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Sport İlkay Gündoğan: Herzchen für den Kriegsherrn

08:20  15 oktober  2019
08:20  15 oktober  2019 Quelle:   zeit.de

Löw ruft Personalnotstand aus: Rudy und Neuling Koch dabei

  Löw ruft Personalnotstand aus: Rudy und Neuling Koch dabei Die Ausfallmisere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft weitet sich vor den anstehenden Länderspielen immer mehr aus. Stürmer Timo Werner von RB Leipzig leidet an einem grippalen Infekt, Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan von Manchester City hat sich eine Muskelverletzung zugezogen. Ein Einsatz beider Akteure im Testspiel am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Dortmund gegen Argentinien und im EM-Qualifikationsspiel vier Tage später in Tallinn gegen Estland ist zumindest fraglich.

İlkay Gündoğan beim Spiel in Estland © Federico Gambarini/ EyeEm.com. Der FC St. Pauli zeigt, wie es auch gehen kann: Weil der Fußballprofi Das bejahende Signal der Spieler an den Kriegsherrn Recep Tayyip Erdoğan war unmissverständlich, der türkische Fußballverband bestätigte es sogar.

VonTobias Möllers. Schließen. Sympathiebekundungen für den türkischen Kriegsherrn Erdogan haben in der deutschen Nationalelf nichts verloren. Ein Kommentar. Am späten Sonntagabend war Ilkay Gündogan der große Gewinner.

Es geht um mehr als einen Like auf Instagram, der Erdoğan nützt. Der DFB sollte die Fehler der Özil-Affäre nicht wiederholen – und İlkay Gündoğan Grenzen setzen.

Nur ein Like oder ein politisches Statement? İlkay Gündoğan beim Spiel in Estland © Federico Gambarini/​EyeEm.com Nur ein Like oder ein politisches Statement? İlkay Gündoğan beim Spiel in Estland

Kommentar von Oliver Fritsch


Der FC St. Pauli zeigt, wie es auch gehen kann: Weil der Fußballprofi Cenk Şahin öffentlich die Militäroffensive seines Heimatlands Türkei in Nordsyrien unterstützt, und zwar nachdrücklich, trennt sich der Verein von seinem Spieler. Auch auf öffentlichen Druck der Ultras, die völkerrechtswidrige Angriffskriege ebenso verurteilen wie der deutsche Außenminister, die Kanzlerin, die EU, die Sanktionen gegen die Türkei erwägt, sowie beinahe die ganze Welt.

EM-Quali in Estland: Löw plant mit Neuer, Reus und Gündogan

  EM-Quali in Estland: Löw plant mit Neuer, Reus und Gündogan Joachim Löw stehen in Estland deutlich mehr Spieler zur Verfügung als unter der Woche beim 2:2 gegen Argentinien. Die Personalsituation hat sich etwas entspannt, Bundestrainer Joachim Löw kann im EM-Qualifikationsspiel beim Fußball-Zwerg Estland am Sonntag (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) wie erhofft wieder mit mehreren etablierten Kräften planen. "Jogi kann wahrscheinlich auf alle Spieler zurückgreifen", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff am Freitag in Dortmund.

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Das Treffen von Mesut Özil und İlkay Gündoğan mit dem türkischen Präsidenten steht in der Kritik. Kurz vor der Nominierung des vorläufigen Kaders für die Fußball-WM in Russland sind die türkischstämmigen deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündoğan wegen eines Treffens

Beim DFB war mal milder. Die Nationalspieler İlkay Gündoğan und Emre Can haben ein Foto auf Instagram gelikt, auf dem türkische Nationalspieler ein Tor mit einem militärischen Gruß feiern. Das bejahende Signal der Spieler an den Kriegsherrn Recep Tayyip Erdoğan war unmissverständlich, der türkische Fußballverband bestätigte es sogar. Das also ist Can und Gündoğan ein Herzchen wert?

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Ein Trick, der durch die AfD vertraut ist

Aber man kann auch an ihrer Darstellung zweifeln. Der Trick, erst zu provozieren, dadurch in einem bestimmten Lager zu punkten, es jedoch hinterher nicht so gemeint zu haben, ist der deutschen Öffentlichkeit seit Jahren durch die AfD vertraut.

Hummels überraschend beim DFB-Team

  Hummels überraschend beim DFB-Team Die deutsche Nationalmannschaft hat während der Vorbereitung auf das EM-Qualifikationsspiel am Sonntag in Estland überraschenden Besuch bekommen. Mats Hummels schaute am Freitagnachmittag bei seinen ehemaligen Kollegen vorbei, die sich nach dem Länderspiel gegen Argentinien (2:2) immer noch in Dortmund aufhalten. Der Weltmeister von 2014, der im vergangenen Jahr von Bundestrainer Joachim Löw überraschend ausgemustert wurde, ist auf Fotos zu sehen, die der DFB per Twitter veröffentlichte.

Bei Mercedes, dem Sponsor des DFB-Integrationspreises, sind Özil und Gündoğan nicht einfach bloß Werbeträger, sondern Markenbotschafter, sehr gut bezahlte natürlich. Millionen Fans schenken ihrem Mesut Tag für Tag für banalste Banalitäten Herzchen auf Instagram.

İlkay Gündoğan [. ˈilkaj gyndoaːn] (* 24. Oktober 1990 in Gelsenkirchen) ist ein deutscher Fußballspieler türkischen Ursprungs, der bei Manchester City unter Vertrag steht. Gündoğans Eltern stammen aus Dursunbey, einer Kreisstadt der Provinz Balıkesir in der Türkei.

So einfach, wie sich die beiden das machen wollen, ist es jedenfalls nicht. Weil er schon im Vorjahr wie Tosun und Özil mit Erdoğan auf einem Foto posierte, darf sich speziell Gündoğan über Fragen nicht wundern: Ist es ihm egal, dass wegen Erdoğans Krieg bereits jetzt Zigtausende Menschen auf der Flucht sind, dass Syrien zusätzlich destabilisiert wird, dass die Terrormiliz "Islamischer Staat" wiedererstarkt? Oder, weniger politisch: Wie findet es der Pazifist Can, der im vorigen Jahr das Foto mit Erdoğan ablehnte, wenn Fußballer mit einem Torjubel eine Armee unterstützen, die Krieg führt?

Can und Gündoğan blieben nach dem Sieg in Estland einsilbig, zeigten sich eher genervt. Gündoğan vermutete sogar eine Kampagne der Medien oder "einer Partei", wie er sagte, womit er offenbar die AfD meint. Die Fußballmillionäre verstehen offenbar nicht, dass es nicht nur Journalisten und Politikerinnen sind, die Anstoß nehmen. Auch viele Fans empören sich. Nicht nur Ewiggestrige zweifeln daran, wie ernst die Spieler es mit dem Bekenntnis zum Frieden und auch zu Deutschland meinen.

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  Vor dem EM-Qualifikationsspiel in Estland: Mit Gündogan und Reus zum Pflichtsieg Joachim Löw warnt vor Überheblichkeit angesichts der Aufgabe am Sonntagabend in Tallinn und fordert "Konzentration und Seriosität" von seinen Spielern.

İlkay Gündoğan , Mesut Özil und Cenk Tosun (rechts) posieren mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan. Dass sich wichtige Staatsoberhäupter gerne mit Fußballern schmücken, ist nichts Neues. Schließlich vergeht kein großes Turnier für die deutsche Nationalmannschaft, ohne dass Angela

Am 24-10-1990 wurde İlkay Gündoğan (Spitzname: İlkay ) in Gelsenkirchen, Germany geboren. Als Sohn von Vater Irfan Gundogan und Mutter Ayten Gundogan erlangte er im Jahr 2019 als Fußballer Berühmtheit zum Beispiel für Borussia Dortmund, VfL Bochum II.

Loyalität und Liebe zur Heimat der Eltern oder Großeltern ist das eine, das darf man niemandem vorwerfen, zumal Menschen mit internationalen Wurzeln oft von zwei Seiten unter Druck geraten. Etwas anderes ist es, wenn man nationalistische Gesten wie die der salutierenden türkischen Fußballer gutheißt. Gegen diese ermittelt inzwischen die Uefa. "Es kann sein, dass sich die beiden gar nicht mit Erdoğans Politik identifizieren", sagte der Politikwissenschaftler Mahir Tokatlı der Sportschau. "Aber durch diesen Like befürworten sie den Nationalismus in der Türkei."

Der DFB darf den Fall nicht unterschätzen. Der Verband veröffentlichte ein Bild des gesamten Teams und schrieb: "Gemeinsam für Offenheit, Vielfalt und Toleranz. Gegen jede Form von Gewalt und Diskriminierung." Das sind schöne Worte, denen man nicht widersprechen kann und die keinem wehtun. Es mag löblich sein, die Spieler gegen mögliche rassistische Äußerungen zu schützen, wie sie Özil erlitt, oder auch Kritik aus der Türkei. Von dort werden Can und Gündoğan nun angefeindet, sie würden einknicken.

Neuer: Kein Gedanke an Karriereende

  Neuer: Kein Gedanke an Karriereende Beim 2:2 am Mittwoch gegen Argentinien stand der eine Stunde lang erstaunlich schwungvolle Auftritt über dem in der Schlussphase verspielten Erfolgs-Erlebnis, am Sonntag in Estland aber ist für die deutsche Nationalmannschaft ungeachtet aller Personalsorgen der Sieg absolute Pflicht. "Wir dürfen uns keine Punktverluste mehr leisten", betonte Bundestrainer Joachim Löw nach der Ankunft in Tallinn. Denn der Dreikampf an der Spitze der EM-Qualifikationsgruppe C mit den gleichfalls zwölf Punkte aufweisenden Niederlanden und den überraschend konstanten Nordiren erlaubt in der Tat keinen Ausrutscher.

Die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündoğan und Emre Can nahmen ihre Likes bei Instagram später wieder zurück. Gündoğan betonte, er habe sein Like für das umstrittene Bild "bewusst zurückgenommen", als er gesehen habe, dass seine Reaktion "politisch gewertet wurde".

Ilkay Gündogan zögert bei der Vertragsverlängerung. Beim Derbysieg über Manchester United zeigte er, wie wichtig er für Manchester City sein kann. mehr Mesut Özil sagt noch immer nichts zur Erdogan-Affäre. Ob der auch für seine WM-Leistung kritisierte Spieler weiter für den DFB spielt, ließ

Mit Toren lässt sich nicht alles lösen

Man muss sich ja nicht gleich, wie St. Pauli, von ihnen trennen – jedoch sollten die Verantwortlichen die Spieler führen und ihnen, wenn nötig, auch mal Grenzen ziehen. Das hat der DFB bisher verpasst. Oliver Bierhoff teilte auf der Website des DFB mit: "Wer Emre und İlkay kennt, weiß, dass ihnen diese Diskussionen sehr leidtun." Doch nicht die Diskussionen sollten ihnen leidtun, sondern die Wirkung ihres Tuns.

Und Joachim Löw sagte, Gündoğan habe eine Antwort auf dem Platz gegeben. Doch mit Toren lässt sich nicht alles lösen. Dass Gündoğan "Terror" ablehne, wie Löw hinzufügte, hätte man gerne von ihm selbst gehört. Auch, ob er dasselbe Wort nutzt, um Erdoğan zu beschreiben.

Der Fall mag nicht die gleiche Dimension haben wie Özil 2018 und vielleicht war es wirklich nur eine Naivität der beiden Spieler. Doch hat er bereits die Politik erreicht. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ermahnte Gündoğan, der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion Marco Buschmann zweifelte an der Glaubwürdigkeit des Nationalspielers. Ob die Fans beim nächsten Heimspiel wieder pfeifen werden, wie im Vorjahr, kann man noch nicht einschätzen.

Der ehemalige DFB-Präsident Reinhard Grindel scheiterte auch an seiner Unentschlossenheit und Hilflosigkeit in der Özil-Debatte. Der neue Präsident Fritz Keller ist noch keinen Monat im Amt und hat schon eine erste große Aufgabe zu bewältigen. Er sollte die Fehler seines Vorgängers nicht wiederholen.

Like für militärischen Gruß: Löw sieht bei Gündogan und Can „keine politsche Botschaft“

  Like für militärischen Gruß: Löw sieht bei Gündogan und Can „keine politsche Botschaft“ Sie gaben ein Like den militärischen Jubel von türkischen Nationalspielern, dafür stehen Gündogan und Can in der Kritik. Löw nahm seine Spieler in Schutz. © Foto: Federico Gambarini/dpa Ilkay Gündogan bejubelt seinen Führungstreffer gegen Estland. Bundestrainer Joachim Löw hat die Spieler Ilkay Gündogan und Emre Can gegen die Kritik in Schutz genommen. Ihr Instagram-Like für den Salut-Torjubel türkischer Fußball-Nationalspieler sei auf „keinen Fall ein politisches Statement“, sagte Löw nach dem 3:0 der deutschen Nationalmannschaft am Sonntagabend im EM-Qualifikationsspiel in Tallinn gegen Estland.

Die Nationalspieler İlkay Gündoğan und Mesut Özil lichten sich mit dem türkischen Präsidenten Erdoğan in London ab und die Gemüter in Deutschland erregen sich. "Wahlkampfhilfe für Erdoğan", "Treffen mit dem Despoten" oder "fördert die Integration nicht", sind noch die gemäßigten Reaktionen

Mesut Özil und İlkay Gündoğan haben sich mit dem türkischen Präsidenten fotografieren lassen. Sobald Politiker auf Fußballer treffen, wird es gefährlich. Manchmal für den Politiker, manchmal für die Fußballer. Erst vor ein paar Tagen amüsierte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder, weil er

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