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Sport Vettel oder Leclerc?: Ferrari-Chef Binotto muss sich endlich entscheiden

10:45  18 november  2019
10:45  18 november  2019 Quelle:   tagesspiegel.de

Zuverlässigkeit: Unterschiedliche Probleme machen Ferrari "Sorgen"

  Zuverlässigkeit: Unterschiedliche Probleme machen Ferrari Der SF90 hatte in der Formel-1-Saison 2019 nicht nur ein technisches Problem - Teamchef Mattia Binotto erklärt, es gehe um die "gesamte Philosophie" bei Ferrari"In Bahrain traf es Charles [Leclerc], in Österreich hatte Sebastian [Vettel] in der Qualifikation ein Problem, in Deutschland im Quali dann beide Autos. Dann hatten wir [bei Vettel] das Problem in Sotschi", erinnert sich Binotto zurück und erklärt: "Jedes einzelne [Problem] war anders. Es gibt keinen einzelnen Faktor oder eine Gemeinsamkeit. Das macht [uns] noch mehr Sorgen.

Leclerc riss es das rechte Vorderrad ab, Vettel konnte auch nicht mehr weiterfahren. In der Box verfolgten die Ingenieure entsetzt das turbulente Geschehen, Teamchef Mattia Binotto Vettel ließ sich erst in Umlauf 25 frische Reifen aufziehen, Ferrari entschied sich hier für die mittlere Mischung.

Leclerc riss es das rechte Vorderrad ab, Vettel konnte auch nicht mehr weiterfahren. In der Box verfolgten die Ingenieure entsetzt das turbulente Geschehen, Teamchef Mattia Binotto Vettel ließ sich erst in Umlauf 25 frische Reifen aufziehen, Ferrari entschied sich hier für die mittlere Mischung.

Der Crash zwischen Vettel und Leclerc beim Formel-1-Rennen in Brasilien zeigt, dass Ferrari jetzt eine klare Hierarchie braucht. Ein Kommentar.

Wer wird die Nummer eins? Ferrari-Teamchef Binotto (M.) muss sich zwischen Vettel und Leclerc entscheiden. © Foto: Benoit Doppagne/dpa Wer wird die Nummer eins? Ferrari-Teamchef Binotto (M.) muss sich zwischen Vettel und Leclerc entscheiden.

Äußerlich sah Mattia Binotto ruhig und gefasst aus, als er am späten Sonntagabend vor die Mikrofone im brasilianischen Interlagos trat. Doch innerlich muss der Ferrari-Teamchef ähnlich gebrodelt haben, wie seine beiden Formel-1-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc nach dem folgenschweren Crash im Rennen zuvor. Beide waren ausgeschieden und brachten Binotto in Erklärungsnot. Zurecht – denn er höchstpersönlich hätte den Vorfall verhindern können, wenn nicht müssen.

Maulkorb für Vettel und Leclerc nach Crash

  Maulkorb für Vettel und Leclerc nach Crash Maulkorb für die Crashpiloten: Sebastian Vettel und Charles Leclerc durften sich nach ihrem spektakulären Unfall in Brasilien nicht mehr vor der Presse äußern. Ferrari sagte die eigentlich obligatorische und bereits für 17.40 Uhr Ortszeit angesetzte Medienrunde mit den beiden Piloten kurzerhand ab. "Wir bevorzugen es so", hieß es von einer Sprecherin dazu lapidar. Einzig Teamchef Mattia Binotto äußerte sich nach den kurzen TV-Interviews noch einmal ausführlich zu dem Fiasko der Scuderia in Sao Paulo.

Leclerc riss es das rechte Vorderrad ab, Vettel konnte auch nicht mehr weiterfahren. In der Box verfolgten die Ingenieure entsetzt das turbulente Geschehen, Teamchef Mattia Binotto Vettel ließ sich erst in Umlauf 25 frische Reifen aufziehen, Ferrari entschied sich hier für die mittlere Mischung.

Sebastian Vettel und Charles Leclerc räumen sich in Brasilien gegenseitig ab. Danach beziehen beide Piloten wie auch Ferrari -Teamchef Binotto Stellung. Beide Fahrer müssen aber verstehen, dass sie das Rennen von Ferrari zerstört haben. Beide Fahrer dürfen frei kämpfen, doch dieser Fehler

Abgesehen davon, dass seine Fahrer sich auf der Strecke in den vergangenen Wochen in direkten Duellen nicht gerade klug anstellten, hat Binotto mit seinem verbalen Zick-Zack-Kurs zur Eskalation beigetragen. Noch vor der Saison hatte der neue Scuderia-Teamchef bedeutet, Vettel in engen Situationen zu bevorzugen, Ende September in Russland dann aber Leclerc nach Teamanweisung gewinnen lassen.

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Sebastian Vettel:  "So ein Bockmist"

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Jetzt, da die WM-Entscheidung gefallen war und auch Platz zwei in der Konstrukteurswertung sicher, hatte Binotto erklärt, dass Vettel und Leclerc frei fahren dürften. Er gab ihnen sogar die Erlaubnis „zu kämpfen“. Eine klare Hierarchie konnte so niemals aufkommen. Doch eine solche braucht es in der Formel 1, da es sonst zu Vorkommnissen wie am Sonntagabend kommt. Denn ohne Hierarchie werden Kollegen zwangsläufig zu Konkurrenten.

Formel 1 - Sebastian Vettel flucht nach Ferrari-Crash: "So ein Bockmist"

  Formel 1 - Sebastian Vettel flucht nach Ferrari-Crash: Nach ihrer Kollision beim Großen Preis von Brasilien haben Sebastian Vettel und Charles Leclerc den Vorfall aus ihrer Sicht erklärt. Ferraris Teamchef Mattia Binotto kündigte eine tiefergehende Analyse an. © getty Sebastian Vettel schied beim Brasilien-GP aus. "Es ist blöd für das Team. Sehr bitter", sagte Vettel nach dem Rennen und erklärte die Szene aus seiner Sicht: "Charles hat versucht zu überholen. Ich habe mich auf die nächste Gerade konzentriert und dachte schon, dass ich vorbei bin. Dann kam es zur Berührung.

Nach folgenschweren Fehlern in der vergangenen Formel-1-Saison muss Maurizio Arrivabene seinen Posten bei Ferrari räumen. Binotto war im Juli 2016 zum Technischen Direktor aufgestiegen. Er und der 61 Jahre alte Arrivabene sollen sich aber nicht wirklich gut verstanden haben.

Vettel und Leclerc schieben sich von der Strecke. Vettel ließ sich erst in Umlauf 25 frische Reifen aufziehen, Ferrari entschied sich hier für die mittlere Mischung. 21 Runden vor dem Ende musste auch Vettel zum zweiten Mal an die Box. Bis auf Platz vier fiel der Heppenheimer dadurch zurück

Natürlich steckt Binotto im Dilemma, dass er sich rein sportlich und perspektivisch für den 22-jährigen Leclerc entscheiden müsste, seinen zehn Jahre älteren Star und Vierfach-Weltmeister Vettel aber nicht vergraulen darf. Nur zeigte der Sonntagabend einmal mehr und unmissverständlich, dass die Zeit des Herumdrucksens vorbei ist.

„Es war ein kleiner Crash mit großen Folgen“, stellte Binotto am Sonntagabend abschließend selbst fest. Mit Folgen, aus denen er Konsequenzen ziehen und sich endlich entscheiden muss. Für Vettel oder Leclerc.

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Nach der Ferrari-Kollision in Brasilien: Mattia Binotto räumt schwierige Situationen im Team ein, glaubt aber, dass die mediale Aufregung übertrieben ist"Wenn ich bedenke, dass sie sich am Saisonbeginn gar nicht gekannt haben, dann haben sie heute ein gutes Verhältnis. Sie arbeiten gut zusammen", sagt er. "Was in Brasilien passiert ist, ist dafür sicher nicht hilfreich. Aber ich glaube nicht, dass es ein Drama ist. Ganz im Gegenteil: Ich sehe das mehr als Chance, dass Dinge im Hinblick auf nächstes Jahr klargestellt werden.

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