Sport Becker: Davis Cup "nicht fair"

21:25  26 november  2019
21:25  26 november  2019 Quelle:   sport1.de

Becker schließt Engagement als Zverev-Coach nicht aus

  Becker schließt Engagement als Zverev-Coach nicht aus Tennis-Ikone Boris Becker schließt ein Engagement im Trainerteam von Deutschlands Topspieler Alexander Zverev explizit nicht aus. "Ich unterhalte mich schon seit Jahren gerne und viel mit ihm und seinem Vater über Tennis. Ich mag ihn", sagte Becker im Rahmen eines Medientermins bei den ATP-Finals in London: "Ob da mehr daraus wird, muss man abwarten."Becker wird im Januar beim neugeschaffenen ATP-Cup, einem einwöchigen Nationen-Wettkampf in Australien, auf Zverevs Wunsch hin als Teamkapitän der deutschen Mannschaft fungieren. "Es ist eine Ehre, dass Sascha mich gefragt hat", sagte der 51-Jährige.

Boris Becker sieht Verbesserungsbedarf beim neuen Davis Cup © Getty Images Boris Becker sieht Verbesserungsbedarf beim neuen Davis Cup

Tennis-Ikone Boris Becker hat den Heimvorteil für Davis-Cup-Sieger Spanien beim reformierten Finalturnier in Madrid kritisiert.

"Das ist nicht fair für die anderen Mannschaften", sagte der 52-Jährige im Gespräch mit Eurosport. Es sei "ein unglaublicher Heimvorteil für Spanien. Sie haben in 19 Jahren nicht zu Hause verloren. Die Geschichte wiederholt sich. Solange Rafael Nadal daran Spaß hat, steht es immer 15:0 für Spanien", sagte Becker. Nadal hatte in Madrid acht Matches gespielt und gewonnen.

Becker sieht Probleme

Zudem betonte Becker, das Turnier könne nicht innerhalb einer so kurzen Zeitspanne ausgetragen werden.

Becker schließt Engagement als Zverev-Coach nicht aus

  Becker schließt Engagement als Zverev-Coach nicht aus Mit einem Sieg gegen Weißrussland kann Deutschland die EM-Quali klarmachen – denkt zumindest Timo Werner. Dass dies so nicht stimmt deckt bei dem Stürmer eine neue Wissenslücke auf.

"Das ist einfach zu kurz. Die Veranstalter müssen sich etwas mit dem Zeitplan überlegen. Das ist in einer Woche nicht zu schaffen, gerade wenn man erst am Mittwoch anfängt", sagte der zweimalige Davis-Cup-Gewinner.

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Das Format hingegen, fand Becker "interessant". Es sei "schneller und intensiver als sonst. Dieses System ist eine richtige Alternative, wenn Zeit und Datum verändert werden", sagte der Head of Men's Tennis im Deutschen Tennis Bund (DTB).

Kanada zieht erstmals ins Davis-Cup-Finale ein

  Kanada zieht erstmals ins Davis-Cup-Finale ein Kanada hat beim neuen Davis-Cup-Finalturnier für eine Überraschung gesorgt und erstmals im Mannschaftswettbewerb das Endspiel erreicht.Den Gegner im Endspiel am Sonntag (16.00 Uhr) ermitteln Gastgeber Spanien um den Weltranglistenersten Rafael Nadal und Großbritannien, das Deutschland im Viertelfinale bezwungen hatte.

Neuer Spielmodus im Davis Cup

18 Nationen hatten in Madrid um den Titel gekämpft. Im neuen Turnierformat qualifizieren sich die Sieger der sechs Dreier-Gruppen sowie die beiden besten Zweiten für das Viertelfinale. Statt wie zuvor vier Einzel und ein Doppel über jeweils drei Gewinnsätze gab es nun nur noch zwei Einzel und ein Doppel über jeweils zwei Gewinnsätze.

Das deutsche Davis-Cup-Team hatte ohne ihren Topspieler Alexander Zverev, der nach harscher Kritik am neuen Turnierformat abgesagt hatte, den ersten Halbfinaleinzug seit zwölf Jahren verpasst. Die Mannschaft von Kapitän Michael Kohlmann war im Viertelfinale an Großbritannien gescheitert.

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