Sport: Vier Babyschalen mangelhaft wegen Schadstoffen - ADAC Kindersitz Crashtest II 2019 - - PressFrom - Deutschland

Sport Vier Babyschalen mangelhaft wegen Schadstoffen - ADAC Kindersitz Crashtest II 2019

11:50  23 oktober  2019
11:50  23 oktober  2019 Quelle:   msn.com

Mehr als jeder zweite Kindersitz bekommt Note «gut»

  Mehr als jeder zweite Kindersitz bekommt Note «gut» Bei Kindersitzen und Babyschalen für das Auto haben Eltern eine große Auswahl unter Produkten, bei denen sie bedenkenlos zugreifen können. Das hat ein ADAC-Test von 20 Modellen ergeben. Alle meisterten dabei den sogenannten Frontaufpralltest. © Foto: ADAC/dpa-tmn Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 Zentimetern oder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr müssen im Auto in geeigneten Kindersitzen geschützt werden. Überprüft wurden die Kindersitze und Babyschalen in den Punkten Sicherheit, Bedienung, Ergonomie und hinsichtlich ihres Schadstoffgehalts. Mit 12 Modellen schneidet insgesamt mehr als die Hälfte «gut» ab.

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München (AFP) Bei einem ADAC - Test von Kindersitzen sind von 20 getesteten Sitzen vier mit der Note " mangelhaft " durchgefallen. Dies liegt allerdings nicht an Sicherheitsmängeln,sondern einem zu hohen Schadstoffgehalt, wie der Automobilclub am Dienstag mitteilte.

Beim zweiten Kindersitz-Crashtest des ADAC 2019 scheitert kein einziger Sitz im Frontalcrash, einige überschreiten die gesetzlichen Vorschriften sogar deutlich. Allerdings wurden vier Babyschalen mit mangelhaft bewertet – der Grund ist ein zu hoher Schadstoffgehalt.

  Vier Babyschalen mangelhaft wegen Schadstoffen - ADAC Kindersitz Crashtest II 2019 © ADAC/Ralph Wagner

20 Kindersitze waren beim zweiten ADAC-Crashtest 2019 in der Auswahl. Unterteilt wurde das Testfeld nach Altersklassen: Die meisten Decken den frühkindlichen Bereich bis 1,5 Jahren ab, einige Modelle sind jedoch auch für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren zugelassen. Geprüft wurden die Kategorien „Sicherheit“ mit der höchsten Gewichtung, „Bedienung“ und „Ergonomie“. Zudem wird jeder Sitz einer Schafstoffprüfung unterzogen.

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Bei einem ADAC - Test von Kindersitzen sind von 20 getesteten Sitzen vier mit der Note " mangelhaft " durchgefallen. Dies liegt allerdings nicht an Sicherheitsmängeln,sondern einem zu hohen Schadstoffgehalt, wie der Automobilclub am Dienstag mitteilte. Die Bezugsstoffe der bemängelten

12 Modelle mit „gut“, 4 mit „befriedigend“ bewertet

Über die Hälfte des Testfeldes schaffte es in der Notenskala auf eine Bewertung zwischen 1,6 und 2,5 und schneidet mit „gut“ ab, vier weitere landen im mittleren Bereich und bekommen ein „befriedigend“. Die Bestnote im Test erhält der Albert + i-Size Base von Swandoo und kratzt mit einer 1,6 knapp am „sehr gut“ vorbei. Er ist für das Isofix-System geeignet, für Kinder von 40 bis 85 cm Körpergröße zugelassen und erhältlich für 450 Euro, dabei liegt er preislich im oberen Bereich.

Auch das teuerste Modell, der Besafe iZi Kid X3 i-Size, hat mit 1,8 gut abgeschnitten. Er kommt mit einem stolzen Preis von 560 Euro, ist ebenfalls für Isofix vorgesehen und zugelassen für 61 bis 105 Zentimeter. Nicht nur in diesem Test, sondern seit 2015 bekam dieser Sitz die beste Sicherheitsbewertung aller getesteten Schalen. Sowohl beim frontalen, als auch beim Seitenaufpralltest bekam er die Note „sehr gut“.

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Zwar fiel kein Modell durch den Frontalaufpralltest, der Hauck iPro Baby mit iPro Base ist jedoch sehr nah an seiner Belastungsgrenze. Er löst sich teilweise von seiner Isofix-Basis, halte den Dummy aber dennoch zurück. Ohne jene Basis – also nur mit Fahrzeuggurt – biete er einen besseren Schutz, so die ADAC-Tester. Insgesamt kam er auf eine mangelhafte 4,8, liegt preislich mit 290 Euro im mittleren Bereich und ist für Kinder von 40 bis 85 cm zugelassen.

„Mangelhaft“ für hohe Schadstoffwerte

Das Flammschutzmittel TCPP wurde in den Bezugsstoffen des Uppababy Mesa i-Size und des Uppababy Mesa i-Size + i-Size Base nachgewiesen. Die Menge des Schadstoffs überschreite den Grenzwert der Richtlinie 2014/79/EU, die für Spielzeuge gilt. Ebenfalls über diesem Grenzwert lag die enthaltene Menge an Naphthalin im Hauck iPro Baby und im Hauck iPro Baby + iPro Base. „Der Stoff steht im Verdacht, eine krebserzeugende Wirkung zu haben“, erklärt der ADAC. Alle vier Modelle sind zugelassen für Kinder bis circa 1,5 Jahre und wurden unter anderem wegen dieser alarmierenden Werte mit „mangelhaft“ benotet. Preislich sind diese Sitze jedoch weit gefächert: Während der Hauck iPro Baby mit 140 Euro beinahe der günstigste Kindersitz ist, ist der mit 5,5 am schlechtesten bewertete Uppababy Mesa i-Size + i-Size Base der zweitteuerste. Seine 540 Euro sind in diesem Fall keine Analogie zur Qualität.

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Tipps für den passenden Kindersitz

Steht der Kauf eines neuen Kindersitzes an, sollten Sie sich zunächst einen Überblick über die aktuellen Modelle machen. Da nicht jeder Hersteller jährlich neue Modelle bringt, lohnt auch der Blick in die Vorjahres-Ergebnisse. Probieren Sie den Sitz unbedingt direkt in Ihrem Auto mit dem Kind aus und achten Sie auf den korrekten Einbau des jeweiligen Systems.

Um Ihr Kind optimal zu schützen, ist auch das richtige Anschnallen selbst wichtig: Der Gurt sollte straff angezogen möglichst nah am Körper liegen. Ziehen Sie außerdem gerade im Winter die dicke Jacke unter dem Beckengurt hervor, sodass auch dieser am Kind anliegt. Und da man Kindern beim Wachsen ja förmlich zusehen kann, sollten Sie unbedingt die Einstellungen der Gurte und Rückenstütze regelmäßig an die Größe des Kindes anpassen.

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