Sport Unions Voglsammer über Hertha: "Was die wollen, ist mir egal"

21:16  17 januar  2022
21:16  17 januar  2022 Quelle:   kicker.de

KURIER-Rangliste: Jovetiv zeigt seine Klasse, Stark und Dardai nicht

  KURIER-Rangliste: Jovetiv zeigt seine Klasse, Stark und Dardai nicht Hertha-Profis in der traditionellen Rangliste des Fachmagazins „Kicker“ zu finden, ist wie eine Stecknadel im Heuhaufen zu suchen.Der Edeltechniker mit der exzellenten Schusstechnik erzielte fünf Tore, die meisten waren sogar für das „Tor des Monats“ geeignet. Und er schlug zudem viele entscheidende Pässe. Mich erinnern die Treffer des Strategen oft an Tore des extrovertierten Serben Marko Pantelic, der auch das Spektakuläre liebte. Jovetic ist übrigens nach dem Dänen Christian Poulsen und dem Rumänen Florin Raducioiu erst der dritte Profi, der in allen Top-5-Ligen Europas spielte (Bundesliga, Premier League, Serie A, La Liga und Ligue 1).

Nach seinem Wechsel im Sommer von Arminia Bielefeld zum 1. FC Union lief es für Andreas Voglsammer lange nicht wie erhofft. Am Samstag gegen Hoffenheim nutzte der Stürmer aber seine Chance und markierte seinen zweiten Saisontreffer - gerade rechtzeitig zum Pokalderby bei Hertha BSC.

Fingerzeig: Ist Andreas Voglsammer nun wieder zurück im Geschäft der regelmäßigen Torschützen? © imago images/Jan Huebner Fingerzeig: Ist Andreas Voglsammer nun wieder zurück im Geschäft der regelmäßigen Torschützen?

Tor am Wochenende ist "sehr, sehr wichtig" gewesen

Während Hertha weiterhin auf der Suche nach Konstanz ist und gegen den Abstieg kämpft, präsentiert sich Union auch in dieser Saison sehr kompakt und stabil. Die Eisernen, denen eine erneute Qualifikation für den Europapokal zuzutrauen ist, gehen als Tabellenfünfter und mit dem jüngsten 2:1-Erfolg über Hoffenheim im Rücken in das Pokalderby im Olympiastadion am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker.de). "Die Stimmung", sagt Unions Angreifer Andreas Voglsammer, "ist generell gut nach solch einem Sieg".

Sturm der Liebe: Papa-Power und Hertha-Fans treiben Davie Selke an

  Sturm der Liebe: Papa-Power und Hertha-Fans treiben Davie Selke an Angreifer Selke wird zum ersten Mal Vater. Zusätzlichen Auftrieb gibt ihm die Zuneigung der Hertha-Fans – obwohl die Hinrunde für ihn alles andere als gut lief.Zum Jahresstart verkündete Davie Selke die frohe Kunde seinen Fans und Followern in den sozialen Medien. „Wir freuen uns so sehr auf Dich“ schrieb er unter ein Bild aus der Wüste Dubais, auf dem er seine beiden Hände zärtlich auf den Babybauch seiner Ehefrau Evelyn legt.

Der Stürmer, der gegen die Kraichgauer nach fast viermonatiger Durststrecke in der Liga mal wieder getroffen hat, macht keinen Hehl daraus, wie wichtig der Sieg und nicht zuletzt sein persönliches Erfolgserlebnis auch für ihn waren.

"Da ist schon ein bisschen Druck von den Schultern gefallen", sagt Voglsammer. Nachdem er im Sommer ablösefrei aus Bielefeld zu Union gewechselt war, hatte er sich mehr Spielzeit (und mehr Tore und Vorlagen) ausgerechnet. Doch oft blieb dem 30-Jährigen nur die Rolle des Jokers. "Als Stürmer will man der Mannschaft immer mit Toren helfen. Das ist mir in den vergangenen Wochen und Monaten nicht so gelungen. Deshalb war es sehr, sehr wichtig für mich, dass ich der Mannschaft nun helfen konnte", gibt Voglsammer zu.

Zwischen Irrtum und Flop: Hertha griff bei Transfers schon oft richtig daneben

  Zwischen Irrtum und Flop: Hertha griff bei Transfers schon oft richtig daneben Kris Piatek ist nur das jüngste Beispiel. Die Liste der Hertha-Missverständnisse ist lang: Von Luizao bis Sinan Kurt. Solche Flops kann sich Boss Fredi Bobic nicht mehr leisten.Der Abgang des polnischen Nationalspielers, für den Hertha einst 24 Millionen Euro Ablöse hinblätterte, wird als Irrtum des Managements in die Hertha-Historie eingehen. Mancher wird ihn gar als „Transfer-Flop“ einstufen. Ich bezeichne ihn lieber als „teures Missverständnis“, als einen Großverdiener, der bei Hertha fremdelte.

"Es wird enorm schwierig"

Gegen Hoffenheim war er einer der Hauptdarsteller. Mit der Rolle wäre er sicher auch am Mittwoch im Pokalduell mit Hertha zufrieden. Dass der Stadtrivale auch in dieser Saison mit mehr Schwierigkeiten zu kämpfen hat als die Köpenicker, ist Voglsammer bewusst. Dennoch warnt er vor dem angeschlagenen Rivalen.

"Es ist ein Pokalspiel, da sind die Karten immer ganz anderes gemischt. Es wird enorm schwierig", sagt der Stürmer und erklärt: "Dass Hertha enorm viele Qualitäten hat, das wissen auch wir. Wir müssen wieder unser Spiel machen, unsere Stärken auf den Platz legen und alles reinhauen. Wenn wir das machen, bin ich guter Dinge."

In der Liga entschied Hertha die vergangenen beiden Heim-Duelle mit Union deutlich für sich (4:0 und 3:1), dafür setzten sich die Eisernen zuletzt im November in der Alten Försterei mit 2:0 durch. Diese Niederlage vor zwei Monaten, die das Ende der Amtszeit von Trainer Pal Dardai bei der Alten Dame eingeläutet hatte, habe dem Stadtrivalen natürlich "nicht geschmeckt". Aber ob sie Hertha für das Pokalderby besonders anstachele, das spiele keine Rolle, findet Voglsammer, der betont: "Wie scharf sie sind, Revanche zu nehmen, weiß ich nicht. Wir wollen weiterkommen. Was die wollen, ist mir schlussendlich auch egal."

Wo Unions Trainer Urs Fischer in den kommenden Wochen den Hebel ansetzen will … .
Der Chefcoach der Eisernen zeigte sich nicht unzufrieden, wusste aber doch einiges zu kritisieren nach dem torlosen Remis gegen den polnischen Zweitligisten.Doch Fischer ist natürlich nicht verborgen geblieben, was das Manko der Partie war. Die Trefferlosigkeit seiner Jungs. Trotz eines halben Dutzend an Möglichkeiten. „Effizient waren wir nicht, genügend Möglichkeiten waren da“, so Fischer. Levin Öztunali (14.), Kevin Behrens (22.), Robin Knoche (36.), Keita Endo (43.), Andreas Voglsammer (55., 78.), Laurenz Dehl (81.) und Sheraldo Becker (89.).

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