Sport Trainer-Frage bei 1860: Gorenzel spricht "nicht über, sondern mit Köllner"

21:06  04 dezember  2021
21:06  04 dezember  2021 Quelle:   kicker.de

1860 in der Pflicht

  1860 in der Pflicht 3. Liga: TSV 1860 München – MSV Duisburg (Freitag, 19:00 Uhr) © Bereitgestellt von sport1.de 1860 in der Pflicht Die Zebras treffen am Freitag (19:00 Uhr) auf 1860. Die dritte Saisonniederlage setzte es am letzten Spieltag für den TSV 1860 München gegen den VfL Osnabrück. Duisburg siegte im letzten Spiel gegen den FC Viktoria 1889 Berlin mit 1:0 und belegt mit 16 Punkten den 18. Tabellenplatz.1860 gewann den Großteil der Punkte zu Hause, insgesamt 13 Zähler. Aus diesem Grund dürfte das Heimteam sehr selbstbewusst auftreten. Am liebsten teilt der TSV 1860 München die Punkte.

Der TSV 1860 München hat innerhalb von vier Tagen zwei bittere Niederlagen kassiert. "Bedient" war danach nicht nur Trainer Michael Köllner, der nach dem 2:5 gegen Magdeburg wohl nicht um seinen Job bangen muss.

1860 Münchens Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (li.) steht weiter zu seinem Trainer Michael Köllner. © imago images/Ulrich Wagner 1860 Münchens Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel (li.) steht weiter zu seinem Trainer Michael Köllner.

Münchner Löwen gingen gegen Magdeburg unter

0:5 Tore, kaum Chancen und viele Fehler in der eigenen Abwehr: Bereits nach einer Hälfte war klar, dass die Münchner Löwen im Heimspiel vor Geisterkulisse gegen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg absolut mittellos war. Am Ende stand eine 2:5-Niederlage auf der Anzeigetafel - nach dem 1:3 gegen Waldhof Mannheim die nächste recht deutliche Niederlage gegen einen Aufstiegsaspiranten.

„Da ist eine Grenze überschritten“

  „Da ist eine Grenze überschritten“ Mainz. Im Duell zwischen Mainz 05 und dem 1. FC Köln sind viele Emotionen im Spiel. Der Mainzer Chefcoach Svensson und Kölns Co-Trainer McKenna kriegen sich in die Haare. Unspektakulärer ist das Ergebnis der Partie. © Torsten Silz Gerieten aneinander: Die Verantwortlichen des 1. FC Köln und von Mainz 05. Der Däne Bo Svensson ist kein Typ, der gleich in die Luft geht. Die verbalen Attacken von Kölns Co-Trainer Kevin McKenna brachten den Mainzer Chefcoach aber so in Rage, dass er nach Abpfiff des Fußball-Bundesligaspiels am Sonntag nicht klein beigeben wollte.

„Es ging in der ersten Halbzeit alles schief, was schief gehen kann.“ (Michael Köllner)

"Richtig bedient", so beschrieb Trainer Köllner seinen Gemütszustand im Nachhinein bei "MagentaSport", waren die Löwen daher. "Es ging in der ersten Halbzeit alles schief, was schief gehen kann: Du vergibst klare Chancen, verschießt einen Elfmeter (wie schon gegen Mannheim, Anm. d. Red.), du verteidigst nicht gut." Jeder Torschuss der Magdeburger sei zudem "gefühlt ein Treffer" gewesen. "Es war von allen Spielern in der ersten Halbzeit schlecht", resümierte der 1860-Coach die Vorstellung seiner Mannschaft vor dem Pausenpfiff gnadenlos.

Bis zum 0:3 - wohlgemerkt in der 17. Minute - hatte Köllner aufgrund der Offenheit der Partie sogar noch Positives gedacht. "Weil es war ein offenes Spiel, aber das 0:4 (nach einer knappen halben Stunde, Anm. d. Red.) hat uns den K.o. bereitet." Kurzum: "Der allergrößte Mist ist das Zustandekommen in der ersten Halbzeit."

Gelingt Havelse die Trendwende?

  Gelingt Havelse die Trendwende? 3. Liga: TSV Havelse – TSV 1860 München (Samstag, 14:00 Uhr) © Bereitgestellt von sport1.de Gelingt Havelse die Trendwende? Am Samstag trifft Havelse auf den TSV 1860 München. Anstoß ist um 14:00 Uhr. Das letzte Ligaspiel endete für den TSV Havelse mit einem Teilerfolg. 0:0 hieß es am Ende gegen den Sport-Club Freiburg II. Letzte Woche gewann der TSV 1860 München gegen den MSV Duisburg mit 3:2. Somit nimmt 1860 mit 21 Punkten den elften Tabellenplatz ein.Havelse muss sich ohne Zweifel um die eigene Abwehr kümmern. Im Schnitt kassierte das Team mehr als zwei Gegentreffer pro Spiel.

Gorenzel bemängelt verfehlte Spielidee - und erklärt, wie die "Dinge in den Griff zu bekommen" sind

Dass der Auftritt der Löwen keineswegs gelungen war, wusste auch Sport-Geschäftsführer Günther Gorenzel. Er kritisierte auch die taktische Anordnung der Mannschaft. Die Idee, "sehr mannorientiert" zu spielen und "Magdeburg sehr hoch anzulaufen" habe schlicht nicht funktioniert. Anhand des Auftretens der Spieler habe es sich außerdem bemerkbar gemacht, "dass defensiv und offensiv alles schiefgegangen ist". Vor allem in der Arbeit nach hinten funktionierte sehr wenig.

Eines hielt Gorenzel dennoch klar fest: "Sie werden sicher verstehen, dass ich momentan nicht über Michel Köllner, sondern mit Michel Köllner spreche. Das ist entscheidend, um diese Dinge in den Griff zu bekommen", entgegnete er auf eine Nachfrage. Nach der schwachen Woche seien natürlich alle enttäuscht, aber die Situation am Trainer festzumachen wäre laut Gorenzel falsch. Das gesamte Kollektiv habe versagt. Vor allem in den ersten 45 Minuten gegen Magdeburg.

1860 München und Mölders einigen sich auf sofortige Vertragsauflösung .
Es sei "die beste Lösung": Der TSV 1860 München und Sascha Mölders haben sich auf eine sofortige Aufhebung des ursprünglich bis Saisonende laufenden Vertrages geeinigt. © imago images/Ulrich Wagner Kein Löwe mehr: Sascha Mölders. "Alle Missverständnisse ausgeräumt"Das Kapitel Sascha Mölders bei den Löwen ist nach einem turbulenten Ende geschlossen worden. Wie der Verein am Sonntag mitteilte, sei es "nach konstruktiven Gesprächen" gelungen, "alle Missverständnisse auszuräumen". Und "am Ende waren sich beide Parteien einig, dass die beste Lösung eine Vertragsauflösung ist.

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