass in Zeiten der vierten Corona-Welle volle Fußballstadien nicht bei allen gut ankommen: Gladbach-Coach Adi Hütter.

«Ich sehe, dass das Bild von dem vollen Stadion eine spaltende Wirkung auf die Gesellschaft haben kann. In Österreich haben wir einen Lockdown, und in Leipzig gab es keine Zuschauer. Ich kann gut verstehen, dass das für Diskussionen und Verwirrungen sorgt», sagte der Österreicher (51) im Interview der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung».

Hütter: "Es hilft nichts, wenn hinten die Scheune offen ist"

  Hütter: Gladbachs Trainer Adi Hütter gehört zu den Verfechtern des Offensivfußballs. Im Derby beim 1. FC Köln wird allerdings auch wieder die Stabilität im hinteren Bereich die Basis sein, sagt der Österreicher. © picture alliance / Tim Rehbein/RHR-FOTO "Das ist die Basis für eine erfolgreiche Mannschaft": Adi Hütter. Gladbacher Personallage entspannt sich vor Derby in KölnSelbst einem Offensivliebhaber wie Hütter gefallen solche Zahlen.

Zuletzt hatte Gladbach im Rheinderby (1:4) beim 1. FC Köln vor 50.000 Fans gespielt. Die Impfquote in Köln sei hoch, das 2G-Konzept funktioniere und die Intensivstationen seien dort nicht überfüllt, so Hütter. «Die Gesamtsituation ist in jedem Fall sehr unangenehm, und es ist nicht mehr so einfach zu erkennen, was richtig und was falsch ist», bekannte Hütter.

Er hofft, dass seine Mannschaft endlich die nötige Stabilität und Kontinuität findet. «Wir zeigen bisher einfach zwei unterschiedliche Gesichter. Ein sehr schönes Gesicht zu Hause in Mönchengladbach und ein nicht so schönes Gesicht auswärts. Wenn wir das nicht ändern, dann wird es schwierig mit der Qualifikation für einen Europapokal», sagte Hütter.

Die Gladbacher sind nach 13 Spielen mit fünf Siegen derzeit Tabellenelfter. Zu viele individuelle Fehler seien mitverantwortlich für die derzeitige Situation. Zudem sei die Mentalität der Mannschaft nicht immer gleich. «Als wir 5:0 gegen Bayern München gewonnen haben, haben wir mit mehr Energie und Emotionen gespielt als in Augsburg oder bei Hertha BSC Berlin. Ich glaube, wir sind manchmal vielleicht zu gut zueinander und verlassen uns zu sehr auf unsere Qualität», erklärte Hütter. «Wir haben Bayern geschlagen, Dortmund geschlagen und in Wolfsburg gewonnen. Ich weiß, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt, und frage mich: Wo ist der Haken?»

Ginter wird nach Pleite deutlich: „Schlechter ging‘s nicht“ .
Borussia Mönchengladbach bleibt im Krisenmodus. Trainer Adi Hütter muss sich mit den Fohlen seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt geschlagen geben. © Bereitgestellt von sport1.de Ginter wird nach Pleite deutlich: „Schlechter ging‘s nicht“ Die Alarmglocken bei Borussia Mönchengladbach und Trainer Adi Hütter schrillen immer lauter. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)Die kriselnde Fohlenelf kassierte beim 2:3 (1:1) gegen Hütters Ex-Klub Eintracht Frankfurt schon die vierte Pleite in Folge und trat dabei nach gutem Beginn erneut völlig verunsichert auf.

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