Sport Empörung über Schikane gegen Gladbach-Fans

19:50  04 oktober  2019
19:50  04 oktober  2019 Quelle:   rp-online.de

Empörung über Schikane gegen Gladbach-Fans

  Empörung über Schikane gegen Gladbach-Fans Der SC Freiburg empfängt am Samstag Vizemeister Borussia Dortmund. Für Freiburg-Trainer Christian Streich sind die Borussen trotz der Diskussion um ihre Qualität und Mentalität "eine absolute Topmannschaft".

Istanbul/Berlin. Die türkische Polizei hat Anhänger von Borussia Mönchengladbach drangsaliert. Es spielten wohl auch christliche Symbole eine Rolle. Die Empörung im Verein und in der Politik ist groß.

 Borussia-Fans in Istanbul. © Friso Gentsch Borussia-Fans in Istanbul.

Das Verhalten türkischer Polizisten rund um das Europa-League-Spiel von Borussia Mönchengladbach bei Basaksehir Istanbul hat große Empörung im Verein und in der Politik ausgelöst. Beim Einlass, berichten Fans unserer Redaktion, konfiszierten Polizisten Fahnen, auf denen das Wort „Ultra“ und das Wappen der Stadt Mönchengladbach zu sehen ist. Diese seien nicht zulässig, christliche Symbole seien zudem generell im Stadion nicht erwünscht. Das Stadtwappen zeigt in seiner aktuellen Form unter anderem einen Abtstab und ein Kreuz. Bis 1974 war in dem Wappen der Heilige St. Vitus zu sehen, auch dieses Symbol wurde auf Bannern beanstandet. Die Fans mussten mit den Fahnen das Stadion verlassen, die Polizei riegelte den Gäste-Block ab. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken, Maschinengewehren und im Hintergrund Wasserwerfern vor dem  Fatih-Terim-Stadion im europäischen Teil der Stadt. In Videoaufnahmen ist erkennbar: Polizisten, provozieren und schikanieren friedliche Zuschauer. Zwei Fans wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Weil die Fans besonnen blieben, eskalierte die Situation nicht noch mehr.

Steuerhinterziehung! Diego Costa auf Bewährung

  Steuerhinterziehung! Diego Costa auf Bewährung Diego Costa ist wegen Steuerhinterziehung mit einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung und einer Geldstrafe von 1,7 Millionen Euro belegt worden. Wie am Freitag bekannt wurde, handelt es sich um ein Vergehen aus dem Jahr 2014, Costa hatte die Einkünfte aus einem Werbevertrag mit Adidas nicht korrekt deklariert. Das berichten spanische Medien übereinstimmend.Der 30 Jahre alte Torjäger leistet eine Strafzahlung in Höhe von 600.000 Euro, die Steuerrückzahlung beträgt 1,1 Millionen Euro. Bereits im August hatten spanische Medien über das Strafmaß berichtet.

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„Dass Fußballfans aus Mönchengladbach in Istanbul daran gehindert werden, eine Fahne mit unserem alten Stadtwappen, das den Heiligen Vitus als Schutzpatron unserer Stadt zeigt, mit ins Stadion zu nehmen, ist für mich nicht akzeptabel“, sagte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners. Bei Borussia zeigt man sich entsetzt über das Vorgehen. Sportdirektor Max Eberl:  „Das macht mich extrem traurig, dass wir 2019 in Europa solche Zustände haben, dass die Polizei diktieren kann, welche Fahnen mit ins Stadion kommen. Diese Regel gibt es nicht. Ich verurteile es, wenn unsere Fans nicht ins Stadion dürfen, weil in unserem Stadtemblem christliche Symbole zu sehen sind.“

Dortmund in Freiburg ohne Alcacer und Schulz

  Dortmund in Freiburg ohne Alcacer und Schulz Borussia Dortmund muss im Spiel beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) erneut auf Stürmer Paco Alcacer und Verteidiger Nico Schulz verzichten. Alcacer verpasste bereits das Champions-League-Spiel bei Slavia Prag (2:0) am Mittwoch wegen einer Achillessehnenreizung, Schulz hatte sich im EM-Qualifikationsspiel Anfang September eine Fußverletzung zugezogen.Sowohl Julian Brandt als auch Mario Götze kommen als Ersatz für Alcacer in Frage, Trainer Lucien Favre wollte sich am Freitag nicht festlegen. Brandt hatte in Prag ein gutes Spiel gemacht, Götze am vergangenen Samstag gegen Eintracht Frankfurt von Beginn an überzeugt.

Gladbach will Beschwerde beim europäischen Fußballverband Uefa einreichen. „Das ist Polizeidiktatur“, sagte Eberl.

Rund 1400 Anhänger hatten Borussia nach Istanbul begleitet. In Istanbul gibt es eine Spezialeinheit bei der Polizei, die nur für Sportveranstaltungen zuständig ist. Der Verein Basaksehir wurde erst 2014 gegründet. Er gilt  als regierungsnaher Klub und wird von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterstützt.

Im politischen Berlin ist man über den Vorfall entsetzt. „Die Beschlagnahme ist ein grobes Foul und muss Konsequenzen haben. Die behördliche Willkür ist ein eklatanter Verstoß gegen Uefa-Prinzipien wie Völkerverständigung und Fair Play. Wer meint, einer islamistischen Agenda im Stadion huldigen zu müssen, kann keinen Platz in einem europäischen Fußballwettbewerb für sich beanspruchen“, sagte Sevim Dagdelen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende „Die Linke“ im Bundestag.

Verletzung ist schlimmer als gedacht: David Alaba fällt vorerst aus

  Verletzung ist schlimmer als gedacht: David Alaba fällt vorerst aus ​Beim ​FC Bayern München ging man zunächst davon aus, dass David Alaba sich beim Champions-League-Spiel gegen Tottenham Hotspur lediglich eine Rippenprellung zugezogen hat. Weitere Untersuchungen ergaben jedoch eine etwas ungemütlichere Diagnose. Nach Angaben des Vereins hat sich der österreichische Nationalspieler einen Haarriss in der Rippe zugezogen, der ihn für unbestimmte Zeit außer Gefecht setzen wird. Zumindest kann man davon ausgehen, dass Alaba in naher Zukunft seiner Mannschaft nicht zur Verfügung stehen wird.

„Das schikanöse Verhalten der türkischen Behörden ist inakzeptabel, und eine Entschuldigung ist angezeigt“, sagte Innen-Staatssekretär Günter Krings, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Mönchengladbach. „Die Uefa muss der türkischen Seite klar machen, dass die Mitgliedschaft in einem europäischen Sportverband voraussetzt, dass europäische Werte und Regeln respektiert werden.“

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Niederlage gegen Tsitsipas: Zverev verpasst Finale in Peking .
Alexander Zverev hat das Endspiel beim ATP-Turnier in Peking verpasst. Der gebürtige Hamburger verlor im Halbfinale das Duell der Youngster mit Stefanos Tsitsipas nach 1:51 Stunden 6:7 (6:8), 4:6. Für Zverev war es bereits die dritte Niederlage im vierten Duell mit dem ein Jahr jüngeren Griechen, damit bleibt es für ihn 2019 bei den Finalteilnahmen in Acapulco und Genf (Sieg).Tsitsipas bekommt es im Finale mit dem topgesetzten Dominic Thiem zu tun. Der Österreicher qualifizierte sich durch seinen Dreisatzsieg über den Russen Karen Chatschanow als fünfter Spieler für das ATP-Saisonfinale (10. bis 17.

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